MonatMärz 2020

Und dann mit Dir im Wald allein

Ein typischer Waldbewohner, das Eichhörnchen

Ich mag ja so mehrdeutige Überschriften. Und dann mit Dir im Wald allein, ist ja praktisch das Motto dieser Tage. Mit seiner sogenannten zweiten Kontaktperson darf man das. Und wie schon die Comedian Harmonists wussten, so zu zweit im Wald das kann ganz schön romantisch sein.

Allein im Wald ist im Moment eher schwierig

Und dann mit Dir im Wald allein wird im Moment aber eher schwierig. Denn bei der Kontaktsperre ist rausgehen noch erlaubt, aber man soll den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden. Das versuchen die Menschen auch. Da Spielplätze und Schulhofe gesperrt sind, bleibt mit den Kindern und der Familie nur noch der Weg in den Wald oder ins Naturschutzgebiet. Eigentlich eine gute Sache, aber an bekannten Orten wird Kontakt vermeiden so ziemlich schwierig.

So zieht es zum Beispiel die Münsteraner jetzt verstärkt in die Rieselfelder von Münster. Und selbst in einem stillen Waldstück bleibt man nicht allein. Sonst ist man da halt allein mit den Tieren. Ein paar bekannte Waldbewohner, die man bei einem Waldspaziergang treffen kann, möchte ich heute in diesem Beitrag zeigen.

Die Hormone spielen verrückt

Und da im Moment Frühling ist, war da noch etwas. Die Natur ist im Moment im Aufbruch und die Hormone spielen bei den Vögeln verrückt. Es ist Paarungszeit und dann sind die Vögel nicht zu stoppen. Dann ist ihnen der Ort wahrscheinlich auch egal. So ging es dann auch einem Turmfalken Paar. Er dachte sich vielleicht und dann mit dir im Wald allein, das ist doch ein guter Platz. Wo man doch als Turmfalke sonst eher in offener Landschaft unterwegs ist. Leider dann nur Pech, wenn dann so ein Fotograf unten im Wald steht. Irgendwie ist man doch wirklich fast nie allein.

Der typische, hellbraune Vogel

Hellbraune Vogel

Selten einmal auf einem Foto, Heckenbraunelle und Buchfink Weibchen

Der typische, hellbraune Vogel ist etwas dem man in Deutschland immer wieder begegnet. Auch bei meinen Beobachtungen sehe häufig unsere typischen Singvögel. Der kleine, hellbraune Vogel ist aber auch hier im Blog immer wieder das Thema. Weil ich auch schon viele Beiträge über unsere einheimischen Singvögel geschrieben habe. Aber auch, weil immer wieder gerade nach unseren hellbraunen Singvögeln in meinen Beiträgen gesucht wird.

Der hellbraune Vogel in unserer Landschaft

Da diese Vögel auch gerade jetzt wieder deutlich aktiver und auffälliger werden, hatte ich die Idee zu diesem Beitrag. Ein Beispiel für einen dieser hellbraunen Singvögel ist die Heckenbraunelle.

Hier ein älterer Beitrag : Die Heckenbraunelle – Ein unscheinbarer Singvogel

Im Frühling startet sie ihren typischen Gesang auf einer erhöhten Sitzwarte. Oft ist das eine Tannenspitze im Garten. Auch sieht man sie dann häufiger als Paar. Sonst ist die Heckenbraunelle oft allein auf dem Boden zu sehen. Mit ihrer grau-braunen Färbung ist sie perfekt auf dem Erdboden getarnt.

Unsere hellbraunen Vögel sind perfekt an unsere Landschaft und Umwelt angepasst. Sie passen halt hier hin. Weil hier aber alles eher in dezenten Farben daher kommt, lieben wir eher die farbenfrohen Vögel wie den Eisvogel oder das zauberhafte Rotkehlchen, das mit einem leuchtend roten Farbklecks auf der Brust daher kommt. Und mit dem ansonsten hellbraunen Körper immer noch gut getarnt ist und gut ins Bild seiner Artgenossen passt. Wenn man den roten Brustfleck nicht sieht, ist selbst das Rotkehlchen der hellbraune Vogel.

Bunte Männchen – Hellbraune Weibchen

Ein weiterer typischer hellbrauner Vogel ist das Buchfink-Weibchen. Bei den Buchfinken taucht häufig die Frage auf, wie das Weibchen aussieht. Weil man eher die farbigen Männchen kennt und die viel auffälliger sind. Aus dieser Problematik ist damals der Beitrag mit dem unterschiedlichen Aussehen der Geschlechter bei vielen Vogelarten entstanden : Das Buchfink Weibchen

Wobei das Buchfink Weibchen wirklich nicht nur hellbraun ist. Am Rücken ist es etwas grünlich und an den Flügeln schwarz-weiß gefärbt. Die Schönheit liegt eben häufig im Detail. Es lohnt sich immer genauer hinzusehen.

 

 

Frühlingsanfang 2020

Frühlingsanfang 2020

Der Frühlingsanfang 2020 kam mit viel Sonnenschein

Der kalendarische Frühlingsanfang 2020 war schon am 20. März, aber obwohl man in Zeiten des Coronavirus mehr Zeit zum Schreiben und Lesen hat, geht bei mir vieles langsamer. Man ist doch häufig etwas abgelenkt und beschäftigt sich mit der Krise. Da muss man den Kopf oft erstmal frei kriegen.

Der Frühlingsanfang 2020 ist eigentlich wie aus dem Bilderbuch. Letzte Woche war es schon wunderbar warm und auch in dieser Woche haben wir Sonnenschein satt. Leider mit einem sehr kalten Ostwind, der nachts noch Frost bringt. Tagsüber wird es aber jetzt langsam jeden Tag wieder etwas wärmer.

Alle Zeichen stehen voll auf Frühling. Die Vögel singen und es blüht überall immer mehr. Auch viele Hummeln fliegen schon an die Blüten. Letzte Woche gab es auch schon ein grandioses Abendrot zu bewundern.

An den Bäumen sind aber immer noch die Zeichen des Winters zu sehen. Die Blätter wachsen noch nicht und in den Wäldern sieht man noch die Folgen der Winterstürme. An unzugänglichen Stellen liegen die Bäume sogar noch über den Wegen und auf den Zäunen. Das hat dann etwas Abenteuerliches beim Wandern.

In den nächsten Wochen wird die Natur dann noch richtig explodieren und alles wird Grün werden.

Und wegen dem Coronavirus wird der Frühlingsanfang 2020 bestimmt immer in Erinnerung bleiben.

 

Die Farben des Frühlings

Farben des Frühlings

Die Farben des Frühlings

Die Farben des Frühlings sieht man jetzt schon überall. Auch die Wetterlage war in den letzten Tagen schon sehr frühlingshaft. Unsere gesellschaftliche und politische Großwetterlage ist dagegen wegen dem Coronavirus alles andere als positiv oder schön.

Unsere Welt wird sich definitiv verändern durch das Coronavirus. Was aber auch eine große Chance sein kann. Durch die Einschränkungen, die es jetzt gibt, hat sich der CO2-Ausstoß schon massiv verringert. Auch weil viel weniger Flugzeuge fliegen. Unsere Erde erholt sich gerade. Vielleicht wäre es eine Chance, mit Einschränkungen nach der Corona-Krise für noch mehr Erholung für unsere Umwelt und Natur zu sorgen.

Um auf die Farben des Frühlings zurück zu kommen, es ist in der Sonne schon recht warm und die Vögel singen in den Bäumen und auf den Dächern. Es blühen immer mehr Blumen und Sträucher. Ein Wetter, bei dem man gerne draußen ist. Und Tiere und Vögel in der Natur zu beobachten, ist bei der Corona-Krise sehr gut. Da es dabei eher selten größere Menschengruppen gibt. So etwas macht man doch eher allein.

Die Sonne und der Frühling bringen uns die schönen Farben zum Fotografieren. Die Männchen der Vögel sind im Prachtkleid und es ist Balzstimmung überall. Da wird versucht das Weibchen zu beeindrucken und das Revier zu verteidigen. Gerade die Stockenten-Erpel zeigen sich jetzt wieder in ihrer vollen Farbenpracht. Bis sie dann ab Juli wieder ins Schlichtkleid mausern :

===> Die Stockenten Männchen im Schlichtkleid

Durch den wieder sehr warmen Winter sind einige Vögel auch schon ihrer Zeit voraus und mit dem Brüten beschäftigt.

Die Vogelpaare im Frühling

Vogelpaare

Die Vogelpaare im Frühling : Die Elstern sind zu zweit unterwegs

Die Vogelpaare sind im Frühling gut zu erkennen. Und der Frühling kommt jetzt mit großen Schritten. Viele Vögel sind jetzt schon als Paar unterwegs. Auch Balz- und Revierverhalten ist immer häufiger zu sehen. Und der Gesang vieler Vogelarten ist jetzt wieder zu hören. Es wird einfach immer lebhafter in der Landschaft.

Die Vogelpaare in der Nachbarschaft

Sobald es ein paar Sonnenstrahlen gibt, kommen bei den Vögeln in der Nachbarschaft die Hormone in Wallung. Es sind häufig schon Vogelpaare zu sehen und sobald ein Eindringling in der Nähe ist, wird lautstark klar gemacht, was man davon hält. Es folgt dann oft eine kurze Verfolgungsjagd, die aber schnell wieder beendet wird. Dann wendet man sich sofort wieder dem Partner zu, man läßt sich jetzt nicht mehr gerne allein.

Schornsteine als Sitzplätze

Gerade bei den Rabenvögeln bleibt man sich oft ein Leben lang treu, verteidigen muss man sein Revier natürlich trotzdem. Die Elstern und Rabenkrähe sind gute Beispiele für Vogelpaare. Sie kann ich in der Nachbarschaft gut beobachten. Die Elstern haben dabei das ganze Jahr über einen Lieblingsplatz. Einen kleineren Schornstein mit einem kleinen Dach. Auf dem sitzen sie gerne und bei Regen dient das kleine Dach als Schutz. An heißen Sommertagen sitzen die Elstern auch gerne unter dem Dach, um sich vor der Sonne zu schützen. Die Rabenkrähen bevorzugen da eher den großen Schornstein auf dem Dach daneben.

Während viele Meisen noch in größeren Gruppen unterwegs sind, haben sich auch die Heckenbraunellen schon als Pärchen gefunden. Die Gimpel sieht man das ganze Jahr als Pärchen. Da läßt er sie nie lange aus den Augen. Das Gimpel-Paar aus dem Garten zeigt sich jetzt fast täglich am späten Nachmittag. Auch Vögel haben so ihre Gewohnheiten. Ich freue mich immer, wenn ich bekannte Vögel wiedersehe.

Auch das Buntspecht-Paar aus dem letzten Jahr scheint sich wieder im Revier gefunden zu haben. ===>  Die Buntspechte

Das Weibchen konnte ich fotografieren und das Männchen war auch in der Nähe.

Der Felderbach

Felderbach

Der Felderbach ist nach den vielen Regenfällen beachtlich angewachsen

Der Felderbach ist ein etwa 13 km langer Bach an der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen. Seine Quellen liegen ganz im Norden von Wuppertal. Er durchfließt die Gebiete der Städte Sprockhövel, Hattingen und Velbert und fließt in Velbert-Nierenhof in den Deilbach. Dieser mündet ein paar Kilometer weiter nördlich in die Ruhr.

Der Felderbach, die Wiege des Bergbaus

Der Felderbach durchfließt das Felderbachtal, eines der schönsten Bachtäler in der Elfringhauser Schweiz.  ===> Die Mäusebussarde vom Felderbachtal

Einem Wander- und Naherholungsgebiet südlich der Ruhr. An den Hängen des Bachtales begann im 16. Jahrhundert der erste Bergbau mit Stollen im Süden des Ruhrgebietes. Das Felderbachtal ist auch ein Teil des Neandertalsteigs.

In der Elfringhauser Schweiz

Die Elfringhauser Schweiz trägt ihren Namen zu recht. Das Gebiet ist ein sehr idyllisches und ländliches Hügelland und der Felderbach ein typischer Mittelgebirgsbach. Im Sommer ist häufig nur noch wenig Wasser im Bachbett, so dass man die Steine am Boden sehen kann. Im Winter kann er durch zahlreiche Niederschläge zu einem kleinen Fluss werden. So ist er durch die Niederschläge im Februar zu einem reißenden Gebirgsbach geworden, der durch das Tal rauscht.

Bei einem Spaziergang am Felderbach am Sonntag konnte ich auch wieder zahlreiche Sturmschäden entdecken. Es hatte ein paar Bäume bei den letzten Stürmen erwischt. Auch entlang des Felderbachs waren fast gar keine Kleinvögel zu sehen. Und zu hören leider erst recht nicht, da alles vom Rauschen des Felderbachs übertönt wurde.

Graureiher auf der grünen Wiese

Auf einer Wiese neben dem Felderbach waren drei Graureiher auf Nahrungssuche. Wieder einmal ein Beweis dafür, dass die Graureiher bei ihrer Nahrungssuche sehr flexibel sind. Wenn man keine Fische fangen kann, dann werden eben Mäuse auf einer Wiese gesucht.

Am Rand der Wiese konnte ich einen weiblichen Turmfalken fotografieren, die Nr. 33 für dieses Jahr und als Neuling für diesen Monat eine Rotdrossel, die Nr. 37.

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