Schlagwort: Fotografie

Die Jagd an der Futterstation

Die Jagd an der Futterstation

Ein männlicher Sperber, mit wunderschönen Augen und orangener Sperberung war für die Jagd an der Futterstation verantwortlich.

Eigentlich hatte ich überlegt, diesen Beitrag die Weihnachtsvögel zu nennen. Aber dann gab es die Jagd an der Futterstation. Ein Sperber tauchte auf. Der lautlose und pfeilschnelle Jäger in unseren Gärten. Besonders im Winter folgt er den Kleinvögeln in unsere Gärten und jagt diese an unseren Futterstationen und Vogelhäusern.

Doch später mehr zu der Jagd an der Futterstation. Erst war eigentlich alles fast wie immer, einen Tag vor Weihnachten. Außer das wirklich viele Vögel im Garten unterwegs waren. Vielleicht hat das den Sperber angelockt.

Viele Trupps mit Singvögeln

Dabei ist mir aufgefallen, das die Singvögel oft in Trupps von mehreren Vögeln unterwegs sind. Die Meisen sowieso und auch die Finken. Die Kohl- und Blaumeisen sind oft zusammen unterwegs, aber auch die Buch- und Grünfinken sammeln sich und kommen dann gemeinsam zur Futterstation. So flogen dann einige Arten gemeinsam an der Futterstation ein.

Eine Kohlmeise und ein Grünfink waren gleichzeitig an der Futterstation. Die Buchfinken waren auch da. Ein Amselmännchen zeigte sich. Die Elster kam vorbei. Und dann das Rotkehlchen. Es saß eine Viertelstunde ganz ruhig und unbeweglich oben auf dem Lebensbaum. Ich konnte immer näher herangehen und stand schon auf dem Rasen. Die Meisen flogen schon über mich hinweg. Weil ich wohl in der Einflugschneise zur Futterstation stand.

Pfeilschnelle Jagd an der Futterstation

Es war viel los. Ich wechselte den Standort. Die Meisen waren an der Futterstation und das Rotkehlchen war hinten am Holzzaun. Das war gut für das Rotkehlchen, denn da war es in Sicherheit. Denn in diesem Moment schoß der Sperber lautlos um die Häuserecke und die Jagd an der Futterstation begann. Das ganze ging so schnell, das ich erst dachte, es wäre ein Eichelhäher. Der die anderen Vögel vertreiben wollte. Das war mein Gedanke. Erst beim zweiten Angriff auf die Futterstation erkannte ich den Sperber. Und ich sah das er erfolglos war. Die Meisen waren zu flink.

Der Sperber setzte sich dann kurz oben auf den Lebensbaum, wo vorher noch das Rotkehlchen gesessen hatte. Er blickte in Richtung der Futterstation und in meine Richtung. Dann war er auch schon so schnell wieder weg, wie er gekommen war.

Kindheitserinnerungen

Ein sehr aufregender Moment! Das letzte Mal hatte ich einen Sperber als Kind um die Häuserecken fliegen gesehen. Damals fing er eine Amsel. Die Meisen sind wohl zu flink gewesen. Bei einem Fink wäre es vielleicht einfacher für ihn gewesen. Erstaunlich für mich war, das er die selbe Lücke zwischen den Häusern wählte, wie der Sperber damals. Vielleicht eine gute Stelle.

Ich hatte sofort die Befürchtung, die Singvögel würden die Futterstation jetzt meiden für ein paar Tage. Aber ein paar Minuten später waren alle wieder da. Bis auf die ängstlichen Grünfinken.

Es dauerte nicht lange, dann kehrten die Singvögel zurück

Und auch die Elster tauchte wieder im Garten auf

Draussen vom Walde komm‘ ich her

Draussen vom Walde komm' ich her

Draußen vom Walde komm‘ ich her und hab‘ es eilig und zwar sehr!

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich kleine  Vöglein sitzen:

Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit grossen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:

„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an!

Und zwar jetzt schon alle vier Kerzen!

Ich wünsche Euch einen schönen 4. Advent und

Frohe Weihnachten!

Der Buntspecht – Eine lange Jagd

Der Buntspecht

Ein männlicher Buntspecht. An einem abgestorbenem Baum in einem Garten. Das Ende einer Jagd

Der Buntspecht ist der häufigste Specht in Deutschland. Ein bekannter Vogel, da er auch in die Gärten und Parks kommt und auch an Futterstationen immer wieder zu Besuch ist. Auch an meiner Futterstation war er schon. Und auch sonst sehe ich gerade im Winter viele Buntspechte. Durch die kahlen Bäume ist seine Deckung einfach nicht mehr so gut.

Der Buntspecht ist oft zu hören

Oft hört man sie auch einfach nur. Manchmal ihre Stimme und oft auch das Trommeln und hämmern an den Bäumen. In den letzten Wochen habe ich den Buntspecht häufiger gesehen. Von meinem Garten aus in Nachbars Garten. Und auch in Langenberg. Oft aber eben aus größerer Entfernung. Denn auch wenn die Spechte in die Gärten kommen und durchaus auch als Kulturfolger gesehen werden können, sie sind doch manchmal sehr scheu und halten ihre Fluchtdistanz ein.

Und so ist der Buntspecht einer der Vögel, mit denen ich Probleme habe. Ich bin schon lange auf der Jagd nach guten Fotos vom Buntspecht. Irgendwie haben ich ja mit allen Spechten so meine Probleme.

Mein Glück in Langenberg

Heute hatte ich aber in Langenberg endlich Glück! Ein Buntspecht, den ich schon häufiger gesehen habe, war plötzlich in meiner Nähe an einer Birke! Ich hatte ihn wohl schon vorher gehört, konnte ihn aber nicht orten. Ob es immer der gleiche Buntspecht der letzten Wochen war? Ich denke nicht. Es gibt wohl einige Buntspechte in Langenberg.

Gutes Beispiel für eine Motivjagd

Aber anhand dieses Buntspechts kann ich einmal zeigen, wie mühselig und langwierig es manchmal ist, bis man endlich ein gutes Foto hat. Das Foto oben zeigt das Ende der Jagd nach dem besten Motiv am heutigen Tag. Ich habe den Buntspecht in einem Garten in Langenberg auf einem abgestorbenem Baum fotografiert. Dorthin habe ich ihn verfolgt, nachdem er vorher auf einer Birke saß. Doch das war nur das Ende. In den vergangenen Wochen habe ich ihn aus großer Entfernung fotografiert.

Anhand der Fotogalerie möchte ich das einmal zeigen. Manchmal ist das wirklich fast ein Suchbild, aber ich versuche immer jede Bewegung genau zu beobachten.

 

Das Buchfinken-Weibchen

Das Buchfinken-Weibchen

Das Buchfinken-Weibchen sitzt in einer Hecke

Das Buchfinken-Weibchen ist schlicht gefärbt. Bei den Vögeln sind die Rollen der Geschlechter oft etwas anders verteilt. Bei den Greifvögeln sind die Weibchen oft größer und schwerer als die Männchen. Und bei den Vögeln sind nicht die Weibchen das schöne Geschlecht sondern die Männchen. Die Männchen sind bunt und schön anzusehen. Sie müssen auffallen und den Weibchen gefallen. Auch bei den Buchfinken und anderen Finken ist das so. Ähnlich auffällig ist es bei den Enten.

Die häufigsten Vögel in Deutschland

Das Buchfinken-Weibchen ist überwiegend schlicht beige und hellbraun. Während das Männchen eine leuchtend rote Brust hat. Die Buchfinken gehören im Moment zu den häufigsten Motiven. Neben der Blaumeise. Die schon fast die Speicherkarte alleine füllt. Überhaupt ist der Buchfink der häufigste Brutvogel in Deutschland. Fallen die Buchfinken-Männchen sofort auf, ist es doch ein Buchfinken-Weibchen, die im Moment meine Aufmerksamkeit sucht. Weil sie immer schon da ist, wenn ich in Langenberg den Hordtberg hoch gehe. Dabei ist es nicht so, das sie zu meiner Begrüßung da ist, ich werde eher argwöhnisch beäugt.

Sie ist immer wieder an der gleichen Stelle zu sehen. Einem Ebereschen-Gebüsch mit einigen Vogelbeeren. Mittlerweile haben ich erkannt, das sie einen seitlich etwas überstehenden Unterschnabel hat. Es sieht zumindest manchmal so aus.

Außerdem sind mir große, blaue Beeren auf den Fotos aufgefallen. Da ich wenig Ahnung von Pflanzen und Früchten habe, kann mir vielleicht jemand sagen, was das für Früchte sind? Man sieht sie auf dem letzten Foto.

Eine weitere Futterstelle

Eine Futterstelle

Haferflocken, Rosinen. Eine Futtermischung an der neuen Futterstelle

Ich habe es schon ein paar Mal erwähnt, das ich im Garten noch eine weitere Futterstelle habe. Besonders für die großen Vögel, die nicht an die Futterstation gehen können. Bei den großen Vögeln führt das immer zu lustigen Szenen, wenn sie versuchen an das Futter zu kommen. Ein Buntspecht hat sich einmal unten an die Futterstation gehängt und mit einer Art Situp die Körner unten aus der Futterstation gepickt. Und eine Amsel saß einmal minutenlang unterhalb der Futterstation und hat überlegt, wie man denn als größerer Vogel da bloß an das Futter kommen kann. Da konnte man sehen, wie es im Gehirn gearbeitet hat.

Eine Futterstelle für größere Vögel

Eine weitere Futterstelle war also einfach notwendig, da auch kleinere Singvögel gerne vom Boden essen. Deshalb habe ich irgendwann das Futter auf einen Stein ausgeschüttet. So liegt es trocken auf und ist gut erreichbar. Wenn ich Haferflocken ausgelegt habe, war das Futter immer sehr schnell weg. Bis ich bemerkt habe, das eine Ringeltaube alles auffrißt. Die ist wie ein Staubsauger und läßt nicht einen Krümel übrig. Das war für die Ringeltaube eher Fastfood und für mich schneller Verbrauch vom Futter.

Und Ringeltauben sind auch nicht so spannend. Also habe ich dann Erdnüsse auf den Stein gelegt. Die Erdnüsse locken viele Vögel an. An den Erdnüssen bedient sich jetzt immer eine Elster. Andere größere Vögel wie der Buntspecht und der Eichelhäher haben sich noch nicht sehen lassen.

Unterschiedlicher Besuch

Generell ist es immer schwer zu sagen, wie die Futterstelle angenommen wird. Es gibt Tage, da ist die Futterstation belagert und innerhalb von ein paar Stunden leer. Und manchmal dauert es Tage. Die Meisen kommen jeden Tag, auch das Rotkehlchen ist jeden Tag da. Aber es frißt nicht viel. Die Grünfinken kommen seltener und die Buchfinken auch nur zwischendurch einmal. Man sieht sie zwar in den Bäumen, aber sie gehen nicht an die Futterstation.

Und das obwohl es kälter geworden ist. Für morgen ist für NRW Schnee angekündigt. Aber es gibt auch noch reichlich Vogelbeeren in der Nachbarschaft. Die Vögel haben noch andere Nahrung.

Eine Geschichte, die weiter erzählt werden muss

Elstern

Die auffällige Elster kommt immer noch regelmäßig zu Besuch

Vom Anfang des Jahres bis zum Frühling habe ich immer wieder von einer auffälligen Elster berichtet.  ==> Die auffällige Elster

Die immer wieder zu Besuch vorbeikam und auch sonst eine sehr neugierige Art hatte. Die sich auf dem Universitätsgelände in Dortmund an die Menschen gewöhnt hatte und auch eine besondere Vorliebe für Autos entwickelt hat. Oft sah man sie auch mit einem Partner oder Partnerin zusammen. Und es wurde auch von den Elstern immer wieder ein Nest besucht. ==> Überall Frühling und Nestbau

Damit hatte ich damals meine Berichte beendet. Aber die Geschichte muss noch weiter erzählt werden! Denn es gab später im Jahr noch mehr zu beobachten. Die beiden Elstern waren später nicht mehr alleine unterwegs. Sie hatten erfolgreich gebrütet und waren später mit bis zu vier Jungvögeln zu sehen! Vielleicht werden jetzt manche denken, nicht noch mehr Elstern! Aber erfolgreiche Bruten und Nachwuchs finde ich immer erfreulich!

Die Elstern halten zusammen

Die vier Jungvögel waren dabei deutlich unterschiedlich. Einige waren deutlich größer als andere. Eines war vielleicht einfach nur der schwächste Jungvogel oder gar ein Nachzügler. Dieser Jungvogel war später noch bis in den Herbst jeden Tag mit meiner auffälligen Elster zu sehen. Da war wohl eine sehr enge Verbindung. Vielleicht einfach das Nesthäkchen oder Mutter und Tochter. Die Rabenvögel haben sehr enge soziale Verbindungen und ein sehr komplexes Sozialleben in der Gruppe und im Schwarm.

Alle vier Jungvögeln waren aber sehr frech und respektlos gegenüber den Eltern. Sobald einer der Altvögel im Rasen etwas fressbares gefunden hatte, stürzten sich die Jungvögel förmlich auf ihn. Auch untereinander gab es immer wieder Streitigkeiten. Da wurden die Geschwister häufiger mal geärgert.

Aber es war immer sehr interessant das zu beobachten. Und eine schöne Geschichte, wie ich finde.

Ich wünsche euch allen einen schönen 2. Advent! 

 

Das Steinhuder Meer

Das Steinhuder Meer

Direkt gegenüber vom Steg des Ostufers liegt die Insel Wilhelmstein

Das Steinhuder Meer ist der größte See Niedersachsens und ein Hauptziel für Touristen. Besonders beliebt ist es, den See mit dem Fahrrad an einem Tag zu umrunden. Dabei wird meistens nicht viel links und rechts geschaut, was dort so zu sehen ist. Die Natur wird meist nur flüchtig wahrgenommen und als ganzes gesehen. Als Landschaft eben. Auf die Tierwelt wird eher weniger geachtet.

Großartige Tierwelt

Dabei ist die Tierwelt am Steinhuder Meer ziemlich großartig. Es gibt dort Seeadler, Fischadler und Kraniche. Und man versucht die fast ausgestorbene Moorente wieder anzusiedeln. Das herausragende Naturschutzgebiet am Steinhuder Meer sind die Meerbruchswiesen im Osten des Sees. Die Radfahrer sind für Naturbeobachter und Fotografen ziemlich störend. Ist man doch einer der wenigen, der zu Fuß unterwegs ist. Da die Radfahrer aber schnell weiter wollen, lassen sie die Meerbruchswiesen meist links liegen und fahren weiter. Und im Naturschutzgebiet hat man mehr Ruhe. Dort gibt es drei Beobachtungshütten und am Steg direkt am Ostufer des Steinhuder Meeres einen kleinen Beobachtungsturm.

Dem Beobachtungsturm gegenüber liegt die Insel Wilhelmstein. Mit der Festung Wilhelmstein. Die Größe der Wasserfläche und die Ruhe in dem kleinen Beobachtungsturm ist beeindruckend. Auch wenn es nicht immer so ruhig bleibt, wenn eine größere Besuchergruppe kommt.

Seeadler bei der Jagd

Mit etwas Glück kann man vom Turm auch einen See- oder Fischadler bei der Jagd beobachten. Beide Arten brüten auch in den Meerbruchswiesen. Bei den Seeadlern ist die Brut allerdings nicht jedes Jahr erfolgreich. Der Horstbaum ist in einem Jahr auch schon einmal zusammen gebrochen.

Das Steinhuder Meer war in diesem Jahr auch sehr von der Trockenheit betroffen. Die Boote sind zum Teil auf Grund gelaufen und konnten nicht mehr fahren. Der See ist im Durchschnitt nur 1,35 m tief.

Steckbrief :

Status : Die Meerbruchswiesen sind ein international bedeutendes Vogelschutzgebiet, der Rest des Sees ist aber sehr Touristisch.

Beste Jahreszeit : Es gibt Wintergäste, aber im Winter ist das Gebiet eher weniger interessant

Anzahl der Arten : 29 Vogelarten, 2 Säugetiere, mit Glück kann man auch Fische sehen

Highlights : Seeadler, Fischadler, Kraniche, Moorenten, Blaukehlchen, Flussseeschwalben

Besondere Merkmale : Die Horste der Adler

Die Rieselfelder von Münster

Die Rieselfelder von Münster

Blick vom Aussichtsturm auf den großen Teich

In den Rieselfeldern kann man über das Jahr 200 verschiedene Vogelarten beobachten. Besonders beliebt sind die Rieselfelder von Münster auch bei Zugvögeln und Vögeln die sonst am Meer zu Hause sind.

Revier vor der Haustür

Jeder Naturfotograf und Naturfreund hat sein Revier. Meistens ist es direkt vor der Haustür. Wie man so schön sagt. Wenn man einen Garten hat, ist das sogar tatsächlich so. Schon dort kann man sehr viele Beobachtungen und gute Fotos machen. Ein Vogelhaus oder eine Futterstation hilft dabei, die Vögel anzulocken.

Beobachtungen in der Stadt

Viele haben dann auch in der Nachbarschaft oder der näheren Umgebung noch ein gutes Revier. Gerade wenn man schon etwas ländlicher oder in einer kleineren Stadt wohnt. Man hat vielleicht Felder in der Nähe oder einen Wald. Auch in einer Großstadt kann man gute Reviere um die Ecke finden. Ein Park oder ein Friedhof sind gute Orte, um Tiere zu beobachten und zu fotografieren. Diese Orte haben sogar einen großen Vorteil, die Tiere sind dort an Menschen gewöhnt und lassen sich leichter fotografieren.

Natürlich sind solche Reviere nur für Tiere gut, die auch Kulturfolger sind. Und nicht an bestimmte Lebensräume gebunden sind. Wenn man seltene Tiere beobachten will und die Natur so richtig erleben möchte, ist es besser Naturschutzgebiete zu besuchen. Die Schutzgebiete bieten schon ein ganz anderes Naturerlebnis. Man hat das Gefühl in der Natur zu sein und das die Natur dort anders ist.

Tipps für gute Gebiete

Man kann dort vielleicht mehr Tiere beobachten. Doch wo sind die besten Gebiete? Wo kann ich besonders viele Tiere sehen und auch seltene. Diese Fragen stellt man sich oft. Die Ortskenntnis und Erfahrung in seinem Revier hilft einem sehr weiter. Aber meistens kann man dort keine seltenen Tiere sehen. Dazu muss man auch einmal andere Gebiete besuchen.

Da ich auch ein Sammler und Statistikfan bin, habe ich ermittelt, in welchen Gebieten ich wie viele Tiere gesehen habe.  Da sind die Rieselfelder von Münster als Europareservat ein herausragendes Gebiet. Sie gehören zu den Gebieten, die an erster Stelle zu nennen sind. Mit Gebieten wie der Nord- und Ostseeküste, der Müritz, dem Steinhuder Meer usw. . Ein überregional bedeutendes Gebiet.

Die Rieselfelder von Münster

So möchte ich später noch weitere Gebiete vorstellen, hier aber erstmal ein Steckbrief zu den Rieselfeldern :

Status : Europareservat, überregional bedeutend

Beste Jahreszeit : Durch die Zugvögel und Wintergäste das ganze Jahr geeignet

Anzahl der Arten : 84 Vogel-Arten, 4 Säugetiere, 1 Reptilien. Die vielen Wasserflächen und Schilfbestände sind für Säugetiere nicht besonders geeignet

Highlights : Bartmeisen, Blaukehlchen, Austernfischer, Kolbenente, Streifengans, Löffler, Weißstörche und Storchennester.

Auch die Masse an Vögeln und Beobachtungen sind beeindruckend

Weitere Merkmale : Viele Beobachtungshütten und ein Aussichtsturm

Singvögel als Wintergäste

In den nächsten Monaten sind wieder einige Wintergäste aus dem hohen Norden und aus dem Osten bei uns in NRW zu Gast. Viele Grau-, Saat- und Blässgänse. Aber auch viele Singvögel. Die Birken- und Erlenzeisige sind teilweise jetzt schon in großen Gruppen zu sehen. Während die Birkenzeisige nur als Gäste im Winter bei uns zu sehen sind, sind die Erlenzeisige einheimische Vögel. Man sieht sie allerdings häufig nur in den Wintermonaten.

Da es dieses Jahr kaum Erlensamen gibt, werden beide Arten die Birken bevölkern. Man sieht die Erlen- und Birkenzeisige  eh oft in gemischten Gruppen, da sie beide eben die Samen als Hauptnahrung im Winter haben. Die Erlenzeisige werden hoffentlich auch wieder zahlreich an der Futterstation im Garten auftauchen.

Ein weiterer Gast aus dem hohen Norden ist die Rotdrossel, die ich das erste Mal in Langenberg gesichtet habe. Auch das Wintergoldhähnchen ist jetzt wieder häufiger zu sehen. Da passt der Name wieder gut zum Verhalten. Eigentlich ein Vogel der das ganze Jahr bei uns heimisch ist, aber eben häufig nur im Winter gesichtet wird. Das Wintergoldhähnchen ist einer der kleinsten Singvögel, der kleinste Vogel Europas. Diese beiden Arten waren meine Vögel Nr. 109 und 110 für dieses Jahr. Und beide habe ich vorher nie gesichtet.

Die Nahrung der Vögel

Blaumeisen

Ein Amsel-Männchen in den Vogelbeeren

Wer ein Vogelhaus oder eine Futterstation im Garten hat, kann sehr gut beobachten welche Nahrung die verschiedenen Vögel bevorzugen. Die Kohl- und Blaumeisen stehen total auf Erdnüsse. Die Nüsse locken auch viele der größeren Vögel an. Wie die Elstern, Eichelhäher oder die Buntspechte. Die Finken fressen am liebsten die Sonnenblumenkerne. Und die Vögel, die Weichfutter bevorzugen, fressen am liebsten die Haferflocken. Das sind an der Futterstation besonders die Rotkehlchen, die Amseln und die Heckenbraunellen. Die Haferflocken werden von den Meisen immer auf den Boden geworfen, damit sie an die Erdnüsse herankommen. Dort werden sie dann von den Amseln und den Rotkehlchen gefressen.

Die Vögel die gerne Weichfutter fressen, haben in der Natur auch die Beeren und andere Früchte als Nahrung. Im Herbst gibt es reichlich Beeren auf den Sträuchern und Bäumen. Das sind besonders die sogenannten Vogelbeeren, die Beeren der Eberesche. Da meine Kenntnisse über Pflanzen immer noch sehr gering sind, kann ich die verschiedenen Arten nicht näher benennen oder auseinander halten. Ich kann sie nur als Vogelbeeren bezeichnen.

Wilde Vogelbeeren

In Langenberg gibt es nicht nur in den Gärten die Vogelbeeren, es gibt auch noch ursprüngliche Hecken mit Brombeersträuchern an den Wiesen und Wegen. In diesen Hecken gibt es einige Ebereschen die im Moment noch Beeren tragen. Und einen Apfelbaum, der noch kleine Äpfel trägt. Diese Bäume ziehen viele Vögel an. Besonders große Gruppen von Kohl- und Blaumeisen. Wenn es Beeren gibt, schlagen sie gerne zu. Aber auch die Trupps von den kleinen Schwanzmeisen zieht man häufig.

Auch Gruppen von Amseln fressen sich gerne in den Vogelbeeren satt. Die Vögel zieht es in die Beeren!