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Im Reich des Rotmilans

Im Reich des Rotmilans

Im Reich des Rotmilans – Das Hügelland rund um Langenberg

Das Reich des Rotmilans ist das Hügelland der Elfringhauser Schweiz. Ich habe jetzt schon einige Male über unseren Langenberger Rotmilan berichtet. Er ist sozusagen der Charaktervogel, der markanteste Vogel der Landschaft. Hier gibt es keine Störche oder Eisvögel. Die häufigsten Greifögel sind die Mäusebussarde, aber wo es keine Adler gibt, ist eindeutig der Milan der König der Lüfte.

Zwei stadtbekannte Rotmilane

Genauer gesagt sind es sogar zwei Rotmilane die in Langenberg zu sehen sind. Ob es sich dabei um ein Paar handelt, ist nicht bekannt. Die Rotmilan-Paare sind das ganze Leben lang zusammen. Aber mehr als zwei Rotmilane waren bis jetzt nie zu sehen. Die beiden sind durchaus stadtbekannt und nicht selten das Gesprächsthema bei einem Spaziergang. Im Moment versuche ich den Tipps aus den Gesprächen zu folgen und das Revier der Rotmilane zu erkunden. Meistens sieht man Rotmilane nur im Flug, sie sind wirklich häufig in der Luft. Bei der Nahrungssuche können sie an einem Tag bis zu 12 Kilometer zurücklegen. Dabei kann man sie gut beobachten und verfolgen, aber einen Rotmilan auf einem Baum oder dem Boden zu finden ist äußerst schwierig.

Aber im Reich des Rotmilans gibt es auch noch andere Greifvögel, die in den letzten Wochen auf sich aufmerksam gemacht haben. Einige Male waren Sperber bei ihren Balzflügen zu sehen. Während der Balzzeit schrauben sich die sonst so schnellen Jäger aus Bodennähe über die Baumwipfel in der Thermik nach oben und sind kurzzeitig beim Segeln zu beobachten.

Projekt Rotmilan

Die Mäusebussarde machen sowieso immer auf sich aufmerksam, weil sie  einfach am häufigsten sind. In einem Tal kann man bis zu fünf Exemplare sichten. Und weil sie eben auch immer offen auf Zaunpfählen und Masten sitzen. Oft auch direkt an der Straße.

Nach einem Gespräch mit einem Langenberger, der schon etwas länger dort wohnt als ich, tun das die Rotmilane auch. Oben an dem Feld am Hordtberg mit der tollen Aussicht über die Hügel und Langenberg. Mein Ziel für die nächsten Wochen ist es jetzt, einen Rotmilan auf einem Zaun oder Zaunpfahl zu fotografieren. Aber da ist Geduld gefragt und  das kann wirklich dauern. Es gibt dort oben wirklich viele Zaunpfähle, aber wann ein Vogel dort auftaucht, das ist reine Glückssache. Seit einer Woche habe ich den Rotmilan nicht mehr gesehen. Es ist Brutzeit und ein Vogel hat alle Freiheiten sich zu bewegen. Da ist Ausdauer gefragt, aber ich vertraue auf die Tipps der Anwohner.

Nachwuchs beim Schwarzmilan

Nachwuchs beim Schwarzmilan

Ein neues Gesicht bei den Schwarzmilanen an der Ruhr

An der Kiebitzwiese gibt es Nachwuchs beim Schwarzmilan. Nachdem ich in letzter Zeit oft über den Rotmilan berichtet habe, wollte ich einmal wieder seinen Verwandten den Schwarzmilan besuchen. An der Kiebitzwiese gibt es ein Schwarzmilan-Paar, das ich letztes Jahr entdeckt habe. Einige kennen es vielleicht von meinen Beiträgen aus dem letzten Jahr.  ==> Auge in Auge

Zweimal Nachwuchs beim Schwarzmilan

Die beiden Altvögel kann man sehr gut erkennen und unterscheiden. Gestern konnte ich ein neues Gesicht fotografieren. Einen Jungvogel von diesem Jahr. Letztes Jahr konnte ich den Nachwuchs leider nicht fotografieren. Deshalb bin ich froh, wenigstens einen der beiden Jungvögel von diesem Jahr fotografiert zu haben. Letztes Jahr hatte das Paar auch mindestens zwei Jungvögel aufgezogen. Meistens legen Schwarzmilane nur 2 bis 3 Eier, von denen zuletzt geschlüpfte Nachwuchs meist nicht überlebt.

Der Schwarzmilan ist viel enger an das Wasser gebunden, als sein Verwandter der Rotmilan. Deshalb hat der Schwarzmilan an der Ruhr und am angrenzenden Mendener Ententeich ein optimales Revier gefunden. Zwischen der Ruhr und dem Ententeich steht der Ansitzbaum der Schwarzmilane.

Zuerst sah ich einen Alt- und Jungvogel im Flug über der Kiebitzwiese. Es war, als wollte der Altvogel dem Nachwuchs noch zeigen wie man die Thermik nutzt. Schnell stiegen sie sehr hoch. Das hatte ich bei Schwarzmilanen so noch nicht gesehen. Sind sie doch sonst immer im niedrigen Suchflug über Wasser oder Feldern zu sehen.

Später konnte ich dann den Jungvogel auf dem Ansitzbaum an der Ruhr fotografieren. Manchmal versammelt sich die ganze Familie dort. Der Horst wird vermutlich irgendwo im Wald um den Ententeich liegen. Die Jungvögel werden nächstes Jahr nicht wieder in das Revier ihrer Eltern zurückkehren. Sie müssen sich ein eigenes Revier suchen.

Wenig aktive Jungstörche

Eigentlich wollte ich anderen Nachwuchs fotografieren. Den Nachwuchs der Weißstörche auf dem Storchenmast. Aber der Nachwuchs lag die ganze Zeit windgeschützt im Nest und ist noch lange nicht flügge. Auch die Altvögel ließen sich in der Zeit nicht blicken und so blieb es bei liegenden Jungstörchen im Nest.

Die drei Jungvögel des Haubentaucher-Paares sind kräftig gewachsen. Allen Dreien geht es gut, ich konnte nur nicht alle auf ein Foto kriegen.

 

Der Rotmilan – Der König der Flieger ist bedroht

Der Rotmilan - Der König der Flieger ist bedroht

Auge in Auge mit dem Rotmilan, Spannweite 1,60 Meter

Gestern hat mich Herr Dr. René Sternke gebeten, seine Petition zu unterstützen. Der Rotmilan, der König der Flieger ist bedroht. Die Petition soll in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern eingebracht werden.

Der Rotmilan ist ein Greifvogel, etwas größer als ein Mäusebussard. Er ist hauptsächlich in Landschaften zu Hause, die von der Landwirtschaft geprägt wurden. Als herausragender Segler kann er dort die Aufwinde über den Feldern und Wiesenflächen nutzen. Als exzellenter Flieger verbringt er die meiste Zeit des Tages in der Luft und sucht die Gegend nach Beute ab. Nur sehr selten sieht man ihn irgendwo sitzen.

Bedroht durch Landwirtschaft und Windräder

Er ist durch die intensive Landwirtschaft und Windräder bedroht. Die Windräder sind für ihn als Flieger ein bewegliches Hindernis in der Luft. Viele Rotmilane werden zu Opfern der Rotorblätter. Da die Windräder sehr häufig an exponierten, offenen Orten mit guten Windverhältnissen stehen. Es muss in Zukunft berücksichtigt werden, das Windräder nicht an Orten gebaut werden, an denen viele Greifvögel fliegen. Und das Gelände unter den Windrädern muss so gestaltet werden, das sich dort keine Beutetiere aufhalten.

Das Hauptvorkommen des Rotmilans in Europa ist in Deutschland. Es gibt zwischen 10.000 und 13.000 Brutpaare in Deutschland. Damit ist der Schutz des Rotmilans von internationalem Interesse und eine nationale Aufgabe. Diese muss unterstützt und umgesetzt werden!

Ich folge hier dem Beispiel meines Kollegen Jürgen Thier von Linsenfutter https://linsenfutter.wordpress.com/ , der die Idee hatte, die Petition mit einem Beitrag zu verdeutlichen und zu unterstützen. Hier der Link zu seinem Beitrag : Der Rotmilan … in Gefahr

Hier geht es zur Petition :

Ich habe die Petition unterschrieben und hier nochmal die Bitte von Herrn Dr. René Sternke und der Link zur Petition :

Lieber Michael,
Ich bitte Dich, die Petition zur Rettung des Rotmilans zu unterschreiben und mir zu helfen, diese Petition zu verbreiten. Mehrere Fotografen haben mich bereits auf ihrer Homepage unterstützt (https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/06/19/starke-unterstutzer-fur-die-petition-zur-rettung-des-rotmilans/).
Hier ist der Link zur Petition “Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!”: http://chng.it/N9XMrks9
Der Begründung auf der Petitionsseite kannst Du entnehmen, warum ich diese Petition lanciert habe.
Herzliche Grüße
René

Unterschreibt die Petition damit der Rotmilan, der König der Flieger uns erhalten bleibt!

Der Rotmilan

Der Rotmilan, ein Greifvogel den ich in meinen Beiträgen über den Haarstrang und die Kiebitzwiese zwar immer erwähnt, aber nie gezeigt habe. Das hat den Grund, dass er ein exzellenter Flieger und Gleiter ist und man ihn praktisch nur in der Luft sieht. Dabei werden ihn viele schon einmal gesehen haben. Seine langen, schmalen Flügel und der stark gegabelte Schwanz sind unverkennbar.

Da der Rotmilan einen großen Teil des Tages mit kilometerlangen Flügen verbringt, kommt es sehr selten vor das man ihn ruhend sieht. Er ist bei diesen Flügen auf der Suche nach Nahrung. Im Suchflug geht es in geringer Höhe über die offene Landschaft. Deshalb sitzt er auch nie an. Daher sind Beobachtungen von Verhaltensweisen auch kaum möglich.

Außer das er wie viele exzellente Flieger auch einige Dinge im Flug erledigt. Wie seine Krallen zu überprüfen.

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