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Ein schöner Jahresbeginn: Idylle und Ruhe an der Ruhr
Im Moment ist das Wetter oft grau und es regnet auch häufig. Umso erfreulicher waren die vielen Vögel, die bei meinem Besuch der Kiebitzwiese und der Ruhr zu sehen waren. Das war wirklich ein schöner Jahresbeginn, ähnlich erfolgreich wie letztes Jahr. Vielleicht lag es an der ruhigen Silvesternacht ohne viel Feuerwerk? Oder an den wenigen Menschen die am Samstagnachmittag im Naturschutzgebiet unterwegs waren? Auf jeden Fall zeigten sich die Vögel von ihrer besten Seite. Einige Arten suchten sogar die Nähe zueinander.
Gleich am Eingang zur Kiebitzwiese teilten sich ein Zaunkönig und ein Rotkehlchen die Zaunpfähle. Später sah ich auch noch ein Rotkehlchen und einen Eisvogel gemeinsam auf einem Holzgatter. Der Eisvogel wollte diesmal hoch hinaus und trieb sich auf der Spitze seiner Sitzwarte herum. Schön, dass ich ihn schon direkt wieder zu Jahresbeginn gesichtet habe. Der Eisvogel war diesmal die Nr. 18. In ein paar Wochen, wenn die Brutzeit beginnt, wird er sich für lange Zeit wieder sehr versteckt halten.
An zwei Stellen im Naturschutzgebiet konnte ich Goldammern sichten. Das ist für den 2. Januar eine absolute Ausnahme für mich. Die Goldammer ist damit die Nr. 19 für dieses Jahr. Auf der Ruhr waren die ersten Wintergäste zu sehen, ein Gänsesäger-Paar. Immer sehr erfreulich, da man nicht immer alle Wintergäste bei einem Besuch beobachten kann. Diese Wintergäste aus dem hohen Norden sind meine Nr. 25. Außerdem waren auf der Ruhr viele Reiherenten und Blässhühner zu sehen. Während die häufigsten Vögel an der Kiebitzwiese die Stockenten und Kanadagänse waren. Insgesamt konnte ich am ersten Wochenende 28 Vogelarten sichten.
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Die Zeit der Eisvögel: Ab Ende August ist der Eisvogel wieder an der Kiebitzwiese zu sehen
Ab Ende August beginnt die Zeit der Eisvögel. Dann kann man sie wieder häufiger beobachten. Die Brutzeit und die Aufzucht der Jungvögel ist dann vorbei. Die flüggen Jungvögel müssen dann auch ihre Eltern verlassen und sich ihr eigenes Revier suchen.
Ende August kann man dann auch die Eisvögel an der Kiebitzwiese häufig beobachten. Besonders ein männlicher Eisvogel zeigt sich dann immer wieder auf den verschiedenen Ansitzästen am Wasser. Ich vermute, das es jedes Jahr der gleiche ist. Denn es wiederholt sich so jedes Jahr. Seit Oktober 2017 könnte ich ihn dort immer wieder beobachten.
In diesem Jahr haben einige Beobachter schon viele Eisvögel gesehen. Es könnte sein, das es dieses Jahr viele Jungvögel gibt und es für die Eisvögel ein erfolgreiches Jahr war. Bei der Reviersuche kann es dann schon in manchen Gebieten eng werden. So dass sich ein Jungvogel auch an einen Gartenteich verirren kann. Revier ist Revier, man nimmt halt, was man einfach kriegen kann. Gerade wenn man unerfahren ist.
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Die Stockenten Männchen im Schlichtkleid
Die Mauser bei den Vögeln ist wirklich nochmal ein sehr komplexes Thema. Schlichtkleid, Übergangsgefieder, Prachtkleid und die Jungvögel. Kein Wunder eigentlich, das nur wenige Bücher über Vögel darauf eingehen. Die Stockenten Männchen im Schlichtkleid sind auch nochmal ein besonderes Thema. Als Anna vom Blog Eulenschwinge bei meinem letzten Beitrag in den Kommentaren das Thema ansprach, war selbst mir nicht klar, das ich es selbst schon gesehen habe. Das die Stockenten während der Mauser der Männchen fast gleich aussehen. Und das ich das sogar fotografiert habe.
Ich musste das erst googeln, denn ich konnte mich nur an Stockenten Männchen mit grünem Kopf erinnern. Während der Mauser im Juli und August verlieren die Erpel ihr Prachtkleid und haben keinen grünen Kopf mehr. Das ist wirklich nur ein kleines Zeitfenster. In diesem Jahr habe ich die Stockenten das letzte Mal im September gesehen und die Männchen waren schon wieder im Prachtkleid.
Ob die Männchen während der Mauser den Weibchen vom Gefieder her noch ähnlicher werden, kann man auf meinen Fotos leider nicht feststellen. Sie sind noch gut zu unterscheiden. Während das Männchen die Gefiederfarbe wechselt, ist beim Weibchen während der Mauser keine Veränderung zu erkennen.
Meine Fotos entstanden im Zeitraum August/September. Vielleicht sind sich die Geschlechter im Juli noch ähnlicher. Ende September waren einige Erpel schon wieder im Prachtkleid, andere hatten noch Übergangsgefieder. Ich werde das im nächsten Jahr genauer beobachten und versuchen bessere Fotos zu machen. Das Thema interessiert mich jetzt.
Das die Enten auf den Fotos meistens schlafen und Siesta machen, liegt an einer Schwäche von mir. Ich bin kein Frühaufsteher und oft erst später am Tag unterwegs. Da ruhen sich viele Vögel schon wieder aus.
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Der Selbachpark liegt im Südwesten der Stadt Hamm und wirkt irgendwie immer etwas wie am falschen Ort. Um ihn herum gibt es Landwirtschaftsflächen und auch Natur. Einen Park an diese Stelle zu setzen, ergibt eigentlich keinen Sinn. Wenn man den Park aber als Ergänzung zu den umliegenden Freizeitstätten sieht, kann man vielleicht doch noch einen Sinn dafür finden. Es gibt dort ein Freibad, ein Hotel, einen Sportplatz und Tennisplätze. Der Park besteht hauptsächlich aus einem großen Teich. Dem man auch sofort ansieht, das er nur eine künstliche Wasserfläche ist.
Am einen Ende des Teiches steht das Hotel, was von kleinen Teichen umgeben ist, die mit dem typischen Waschbeton der 70er Jahre eingefasst sind. Trotzdem ziehen diese Teiche die typischen Teich- und Parkbewohner an. Graureiher, Enten, Bläß- und Teichhühner und Kanadagänse.
Ich habe den Park damals bei der Hitzeperiode besucht. Ich wollte die Kolbenente mit ihrem Nachwuchs fotografieren. Dem ersten Kolbenenten-Nachwuchs in Hamm. Darüber habe ich hier schon geschrieben : Weiterer Nachwuchs
Aber obwohl ich bei meinem Besuch wegen der Hitze nur kurz dort war, sind viele schöne Fotos entstanden.
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]]>Am großen Teich sah ich einige Pfeifenten. Die Männchen tragen im Moment noch ihr Schlichtkleid und sind so etwas schwerer zu erkennen. Man erkennt sie aber gut am hellgrauen Schnabel mit der schwarzen Spitze.
Neben der Storchengruppe auf der Wiese flogen am Nachmittag auch noch einige Störche in der Thermik vor einem strahlenden blauen Himmel.
Da machten die Rieselfelder einen wunderschönen Eindruck. Aber auch so ein Paradies ist gefährdet. Wenn die Straßen von Münster vom alltäglichen Straßenverkehr verstopft sind, nutzen viele Autofahrer die Straßen durch die Rieselfelder als Schleichwege. Und es wird nicht gerade langsam gefahren. Die Anwohner haben jetzt eine Bürgerinitiative gegründet. Durch den erhöhten Straßenverkehr werden immer wieder viele Vögel überfahren. Aber auch von Radfahrern, die angefahren wurden, habe ich schon gehört. Die Bürgerinitiative will jetzt gegen diesen erhöhten Verkehr in den Rieselfeldern etwas unternehmen. Früher waren die Rieselfelder auch schon einmal für Autos gesperrt.
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]]>Aber Natur heißt auch immer Veränderung. Vor allem auch durch das Wetter. Die lange Trockenheit in diesem Jahr. Stürme und starke Niederschläge. Alles hat Auswirkungen. Die Weinlese ist so früh wie wohl noch nie. Auch die Kürbisse sind früher reif. Die Apfelbäume sind prall gefüllt mit Äpfel. Andere Pflanzen haben unter der Trockenheit eher stark gelitten.
Die Gebiete verändern sich ständig. Fotos die man gemacht hat, sind ein Jahr später so gar nicht mehr möglich. Weil sich auch die Vegetation ständig ändert. Sehr gut sehen kann man das an meinen Fotos vom Eisvogel. Der Ansitzbaum und die Ansitzpunkte haben sich sehr verändert. Viele gibt es so nicht mehr. Vor einem Jahr machte ich meine besten Fotos vom Eisvogel. Daran kann ich die Veränderungen zeigen.
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]]>Der Beitrag Die Graureiher oder wie schafft man Ordnung? erschien zuerst auf Wilde Motive.
]]>Manchmal ist das auch gar nicht schlecht, erwischt man doch so besondere Momente. Es bringt aber auch einige Probleme mit sich. Unheimlich viele Fotos, die man durchsehen muss und von denen viele gleich aussehen. Und den ganzen Speicherplatz, den man braucht. Die Festplatte vom PC ist ständig voll und die erste externe Festplatte jetzt auch. Was auf über 10.000 Fotos schließen lässt.
Mein Ordnungssystem ist erstmal, ich speichere die Fotos nach dem Ort und dem Datum. Wie man es bei Urlaubsfotos macht. Aber gerade bei den Graureihern ist mir dann ein Problem bewusst geworden. Die Graureiher sind in jedem Ordner dabei. Ich müsste alle Ordner durchsehen. Es macht also Sinn, in Ordnern alle Fotos von einem Tier zu sammeln. Was auch den Vorteil hat, man sieht sofort, welche Situation man schon besser fotografiert hat und kann viele Fotos löschen.
Beim Graureiher habe ich das schon vor Monaten gemacht, bei anderen Tieren noch gar nicht. Sonst steht der Graureiher eher nicht an erster Stelle. Bei vielen Beiträgen fallen seine Fotos weg, weil es sonst zu viele werden.
Da es im Moment aber mit Beobachtungen eher schlecht läuft, kann ich jetzt ein paar Fotos zeigen. Sehenswert sind die auf jeden Fall. Kaum einen Vogel kann man in so vielen verschiedenen Situationen fotografieren, wie den Graureiher.
Wie ordnet ihr denn eure Fotos? Was für ein Typ Fotograf seid ihr?
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]]>Ich hatte eindeutig heute mehr Erfolg als damals. Die Fotos damals waren kaum zu gebrauchen! Und es freut mich, das der Eisvogel nach den vielen Fehlversuchen endlich Erfolg hatte!
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]]>Der Beitrag Der Aasee ist umgekippt! erschien zuerst auf Wilde Motive.
]]>Denn der See ist in einem schlechten Zustand. Heute sind die ersten toten Vögel gefunden worden. Sie sind wahrscheinlich von Blaualgen oder Bakterien vergiftet worden, die sich in der Kloake massenhaft vermehren. Es sind hauptsächlich Enten und Haubentaucher betroffen.
Der Aasee ist ein absolutes Wahrzeichen der Stadt, vergleichbar mit dem Wannsee in Berlin oder der Alster in Hamburg. Er ist der Mittelpunkt der Freizeit der Münsteraner. Auf dem See wird gesegelt, man joggt auf dem Rundweg und an den Aasee-Terrassen finden Konzerte statt. Der See grenzt auch an das Freilichtmuseum und den Allwetter-Zoo.
Auch eine der tollsten und witzigsten Tiergeschichten der Welt gab es auf dem Aasee. Die schwarze Schwänin, die sich in ein weißes Schwanen-Tretboot verliebt hat. Sie ist dem Boot ständig gefolgt. Vielleicht hat sie sich gedacht, Liebe überwindet jede Grenze! Die Schwänin blieb sogar bei dem Tretboot, als das im Winter vom See geholt wurde. So ging das zwei Jahre, bis sie nicht mehr an den See zurückkehrte. Überraschenderweise gibt es seit ein paar Jahren überhaupt keine Schwäne mehr am See. Sie sind wohl in die Rieselfelder oder in den Allwetterzoo abgewandert.
Für die Münsteraner ist das Umkippen des Aasees eine Katastrophe. Und die ist jetzt noch nicht behoben. Auch für mich ist der Aasee einer meiner Lieblings-Orte. Hier ein paar Bilder von besseren Tagen :

Im Winter war das Wasser noch in Ordnung

Der Aasee ist sehr schmal, vielleicht auch ein Problem

Im Hintergrund die Aasee-Terrassen

Gerade im Winter sind auch viele Kormorane am See
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