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Nestbau im Garten

In den letzten Tagen ist so richtig überall der Frühling zu spüren und vor allem auch zu hören! Waren es erst nur die Amseln und die Meisen die man jeden Tag hörte, ist es jetzt ein ganzes Vogelkonzert. Heute konnte ich im Garten die erste Singdrossel hören und fotografieren. Ein wahrer Meistersinger! Niemand singt wohl lauter als sie. Und die Singdrossel ist schon kräftig dabei Zweige zu sammeln, um ein Nest zu bauen.

Der Nestbau im Garten macht Spaß

Zu meiner Freude konnte ich auch sofort einen männlichen Grünfink im Garten entdecken, der Zweige sammelte. Die Grünfinken bauen ein Nest in unserem Garten! Also hat sich die Fütterung über den Winter schon doppelt gelohnt. Nicht nur das die Futterstation viele Vögel angelockt hat, sie fühlen sich so wohl, das sie bleiben wollen!

Und ausgerechnet die Grünfinken, die mich den Winter über immer etwas geärgert haben. Haben sie doch schon jedes Mal die Flucht ergriffen, wenn ich nur in der Nähe war. Und jetzt baut das Paar ein Nest in der großen Eibe. Zumindest fliegen sie dort immer mit Nistmaterial hinein. Sie sind aber auch wirklich sehr schüchtern. Während die Erlenzeisige minutenlang an der Futterstation sitzen, trauen sich die Grünfinken immer nur ganz kurz in die Nähe, wenn ich da bin. Sonst sind sie aber weniger schüchtern und vertreiben die kleineren Erlenzeisige sofort. Besonders das sehr große Männchen wirkt fast riesig neben den kleinen Erlenzeisigen. Ich hoffe auf eine erfolgreiche Brut und werde die Futterstation auch weiter befüllen. Bis Ostern hatte ich das sowieso geplant. Vielleicht gibt es später dann ein paar kleine Grünfinken im Garten.

Die Heckenbraunelle

Die Heckenbraunelle ist eher unscheinbar und hat ihren Namen absolut zu recht. Man sieht sie fast immer im Schutz von einem Gebüsch oder einer Hecke. Im Garten geht sie nie an die Futterstation, sie nimmt nur das Futter vom Boden oder die Reste die auf den Boden gefallen sind. Jahrelang habe ich keine Heckenbraunelle gesehen, bis eine das erste Mal an die Futterstation kam.      Wir sind die Neuen

In den letzten Wochen verfolgen mich die Heckenbraunellen ähnlich wie die Meisen und die Rotkehlchen. Ich sah mehrere am Baldeneysee, am Sonntag kam sogar ein Pärchen in den Garten und am Montag sah ich eine beim Joggen.

Gestern zeigte sich die Heckenbraunelle dann im Garten von ihrer auffälligsten und ihrer bekanntesten Seite. Sie suchte erst nach Futter und flog dann hoch auf eine Sitzwarte, auf die Spitze eines Baumes. Und sie fing an zu singen. Auf einmal war die Heckenbraunelle überhaupt nicht mehr unscheinbar und still. Sie ist ein ganz hervorragender Sänger. So habe ich sie damals als Kind das erste Mal gesehen. Da ich sie nicht direkt von einem Spatz unterscheiden konnte, musste ich in meinem Bestimmungsbuch von Jürgen Nicolai nachsehen. Seitdem hat sich viel verändert. Ich kann eine Heckenbraunelle sofort erkennen und von einem Spatz unterscheiden. Leider aber auch deshalb, weil es bei uns keine Spatzen mehr gibt! Ich habe dieses Jahr noch keinen Spatz gesehen. Und das, obwohl zur Futterstation fast alle Vögel der Umgebung kommen. Sogar Vögel die früher die Nachbarschaft gemieden haben. Wir sind begeistert davon, was im Garten los ist. Und ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich denke, das alles positiv ist. Ich muss dann nur an die Spatzen denken und weiß wieder, das es nicht so ist.

 

Eiswind

Heute ist der meteorologische Frühlingsanfang. Und wir werden wieder eine eiskalte Nacht hinter uns haben. Den kältesten Tag dieses Jahres haben wir dann schon hinter uns. War es in den letzten Tagen schon kalt, hat der auffrischende Wind gestern auch tagsüber für Temperaturen um -8 Grad gesorgt. Die Nacht davor hat in Kalterherberg in der Eifel Temperaturen von bis zu -22 Grad gebracht. Da hat der Ort seinem Namen alle Ehre gemacht.

Ich hatte mich auf diese Temperaturen schon in den letzten Tagen gut vorbereitet. Aber gestern fand ich es durch den eisigen, böigen Wind einfach nur noch unerträglich. Ich hoffe die Singvögel und alle anderen Tiere überstehen die letzten kalten Stunden noch gut, bis die Temperaturen ab Freitag wieder steigen. Die Singvögel haben mir in den letzten Tagen manchmal sehr leid getan und ich habe an der Futterstation im Garten nochmal eine Extraportion Futter auf den Steinen verteilt. Gestern waren bis auf das Kohlmeisenpaar, das jeden Tag dort ist, kaum Vögel im Garten zu sehen. Es war wohl hoffentlich einfach nur zu kalt. Denn am Dienstag haben sich alle nochmal kräftig bedient. Neben dem Kohlmeisenpaar waren auch die zwei Grünfinken und die Buchfinken wieder da. Auch irgendwie immer Paarweise, nur das Rotkehlchen ist immer alleine zu sehen. Es bediente sich wie die Ringeltaube unten auf den Steinen.

Am Montag sah ich das erste Mal einen Zaunkönig in der Nähe der Futterstation. Eigentlich sind diese Vögel ständig in Bewegung. Aber die Kälte schien den kleinen Zaunkönig fast ein wenig zu lähmen. Er versteckte sich dann etwas in einem Lebensbaum. Vielleicht hat er auch etwas vom Futter genommen und den Winter dann bald überstanden.

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