MonatNovember 2017

Adventskalender

Ab Freitag startet hier mein Adventskalender mit den besten Fotos des Jahres. Es wird täglich ein neues Foto veröffentlicht. Und natürlich gibt es am 24. Dezember den Höhepunkt mit meinem besten Foto des Jahres.

Ich wünsche allen Lesern eine schöne und ruhige Advents- und Weihnachtszeit.

Und viel Spaß bei meinem Adventskalender.

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Tierkinder

Als Tierfotograf muss man sich auch oft über das Aussehen der Tierkinder, vor allem der Jungvögel informieren. Die doch oft ziemlich anders aussehen als die Altvögel. Häufig erkennt man sie an ihrem aufgeplusterten Aussehen. Sie sehen dicker aus, als hätten sie noch Babyspeck.

Hier ein paar Beispiele für Jungvögel und Tierkinder :

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Bläßhühner

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Haubentaucher

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Neuntöter

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Neuntöter

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Heckrindkalb

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Weißstörche

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Seeadler

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Schwarzkehlchen

Nahaufnahmen

Im Moment lerne ich gerade als Fotograf den Herbst bzw. den Winter kennen. Für mich fühlt es sich schon so an. Ich fahre im Dunkeln zur Arbeit und wenn ich nach Hause komme, ist es auch schon dunkel. Und am Wochenende war es ziemlich windig und hat häufig geregnet. Und so trüb war auch meine Laune. Was ich bis jetzt gelernt hatte war, bei dem Wetter sind auch Vögel eher nicht aktiv. Doch dann wurde ich am Samstagmorgen mit dem aktivsten Tag an unserer Futterstation belohnt. Es war zunächst nur zu sehen, das viele Amseln aktiv waren und immer wieder durch die Gärten flogen. Auch die üblichen Meisen waren zu sehen. Doch dann war der Kirschbaum mit der Futterstation von drei Grünfinken und mindestens sieben Buchfinken belagert! Die Meisen gingen erstmal auf Abstand und die schüchternen Rotkehlchen waren gar nicht erst zu sehen. Zwei Grünfinken hatten schon in den vergangenen Tagen die Station regelrecht besetzt. Sie hatten die Stangen gar nicht mehr freigemacht und die Sonnenblumenkerne fast alleine gefressen. Jetzt mussten sie sich immer wieder gegen die Buchfinken wehren. Das ganze ging so weit, das viele Buchfinken und die Heckenbraunelle nur noch das Futter am Boden nahmen. Das war weniger stressig. Es war auch ein ständiges hin und herfliegen der Meisen und Amseln im Garten zu sehen. Und dann tauchten auch noch zwei Grünspechte auf. Ein grosser Altvogel und ein diesjähriger Jungvogel. Die ständig im Stakkato den Rasen mit ihren Schnäbeln löcherten. Quasi kostenloses Vertikutieren. Der nasse Rasen war für die Grünspechte sicher sehr hilfreich. Warum alle anderen Vögel so aufgedreht und aktiv waren, war mir ein Rätsel. Wäre ich rausgegangen und hätte versucht zu fotografieren, wäre das ganze Szenario sicher sofort vorbei gewesen. Das übernahm dann ein anderer für mich. Auf einmal flogen alle Vögel wie auf ein Kommando davon. Ein paar Sekunden später sah ich warum. Eine große Rabenkrähe landete auf dem Rasen.

Später bin ich dann aber noch mit meiner Kamera in den Garten gegangen. Dann hatten die Meisen wieder das Kommando übernommen und auch das Rotkehlchen traute sich zur Futterstation. Der Grünspecht kam auch nochmal wieder. Sah mich und meine Kamera und war sofort wieder weg. Ein sehr scheuer Vogel.

Wir sind die Neuen

Heute möchte ich die neuen Besucher an der Futterstation vorstellen. Auch an einer Futterstation gibt es eine Rangordnung. Die schüchternen Rotkehlchen haben zuerst immer nur die Reste gefressen, die auf die Wiese gefallen sind. Wenn die Blaumeisen kamen, haben sie eigentlich immer den Weg freigemacht. Mittlerweile gehen sie auch wie selbstverständlich an die Futterstation. Auch wenn die Kohlmeise gerade an der Station ist. Einige Vogelarten bedienen sich aber wohl immer nur vom Boden. Wie die Heckenbraunelle, die seit ein paar Tagen zum Futtern kommt. Und auch die Vögel die für die Station zu groß sind. Wie die Ringeltauben und die Amseln. Die habe ich auch noch nicht an der Futterstation gesehen. Die Amseln finden aber zur Zeit auch noch genug  andere Nahrung wie z.B. Beeren.

Zur Zeit bestimmt wohl auch das Futter in der Station die Besucher. Ich habe es im Moment mit Haferflocken und Sonnenblumenkernen ohne Schale gefüllt. Das trifft wohl auch besonders den Geschmack des Rotkehlchens.

Da Erdnüsse zur Zeit nicht von mir verfüttert werden, haben der Eichelhäher und der Buntspecht nur an der Station vorbeigeschaut und sich nicht bedient. Der Buntspecht hat dafür schon zweimal ordentlich die Äste des Kirschbaumes mit dem Schnabel bearbeitet.

Heute waren das erste Mal Grünfinken im Kirschbaum, haben sich aber nicht an die Station getraut. Vielleicht die nächsten Stammgäste. Ich würde mich sehr freuen und werde hier weiter berichten.

Nutrias

Vor einem Monat hatte ich noch nie ein Nutria gesehen. Seitdem laufen mir diese großen Nagetiere sehr oft vor die Kamera. Ich hatte vorher nur von anderen Naturliebhabern und Fotografen von diesen Tieren gehört. Sie stammen ursprünglich aus Südamerika und sind in Deutschland ausgesetzt worden oder aus Pelztierfarmen und Zuchten entflohen. Sie fühlen sich sehr wohl hier. Sie sind einem Biber sehr ähnlich und werden deshalb auch Biberratte genannt. Sie haben wie der Biber orange Zähne, aber keinen platten Ruderschwanz.

Im Naturschutzgebiet Kiebitzwiese in Fröndenberg an der Ruhr, gibt es eine sehr interessante Nutria-Familie. Diese Familie hat viele Farbvarianten die ein Nutriafell haben kann. Nutrias haben wie Biber eigentlich ein dunkelbraunes Fell. Es gibt aber auch beige bzw. goldfarbene Exemplare. Und in der Nutriafamilie von der Kiebitzwiese gibt es ein weißes Exemplar. Was sehr außergewöhnlich aussieht. Fast wie ein mystisches Geisterwesen.

Wenn man Nutrias näher betrachtet, fallen einem die langen Schnurhaare und das durchaus schöne Fell auf.

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