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Auch Schwäne müssen baden!

Schwäne baden

Vielleicht sollte man das zu seinem Kind sagen, wenn es mal wieder nicht baden will. Menschen und Tiere brauchen Wasser. Zum Trinken, aber auch zum Baden. Und selbst Wasservögel, die die meiste Zeit auf dem Wasser verbringen, baden intensiv. Das Gefieder muss überall gereinigt und von Parasiten befreit werden. Am Samstag konnte ich das sehr gut auf der Wasserfläche der Kiebitzwiese beobachten und fotografieren.

Bisher war mir das Baden nur bei Kleinvögeln oder Tauben aufgefallen. Einmal konnte ich ja die Tauben beim Baden auf dem Garagendach während eines Gewitters fotografieren. Siehe  > Badetag bei den Tauben

Das Wasservögel ihr Gefieder putzen, das sieht man ständig. Das tun sie auch, damit das Gefieder wasserabweisend bleibt. Aber auch, um weiterhin gut fliegen zu können. Für alle Vögel ist das Putzen die wichtigste Form der Gefiederpflege. Das Baden kann zwar als große Reinigung gesehen werden, wahrscheinlich dient es aber hauptsächlich dazu, das Gefieder anzufeuchten. Um es anschließend mit dem Schnabel besser Putzen und Ordnen zu können. Am Vogelbad im eigenen Garten kann man das manchmal gut beobachten.

Auch die Schwäne haben sich nach dem Baden geputzt. Überhaupt waren auch viele Stockenten sehr intensiv am Baden. Der Samstag war ja früher auch der Badetag! Nur der Turmfalke hat es bei trockener Gefiederpflege belassen. Eine Schwanzfeder musste gerichtet werden. Sehr wichtig für einen Jäger.

Ein strahlender Herbsttag

Strahlender Herbsttag

Der Samstag war ein wunderschöner, strahlender Herbsttag. Nach einer frostigen Nacht musste ich das erste Mal die Scheiben am Auto etwas freikratzen. Aber an der Kiebitzwiese konnte man dann mit den steigenden Temperaturen  die klare Luft mit einem tollen Licht genießen. Es war fast windstill und so spiegelte sich der hellblaue Himmel in den Wasserflächen. Endlich gab es auch wieder genügend Wasser in der Kiebitzwiese und so hatten sich auch endlich die Grau- und Kanadagänse und die Stockenten an der Kiebitzwiese eingefunden. Alle schienen nach der langen Trockenheit das Wasser und diesen strahlenden Herbsttag zu genießen!

Und so bildeten zuerst die Stockenten eine Parade und schwammen von der linken Seite auf die große Wasserfläche. Das wollten die Graugänse wohl nicht lange mit ansehen und schwammen von der rechten Seite auf die Wasserfläche. So viele Wasservögel hat man dort lange nicht gesehen!

 

Herbstimpressionen

Der Herbst kann sehr gegensätzlich sein. Farbenfroh mit den bunten Blättern der Laubbäume und den verschiedenen Farben der Kürbisse. Aber auch trüb, nebelig und stürmisch. Der Herbst ist die Zeit des Nebels und der Winde, die die Blätter von den Bäumen wehen. Und dann auch die Zeit der Zugvögel. Sie merken das es Zeit wird in den Süden zu fliegen. Während andere Tiere ihre Vorräte für den Winter suchen.

In den letzten Tagen sieht man immer wieder viele Kraniche am Himmel. Am Wochenende hat es einen Temperatursturz gegeben. Aber viele Kraniche sind bereits vorher los geflogen. Aber auch andere typische Zugvögel kann man jetzt in der Region entdecken. Die Wacholderdrosseln und auch die ersten Gänse sind da.

Das Fotografieren ist für mich jetzt schon deutlich schwieriger geworden. Da ich oft am späten Nachmittag und am Abend fotografiere, fehlt mir jetzt nach der Zeitumstellung schon das Licht. Für mich wird es jetzt zu früh dunkel. Der Herbst ist eine Herausforderung für mich!

 

Der Spatz

Der Spatz ist eigentlich ein Allerweltsvogel. Mehr noch, er war sehr eng mit dem Menschen verbunden. Deshalb gab man ihm wohl auch diesen Kosenamen. Einen Namen, dem man auch seiner Frau oder Freundin gibt. Der Spatz wird auch in Weisheiten genannt. „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.“ Oder „Mit Kanonen auf Spatzen schiessen.“ Auch viele Bezeichnungen mit seinem Namen gibt es. Dreckspatz, Rohrspatz und die Regensburger Domspatzen. Als Name für einen Kinderchor.

Der Spatz als Lieblingsvogel?

Haben die Menschen den Spatz damals so geliebt? Er war ihnen einfach immer sehr nahe und immer da. Er wohnte unter den Dächern und in den Scheunen. Sein eigentlicher Name ist Sperling. Bei uns gibt es den Feldsperling und den Haussperling. Dieser wird allgemein als der Spatz bezeichnet und ist auch häufiger als der Feldsperling.

Er folgte dem Menschen

Der Haussperling ist ein Kulturfolger und überall in der Nähe der Menschen zu sehen. Er ist anpassungsfähig und dem Menschen sogar in die Städte gefolgt. Man sieht ihn auf Plätzen, in Parks und in Zoos. Auch in den Gärten und den Feldern. Er ist immer noch einer der häufigsten Vögel. Aber auch sein Bestand ist um bis zu 30% zurückgegangen. Das ist vielleicht nicht überall so, aber bei uns im Kreis Unna und meiner Straße fällt es auf. in meiner Kindheit war jeden Tag ein Trupp Haussperlinge in der Straße, heute sind nur noch vereinzelt welche zu sehen. Auch an die Futterstation verirrt sich nie ein Spatz. Früher war direkt an unserer Straße ein Feld. Und es gab etwas weiter eine wildwuchernde Brachfläche. Jetzt ist alles zugebaut. Solche Entwicklungen sind nicht zu übersehen. Deshalb hat man den Haussperling auch zum Vogel des Jahres 2002 ernannt.

Und um einen Spatz zu fotografieren, muss ich nun schon in andere Gebiete fahren. In ländlichen Gebieten sieht man den Haussperling dann auch mit seinem Verwandten dem Feldsperling zusammen. Dort haben sie noch gute Lebensbedingungen. In den Rieselfeldern sieht man sie zusammen. An der Kiebitzwiese gibt es nur Haussperlinge.

 

Natur heißt Veränderung

Da ich gerade mein erstes Beobachtungsjahr abgeschlossen habe, vergleiche ich die Jahre und Jahreszeiten. Vögel haben feste Reviere, feste Ansitzpunkte und wiederholen ihr Verhalten. Sie fliegen jedes Jahr in den Süden und kehren im nächsten Jahr dann hoffentlich auch zurück. Und so wiederholt sich vieles. Viele Vögel habe ich ab einem bestimmten Zeitraum wieder in den Gebieten gesehen. Bei den Silberreihern ist es mittlerweile jedes Jahr wieder der Fall. Die Kolbenenten, die Löffler, die Streifengänse und der Eisvogel waren wieder da. Die Störche sammeln sich wieder zu Gruppen.

Aber Natur heißt auch immer Veränderung. Vor allem auch durch das Wetter. Die lange Trockenheit in diesem Jahr. Stürme und starke Niederschläge. Alles hat Auswirkungen. Die Weinlese ist so früh wie wohl noch nie. Auch die Kürbisse sind früher reif. Die Apfelbäume sind prall gefüllt mit Äpfel. Andere Pflanzen haben unter der Trockenheit eher stark gelitten.

Die Gebiete verändern sich ständig. Fotos die man gemacht hat, sind ein Jahr später so gar nicht mehr möglich. Weil sich auch die Vegetation ständig ändert. Sehr gut sehen kann man das an meinen Fotos vom Eisvogel. Der Ansitzbaum und die Ansitzpunkte haben sich sehr verändert. Viele gibt es so nicht mehr. Vor einem Jahr machte ich meine besten Fotos vom Eisvogel. Daran kann ich die Veränderungen zeigen.

Endlich Wolfsland!

Heute gab es eine gute Nachricht für die Natur in NRW. Nordrhein-Westfalen ist endlich Wolfsland! Seit 6 Monaten hält sich eine Wölfin am Niederrhein in der Region um Schermbeck auf. Damit wurde NRW vom Wolferwartungsland offiziell zum Wolfsland. Die Umweltministerin hat die Region zum Wolfsgebiet erklärt. Das Gebiet wurde dabei auch sehr groß erweitert und schließt benachbarte Kreise ein. Das erleichtert vor allem den Schäfern und Landwirten bei Rissen von Nutztieren Entschädigungen zu bekommen.

Die Region um Schermbeck ist typisches Wolfsland. Ich habe mir Gedanken gemacht, ob sich auch hier Wölfe ansiedeln könnten. Die Rieselfelder und die Kiebitzwiese sind viel zu feucht und haben zu wenig Wald. Aber nicht weit vom Kreis Unna entfernt ist der letzte Wolf Westfalens damals erschossen worden. In der Nähe von Herbern. Das Münsterland als ehemaliges Wolfsland ist vielleicht auch heute noch geeignet und grenzt auch an den Niederrhein. Und auch die Senne bei Paderborn als Truppenübungsplatz ist der typische Lebensraum unserer Wölfe.

Passend zum Tag konnte ich heute das erste Mal einen Rotfuchs fotografieren! Lange hatte ich keinen mehr gesehen und ausgerechnet heute zeigte sich einer. Auch eine Ricke zeigte sich mit zwei Rehkitzen.

Und die neuen Bewohner der Kiebitzwiese konnte ich auch beobachten. Es sind Ponys! Die mich schon einmal neugierig am Zaun beim Fotografieren erschreckt haben.

Der Baumfalke

Den Baumfalken habe ich ein paar Mal in den Beiträgen vom Haarstrang erwähnt, aber ich selbst hatte ihn vorher nie gesehen oder gar fotografiert. Nur andere Fotografen hatten mir Fotos gezeigt. Aber im September konnte ich auch meinen ersten Baumfalken sichten und fotografieren. Der Baumfalke ließ sich an mehreren Tagen hintereinander an der Kiebitzwiese beobachten.

Der Baumfalke ist ein sehr schneller Jäger und jagt seine Beute mit sehr hoher Geschwindigkeit in der Luft. Als sehr guter Flieger frißt er diese Beute auch sofort in der Luft. Seine Beute sind Vögel und Insekten. Um auf die hohe Geschwindigkeit zu kommen, ist er immer wieder in die Höhe über die Baumwipfel geflogen, um sich dann im Sturzflug auf die Ruhr hinab fallen zu lassen. Diese wellenförmigen Flugkurven konnte man immer wieder beobachten.

Der Baumfalke war auch ab und zu erfolgreich und hat auch einige Libellen dabei gefangen. Er ist etwas so groß wie ein Turmfalke. Von seinem Verhalten erinnert er etwas an einen kleinen Wanderfalken.

Kleine Vögel – unglaubliche Leistung

Im Moment sind die Zugvögel das große Thema bei Ornithologen und Fotografen. Selten sieht man die ganze Woche so viele im Naturschutzgebiet. Man hofft auf den großen Durchzug und die Rast von Vögeln. Sind durch den Wegzug der einheimischen Zugvögel die Landschaften doch eher ruhig geworden. Im Moment sind es noch kleine Vögel die man bei ihrer Rast beobachten kann. Diese stehen immer im Schatten der großen Zugvögel, der Gänse und Kraniche. Natürlich ist Größe und Masse immer beeindruckender. Aber diese kleinen Vögel vollbringen unglaubliche Leistungen. Mit einer Größe von ein paar Zentimeter und zwischen 10 und 25 g Gewicht, fliegen sie tausende Kilometer.

Kleine Vögel – Ganz groß!

Für den Laien ist es natürlich auch schwer, diese kleinen Vögel zu beobachten und zu bestimmen. Ohne Fernglas geht da gar nichts. Und einige davon sieht man bei uns nur in der Zugzeit. Der Steinschmätzer ist einer dieser Vögel, die man jetzt sehen kann. Er ist bei uns vom Aussterben bedroht. Als Zugvogel überwintert er in Afrika. Die Population aus Alaska legt dabei 30.000 km zurück. Sie fliegen über Nordrussland und Asien bis nach Ostafrika. Sie fliegen dabei mit 50 km/h und legen jeden Tag 450 km zurück. Die Steinschmätzer die man bei uns sieht, kommen vermutlich aus Grönland. Sie fliegen über die Britischen Inseln und Helgoland zu uns und dann weiter Richtung Afrika.

Auch die Braun- und Schwarzkehlchen rasten zur Zeit noch bei uns. Während die Braunkehlchen auch echte Langstreckenzieher sind und südlich der Sahara überwintern, bleibt das Schwarzkehlchen in Europa. Es überwintert in West- und Südeuropa. Zur Zeit hält sich noch ein Schwarzkehlchen-Paar an der Kiebitzwiese auf. Die meisten Braunkehlchen sind schon weggezogen.

Der Rotmilan

Einen Greifvogel habe ich in meinen Beiträgen über den Haarstrang und die Kiebitzwiese zwar immer erwähnt, aber nie gezeigt – den Rotmilan. Das hat den Grund, dass der Rotmilan ein exzellenter Flieger und Gleiter ist und man ihn praktisch nur in der Luft sieht. Dabei werden ihn viele schon einmal gesehen haben. Seine langen, schmalen Flügel und der stark gegabelte Schwanz sind unverkennbar.

Da der Rotmilan einen großen Teil des Tages mit kilometerlangen Flügen verbringt, kommt es sehr selten vor das man ihn ruhend sieht. Er ist bei diesen Flügen auf der Suche nach Nahrung. Im Suchflug geht es in geringer Höhe über die offene Landschaft. Deshalb sitzt er auch nie an. Daher sind Beobachtungen von Verhaltensweisen auch kaum möglich.

Außer das er wie viele exzellente Flieger auch einige Dinge im Flug erledigt. Wie seine Krallen zu überprüfen.

Die erfolgreiche Jagd

Der Eisvogel ist im Moment wirklich jeden Tag am Aussichtshügel der Kiebitzwiese und versucht von seinem Ansitzbaum die Fische zu fangen. Und heute war nach vielen Fehlversuchen doch einige Male erfolgreich! Sogar sehr große Fische konnte er fangen und auch ich war sehr erfolgreich! Bei bestem Licht habe ich ihn und seine Beute fotografiert. Auch letztes Jahr ist mir das gelungen. Damals war er sogar noch erfolgreicher und fing bei jedem zweiten Versuch etwas. Die Bedingungen waren letztes Jahr auch besser für ihn. Heute muss er mit dem niedrigen Wasserstand, den Wasserpflanzen und schlechteren Ansitzpunkten kämpfen.

Ich hatte eindeutig heute mehr Erfolg als damals. Die Fotos damals waren kaum zu gebrauchen! Und es freut mich, das der Eisvogel nach den vielen Fehlversuchen endlich Erfolg hatte!

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