MonatApril 2021

Im Leben eines Mäusebussards

Im Leben eines Mäusebussards

Im Leben eines Mäusebussards: Im Winter muss man sich auch als Greifvogel aufplustern, damit man warm bleibt.

Im Leben eines Mäusebussards passiert nicht so viel, könnte man vielleicht meinen. Sie sitzen häufig auf einem Pfahl oder Baum. Man sieht sie neben Straßen und Autobahnen sitzen und auf Verkehrsopfer warten. Ziemlich langweiliges Vogelleben. Sie ziehen nicht in den Süden und sind auch keine sozialen Schwarmvögel. Aber dadurch, dass sie Standvögel sind und uns im Winter nicht verlassen, kann man sie das ganze Jahr über beobachten.

Man sieht sie immer wieder und bekommt einiges mit von ihrem Leben. Auf die Idee zu diesem Beitrag kam ich, als ich vor knapp zwei Wochen an einem Nachmittag gleich mehrere Beobachtungen mit Mäusebussarden machen konnte. Es kann sogar innerhalb von Stunden einiges im Leben eines Mäusebussards passieren!

Mäusebussarde werden gehasst

Schon auf dem Weg den Hordtberg hoch, sah ich zwei Mäusebussarde zusammen am Himmel kreisen. Es ist Balzzeit und da hatte sich vielleicht schon ein Paar gefunden. Etwas später sah ich einen Mäusebussard, der auch nicht allein war. Allerdings hatte er ziemlich lästige und aggressive Begleitung. Zwei Rabenkrähen hassten den Bussard und verfolgten ihn im Flug. Sie wollten ihn verjagen und eine Krähe verfolgte ihn über eine ganze Strecke und der Mäusebussard verzog sich in ein Seitental und versteckte sich erstmal in einem Baum. Erstmal Ruhe vor den Rabenkrähen haben, war in diesem Moment wohl seine Absicht.

Balzflüge? Sie fliegen zusammen

Später konnte ich noch ein anderes Schauspiel am Himmel beobachten. Fünf Mäusebussarde sammelten sich und flogen zusammen über dem Tal. Ob es sich dabei um Balzflüge handelte kann ich nicht sagen. Sie versuchten sich gegenseitig im Flug immer sehr nahe zu kommen, das man denken konnte, sie wollten sich berühren. Da einige Mäusebussarde kleiner wirkten, könnte es sich aber vielleicht auch um eine Familie gehandelt haben. Ein Paar mit drei Jungvögeln aus dem letzten Jahr wäre anhand der Größenverhältnisse durchaus möglich gewesen.

Am Hordtberg hatte letztes Jahr ein Paar gebrütet und mindestens zwei Jungvögel großgezogen. Diese Jungvögel konnte ich ein paar Mal beobachten. Vielleicht waren es ja auch drei Jungvögel die sich nun am Himmel mit ihren Eltern getroffen hatten.

Aber das ist nur eine Spekulation, die Flugshow der fünf Bussarde war trotzdem sehr faszinierend. Das ganze war so spannend, das sich auch noch ein Sperber hinzugesellte, der wohl ebenfalls die günstige Thermik zum Segeln nutzen wollte. Da wollte jeder einmal zeigen, wie gut er fliegen kann. Im Leben eines Mäusebussards passiert eben doch so einiges!

Frohe Ostern 2021!

Frohe Ostern 2021

Frohe Ostern 2021: Die schönen Augenblicke in der Natur genießen

Ich wünsche allen Lesern frohe Ostern! Bleibt gesund und habt noch schöne Feiertage. Und immer positiv denken, denn überraschenderweise wird auch am Ostersonntag weiter geimpft. Vielleicht sieht dann in ein paar Wochen alles besser aus und spätestens nächstes Jahr haben wir wieder normale Feiertage mit der Familie.

 

Neue Vogelarten im März 2021

Vogelarten im März

Vogelarten im März: Ein Gartenbaumläufer

Auch im März lief es gut mit den Sichtungen von neuen Vogelarten. Ich konnte im Garten die ersten Distelfinken sichten. Normalerweise kommen sie erst später im Jahr in den Garten. In den letzten Jahren immer erst im Juni. Auch einen Gartenbaumläufer fotografierte ich durch das Küchenfenster. Ich vermute mal, das es ein Gartenbaumläufer ist, da ich ihn nicht eindeutig mit allen Merkmalen von seinem Verwandten dem Waldbaumläufer unterscheiden kann.

Der Distelfink und der Gartenbaumläufer sind meine Nr. 40 und 41 für dieses Jahr. Auch weitere Zugvögel sind im März aus dem Winterquartier zurückgekehrt. Die Hausrotschwänze sind wieder am Bauernhof zu sehen und die Bachstelzen sind auf den Wiesen zu sehen. Die Rückkehr der Störche und Schwarzmilane habe ich schon im letzten Beitrag erwähnt. Auch die Rohrammer an die Kiebitzwiese zurückgekehrt.

Die letzte Sichtung im März war ein Vogel, den ich häufig immer nur aus großer Entfernung sehe, da er auch sehr scheu ist. Den Grünspecht sah ich diesmal aus großer Entfernung auf einem Baum sitzen. Er ist meine Vogelart Nr. 49.

Gute Tage im März!

In den letzten Tagen war sehr viel Bewegung bei den Vögeln festzustellen. Die Balz und das Markieren der Reviere durch die Männchen lenkt sie etwas ab. Wenn man sich auf das Singen und präsentieren konzentriert, hat man weniger Aufmerksamkeit für den Fotografen. So sind mir einige Vögel vor die Kamera geflogen und ich konnte tolle Belegfotos von bereits gesichteten Arten machen. Unter anderem von der Schwanzmeise und der Goldammer.

Und endlich habe ich einen der Spatzen erwischt! Der männliche Haussperling ist zwar nicht gut getroffen, aber Hauptsache ich habe sie einmal gesehen und nicht nur gehört!

 

Die Rückkehrer an die Kiebitzwiese

Rückkehrer an die Kiebitzwiese

Rückkehrer an die Kiebitzwiese: Das Storchenpaar hat das Nest besetzt. Die neue, aber altbekannte Storchendame ist am Bein beringt.

Über die wichtigsten Rückkehrer an die Kiebitzwiese möchte ich nach meinem Besuch am Freitag berichten. Für das meiste Interesse sorgt wie immer die Rückkehr der Störche. Das Storchennest ist auch dieses Jahr wieder sehr umkämpft. Diesmal sind nicht die Nilgänse die Hauptkonkurrenten des Storchenpaares, sondern die eigenen Artgenossen. Andere Weißstörche haben schon versucht das Nest zu übernehmen. Sie wurden aber vom Paar erfolgreich vertrieben. Zuvor musste aber auch beim Paar noch einiges geordnet werden. Denn Nachforschungen ergaben, das sich erst eine neue Storchendame zum Männchen gesellt hatte. Als dann die Partnerin vom letzten Jahr verspätet eintraf, wurde die neue Dame natürlich sofort vertrieben.

Das Storchenpaar vom letzten Jahr

Ob er dann auch noch Ärger bekommen hat wegen dem Partnertausch, das bleibt ein Geheimnis.

Man konnte die altbekannte Storchendame an ihrer Beringung identifizieren. Das Paar vom letzten Jahr hat jetzt das Nest wieder fest im Griff. Hoffen wir, dass es bald wieder Nachwuchs gibt.

Ein anderes Paar, das gegen Mitte März an die Kiebitzwiese zurückgekehrt ist, ist das Schwarzmilan-Paar. Zumindest konnte ich zwei Schwarzmilane beobachten. Da ich das Nest trotz der guten Bedingungen nicht entdecken konnte. Die noch kahlen Bäume geben einen guten Einblick in den Auwald. Dort muss sich irgendwo der Horst der Schwarzmilane befinden. Sie haben in den letzten Jahren jeweils zwei Jungvögel großgezogen.

In den kahlen Bäumen konnte ich gut einen Schwarzmilan entdecken. Auch den Mendener Ententeich auf der anderen Ruhrseite kann man ohne Blätter auf den Bäumen noch einsehen. Der Schwarzmilan flog einige Runden über dem Teich. Der Horst der Milane liegt aber vermutlich noch weiter vom Ruhrufer entfernt. Ich freue mich über die Rückkehrer an die Kiebitzwiese und hoffe das sie auch dieses Jahr wieder tolle Bilder bringen. Der Start war schon ganz gut!

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