Schlagwort: Greifvögel

Der Rotmilan

Der Rotmilan, ein Greifvogel den ich in meinen Beiträgen über den Haarstrang und die Kiebitzwiese zwar immer erwähnt, aber nie gezeigt habe. Das hat den Grund, dass er ein exzellenter Flieger und Gleiter ist und man ihn praktisch nur in der Luft sieht. Dabei werden ihn viele schon einmal gesehen haben. Seine langen, schmalen Flügel und der stark gegabelte Schwanz sind unverkennbar.

Da der Rotmilan einen großen Teil des Tages mit kilometerlangen Flügen verbringt, kommt es sehr selten vor das man ihn ruhend sieht. Er ist bei diesen Flügen auf der Suche nach Nahrung. Im Suchflug geht es in geringer Höhe über die offene Landschaft. Deshalb sitzt er auch nie an. Daher sind Beobachtungen von Verhaltensweisen auch kaum möglich.

Außer das er wie viele exzellente Flieger auch einige Dinge im Flug erledigt. Wie seine Krallen zu überprüfen.

Rückblick auf den Sommer

Das ist ja mal wieder typisch, werden einige jetzt vielleicht denken. Da gibt es das erste kühlere Wochenende mit ein paar kräftigen Schauern und schon erkläre ich den Sommer für beendet und mache einen Rückblick. Ich weiß natürlich das dieser Jahrhundertsommer in den nächsten Tagen nochmal durchstartet und ein Freund von Rückblicken bin ich auch überhaupt nicht! Es geht jetzt auch gar nicht darum wie trocken und heiß der Sommer war. Sondern darum, das ich eine bestimmte Gruppe der Vögel über den Sommer besonders häufig gesehen und fotografiert habe. Gerade in den letzten Wochen sind sie immer auffälliger geworden : die Greifvögel. Haben sich viele Vögel wegen der Hitze und der Mauser sehr zurückgezogen, sah man die Greifvögel immer nach Beute ansitzen und am Himmel kreisen.

Ein Paradies für Greifvögel

Gerade an der Kiebitzwiese und am Haarstrang sind sie jeden Tag sehr zahlreich zu beobachten. Deshalb habe ich vor ein paar Wochen in einem Beitrag die schon damals mehr rhetorische Frage gestellt, ob das denn ein Paradies für Greifvögel ist.

Damals habe ich nur erwähnt das es am Haarstrang Uhus gibt. Ich konnte ja nicht ahnen, das ich den ersten Uhu an der Kiebitzwiese entdecken würde!

Und das ich eine Woche nach dem Beitrag die beiden wunderschönen Schwarzmilane an der Ruhr fotografieren würde. Hier der Link dazu : Auge in Auge

Ein Bestimmungsfehler

Und manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht! In dem Beitrag habe ich die Geschichte erzählt vom Ansitzbaum an der Ruhr, dem Eichelhäher und dem Sperber. Manche Vögel sind wegen ihrer Verwandtschaft schwer zu unterscheiden. Wie der Sperber und der Habicht. Wenn man beide nebeneinander sehen würde, wäre es einem ganz klar. Der Habicht ist viel größer und kräftiger. Ich hatte noch nie einen Habicht gesehen und schließe dann solche Tiere oft direkt aus. Aber als ich letzte Woche einen männlichen Sperber an der Kiebitzwiese sah, dämmerte es mir so langsam! Ein Sperber der auf 100 Meter Entfernung doppelt so groß aussah wie ein Eichelhäher, das war doch sehr unwahrscheinlich. Es handelt sich wahrscheinlich um einen männlichen Habicht auf dem Foto. Damit ist eine beachtliche Liste an Greifvögel an der Kiebitzwiese zu sehen! Den Uhu habe ich fast einen Monat nicht mehr gesehen. Er ist vielleicht abgewandert. Aber die Turmfalken, Baumfalken und den Sperber, Habicht, Mäusebussard, Schwarzmilan, Rotmilan und die Rohrweihe kann man regelmäßig an der Kiebitzwiese beobachten.

 

 

Der Neue an der Wiese

Heute habe ich tatsächlich den Uhu an der Kiebitzwiese wieder gesehen! Eine Woche ist es jetzt her, das ich ihn das erste Mal sah und es ist einiges passiert! Ich habe meine Sichtung den Ornithologen vom Kreis Unna gemeldet und habe die Rückmeldung bekommen, das es der erste Uhu an der Kiebitzwiese ist! Da bin ich schon stolz, das ich ihn entdeckt habe.

Ich hätte auch nicht erwartet ihn noch einmal zu sehen. Denn so viel Glück hat man eigentlich nicht. Diesmal saß er auch im vorderen Bereich der Kiebitzwiese, fast am Radweg. Der Platz war viel offener und sonniger. Trotzdem wurde er von anderen Vögeln nicht gehasst. Bei meinem weiteren Rundgang musste ich auch feststellen, das sein alter Schlafplatz an der Ruhr von Jugendlichen aufgesucht wurde. Sie haben dicke Seile am Baum befestigt, um sich damit auf die Ruhr hinaus zu schwingen. Das wird den Uhu wohl von dort vertrieben haben. Trotzdem denkt er sich wohl noch, das ist ein Ort zum bleiben. Er macht einen ruhigen Eindruck. Auf meinem Hinweg war er noch schläfrig, auf dem Rückweg dann aber schon wach. Die Kanadagänse auf der Ruhr wurden aufgeschreckt und flogen vorbei. Da ging sein Kopf nur noch hin und her und er verfolgte die Gänse mit den Augen.

Und dann drehte er den Kopf um 180 Grad und sah mich! Und er sah mich an, für eine ganze Weile. Um zu checken, wer ich denn wohl bin. Erkannt haben wird er mich wohl nicht. Und wenn doch, hätte er vielleicht gedacht, „Der schon wieder! Immer macht er Fotos!“

Er hat dann wieder weg gesehen. Er hat wohl gemerkt, das ist keine Gefahr. Und er hat seine Ruhe behalten. Wenn er sich vorgenommen hat zu bleiben, dann führt er wohl ein ziemlich offenes Leben! Ich hoffe er bleibt, denn als sein Entdecker fühle ich mich jetzt schon etwas mit ihm verbunden.

Der Uhu, mein großes Glück

Uhu

Der Uhu ist die größte Eulenart. Sein Körper ist massig und er hat einen großen Kopf mit großen, orangeroten Augen. Der Uhu erreicht eine Körperlänge bis zu 70 cm und kann zwischen 2,2 und 4,2 kg schwer werden. Die Weibchen sind wesentlich größer als die Männchen und die mitteleuropäischen Uhus sind deutlich kleiner als ihre Verwandten aus Nordeuropa. Ein ausgewachsenes Weibchen kann eine Flügelspannweite von 1,70 m erreichen.

Der Uhu, ein lautloser Jäger

Trotz der Größe und es massigen Körpers ist der Uhu ein lautloser und effektiver Jäger. Er kann Beutetiere bis zu einem Gewicht von 2,2 kg erlegen und transportieren. Neben seinem lautlosen Flug, der durch spezielle Federn in den Flügeln möglich ist, helfen ihm bei der Jagd auch seine scharfen Augen. Der Uhu ist ein Nachtjäger und kann in der Dunkelheit hervorragend sehen. Anders als seine Beute und auch andere Greifvögel. So gehören auch viele Greifvögel und andere Eulen zu seinen Beutetieren. Er jagt sehr erfolgreich auch Mäusebussarde und Habichte. Seine häufigste Beute unter den Eulen sind Waldkäuze und Waldohreulen. An Säugetieren erbeutet der Uhu Ratten, Hasen, Wildkaninchen, Mäuse und sogar Baum- und Steinmarder.

Seine kräftigen und großen Krallen helfen ihm dabei, so große und schwere Beute zu fangen und zu transportieren.

Einem so großen und massigen Greifvogel zu begegnen ist absolut beeindruckend. Von meiner ersten Begegnung mit einem Uhu werde ich später noch berichten.

Neue Lebensräume

Der Uhu war in Deutschland fast ausgestorben. Man hat ihn dann erfolgreich in der Eifel und im Harz ausgewildert. Auch im Bayerischen Wald sind immer wieder Uhus erfolgreich ausgewildert worden. Mittlerweile ist der Uhu aber auch in vielen anderen Gebieten Deutschlands wieder heimisch geworden. War er lange Zeit nur ein Bewohner der Alpen und der Mittelgebirge breitet er sich jetzt auch immer mehr im Flachland aus. Sogar unsere Städte und Industrieanlagen sind mittlerweile zu seinem Jagd- und Lebensraum geworden.

Das hat verschiedene Gründe. Der Uhu brütet in Deutschland häufig auf Felsen. Seltener benutzt er auch Horste von anderen Greifvögel. Nur selten brütet er auch am Boden. In Städten findet der Uhu teilweise Ersatzbrutplätze. So brütet er auch einmal an einem Schornstein von einem Kraftwerk oder in stillgelegten Industrieanlagen. Ein Uhu-Paar brütete mehrere Jahre auf der ehemaligen Zeche Ewald in Herten und zog dort ihre Jungen groß.

In den Städten und den ehemaligen Industrieanlagen findet der Uhu auch mehr Beutetiere als in der leergeräumten und intensiv genutzten Landschaft. Dort gibt es für viele Tierarten immer weniger Nahrung zu finden. Im Bereich der Städte gibt es viele Ratten, Wildkaninchen; Krähen oder Tauben als Nahrung für den Uhu. Mittlerweile gibt es in Deutschland wieder über 2000 Brutpaare. Damit ist der Uhu einer der wenigen Vögel die sich im Aufwind befinden und sich ausbreiten.

Mein großes Glück

Meine erste Begegnung mit dem Uhu war auch eher an einem ungewöhnlichen Ort und zu einer ungewöhnlichen Zeit. Es war ein Überraschungsmoment in der Mittagshitze der mir meine bisher besten Fotos gebracht hat! Ich ging an der Ruhr entlang und wollte wie immer Richtung Ansitzbaum der Greifvögel gehen. Und in den Schatten wollte ich auch! Es war ja schließlich der heißeste Tag des Jahres in NRW. Und ich wieder einmal Mittags unterwegs!

Als ich dann zu den ersten Bäumen am Ufer kam, habe ich mich erstmal etwas erschrocken, denn da saß ein schlafender Uhu! Auf einem Ast über dem Wasser! Ich war wahrscheinlich auch so erschrocken, weil ich da schon hunderte Male hingesehen habe und eben nie etwas da war. Und dann gleich so etwas Großes! Was auch nicht weg flog. Denn der Uhu war sehr schläfrig. Was auch sehr gut war, denn ich war sehr aufgeregt! Denn Uhus sind wirklich große, beeindruckende Tiere! Man hat Respekt vor ihnen. Die Klauen sind riesig und der Körper ist auch kräftig. Er saß vielleicht fünf Meter vom Weg entfernt und dann auch noch auf Augenhöhe. Da klopfte mir das Herz bis zum Hals und ich hatte Gänsehaut. Und vor allem die Vorstellung, das der Uhu die Augen aufschlägt und plötzlich wach und munter ist.

Einen wütenden Uhu auf der Entfernung wollte ich nicht erleben!

Aber die Hitze und die Tageszeit war auf meiner Seite. Der Platz über dem Wasser hatte wohl einen kühlenden Effekt. Vielleicht hatte er sich den Platz deshalb ausgesucht. Einmal ganz am Anfang öffnete er die Augen. Dann schlief er weiter. Ich machte ein paar Fotos, ging ein paar Schritte und fotografierte ihn von der Seite und durch die Blätter. Einfach mal die Perspektive wechseln. Ich wollte ihn auch nicht die ganze Zeit frontal beim Schlafen stören. Dann ging ich weiter Richtung Ansitzbaum. Erstmal beruhigen, runterkommen. Einem wilden Uhu so nah zu sein, war ein unbeschreibliches Gefühl und ein unglaubliches Glück! Ein großes Glück! Das nicht viele Menschen haben. Und wer hier schon länger meine Beiträge liest, der weiß, der Uhu gehört zu meiner Big Five. Aber ihm so nah zu sein, daran wäre nicht mal im Traum zu denken gewesen!

Nach einer Weile ging ich zurück. Der Uhu schlief immer noch. Ich machte noch ein paar Fotos, dann kam ein älterer Mann, der in der Ruhr baden wollte. Ich machte ihm ein Zeichen, das er leise sein soll. Und zeigte ihm den Uhu. Er war auch sehr beeindruckt und wir sprachen leise miteinander. Er war ein Naturfreund und versprach eine Stelle weit weg zu suchen. Als er weg war, bewegte sich der Uhu plötzlich und putzte sich im Halbschlaf! Dann schlief er weiter und drehte den Kopf Richtung Ruhr. Das war mein Zeichen. Es war genug. Ich bedankte mich bei ihm, für diese Momente. Und dann ging ich.

 

 

Schwarzmilan – Auge in Auge mit den Jägern der Lüfte

Schwarzmilan

Schwarzmilan – Auge in Auge mit dem Jäger der Lüfte

Auge in Auge mit dem Schwarzmilan. Gestern Abend war der Moment da. Vielleicht lag es am Mond, der schon am Nachmittag am blauen Himmel stand. Vielleicht am sehr warmen, fast windstillen Wetter. Letzte Woche hatte ich noch vom Paradies für Greifvögel geschrieben und dem Ansitzbaum. Seit gestern kann ich bestätigen, die Kiebitzwiese ist ein Paradies für Greifvögel!

Auge in Auge mit dem Schwarzmilan

Ich war Auge in Auge mit den beiden Schwarzmilanen. Ich stand an der Ruhr und die beiden saßen majestätisch am Ufer gegenüber und thronten über mir in ihrem Baum. In diesen tollen Momenten war das wirklich so. Denn ich konnte nicht hinüber, sie aber schon und sie hätten jeder Zeit wegfliegen können. Aber sie ließen mir die Zeit sie zu fotografieren. Und das ohne Deckung. Ich konnte sie sehen und sie mich!

Älterer und jüngerer Vogel

Und es hat sich auch ein Kreis geschlossen. Ende März habe ich die beiden in der Dämmerung auf einem Baum fotografiert und jetzt beide einzeln in ihrem Baum an der Ruhr. Und ich kann die beiden jetzt unterscheiden. Der kleinere und jüngere Milan hat braune Augen. Ein Zeichen für sein junges Alter und der Größere, Kräftigere hat gelbe Augen. Die Iris der Augen ändert sich erst ab dem 7. Lebensjahr von dunkelbraun zu gelb. Und auch das Gefieder läßt deutlich ein höheres Alter erkennen. Es könnte wegen der Größe ein Weibchen sein. Die jüngeren Schwarzmilane haben auch noch etwas helleres Gefieder.

Verwandter des Rotmilan

Der Schwarzmilan ist kleiner und gedrungener als der Rotmilan, aber größer als ein Mäusebussard. Er wird bis zu 58 cm groß und kann eine Spannweite bis zu 155 cm haben. Die Weibchen sind nur etwas größer als die Männchen. Das Gefieder ist schwarzbraun und der Schwanz nur schwach gegabelt und kürzer als beim Rotmilan. Der Schwarzmilan ist stärker an das Wasser gebunden und sucht über Flüssen und Seen nach kranken und toten Fischen, die er von der Wasseroberfläche aufnimmt. Er ist ein Opportunist, der deutlich mehr Aas frißt als der Rotmilan. Gerne sucht er seine Nahrung auch auf Abfallhalden. Er hält sich häufig an Seeufern und in Auenlandschaften auf. Aber auch Felder werden nach Nahrung abgesucht.

In Deutschland gibt es ca. 6400 Brutpaare. Er ist im ganzen Land verbreitet und kommt nur im Nordwesten und Südosten nicht vor. Das Brutpaar an der Ruhr hat bis jetzt jedes Jahr zwei Jungvögel großgezogen.

Nest im Plastikteilen und menschlichem Abfall

Leider gibt es auch im Paradies an der Ruhr Schwierigkeiten und Probleme. Das Weibchen hat etwas am Schnabel. Es könnte vielleicht sogar eine Nylon-Schnur sein, die sich dort verheddert hat. Vor zwei Wochen hatte sie das noch nicht gehabt. Aber wahrscheinlich hält der Schwarzmilan das weiße Plastikteil absichtlich im Schnabel, um es zum Nest zu bringen. Schwarzmilane kleiden gerne ihr Nest mit Plastikteilen und anderen menschlichen Abfällen aus.

Ab August beginnen die Schwarzmilane ihr Brutgebiet zu verlassen und ziehen in Richtung Winterquartier in Afrika. Dabei überqueren sie in großen Gruppen die Meerengen von Gibraltar und dem Bosporus. Sie ziehen aber auch über in Italien. Ab März kehren sie dann an ihre Brutgebiete zurück.

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Ein Paradies für Greifvögel?

Von den großen Greifvögeln gibt es in Westfalen nur den Uhu. Seeadler und Fischadler sieht man nur auf der Durchreise in unserer Region. Der Haarstrang und das angrenzende Ruhrtal sind aber durchaus ein Paradies für Greifvögel. Das Gebiet ist gut für Greifvögel, die die offene Landschaft, Felder und Thermik brauchen. Aber auch für die, die an Teichen und Flüssen ihre Nahrung finden.

Es ist ein Paradies für Greifvögel!

Und so kann man fast alle Greifvögel in dieser Region beobachten. Mäusebussarde, Wespenbussarde, Rot- und Schwarzmilane, Sperber, Habicht und sogar Rohrweihen. Auch die Falken sind hier vertreten. Man sieht im Moment aber wenig Turmfalken. Es scheint, als wäre es ein schlechtes Mäusejahr.

Später im Jahr sah ich auch noch einen Uhu an der Kiebitzwiese.

Ich bin im Moment häufig im NSG Kiebitzwiese an der Ruhr unterwegs. Anfang des Jahres konnte ich dort schon zwei Schwarzmilane fotografieren und mittlerweile sieht man dort fast jedes Mal Greifvögel. Oft nur in der Thermik kreisend, aber auch auf Bäumen an der Ruhr. Und ein abgestorbener Baum an der Ruhr scheint ein sehr beliebter Ansitzbaum zu sein. Hier nun meine Beobachtungen der letzten Wochen :

Der Schwarzmilan hält sich gerne in der Nähe von Gewässern auf. Viel lieber als der Rotmilan. Aber auch andere Greifvögel lieben den Ansitzbaum an der Ruhr :

Türchen Nr. 21

Türchen Nr. 21

Türchen Nr.  21

Türchen Nr. 21 : Eine ständige Begleiterin?

Natürlich darf auch sie nicht in der Liste der besten Fotos des Jahres fehlen. Das Turmfalken-Weibchen. Und um es schon einmal vorweg zu nehmen, sie wird auch noch einmal in der Liste auftauchen. Die Fotos sind einfach zu schön.

Wie ich schon damals berichtet habe, sehe ich sie fast immer, wenn ich in den Rieselfeldern bin. Und an diesem Tag war sie praktisch eine ständige Begleiterin für mich : Turmfalken-Weibchen

Sie sehe sie auch viel häufiger als das Männchen. Manche Tiere erkennt man durch ihr Aussehen immer wieder, wie zum Beispiel den weißen Mäusebussard.

Weißer Mäusebussard Türchen Nr. 6

Oder durch ihr Verhalten, durch ihre Ansitzbäume oder dadurch das man irgendwann durch ihre Reviere einfach ihre Aufenthaltsorte kennt. Und wenn man ganz viel Glück hat, dann findet oder kennt man ihr Nest. Und irgendwie baut man dadurch, das man sie immer wieder erkennt eine besondere Beziehung zu ihnen auf. Vielleicht sollte ich der Turmfalken-Dame einen Namen geben? Hat jemand vielleicht einen Vorschlag?

Türchen Nr. 21

Türchen Nr. 6

Türchen Nr. 6Türchen Nr. 6   Weißer Mäusbussard

Ein fast vollständig weißer Mäusebussard ist gar nicht so selten, wie man denken könnte. Überhaupt hat der Mäusebussard sehr viele Farbvarianten. Das wurde deshalb sogar schon in einer wissenschaftlichen Studie untersucht. Ob es vielleicht vom Gebiet abhängt oder den größeren Fortpflanzungschancen. So richtig hat man darauf keine Antwort gefunden. Da ich den Mäusebussard vorher nur mit dem ganz normalen, braunen Gefieder kannte, ist die weiße Variante für mich etwas besonderes. Und so passt dieser Mäusebussard auch wunderbar zum Winter

Türchen Nr. 6

- Mäusebussard in den Rieselfeldern bei Münster -

Das Turmfalken Weibchen

Da ich ziemlich häufig in den Rieselfelder bei Münster unterwegs bin, habe ich letztes Wochenende eine alte „Bekannte“ wiedergesehen. Das Turmfalken-Weibchen das dort sein Revier hat, habe ich nun schon mehrmals fotografiert. Sie hat wohl eine Vorliebe für Zaunpfähle. Sie benutzt sie nicht nur zum Fressen der Mäuse, sondern auch zum Ansitzen und lauern auf Beute.

Als ich sie das erste Mal sah, saß sie auf einen Zaunpfahl und flog von dort auf die Wiese und hatte tatsächlich auf dieser kurzen Entfernung die Maus gefangen. Anschließend flog sie den kurzen Weg zurück auf den Pfahl und präsentierte nicht nur ihre Beute, sie drohte auch in meine Richtung. Sie wollte ganz klar zeigen, das es ihre Maus ist! Das sieht man auf dem ersten Bild. Die weiteren Bilder sind vom letzten Wochenende. Wo sie nicht nur die Maus gefangen hat, sondern auch sonst sehr aktiv war und häufig zu sehen war. An der Beobachtungshütte am großen Stausee, am Aussichtsturm und an einem weiteren Teich.

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