MonatMai 2020

Ein Feuerwerk der Natur

Feuerwerk der Natur

Am Freitagabend gab es ein Schauspiel am Himmel, das man als ein Feuerwerk der Natur bezeichnen kann. Die dunklen Wolken waren eine Projektionsfläche für das Abendrot. Und gaben dem Abendrot so ein Profil und zeigte es auf unendlich vielen verschiedenen Formen. Und diese Farben und Formen sehen für mich wie ein Feuerwerk der Natur aus.

Was man auf den Fotos nicht sehen kann, dass die Wolken dabei durch den Wind noch in Bewegung waren, was das Ganze noch dynamisch machte. Vorher habe ich bei der Natur noch nie an ein Feuerwerk gedacht. Ein Feuerwerk ist etwas Schnelles, sehr Dynamisches. Etwas was in Sekundenbruchteilen passiert, aber durch den Himmel eine große Fläche, eine große Bühne zum Betrachten hat. In der Natur am ehesten vergleichbar mit einem Vulkanausbruch, bei dem der Vulkan heiße Lava in den Himmel spukt.

Die meisten Abläufe in der Natur sind eher langsam und passieren über einen längeren Zeitraum. Oft muss man sie im Zeitraffer wiedergeben, um die Bewegung und die Veränderung darin zu erkennen. Schnelle Bewegung in der Natur passieren eher im Kleinen. Ein schneller Sprung, ein schneller Griff nach einer Beute. Da muss man schneller sein, als der Andere.

Ein Feuerwerk der Farben gibt es häufiger in der Natur. Eine Blumenwiese, die bunten Blätter eines Herbstwaldes, ein Korallenriff mit Schwärmen bunter Fische. Ein Schwarm farbenprächtiger Vögel oder Schmetterlinge.

Die Bilder vom Freitagabend sind für mich ein Feuerwerk der Natur und der Farben:

Die Farben des Frühlings Teil 2

Die Farben des Frühlings

Die Farben des Frühlings : Goldgelb blühender Ginster

Bis jetzt gab es bei mir keine Serien oder Fortsetzungen von Beiträgen. Eigentlich hatten die immer andere Namen, aber in den letzten Wochen habe ich wohl einen Blick für die Farben des Frühlings. Manchmal bekommt man wohl einen neuen Blick für eine Sache. Der eigene Fokus ändert sich.

Ein Grund für den Blick auf die Farben des Frühlings ist wohl der goldgelb blühende Ginster. Eine Pflanze, die ich bis jetzt besonders aus der Eifel kannte. Das Eifel-Gold, wie es dort auch genannt wird, wächst vor allem auch auf den ausgedehnten Hochebenen.

Hier im Niederbergischen Land ist er mir bis zu diesem Frühling nicht aufgefallen. Er wächst in Langenberg aber doch an einigen Stellen. Der Ginster bevorzugt nährstoffarmen Boden und ist ein typisches Gewächs für Bereiche mit weniger Bewuchs, etwa für Heidelandschaften.

Nachdem der Ginster meinen Blick angezogen hat, habe ich dann wohl einfach noch stärker auf andere Farben bei Pflanzen geachtet. Und so sind einige schöne Fotos entstanden.

Neue Sichtungen im April

Neue Sichtungen im April

Neue Sichtungen im April : Hallo, da bin ich!

Nach dem Besuch der Kiebitzwiese gab es so einige neue Sichtungen im April zu notieren. Wie ich schon geschrieben habe, waren es danach 57 Sichtungen in diesem Jahr. Aber ich fange erst weiter vorne an, beim Zaunkönig. Den hatte ich schon im März gesichtet, aber erst im April wollte ein wenig scheues Exemplar unbedingt fotografiert werden. Und das auch noch mit einem Ständchen!

Die anderen Vogelarten kann man mehr unter dem Motto die Unvollendeten sehen.  Da waren die Fotos nur ein Beleg. Die Nr. 44, die Mönchsgrasmücke  zeigte sich zwar an vielen Orten, leider immer hinter Ästen.

Einige andere Arten waren einfach zu weit weg. Der Flussregenpfeiffer und die Dohle waren die letzten beiden, die Nr. 56 und 57. Auch die Bachstelze als Nr. 45 war zu weit weg.

Näher dran zeigte sich ein bunter Star im Flachwasser, der war allerdings schon die Nr. 10 in diesem Jahr. Im Mai kommen jetzt noch einige Zugvögel zurück oder sind gerade eingetroffen. Warten muss ich noch auf die Mauersegler, Neuntöter und den Bienenfresser.

 

Meine Rückkehr zur Kiebitzwiese

Rückkehr zur Kiebitzwiese

Rückkehr zur Kiebitzwiese, das gilt nicht für den Spießenten Erpel. Der war vorher noch nie dort

Meine Rückkehr zur Kiebitzwiese hat fast vier Monate gedauert. Am letzten Montag bei schönsten Wetter war ich wieder einmal dort. Das es so lange dauert, hätte ich nie gedacht. Aber die Rückkehr zur viel zitierten Normalität wird für uns alle wohl noch lange dauern. Eigentlich ist es kein Problem in die Natur zu fahren. Man ist draußen und kann auch Abstand halten. Bei einem Naturschutzgebiet sieht es da schon wieder etwas anders aus, gerade wenn es dort Beobachtungshütten gibt. Die sind im Moment bestenfalls gesperrt, da man sich darin schon sehr nahe kommt.

Naturschutzgebiete sind zur Zeit beliebte Orte

Und ziemlich gut besucht sind manche Naturschutzgebiete auch. Gerade wenn sie auch Möglichkeiten für Beobachtungen bieten. Der Aussichtshügel von der Kiebitzwiese ist offen und ist in den Zeiten von Corona noch vertretbar. Die Besucher halten sich in Grenzen und es ist Platz genug.

Die Besucher unterhalb des Hügels auf der Kiebitzwiese hielten sich dagegen nicht in Grenzen, da war richtig was los! Die Wiese war voll mit Kanada-, Nil- und Graugänsen. Auch die Heckrindherde war dort und zwischen ihr ein kleiner Schwarm der bunt schillernden Stare. Auch Wacholderdrosseln standen auf der Wiese. Vermutlich werden sie bald weiterziehen.

Enten auf den Wasserflächen

Die Wasserflächen gehörten dagegen den Enten. Und gerade dort konnte ich einige nicht alltägliche Sichtungen machen. Insgesamt hat sich mein Sichtungskonto nach dem Besuch auf 57 erhört! Ein Highlight bei den Enten war ein Spießenten-Erpel. Auch ein Löffelenten-Paar war zu sehen. Dann noch die Schnatter-, Stock- und Reiherenten. Ein Rostgans-Paar war im Wasser, die anderen tummelten sich auf der Wiese.

Auch ein einsamer Kiebitz war am Ufer zu sehen. Leider sieht es um den Brutbestand im Kreis Unna nicht gut aus. Neben den Wacholderdrosseln sah ich noch meine erste Singdrossel für dieses Jahr.

Störche bei der Rast

Und auch die Störche sind schon längst wieder da. Während ein Storch auf dem Nest saß und brütete, standen zwei weitere Störche auf der Wiese. Sie waren wohl nur auf der Durchreise und verhielten sich ziemlich ruhig. Es gab keinen Versuch das Nest zu übernehmen. Sie sahen auch beide etwas dreckig aus, als hätten sie vielleicht ein Staubbad genommen oder wären durch einen Sandsturm geflogen. Auf jeden Fall waren sie zu müde, um Unruhe zu stiften.

Mein Highlight des Tages war dann am anderen Ende der Kiebitzwiese ein männlicher Gartenrotschwanz! Leider habe ich es zweimal verpasst ihn zu fotografieren. Ich hoffe er bleibt vielleicht noch länger dort. Gartenrotschwänze sind in NRW leider sehr selten.

Insgesamt war das aber eine Stunde wie aus dem Bilderbuch, wo man einfach nur von einem Motiv zum nächsten wandert. Man wandert mit der Kamera über den Horizont und die Wiese und sammelt nach der Reihe alle Motive. Solche Tage sind äußerst selten, dafür kann man sie auch Tage später noch unheimlich genießen. Meine nächste Rückkehr zur Kiebitzwiese wird hoffentlich nicht so lange dauern.

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