MonatMärz 2018

Überall Frühling und Nestbau

Für die Vögel ist jetzt schon etwas länger Frühling und das heißt Paarungszeit. Und sie sind deshalb besonders aktiv. Es wird gesungen überall und fleißig hin und her geflogen. Es wird inspiziert und nach Nistmaterial gesucht und zum Nest gebracht. Viele Paare haben sich schon gefunden. Aber auch Reviere werden noch abgesteckt und beansprucht. Auf fast jedem Haus sieht man jetzt eine Amsel sitzen und singen. Aber auch die Rotkehlchen, Heckenbraunellen und Buchfinken hört und sieht man singen.

Die Krähen und Elstern sind beim Nestbau und noch aktiver und neugieriger als sonst. Die Rabenkrähen kommen immer dichter an das Haus heran und inspizieren alles. Scheinen sogar in Fenster zu schauen. Nehmen dann aber oft einfach nur Nistmaterial mit. Oft kleine Zweige, aber auch vertrocknete Blätter. Die Elstern verhalten sich ähnlich. Auch die Tauben sind viel auffälliger als im Winter. Man sieht sie überall sitzen und wenn sie zu zweit sind, machen sie dem Begriff Turteltauben alle Ehre. Es sieht wirklich so aus als würden sie schmusen und sich küssen!

Auch die auffällige Elster konnte ich ständig beobachten und sie sogar an den Autos fotografieren. Und ich denke, sie hat mit ihrem Partner oder Partnerin auch ein Nest am Uniparkplatz ausgesucht. Paßt ja, da sie gerne zwischen den Autos läuft! Auch ihre Vorliebe für Geländer hat sie wieder oft gezeigt.

 

 

Immer wieder spannend

Bevor es über Ostern zu den nächsten Exkursionen geht, hier noch ein paar Fotos von meinem letzten Ausflug in die Rieselfelder. Dort gibt es immer so viel zu sehen, das es einfach nicht alles in einem Beitrag gezeigt werden kann.

Tja, was soll ich sagen. Und manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht bzw. vor lauter Zweigen. Ich habe ja in meinem Beitrag Zugvogelstau gefragt, ob das auf dem Foto eine Bekassine oder Zwergschnepfe ist. Auf dem Foto, war das auch wirklich nicht so eindeutig. Aber ich habe noch ein zweites Foto, auf dem man das eigentlich viel besser sehen kann!

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Zwergschnepfe, da erkennt man den kurzen Schnabel

Es ist halt immer wieder spannend, wenn man nach dem Ausflug die Fotos zu Hause am Bildschirm ansieht und man ist immer wieder überrascht, was man auf den Fotos noch so entdeckt. Was man auf die Entfernung einfach nicht gesehen hat.

Bei dem Foto vom Zwergtaucher war ich dagegen ganz nah dran, die Zweige leider auch wieder.

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Zwergtaucher

Vogelbeobachtungen Update

Alleine ein Besuch in den Rieselfelder lässt die Anzahl der neuen Sichtungen jedes Mal in die Höhe schnellen. Und die Zahlen der Zugvögel sind im Moment noch sehr hoch. Die einen ziehen von hier aus nach Osteuropa und Sibirien. Und unsere heimischen Brutvögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück.

Von den heimischen Vögeln kamen beim letzten Besuch das Schwarzkehlchen, die Bachstelze, der Zwergtaucher, die Löffelente, die Spießente, die Brandgans, der Austernfischer, der Fasan, die Silbermöwe und die Zwergschnepfe dazu.

Als Durchzieher konnte ich den Goldregenpfeifer fotografieren, den ich letzte Woche schon hier gezeigt habe.

Die beiden letzten neuen Namen auf meiner Jahresliste konnte ich am Montag auf der Kiebitzwiese beobachten. Den kleinen Alpenstrandläufer und den Schwarzmilan. Die beiden Schwarzmilane sind vielleicht sogar ein Paar.

Das macht dann als neuen Zwischenstand bei mir : 68 !

Was für mich zu diesem Zeitpunkt des Jahres viel ist. Wer hat schon mehr Vögel auf seiner Liste?

 

 

Weitere Vögel an der Kiebitzwiese :

 

 

Farbenfroher Frühlingsanfang

Der Frühlingsanfang hatte wirklich alles zu bieten. Eine frostige Nacht. Ein Morgen Grau in Grau mit Schnee. Im Verlauf des Tages wurde es aber besser. Die Sonne kam heraus, die Temperaturen stiegen und der Schnee schmolz schon wieder weg. Und der Himmel war sogar Blau mit ein paar Schäfchenwolken.

Am späten Nachmittag in unserem Garten, waren in der Abendsonne auch noch ein paar farbenfrohe Singvögel zu sehen. Das richtige an einem eher unterkühlten Frühlingsanfang und eine gute Einstimmung auf den Frühling.

 

Als weitere Frühlingsboten noch zwei Enten im Prachtkleid. Immer sehr farbig, die Erpel.

 

 

Die Störche vom Heidekrug

Das Storchenpaar vom Restaurant Heidekrug in den Rieselfeldern hat auch wieder sein Nest bezogen. Ich gehe davon aus, das es wieder das gleiche Paar ist. Da sie leider nicht beringt sind, kann man das nur schätzen. Aber das Weibchen hat für mich einen auffällig dicken Schnabel. Man kann das anhand der Fotos von diesem und letztem Jahr sehen. Letztes Jahr hatten die beiden drei Jungvögel durchgebracht. Hoffen wir, das es dieses Jahr ähnlich viele werden.

Im Moment bei diesem stürmischen Ostwind hatten die beiden etwas Probleme mit der Balance bei der Paarung.

Auch alle anderen Storchennester in den Rieselfeldern sind mit mindestens einem Storch besetzt. Ob sich dort auch schon Paare gefunden haben, konnte noch nicht festgestellt werden.

 

Zugvogelstau

Durch den stürmischen und eisigen Ostwind kam es am Wochenende zu einem Zugvogelstau von großem Ausmaß. Besonders große Schwärme von Wacholder-, Rot- und Singdrossel konnten nicht weiterfliegen und suchten stattdessen Deckung vor der schneidenden Kälte. Aber auch die Kiebitze und Goldregenpfeifer waren davon betroffen. Vor allem im geschützteren Ruhrtal hielten sie sich auf. Und suchten Deckung hinter Hecken und sogar in Gärten. Was für Kiebitze sehr untypisches Verhalten ist. Ich wollte mir in den Rieselfelder auch ein Bild von den Verhältnissen machen. Ich habe mich dick eingepackt mit mehreren Lagen Kleidung, unter anderem zwei Jacken und zwei Paar Socken. Doch als ich aus dem Auto stieg blies der Ostwind sehr stark und ununterbrochen. Es war wirklich kaum zum Aushalten. Im Laufe des Vormittags ließ der Wind dann etwas nach und es wurde etwas wärmer. Die Temperaturen stiegen von -2 auf 1 Grad.

Gelohnt hat sich der Ausflug trotzdem und mein Durchhaltevermögen wurde belohnt, ich konnte einige interessante Beobachtungen machen. Der Vogel des Tages war eindeutig die Wacholderdrossel. Auch viele Singdrosseln und Kiebitze konnte man sehen. Die Kiebitze standen zum Teil sogar in der Nähe der Strasse. Auf einer Wiese in den Rieselfeldern konnte ich einige Goldregenpfeifer sehen. Meine ersten Goldregenpfeifer überhaupt! Und dann sah ich noch eine Bekassine oder Zwergschnepfe. Das konnte ich leider anhand des Fotos noch nicht eindeutig bestimmen. Kann mir da vielleicht jemand helfen?

Die auffällige Elster

In meiner Kindheit war die Elster mein Lieblingsvogel. Man konnte sie überall sehen und ihr „Gesang“ und ihr Flug sind unverwechselbar. Sie hat diesen wackelnden Gang, den viele Rabenvögel haben und oft hüpft sie auch um sich fortzubewegen. Und ihr Ruf als diebische Elster, die gerne glänzende Dinge klaut, ist für ein Kind faszinierend. Mittlerweile weiß ich, dass auch Krähen und Raben Dinge klauen und sammeln. Das gehört wohl zum Sozialverhalten dieser intelligenten Vögel. Diese Dinge können auch als Geschenke dienen. Die Rabenvögel haben ein sehr komplexes Sozialverhalten und benötigen dafür eine hohe Intelligenz. Sie sind oft in Schwärmen unterwegs, aber während der Paarungs- und Brutzeit auch nur als Paar. Es gibt bei ihnen auch unterschiedliches Ansehen in der Gruppe. Wer mehr Freunde hat, hat einen höheren Stellenwert in der Gruppe. Das erfordert komplexes Verhalten und Denken untereinander.

Ich habe hier schon häufiger über die Rabenvögel auf dem Universitätsgelände in Dortmund berichtet. Ich konnte beobachten, dass die Elstern und Krähen ihre gefällten Versammlungsbäume sehr vermissen. Sie sammeln sich noch oft auf dem Gebäude, das neben den ehemaligen Standorten der Bäume liegt.

Über den ganzen Winter konnte ich eine besonders auffällige Elster beobachten. Sie ist relativ groß und wenig scheu. Man erkennt sie nach einiger Zeit an ihrem Verhalten und an einem weißen Fleck zwischen dem Rücken und dem Schwanzansatz. Man sieht sie oft zwischen den geparkten Autos laufen. Manchmal sitzt sie auch auf einem Außenspiegel. Überhaupt balanciert sie gerne und läuft auf Geländern. Sie ist gerne in der Nähe von Gebäuden und ich habe sogar ein paar Mal beobachtet, wie sie Jalousien anfliegt. Vielleicht glänzen diese, vielleicht hat die Elster auch einfach nur zwischen den Lamellen etwas gesehen.

Ich habe diese Elster sehr oft gesehen, konnte sie aber nur sehr selten fotografieren. Bis sie mich gestern wieder besucht hat.

 

Die Rückkehrer

Heute hat der WWF eine Studie veröffentlicht, das 50% aller Tiere und Pflanzen vom Aussterben bedroht sind, wenn wir die Klimaerwärmung nicht reduzieren. Und sicher sollten wir auch noch ein paar andere Dinge reduzieren, um diese Entwicklung zu stoppen. Den Einsatz von Glyphosat und die Zerstörung vom Regenwald und anderen Lebensräumen für Tiere. Heute möchte ich Fotos von Vögeln zeigen, die jetzt wieder in unserer Landschaft auftauchen und die ich diese Woche das erste Mal wieder gesehen habe. Sie kehren jetzt wieder zurück in ihre Reviere und fallen auch durch ihren Gesang auf, wie die Gold- und Rohrammer.

Die Kiebitze sind auch wieder da und besetzen ihre Reviere. Leider ist der Kiebitz ein Verlierer der letzten Jahre. Ist er doch besonders bedroht durch die Zerstörung seines Lebensraumes. Der einsame Kiebitz auf der Kiebitzwiese kann einem da nur leid tun und ist schon ein Symbol für die Gefährdung der Kiebitze.

Ein Gewinner ist sicher der Silberreiher. Der uns bald wieder verlassen wird und in seine Brutgebiete z.B. in Ungarn und am Neusiedler See zurückkehren wird.

Sehr gefreut habe ich mich über meinen ersten Eisvogel, den ich ich dieses Jahr fotografieren konnte. Ich hoffe es ist mein Eisvogel vom letzten Jahr. Das er den Winter überlebt hat und auch die nächste Kälteperiode noch übersteht.

 

Vogelparade im Garten

Der Montag war wirklich ein ganz besonderer Tag. Vielleicht erstmal der letzte Frühlingstag in nächster Zeit. Und der Tag, an dem wirklich fast alle Vögel im Garten und an der Futterstation zu sehen waren, die dort im Moment vorkommen. Neben den Grünfinken und der ersten Singdrossel fallen im Moment am meisten die Erlenzeisige auf. Sie sind die letzten Vögel, die die Futterstation entdeckt haben und sie haben diese im Moment sehr häufig besetzt. Sie sitzen minutenlang an der Station. Was früher nur die Grünfinken gemacht haben. Wie gestern schon erwähnt, vertreiben die Grünfinken die Zeisige sofort. Das konnte ich bis jetzt aber immer nur beobachten. Aber jetzt ein paar Fotos von allen Vögeln, die im Moment bei uns im Garten zu sehen sind. Genau das Richtige an einem so trüben Regentag.

Nestbau im Garten

In den letzten Tagen ist so richtig überall der Frühling zu spüren und vor allem auch zu hören! Waren es erst nur die Amseln und die Meisen die man jeden Tag hörte, ist es jetzt ein ganzes Vogelkonzert. Heute konnte ich im Garten die erste Singdrossel hören und fotografieren. Ein wahrer Meistersinger! Niemand singt wohl lauter als sie. Und die Singdrossel ist schon kräftig dabei Zweige zu sammeln, um ein Nest zu bauen.

Zu meiner Freude konnte ich auch sofort einen männlichen Grünfink im Garten entdecken, der Zweige sammelte. Die Grünfinken bauen ein Nest in unserem Garten! Also hat sich die Fütterung über den Winter schon doppelt gelohnt. Nicht nur das die Futterstation viele Vögel angelockt hat, sie fühlen sich so wohl, das sie bleiben wollen!

Und ausgerechnet die Grünfinken, die mich den Winter über immer etwas geärgert haben. Haben sie doch schon jedes Mal die Flucht ergriffen, wenn ich nur in der Nähe war. Und jetzt baut das Paar ein Nest in der großen Eibe. Zumindest fliegen sie dort immer mit Nistmaterial hinein. Sie sind aber auch wirklich sehr schüchtern. Während die Erlenzeisige minutenlang an der Futterstation sitzen, trauen sich die Grünfinken immer nur ganz kurz in die Nähe, wenn ich da bin. Sonst sind sie aber weniger schüchtern und vertreiben die kleineren Erlenzeisige sofort. Besonders das sehr große Männchen wirkt fast riesig neben den kleinen Erlenzeisigen. Ich hoffe auf eine erfolgreiche Brut und werde die Futterstation auch weiter befüllen. Bis Ostern hatte ich das sowieso geplant. Vielleicht gibt es später dann ein paar kleine Grünfinken im Garten.

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