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Ein gutes Foto vom Grünspecht, mein Ziel für 2019
Ich setze mir ja immer Ziele für das Jahr. Und jetzt ist es schon März, aber trotzdem gibt es meine Ziele für 2019 wieder. Letztes Jahr nannte ich sie meine Big Five. Eine Top 5 für ein Jahr ist eigentlich immer ganz gut. Wir kennen das aber alle mit den Zielen und Vorsätzen für ein Jahr, meistens klappt das nicht immer so und meistens kommt es anders als man denkt. So war es auch 2018 bei mir. Manche Ziele erreichte ich durch Zufall. Die Sichtung des Uhus war reiner Zufall. Während die Sichtung der Bienenfresser eine geplante Aktion war. Ich wußte, wo sie sich aufhalten könnten und hatte das Glück, das sie aus Afrika dorthin zurückkehrten.
Aber auch bei geplanten Aktionen gibt es immer wieder Rückschläge und Änderungen. Die Idee mit dem Naturschutzzentrum in Erkrath hatte sich damals zerschlagen, weil dorthin nur ein Paar der Bienenfresser zurückgekehrt war.
Der Bienenfresser steht auch dieses Jahr wieder ganz oben auf meiner Liste. Ich hoffe sie kehren zahlreich aus Afrika nach NRW zurück und werde sie suchen. Eigentlich ist der Bienenfresser ein sehr populärer Vogel. Er ist der farbenfrohste und schillerndste Vogel den wir in Deutschland haben. Eigentlich ein Exot für Europa, steht er auch wie kein anderer Vogel für den Klimawandel und den Anstieg der Temperaturen. Unter Fotografen, Naturliebhabern und Ornithologen ist er natürlich sehr beliebt. Während der Normalbürger eher erstaunt ist und wenig über diesen Vogel weiß. Allein die Reaktionen auf seinen Namen sind oft erstaunen und Bestürzung. „Wie heißt der? Bienenfresser? Und der frißt dann alle Bienen auf?“ Tut er natürlich nicht. Aber mehr über diesen Vogel zu lernen und mehr Informationen und Fotos von dem Bienenfresser weiterzugeben, ist mein Ziel für 2019.
Ein weiterer Exot steht auch wieder auf meiner Liste. Der Halsbandsittich. Das Ziel ihn am Rhein zu suchen, konnte ich letztes Jahr gar nicht in Angriff nehmen. Aber jetzt ist ein Paar der Halsbandsittiche im Winter in Münster aufgetaucht. Vielleicht brüten sie sogar dort. Sie halten sich im Moment immer noch im Schloßgarten auf. Deshalb nehme ich den Halsbandsittich auch dieses Jahr wieder in die Liste auf.
Und dieses Jahr möchte ich versuchen, ein Blaukehlchen zu sichten. Der beste Ort dafür sind wahrscheinlich die Rieselfelder in Münster. Ich werde die Meldungen beobachten und es dann versuchen. Letztes Jahr hatte ich dort kein Glück.
Ansonsten sind meine Ziele für 2019 eher bescheidener geworden. Das hat einfach die Erfahrung gezeigt. Die Natur ist selten berechenbar. Deshalb will ich dieses Jahr endlich einmal meine beiden „Problemvögel“ aus der Nähe fotografieren. Den Grünspecht und den Eichelhäher. Ihr kennt das ja schon, es ist meine unendliche Geschichte! Und das Foto vom Grünspecht zeigt auch gut, wo meine Probleme liegen. Ich kriege einfach kein gutes Foto vom Grünspecht. Ich höre ihn auch immer wieder „Gackern“ im Moment. Aber sehen und ihm nahe kommen, das klappt so gar nicht. Aber vielleicht klappt es noch 2019.
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Ein Grünfink-Weibchen an der Futterstation
Wahrscheinlich habt ihr das schon mitgekriegt, mit manchen Vögeln stehe ich auf Kriegsfuß! Sie sind einfach sehr scheu und vorsichtig. Dazu gehören besonders der Grünspecht, der Eichelhäher und der Grünfink. Ich mag sie wirklich sehr, aber sie sind extrem vorsichtig. Fast schon schreckhaft.
Am Samstag flog der Grünspecht plötzlich durch eine Häuserlücke in einem Bogen auf das Hausdach des Nachbarn. Eine gute Position für ein Foto, aber dem Grünspecht war das viel zu offen und nach einer Sekunde flog er auf den Rasen des Nachbarn. Okay, noch besser. Dachte ich. Eine natürliche Umgebung. Durch den Zaun fotografieren, aber das geht. Natürlich nicht mit dem Grünspecht! Der war noch im Alarm-Modus und fand das am Gartenzaun viel zu gefährlich und trat die Flucht an.
Ähnlich geht es mir immer mit den Grünfinken. Die sind natürlich viel häufiger im Garten und der Umgebung zu sehen, als der Grünspecht. Und so konnte ich sie dort auch schon fotografieren. In Bäumen oder Sträuchern sind sie auch durchaus gelassen. Aber sobald sie sich der Futterstation nähern, sind sie in Alarmbereitschaft.
Ich bewege mich mittlerweile wirklich fast gar nicht mehr. Aber die kleinste Bewegung reicht und sie sind weg. Auch wenn man noch 15 Meter weg ist. Die Buchfinken und Erlenzeisige sind da ganz anders. Selbst das schüchterne Rotkehlchen hält mal still.
Am Samstag konnte ich dann aber doch das erste Mal einen Grünfink an der Futterstation fotografieren. Ich hatte den kurzen Augenblick genutzt, bevor er wieder weg war. Ein paar weitere Fotos konnte ich noch von ihnen im Pflaumenbaum machen.
Eine weitere Premiere war, das ich den ersten Vogel am Vogelbad fotografieren konnte. Die Blaumeise war dort zum Trinken. Ich habe wirklich noch keinen Vogel im Bad gesehen. Sie nutzen es einfach nicht und fliegen auch kaum mal in die Nähe.
Aber es gelangen mir wirklich viele schöne Fotos, an diesem schönen Tag. Und auch viele Beobachtungen konnte ich machen, bevor am Abend dann der Regen kam.
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]]>Ich hatte auch schon gedacht, für den Grünspecht wird es bei gefrorenem Boden sehr schwierig nach Nahrung zu suchen. Und nur ein paar Stunden besuchte mich der Grünspecht mal wieder bei der Arbeit und bewies mir das Gegenteil. Der Boden war wohl noch nicht wirklich hartgefroren. Der Grünspecht bearbeitete den Rasen wie immer und ging sogar richtig tief auf „Tauchstation“ im Rasen. Da flogen sogar ein paar Rasenstücke durch die Gegend und der Schnabel war so richtig tief im Boden. Bei dauerhaftem Frost in den nächsten Tagen wird er es aber deutlich schwerer haben. Bis Ende Februar könnte es wohl so kalt bleiben.
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]]>Der Grünspecht gehört zu den buntesten heimischen Vögeln und gehört damit zu meinen Favoriten
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