Datum9. November 2018

Herbstfarben

Herbstfarben

Wegen der Trockenheit haben bereits viele Bäume im Sommer einige Blätter abgeworfen. Und obwohl das passiert ist, kann man beobachten, das viele Bäume jetzt noch ihre Blätter haben. Und das Mitte November! Der Pflaumenbaum, an dem meine Futterstation hängt, war letztes Jahr schon Anfang Oktober fast kahl. Dafür kann man jetzt noch länger die schönen Herbstfarben der Blätter genießen.

Vielleicht liegt das daran, das es noch so warm ist oder das es noch keine starken Herbststürme gab. Mit Pflanzen kenne ich mich leider gar nicht aus. Aber in der Natur ist dieses Jahr eh alles anders! Es gab auch eine Rekord-Weinernte. So viel wie seit 1999 nicht mehr. Und auch die Qualität ist durch die hohen Temperaturen so herausragend, das man schon jetzt von einem Spitzenjahrgang 2018 sprechen kann.

Die Farbe der Blätter an den Bäumen hat auch ihren Höhepunkt erreicht. Die Herbstfarben leuchten, in strahlendem Gelb oder knalligem Rot.

 

Die Unglücksvögel

Rabenvögel

Oder der Unglücksvogel und der Pechvogel. Das trifft in diesem Beitrag auf beide Seiten zu.  Auf mich, den bedauernswerten Fotografen und die Vögel. Das ganze ist natürlich etwas übertrieben. Denn es geht in diesem Beitrag mal wieder um die tollen Rabenvögel. Die nicht immer so beliebt sind und im alten Volksglauben auch als Unglücksvögel und Boten schlechter Nachrichten gesehen wurden. Ein Rabenvogel trägt es sogar im Namen. Der Unglückshäher. Dabei ist der in Finnland sogar ein Vogel des Glücks! Aber da der Unglückshäher nur im hohen Norden und in der Kälte vorkommt, wurde sein Auftauchen in südlicheren Gebieten früher als Ankündigung von Unheil und als schlechtes Omen gesehen.

Der Polizist des Waldes ist nicht mein Freund!

Mein „Unglückshäher“ ist der Eichelhäher. Ein Vogel, den ich sehr mag und gerne fotografieren würde. Ist der doch sehr hübsch und farbenfroh. Und wie alle Rabenvögel auch sehr intelligent und verspielt, manchmal wie ein Clown. Einfach lustig anzusehen. Wenn man ihn denn sieht. Denn der Polizist des Waldes ist immer wachsam, warnt alle anderen Tiere und ist oft sehr vorsichtig. Und er ist so gar nicht mein Freund! Meistens sehe ich ihn nur aus sehr großer Entfernung und von hinten.

Und dieses Jahr ist es noch schlimmer als sonst. Letztes Jahr im Oktober sah ich noch sehr viele Eichelhäher, wie sie nach Vorräten für den Winter suchten. Und sogar einen Kampf auf der Garage des Nachbarn zwischen zwei Rivalen konnte ich sehen. Fotografieren natürlich nicht, das wäre ja zu viel des Glücks gewesen.

Mein Glücksbringer?

Ja, Glück müsste ich doch jetzt eigentlich haben. Ich habe doch eine Eichelhäher-Feder immer in der Hosentasche! Die Mutter meiner Freundin hat sie mir geschenkt. Sie hat sie im Wald gefunden und ich habe sie eingeschweißt. Ein guter Glücksbringer. Fand ich. Seitdem sehe ich gar keine Eichelhäher mehr…

Rabenvögel

Einfache Rabenvögel

Mit anderen Rabenvögeln ist es da wesentlich entspannter. Man sieht sie fast jeden Tag. Die Elstern, Rabenkrähen und auch die Dohlen sieht man recht häufig.

Die Elstern sogar jeden Tag im Garten. Und auch wenn sie die Erdnüsse von der Fütterung alleine fressen und die Meisenknödel klauen. Ich mag sie! Wie alle anderen Rabenvögel. Und irgendwann habe ich auch Glück mit den Eichelhähern!

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