Monat: November 2020

Einen schönen 1. Advent und neue Vogelarten

Einen schönen 1. Advent und neue Vogelarten

Der Adventskalender wird erst am 1. Advent vorbereitet

Ich wünsche allen Lesern einen schönen 1. Advent! Eine schöne und besinnliche Zeit und bleibt alle gesund! Diese Weihnachtszeit wird uns allen immer in Erinnerung bleiben. Keine Weihnachtsmärkte und Frau Holle wird dieses Jahr in Hattingen nicht ihre Fenster öffnen. Wir finden das völlig richtig und die “Vorschläge” für Besuche an Weihnachten auch eher wenig hilfreich. Da herrscht in der Familie auch eine Einigkeit, auf Besuche eher zu verzichten.

Kindliche Phantasie hilft immer!

Aber vielleicht kann so eine ruhigere Weihnachtszeit auch besinnlicher und schön sein. Und auf schöne Rituale muss man auch im kleineren Kreis nicht verzichten. Heute Morgen hat die Räubertochter schon für eine schöne Überraschung gesorgt. Sie hat den Frühstückstisch gedeckt und dekoriert. Sie hat Duplos und Weihnachtsrubbellose auf die Teller gelegt und den Adventskranz auf den Tisch gestellt. Wir hatten alles schon besorgt und bereit gestellt, aber es war total süß, das sie einfach alles schon fertig gemacht hat. Dabei musste die Spitze vom künstlichen Weihnachtsbaum dringend in einen Topf mit Blumenerde, denn schließlich braucht so ein Baum doch Erde zum Überleben!

Wir basteln jetzt noch für sie den Adventskalender. Und da muss für Ronja Räubertochter auch immer reichlich Glitzer dabei sein!

Neue Vogelarten im November

Ein paar neue Vogelarten gibt es heute auch noch. Mittlerweile habe ich dieses Jahr 84 Vogelarten gesichtet. Im November habe ich im Garten die ersten Wintergoldhähnchen gesichtet. Ein typischer Wintervogel und unser kleinster Singvogel ist meine Nr. 82. Der Kranich war meine Nr. 83. Viele Kraniche sind teilweise noch in Deutschland, das einige Kranichzüge auch noch im Dezember beobachtet werden können. Außerdem habe ich noch meine ersten Krickenten gesichtet, eine der Entenarten die mir 2020 noch gefehlt haben.

Die letzten Vögel des Sommers

Die letzten Vögel des Sommers

Die letzten Vögel des Sommers : Ein Hausrotschwanz-Weibchen auf einer Wiese. Meistens wird dort nach Nahrung gesucht

Die letzten Vögel des Sommers ist Ende November ein ungewöhnlicher Titel für meinen Beitrag. Es ist ein Rückblick auf die häufigsten Vögel der letzten Jahre. Es geht um den Hausrotschwanz, den ich bei jeder meiner Wanderungen gesehen und fotografiert habe. 2019 sogar manchmal bis zu 15 Exemplare. 2020 waren es in Langenberg deutlich weniger Exemplare, aber auch im Urlaub im Bayerischen Wald waren rund um den Bauernhof mindestens drei Familien von Hausrotschwänzen zu sehen.

Der Hausrotschwanz, ein Sommervogel

Bei den Zählungen der Gartenvögel im Winter und Sommer sind immer noch die Spatzen die häufigsten Vögel. Aber in einigen Regionen in Westdeutschland gibt es kaum noch Spatzen. Als ich noch in Bergkamen gewohnt habe, ist nicht ein Spatz in den Garten und zur Fütterung gekommen. In anderen Regionen kann man sich das vermutlich gar nicht vorstellen.

In den letzten Jahren habe ich so viele Fotos von Hausrotschwänzen gemacht, dass sie jeden Beitrag sprengen würden. Aber ich habe so viele verschiedene Fotos von Alt- und Jungvögeln, das ich den Hausrotschwanz wenigstens mit diesem Beitrag noch bis zum nächsten Frühling verabschieden möchte. Auch letzte Jahr habe ich das schon in einem Beitrag so gemacht:

==> Hausrotschwanz – Abschied von einem Sommervogel

Der Hausrotschwanz ist als Zugvogel ungefähr von März bis Ende Oktober bei uns. Es gibt durch den Klimawandel große Veränderungen in der Vogelwelt. Alles verschiebt sich mittlerweile. Die Kraniche sind jetzt noch zu großen Teilen in Mecklenburg-Vorpommern und Störche überwintern bei uns. Aber noch ist der Hausrotschwanz ein typischer Sommervogel. Das welche bei uns überwintern ist mir nicht bekannt. Als Insektenfresser ist er dafür wahrscheinlich auch in nächster Zukunft kein großer Kandidat. Den letzten Hausrotschwanz habe ich am 12. Oktober fotografiert.  Auch Ende Oktober habe ich noch einzelne Exemplare gesehen. Aber mittlerweile sollten fast alle auf dem Weg in den Süden sein. Die Hausrotschwänze überwintern im Mittelmeerraum.

Dieses Jahr hatte ich Glück

Dieses Jahr hatte ich das Glück

Dieses Jahr hatte ich das Glück, die Kraniche und ihre Zugformationen am Himmel zu sehen

Dieses Jahr hatte ich Glück doch etwas vom Zug der Kraniche zu sehen! Vor 10 Tagen sah ich gleich mehrere große Ketten, als ich gerade oben am Meyberg ankam. Sie waren zwar doch ziemlich weit entfernt für meinen Geschmack, aber immerhin hatte ich mal wieder das Glück! Denn ich hatte sie weder beim letzten Herbstzug noch im Frühjahr gesehen. Früher wäre das für mich nicht vorstellbar gewesen. Da ich doch in der Zugroute wohne und so manches Erlebnis mit den großen, lauten Vögeln verbinde. Denn die fliegen z. B. auch nachts und machen dabei genauso viel Lärm wie am Tag.

Aber es gehört halt auch Glück dazu, die Vögel des Glücks bei ihrem Zug zu sehen. Das beruhigende dabei ist, selbst wenn man sie nicht sieht, man kann sich sicher sein sie sind jedes Jahr unterwegs und man wird sie schon wiedersehen.

Und das ist jedes Mal wieder aufregend und spektakulär. Gerade wenn es sich um große Gruppen handelt. Leider ließen mich die Gruppen sozusagen rechts und links liegen, sie flogen einfach immer zu weit an mir vorbei. Aber geschätzt waren es mehr als 1.000 Vögel, das hat mich sehr gefreut!

Ein großer Zug wich völlig von der Flugroute der Anderen ab und flog an unserer Wohnung im Tal vorbei. So konnte ich wenigstens noch die liebe Charlotte  anrufen und mein Glück mit ihr teilen!

 

Ein traumhafter Tag

Ein traumhafter Tag

Ein Traum in Blau und Weiß

Der Samstag war wirklich ein traumhafter Tag, wie man ihn selten erlebt. Das seltene daran war auch, dass das Licht einfach immer besser wurde. So das man am Nachmittag einfach das Gefühl hatte, das ist jetzt etwas Besonderes. Ich war wieder an der Kiebitzwiese und die Bedingungen waren einfach ganz anders als beim letzten Mal, als der Herbstwind alle Vögel nur im hohen Gras hielt.

Ein traumhafter Tag, mit tollem Licht

Dass die Stimmung immer schöner wurde, war so präsent, dass ich versuchte damit zu experimentieren. Mein Lieblingsmotiv war dabei ein Höckerschwan, der einfach ruhig und anmutig an einer Stelle unter Wasser nach Nahrung suchte. Der Schwan war genau im Licht und mein Perfektionismus wollte ihn perfekt auf die Speicherkarte bannen. Wenn die Szene so ruhig ist, kann man doch schön mit der Spiegelung arbeiten und sehen wie sich das Licht verändert. Man kann auch noch die Aufteilung verändern oder die Perspektive.

Ich habe es unermüdlich versucht. Und ich hatte auch Spaß daran. Und doch hätte ich mir das ganze sparen können. Denn direkt das erste Fotos war perfekt:

Es war wie gemalt!

Denn was die Technik da auf die Speicherkarte gebannt hat, konnte ich auf die Entfernung und auf dem kleinen Bildschirm der Kamera gar nicht erfassen! Denn der Zoom der Kamera hat Details der Szene erfasst, die ich von meinem Standort gar nicht erkennen konnte. Diese Details hat mir erst der Monitor sichtbar gemacht. Und so sah ich auf dem Monitor eine Szene, die ich so vorher noch nicht gesehen hatte:

Ein traumhaftes Bild

Denn selbst in meiner Vorstellung, selbst vor Ort hätte ich mir so ein Bild nicht vorstellen können.

Der Zoom des Objektivs hat noch einen weiteren Effekt erzeugt. Die Szene wirkt absolut ruhig, dabei war es im Umfeld alles andere als ruhig. Die Szenerie auf der Kiebitzwiese war diesmal ein Wimmelbild.

Zur Zeit halten sich ungefähr 180 Nilgänse an der Kiebitzwiese auf. Die streitbaren und kampflustigen Gänse sind gerade mit Revierstreitigkeiten und der Partnersuche beschäftigt. Da wird posiert, gedroht und gejagt. Und die eigene Stärke demonstriert. Das geht so weit, das die Nilgänse einzelne Zaunpfähle besetzen. Solche Plätze hat der Besetzer ziemlich exklusiv.

Ein Platz auf dem Podest

Anders sieht es beim Betonsockel des Hochspannungsmastes aus. Wer dort hinauf gelangt, hat es sozusagen geschafft. Zumindest kurzfristig, denn der Sockel ist umkämpfter als ein Platz in der ersten Reihe. Dabei geht es offensichtlich auch nur ums Prinzip. Denn etwas machen kann man weder auf dem Betonsockel noch auf einem Zaunpfahl.

Die Nilgänse zählen nicht zu meinen Lieblingsmotiven, waren aber so unterhaltsam, dass ich sie doch fotografiert habe. Neben den Nilgänsen sind noch etwa 80 Stockenten vor Ort, die es aber schon ruhiger angehen lassen. Da haben sich die Paare schon gefunden, das Verhältnis Weibchen zu Männchen ist auch fast schon ausgeglichen. Überhaupt haben auch die Tiere das schöne Wetter sichtlich genossen und sich sehr aktiv gezeigt. Auch einige Nutria waren immer wieder auf der Suche nach Futter. Der Höckerschwan war ohne Artgenossen auf dem Teich. Vielleicht war er auch deshalb so ruhig.

Da auch kein Greifvogel die Szenerie störte, war es ein traumhafter Tag für alle Beteiligten.

Die Vogelarten im Oktober und rätselhafte Fotos

Die Vogelarten im Oktober

Die Vogelarten im Oktober und rätselhafte Bilder: Wer findet die Gebirgsstelze?

Die Vogelarten im Oktober haben wirklich rätselhafte Fotos gebracht. Dabei sind kleine und große Vögel beteiligt. Die Bestimmung beim kleinen Singvogel war sehr leicht. Es handelte sich um eine Gebirgsstelze und die Nummer 80 war dann auch schnell für diese Vogelart vergeben. Den Vogel aber erstmal auf dem Foto zu finden, war dagegen gar nicht so leicht. Und wenn man sich häufiger gefragt hat, warum die Vögeln denn gerade diese Gefiederfarben haben, bei dem Foto mit der Gebirgsstelze kann man es gut erkennen. Das Gelb und Grau ist bei der Umgebung eine hervorragende Tarnung.

Die Vogelarten im Oktober, Suchbild mit Vogel

Wegen der größeren Entfernung am anderen Ruhrufer war es mir auch nicht möglich den Vogel genau zu fokussieren. Ich habe einfach Fotos gemacht, denn da flog etwas. Deshalb sitzt die Gebirgsstelze auch nicht mittig im Foto. So ist ein rätselhaftes Foto mit Spiegelungen und einem Wirrwarr von Ästen entstanden. Aber jetzt sage ich erstmal viel Spaß beim Suchen auf dem Foto! Die Auflösung gibt es dann am Ende!

Auf den Fotos mit den größeren Vögeln auf der Kiebitzwiese war alles viel besser zu erkennen, dafür gab es bei der Bestimmung einige Rätsel.

Ich habe eine Streifengans gesichtet. Die allerdings etwas ungewöhnlich aussah. Uns fehlt in Europa wohl auch noch etwas Erfahrung mit dieser Art. Alle Streifengänse, die ich bis jetzt gesehen habe, hatten sehr deutliche Streifen am Kopf und Hals. Bei dem Exemplar auf dem Foto sieht alles etwas undeutlicher und unordentlicher aus. Der Hals ist auch von vielen schwarzen Federn durchzogen. An der Kiebitzwiese kam schnell die Vermutung auf, es könnte sich um einen Hybriden handeln. Vielleicht aus Streifengans und Graugans.

Beim Blick auf die Fotos dachte ich auch erst, warum nicht. Sitzt ja auch eine Graugans daneben. Aber auch bei diesem Vogel stutzte ich schnell. Der dunkle Streifen am Hinterkopf. Und dann dieser Höcker über dem Schnabel. Vermutlich ist das eine Höckergans. Aber dabei will ich mich jetzt nicht zu 100% festlegen. Bei der Streifengans schon, denn der gelbe Schnabel und die Beine passen zu der Art. Auch die Gefiederfärbung hat nicht so viele Abweichungen. Vermutlich ist es ein jüngerer Vogel der noch nicht das adulte Gefieder hat. Damit ist die Streifengans meine Nr. 81.

Zwei Hybride auf einem Foto?

Dann habe ich die Streifengans noch mit einem eindeutigen Hybriden fotografiert. Ein alter Bekannter auf der Kiebitzwiese und der hat deshalb schon die Nr. 9.  Der Schneegans-Kandagans Hybrid wollte dann auch noch auf das Foto. Die Hybridgänse sind schon eine rätselhafte Welt für sich!