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]]>Gelohnt hat sich der Ausflug trotzdem und mein Durchhaltevermögen wurde belohnt, ich konnte einige interessante Beobachtungen machen. Der Vogel des Tages war eindeutig die Wacholderdrossel. Auch viele Singdrosseln und Kiebitze konnte man sehen. Die Kiebitze standen zum Teil sogar in der Nähe der Strasse. Auf einer Wiese in den Rieselfeldern konnte ich einige Goldregenpfeifer sehen. Meine ersten Goldregenpfeifer überhaupt! Und dann sah ich noch eine Bekassine oder Zwergschnepfe. Das konnte ich leider anhand des Fotos noch nicht eindeutig bestimmen. Kann mir da vielleicht jemand helfen?
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]]>Als ich dann in den Rieselfeldern aus dem Auto stieg, war er plötzlich wieder da, der eisige Wind. Was für ein Wetterkontrast! Hatten die nicht vorhergesagt, das der Ostwind aufhört? Ja, hatten sie. Aber erst für den Sonntag, wie ich heute feststellen konnte. Es war nicht sehr angenehm und die Landschaft sah vom Winter und vom Frost gezeichnet aus. Alles Gelb und Braun, was im Dezember noch saftig Grün aussah.
Den Blässgänsen aus dem Norden machte es nicht viel aus. Der Wasserzuleiter, der vom Klärwerk kommt, war Eisfrei. Der Rest der Teiche und Wasserflächen war zugefroren. Einige Fotografen hatten sich schon die Plätze am Zuleiter gesichert.
Ein Weißstorch stand dort im Wasser und viele verschiedene Entenarten tummelten sich dort. Schnatterenten, Reiherenten, Stockenten und Krickenten. Und eine ganz besondere Ente. Über die ich noch berichten werde. Wie auch über die Nutrias, die ich auf meinem Rundgang am Wasserzuleiter sah. Nicht die einzigen Nutrias an diesem Wochenende. Denen scheint das Klima hier nichts auszumachen.
Auch einige Familien hatten ihren Spaß in den Rieselfeldern. An der Straße hatte man eine zugefrorene Wasserfläche zum Eislaufen freigegeben. Inklusive Verkehrs- und Parkchaos.
Ich setzte meine Runde fort und kehrte zum Wasserzuleiter zurück. Die anderen Fotografen waren gegangen. Aber Ausdauer zahlt sich fast immer aus! An der Szenerie hatte sich nichts verändert. Der Weißstorch stand einsam mit den Enten im Wasser.
Aber dann passierte etwas! Wie auf ein lautloses Kommando kam ein Storch geflogen und landete im Wasser. Dann kam der nächste und es wurden immer mehr! Bis sie vollzählig waren. An die 10 Störche. Waren das die Störche von Weihnachten? Ich konnte den auffällig beringten Storch noch nicht entdecken. Einige tragen schwarze Ringe mit der Kennzeichnung DEW.
Als erstes tranken alle Störche aus dem Wasser. Das Trinkwasser ist bei zugefrorenen Gewässern für jedes Tier knapp. Es war ein tolles Bild, Störche bei Wasserspielen! Das ganze verlief absolut lautlos. Erst als ich ging, hörte ich das typische Geklapper der Störche. Ich überlegte noch, ob ich zurückgehen sollte. Aber meine eingefrorenen Finger und Füße sagten was anderes.
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]]>Ich hatte mich auf diese Temperaturen schon in den letzten Tagen gut vorbereitet. Aber gestern fand ich es durch den eisigen, böigen Wind einfach nur noch unerträglich. Ich hoffe die Singvögel und alle anderen Tiere überstehen die letzten kalten Stunden noch gut, bis die Temperaturen ab Freitag wieder steigen. Die Singvögel haben mir in den letzten Tagen manchmal sehr leid getan und ich habe an der Futterstation im Garten nochmal eine Extraportion Futter auf den Steinen verteilt. Gestern waren bis auf das Kohlmeisenpaar, das jeden Tag dort ist, kaum Vögel im Garten zu sehen. Es war wohl hoffentlich einfach nur zu kalt. Denn am Dienstag haben sich alle nochmal kräftig bedient. Neben dem Kohlmeisenpaar waren auch die zwei Grünfinken und die Buchfinken wieder da. Auch irgendwie immer Paarweise, nur das Rotkehlchen ist immer alleine zu sehen. Es bediente sich wie die Ringeltaube unten auf den Steinen.
Am Montag sah ich das erste Mal einen Zaunkönig in der Nähe der Futterstation. Eigentlich sind diese Vögel ständig in Bewegung. Aber die Kälte schien den kleinen Zaunkönig fast ein wenig zu lähmen. Er versteckte sich dann etwas in einem Lebensbaum. Vielleicht hat er auch etwas vom Futter genommen und den Winter dann bald überstanden.

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