Biotop am Diani Beach
Biotop am Diani Beach: Der Silberwangen-Hornvogel nutzt die Palme am Biotop

Nach der Safari begann ich in unserem Hotel in Diani Beach, die Fotos anzusehen und die gesichteten Tiere zu bestimmen. Kenia ist ein sehr tierreiches Land und wir hatten während der Safari wirklich sehr viele Tiere gesehen. Am Anfang geht das auch wirklich schnell. Erstmal alle Großtiere mit meinem Safaribuch vergleichen und schon hatte ich eine Liste mit vielen Tieren. Danach alle Vögel bestimmen. Das war schon schwieriger. Einige Vögel waren auf den Fotos nicht eindeutig erkennbar. Dazu kam dann noch, das auf den zahlreichen Büschen im Tsavo Nationalpark immer einige Vögel sassen. So begann ich, auf jedem Foto die Büsche und auch den Erdboden abzusuchen. Denn ich hatte bei einigen Fotos gesehen, das Vögel in der Landschaft sassen, als ich die großen Säugetiere fotografierte. Das war wirklich überraschend, was ich da noch alles entdeckt habe.

Und ich habe immer noch nicht alle Vögel identifiziert.

Nach der Safari und der Begegnung mit den Silberwangen-Hornvögeln machte ich mir Gedanken über die Tiere, die ich entdeckt hatte und die jetzt auf meiner Liste standen. Ich hatte schon vor der Safari einige Tiere in der Hotelanlage entdeckt. Die Weißkehlmeerkatzen, ein Sonnenhörnchen, die Glanzkrähen, Witwenstelzen, Trauerdrongos. Sie alle lebten in der Hotelanlage und konnten täglich beobachtet werden.

Gerade die Palme an der Außenmauer, auf der ich den Silberwangen-Hornvogel gesehen habe, war ein beliebter Platz für Vögel. Der Trauerdrongo nutzte die Palme als Ansitz, um Insekten zu jegen.

Jenseits der Mauer, die die Hotelanlage umgab, lag ein verwilderter Garten oder Park. Vielleicht war es auch ein Biotop, ein Stück Galeriewald, den es am Diani Beach gibt. Auf diesem Gelände stand auch eine große Villa mit einem Pool. Vielleicht war es auch einmal ein Hotel gewesen. Wir hatten uns das Gebäude vom Strand aus angesehen, aber keine Aktivitäten von Menschen entdecken können.

Aber dieses Biotop sah wirklich exotisch und dicht bewachsen aus. Ich beschloss, das Gelände in den letzten Tagen unseres Aufenthalts noch genauer zu beobachten, schließlich kamen auch die Silberwangen-Hornvögel aus dieser Richtung und die Weißkehlmeerkatzen kletterten jeden Morgen von dort über die Außenmauer.

In den Tagen davor hatte ich auf dem Gelände eine Zimtracke entdeckt und auf einem großen Baum einen Braunbrust-Bartvogel. Das waren schon exotische Vögel, von denen ich vorher noch nie gehört hatte. Also beschloss ich, gezielt das Biotop an der Mauer zu beobachten. Und ich wurde wieder von der kenianischen Natur überrascht.

Zunächst entdeckte ich auf dem üblichen Platz an der Palme eine Art großen Eisvogel. Die afrikanischen Eisvögel sind wesentlich größer als unsere einheimischen. Der Vogel auf der Palme war ein Braunkopfliest. Während ich den Braunkopfliest fotografierte, tauchte auf der Mauer noch ein weiterer, nicht weniger exotischer Vogel auf. Dieser hatte rote Augen, gestrichelte weiße Federn am Kopf und einen kräftigen Schnabel. Ich kannte die roten Augen von den Bienenfressern und vermutete eine Verwandtschaft. Vielleicht war es noch eine andere Rackenart. Ich lag damit völlig falsch. Es handelte sich um einen Weißbrauenkuckuck.

Während ich mit dem Kuckuck beschäftigt war, hatte sich der Braunkopfliest in das Biotop verzogen und nutzte dort einen kahlen Baum als Ansitz. Zum Glück konnte ich diesen vom Hotelgelände noch einsehen. Denn dort hielt sich nicht nur der Braunkopfliest auf, sondern auch braune Vögel mit sehr langen Schwanzfedern. Länger als ihre eigene Körperlänge. Es waren mehrere Braunflügel-Mausvögel.

Als ich dann auf einem Palmblatt noch einen weiteren Vogel fotografierte, hatte ich schon wieder einige Vogelarten mehr auf meiner Liste. Der letzte Vogel stand allerdings schon darauf. Bei genauerer Betrachtung des Fotos erkannte ich, das es sich um einen Graubülbül handelte. Einen häufigen Vogel in der Umgebung. Diesen hatte ich schon am ersten Tag im Hotel entdeckt.

Und dieser war als Ausnahme nicht exotisch, sondern eine graue Maus im Vergleich zu den anderen Vögeln. Doch damit konnte ich nach dieser Vielfalt wirklich gut leben.

Biotop am Diani Beach
Auch der Braunkopfliest nutzt die Palme als Sitzplatz
Biotop am Diani Beach
Der Braunkopfliest ist ein relativ großer Eisvogel ( 22 cm groß )
Der Trauerdrongo nutzte die Palme jeden Tag, um dort Insekten zu jagen.
Biotop am Diani Beach
Der Hagedasch oder auch Hadada Ibis war nur an einem Tag zu sehen
Biotop am Diani Beach
Die anderen Vögel nutzen andere Bereiche des Biotops. Wie diese Zimtrace
Beosnders auffällig bei der Zimtracke, der gelbe Schnabel
Biotop am Diani Beach
Ebenfalls ein sehr auffälliger Vogel, der Weißbrauenkuckuck
Der Weißbrauenkuckuck sieht eher aus wie ein Greifvogel
Biotop am Diani Beach
Der Braunbrust-Bartvogel fällt durch seinen roten Kopf und den kräftigen Schnabel auf
Biotop am Diani Beach
Ein sehr häufiger Vogel, der Graubülbül
Biotop am Diani Beach
Beeindrucken durch ihre sehr langen Schwänze, die Braunflügel-Mausvögel
Ein sehr markanter Vogel, der Braunflügel-Mausvogel