Schlagwort: Greifvögel

Können Vögel gähnen?

Können Vögel gähnen?

Der Schwarzmilan am Ruhrufer gähnt

Ich wusste nicht, dass Vögel gähnen können. Erst als ich das Foto von dem Schwarzmilan sah, habe ich mich gefragt, können Vögel gähnen? Sie können es und für mich sieht das auf dem Foto auch so aus, als würde der Schwarzmilan gähnen und nicht schreien.  Vielleicht war ich ihm als Fotograf zu langweilig?

Können Vögel gähnen? Das Internet weiß mehr

Ich habe dann Informationen über das Gähnen bei Vögeln im Internet gesucht. Dabei fand ich unter anderem das Wellensittiche sich gegenseitig mit dem Gähnen anstecken können. Und jetzt stelle ich mir die amüsante Frage, wie ein Gähnen wohl bei  Störchen oder Pelikanen aussieht.

Ein alter Bekannter

Der Schwarzmilan ist ein alter Bekannter. Ich kenne ihn schon vom letzten Jahr. Er saß diesmal ein Stück weiter flussabwärts an der Ruhr. Ein paar Meter entfernt vom eigentlichen Ansitzbaum der Schwarzmilane. Wahrscheinlich ist es auch ihr Schlafbaum. Denn besonders häufig sieht man sie dort in den Abendstunden. Es war auch schon kurz vor 20 Uhr, also passte das Gähnen zur Tageszeit.

Er war ein dankbares Fotomotiv. Denn er sonnte sich, ordnete seine Federn und blickte gelassen über die Ruhr. Wenn man dann so viele Fotos schießt, sind beim Durchsehen oft Überraschungen dabei. Aber ein gähnender Vogel war bis jetzt nie dabei.

Der Schwarzmilan ist einer der Altvögel und gehört zum Jungvogel, denn ich vor kurzem fotografiert habe. Am Nachmittag hatte ich die beiden Altvögel zusammen mit dem Jungvogel noch im Flug gesehen. Sie schraubten sich in der Thermik immer weiter nach oben und verschwanden dann in Richtung Süden. Die Altvögel fliegen noch oft mit dem Jungvogel zusammen, als würden sie ihm noch Unterricht geben.

Andere Vögel meiden den Schwarzmilan nicht

Nachdem der Schwarzmilan sich gesonnt hatte, flog er doch weiter zum Ansitzbaum. Um seinen Stammplatz einzunehmen. Etwas später tauchten drei Graureiher auf, die wohl auch auf dem Baum schlafen wollten. Aber nur einer ließ sich auf dem Baum nieder. Andere Vögel haben selten Angst vor dem Schwarzmilan. Ich sah schon eine Taube, die sich direkt neben einen Schwarzmilan setzte. Sie sind auch einfach nicht die Beute des Schwarzmilans und wissen das wahrscheinlich auch. Als Aasfresser fängt er selten selbst Tiere und dann erst recht keine Vögel. Er versucht sogar eher anderen Greifvögel ihre Beute abzujagen.

So sassen der Graureiher und der Schwarzmilan zusammen auf dem Baum. Ob sie auch dort geschlafen haben, weiß ich nicht. Ich musste dann auch nach Hause.

 

Optimales Flugwetter für den Rotmilan

Optimales Flugwetter für den Rotmilan

Heute war optimales Flugwetter für den Rotmilan. Manchmal scheinen Vögel und Beitrage einen zu verfolgen. Vor kurzem habe ich Werbung für die Petition von Dr. René Sternke gemacht. ==> Der Rotmilan –  Der König der Flieger ist bedroht

Es geht um die Rettung des Rotmilan, dessen Bestand stark gefährdet ist. Ich habe versucht den Rotmilan näher vorzustellen und so die Wichtigkeit dieser Petition  noch zu unterstreichen.

Ein schöner Greifvogel

Und ich habe versucht, Sympathien für den Rotmilan zu gewinnen. Er ist ein sehr schöner Greifvogel und ein noch besserer Flieger. In meiner neuen Heimat, in Velbert-Langenberg, ist er neben dem Mäusebussard praktisch ein Charaktervogel der Landschaft. Beide Greifvögel sind exzellente Segler in der Thermik über den Hügeln und Tälern.

Beste Thermik bei heißem Wetter

Bei dem heißen Sommerwetter im Moment, haben sie die optimale Thermik. Und wenn dann auch noch der Bauer die Wiesen auf den Hügeln mäht, dann dauert es nicht lange und man kann einige Greifvögel bei Suchflügen über den Wiesen sehen. Durch die gemähte Wiese haben die Beutetiere ihre Deckung verloren. Meistens sind das Mäuse oder andere Nagetiere.

Auch wenn ein Feld abgeerntet ist oder gepflügt wurde, kann man schnell etliche Vögel beobachten, die dort nach Nahrung suchen. Manchmal ist der Mensch bei der Nahrungssuche doch sehr hilfreich.

Die gemähte Wiese zieht sie an

Die gemähten Wiesen haben neben einigen Mäusebussarden auch zwei Rotmilane angezogen. Und die drehten immer wieder ihre Runden über den Wiesen und den Tälern. Sehr gut für mich, so hatte ich viele Gelegenheiten die beiden zu fotografieren. Also auch optimales Wetter für den Fotografen. Und es sind sehr schöne Fotos entstanden, die den Rotmilan in seiner ganzen Schönheit zeigen.

Auch seine Flugfähigkeiten kann man auf den Fotos gut erkennen. Sein gegabelter Schwanz ist ein hervorragendes Steuer. Mal ist er eng gegabelt, dann breit gefächert. Oft wird der Schwanz im Flug schräg gestellt.

Keine leichte Aufgabe

Eines hat aber die Beobachtung der Rotmilane gezeigt, für einen Jäger ist es nicht leicht Beute zu finden und zu fangen. Die ganze Zeit waren die Rotmilane erfolglos auf der Suche. Ein Rotmilan hat irgendwann auf der gemähten Wiese kräftig zu gegriffen. Er flog mit einem Grasbüschel durch die Gegend. Ob sich darin auch etwas Fressbares befand, war nicht zu erkennen. Vielleicht war es auch nur Polstermaterial für das Nest.

Die Greifvögel haben es nicht leicht mit ihrer Beute und uns Menschen. Sie sind also keine grausamen Jäger, die andere Tiere in ihrem Bestand gefährden. Noch ein Grund mehr, sie zu schützen. Wer es noch nicht getan hat, sollte auf jeden Fall noch die Petition unterschreiben. Damit man ihn auch weiterhin beobachten kann, wenn es optimales Flugwetter für den Rotmilan gibt.

Der Rotmilan – Der König der Flieger ist bedroht

Der Rotmilan - Der König der Flieger ist bedroht

Auge in Auge mit dem Rotmilan, Spannweite 1,60 Meter

Gestern hat mich Herr Dr. René Sternke gebeten, seine Petition zu unterstützen. Der Rotmilan, der König der Flieger ist bedroht. Die Petition soll in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern eingebracht werden.

Der Rotmilan ist ein Greifvogel, etwas größer als ein Mäusebussard. Er ist hauptsächlich in Landschaften zu Hause, die von der Landwirtschaft geprägt wurden. Als herausragender Segler kann er dort die Aufwinde über den Feldern und Wiesenflächen nutzen. Als exzellenter Flieger verbringt er die meiste Zeit des Tages in der Luft und sucht die Gegend nach Beute ab. Nur sehr selten sieht man ihn irgendwo sitzen.

Bedroht durch Landwirtschaft und Windräder

Er ist durch die intensive Landwirtschaft und Windräder bedroht. Die Windräder sind für ihn als Flieger ein bewegliches Hindernis in der Luft. Viele Rotmilane werden zu Opfern der Rotorblätter. Da die Windräder sehr häufig an exponierten, offenen Orten mit guten Windverhältnissen stehen. Es muss in Zukunft berücksichtigt werden, das Windräder nicht an Orten gebaut werden, an denen viele Greifvögel fliegen. Und das Gelände unter den Windrädern muss so gestaltet werden, das sich dort keine Beutetiere aufhalten.

Das Hauptvorkommen des Rotmilans in Europa ist in Deutschland. Es gibt zwischen 10.000 und 13.000 Brutpaare in Deutschland. Damit ist der Schutz des Rotmilans von internationalem Interesse und eine nationale Aufgabe. Diese muss unterstützt und umgesetzt werden!

Ich folge hier dem Beispiel meines Kollegen Jürgen Thier von Linsenfutter https://linsenfutter.wordpress.com/ , der die Idee hatte, die Petition mit einem Beitrag zu verdeutlichen und zu unterstützen. Hier der Link zu seinem Beitrag : Der Rotmilan … in Gefahr

Hier geht es zur Petition :

Ich habe die Petition unterschrieben und hier nochmal die Bitte von Herrn Dr. René Sternke und der Link zur Petition :

Lieber Michael,
Ich bitte Dich, die Petition zur Rettung des Rotmilans zu unterschreiben und mir zu helfen, diese Petition zu verbreiten. Mehrere Fotografen haben mich bereits auf ihrer Homepage unterstützt (https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/06/19/starke-unterstutzer-fur-die-petition-zur-rettung-des-rotmilans/).
Hier ist der Link zur Petition “Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!”: http://chng.it/N9XMrks9
Der Begründung auf der Petitionsseite kannst Du entnehmen, warum ich diese Petition lanciert habe.
Herzliche Grüße
René

Unterschreibt die Petition damit der Rotmilan, der König der Flieger uns erhalten bleibt!

Der Rotmilan – (Milvus Milvus)

Rotmilan

Als exzellenten Flieger sieht man den Rotmilan fast nur in der Luft

Der Rotmilan – (Milvus Milvus) gehört zu den besten Fliegern unter den Greifvögel. Er bevorzugt offenes Gelände, das von kleineren Waldstücken und Gehölzen unterbrochen ist. Er ist hauptsächlich in Landschaften zu Hause, die von der Landwirtschaft geprägt wurden. Als herausragender Segler kann er dort die Aufwinde über den Feldern und Wiesenflächen nutzen und dort nach Beute suchen. Auch Hügellandschaften mit Tälern und Mittelgebirge sind seine Lebensräume. So ist er besonders häufig in der Eifel, wo die offenen Flächen der Hochebenen ideal für ihn sind.

Der Rotmilan – (Milvus Milvus) verwandt mit dem Schwarzmilan

In der Eifel kann man ihn auch in der Nähe der Talsperren beobachten. Und er kommt auch am Steinhuder Meer und auf Rügen vor. Er ist aber nicht so sehr an das Wasser gebunden, wie sein Verwandter der Schwarzmilan (Milvus Migrans). Ein weiterer Unterschied zum Schwarzmilan ist, das der Rotmilan – (Milvus Milvus) viel mehr selbst Beute jagt und nicht so viel Aas frißt.

Dabei ist sein Nahrungsspektrum sehr groß. Er frißt so wohl kleine Nagetiere, Insekten, Vögel, Fische und Reptilien.

In Deutschland verbreitet

Das Hauptvorkommen des Rotmilans in Europa ist in Deutschland. Es gibt zwischen 10.000 und 13.000 Brutpaare in Deutschland. Der Rotmilan ist etwas größer als der Mäusebussard und der Schwarzmilan.

Wie ich hier schon häufiger berichtet habe, ist auch der Haarstrang und die Soester Börde mit ihren landwirtschaftlichen Flächen ein idealer Lebensraum für ihn. Er kommt aber auch in der Hügellandschaft rund um Velbert-Langenberg vor. So konnte ich einen Rotmilan so wohl über dem Hordtberg als auch im Tal beobachten. Dabei flog der Rotmilan sogar dicht über die Häuser am Deilbach. Was ich von einem Rotmilan nie erwartet hätte.

Das tat er solange, bis ihn zwei Rabenkrähen entdeckten und ihn hassten. Sie jagten den Rotmilan so lange, bis er aus dem Tal weit nach oben geflogen war. Die Rabenkrähen können nicht nur zur Beute des Rotmilans werden, sie sind bei Aas auch seine Nahrungskonkurrenten. Und die Rabenkrähen sind um Langenberg sehr verbreitet.

Bedroht durch Windräder

Eine Gefahr für den Rotmilan sind auch die Windräder. Man sieht ihn oft in der Nähe der Windräder. Da diese in seiner bevorzugten Landschaft, auf offenen Flächen und Ebenen stehen. Und rund um die Windräder sind offene Wiesenflächen und Felder, auf denen der Rotmilan Nahrung suchen kann.

Deshalb wird jetzt darüber nachgedacht, Windräder nicht mehr an Orten zu bauen, wo sich die Greifvögel aufhalten. Und den Boden rund um die Windräder mit Kies und Steinen auszulegen, damit dort gar keine Beutetiere mehr leben können.

Der Kranich an der Kiebitzwiese

Der Kranich an der Kiebitzwiese

Der Kranich, ein Vogel des Glücks an der Kiebitzwiese

Seit ein paar Tagen ist der Kranich an der Kiebitzwiese in Fröndenberg an der Ruhr. Er ist wohl der letzte Kranich von einer Gruppe mit vier Kranichen, die an der Kiebitzwiese gerastet haben. Die anderen Kraniche sind wohl schon abgewandert. Und beim letzten Kranich fragt man sich jetzt, wie lange er noch zu Besuch sein wird. Noch gefällt es ihm wohl ganz gut auf der Kiebitzwiese.

Ständig auf Nahrungssuche

Die Kraniche nehmen das ganze Jahr über tierische und auch pflanzliche Nahrung zu sich. Während der Frühjahrsrast fressen die Kraniche fast ausschließlich Saaten. Was der Kranich auf der Kiebitzwiese zu sich nimmt, ist nicht zu erkennen. Jedenfalls ist er fast nur am Fressen. Und sucht sowohl den Rasen, als auch das hohe Gras ständig nach Nahrung ab. Vielleicht will er seine Energiereserven noch auffüllen, bevor er weiterfliegt.

Der Kranich gehört zu den größten europäischen Vögeln. Er kann bis zu 130 cm groß werden. Und eine Flügelspannweite von bis zu 245 cm erreichen. Als Zugvogel legt der große Strecken zurück und braucht viel Energie.

Der Kranich an der Kiebitzwiese

Das war das erste Mal, das ich einen Kranich so nah sehen und fotografieren konnte. Und dann noch am Boden. Sonst sieht man sie nur am Himmel vorbeiziehen. Oder mal kurz am Boden rasten.

Ebenfalls nur zu Besuch sind die Bruchwasserläufer die auch noch zu viert rasten. Eine Premiere für, die hatte ich vorher noch nie gesehen und die Nr. 66 für dieses Jahr.

Es gibt aber auch einheimische Zugvögel, die an der Kiebitzwiese zu Hause sind. Also nicht nur kurz zu Besuch sind. Ein alter Bekannter ist seit einem Monat aus dem Süden zurück. Einige von Euch kennen ihn vielleicht vom letzten Jahr, der Schwarzmilan ist wieder da! Das freut mich natürlich besonders. Ihn werde ich in den nächsten Wochen sicher beobachten.

 

Die Mäusebussarde vom Felderbachtal

Die Mäusebussarde vom Felderbachtal

Der weiße Mäusebussard überfliegt sein Revier

Für die Mäusebussarde vom Felderbachtal ist die hügelige Landschaft ein sehr guter Lebensraum. Sie können in der Thermik entlang der Hänge nach oben steigen. Dabei kann man sie oft beobachten.

Die Mäusebussarde an den Waldhängen

Seltener sieht man die Mäusebussarde auf den Bäumen sitzen. Sie haben keinen bevorzugten Ansitzbaum und sitzen oft weit entfernt an den Waldhängen. Dann muss man schon genau hinsehen, um sie zu finden.

Der weiße Mäusebussard

Einer der Mäusebussarde ist einer der fast weißen Form und deshalb etwas auffälliger. Ihn sieht man am häufigsten. Ein zweiter Mäusebussard ist deutlich brauner und nur an seiner Unterseite ist der Weißanteil etwas größer.

Ein Warnruf

Auffällig in den letzten Wochen war, das man die Mäusebussarde praktisch angekündigt bekam. Sobald sich einer der Mäusebussarde in die Luft schwang, ertönte immer wieder ein sehr lauter Warnschrei. Der Warnruf des Grünspechts! Dieser schallte durch das ganze Tal. Ohne das der Grünspecht auch nur einmal zu sehen war.

Auch am Wochenende war das wieder so. Versuchte der Grünspecht nur die anderen Vögel zu warnen, ging eine Rabenkrähe viel weiter. Sie hasste einen bräunlichen Mäusebussard und attackierte ihn immer wieder in der Luft.

Die Mäusebussarde vom Felderbachtal kann man bei gutem Wetter immer im Flug beobachten. Bei schlechtem Wetter sieht man sie eher selten oder muss sie in den Bäumen suchen. Nach den Bildern im Flug kann man vielleicht sagen, das es mindestens drei Bussarde sind. Wahrscheinlich gibt es in der Gegend aber viel mehr. In bevorzugten Lebensräumen ist die Dichte an Revieren oft sehr groß.

Jahresrückblick 2018

Jahresrückblick 2018

Der Uhu. Ich habe gelernt das er tagsüber sehr schläfrig und träge ist

Ich bin durchaus ein Freund von Jahresrückblicken. Nochmal auf tolle Erinnerungen zurückblicken. Letztes Jahr habe ich hier keinen Jahresrückblick gemacht. Dabei war es ein tolles Jahr. Alles war neu für mich und ich hatte viele tolle Beobachtungen und viele neue Sichtungen. Vieles davon wird sich nie wiederholen lassen, weil die Natur ständig im Wandel ist.

Mein erstes komplettes Beobachtungsjahr

Aber es war kein vollständiges Jahr, nicht beim Fotografieren und auch nicht beim Blog. Ich hatte erst später im Jahr gestartet. Das Jahr 2018 ist mein erstes komplettes Jahr. Einige tolle Beobachtungen aus dem Jahr 2017 fehlen mir. Dafür habe ich fantastische neue Beobachtungen gemacht. Fast schon unvorstellbare Momente, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Ich hatte das ganze Jahr über schon Vergleiche zum letzten Jahr gemacht. Um festzustellen, ob es Abläufe in der Natur gibt, die sich wiederholen. Es gibt tatsächlich einige Dinge, die sich wiederholen. Das sind vor allem die Zugvögel. Vieles wiederholt sich aber auch nicht.

Mein erster Jahresrückblick

Das Jahr 2018 fing sehr feucht an. Viele Wiesen standen noch unter Wasser, weil der Dezember 2017 sehr regenreich war. Hätte man geahnt wie trocken das Jahr werden würde, man hätte sich sehr gefreut über das Wasser. Dann kam Sturm Friederike und die Russland-Kälte. Aber dann war es ab April eigentlich nur noch warm oder sehr heiß und trocken.

Davon profitiert ein Vogel, der zu meinem Favoriten aufgestiegen ist : Der Bienenfresser. Ihn werde ich auch 2019 wieder verfolgen. In der kurzen Zeit, in der er bei uns ist.

Weitere meiner neuen Lieblinge zu Beginn des Jahres wurden die Schellente und der Zwergtaucher. Einige Favoriten von 2017 konnte ich wiedersehen, so z. B. die Kolbenente. Eine Streifengans sah ich dieses Jahr leider nicht.

Als Mann hat man irgendwie immer eine Schwäche für Raubtiere und Greifvögel. Ab März drängten sich die Greifvögel immer mehr in den Vordergrund. Sie waren wirklich die Vögel, die das Jahr bestimmt haben. Ich bin ihnen oft sehr nah gekommen. Und das ohne, das ich sie gezielt gesucht hätte. Ihnen gehörte deshalb dieses Jahr.

Schwarzmilan, Baumfalke, Habicht und Uhu. Ich hatte sie nie vorher fotografiert. Für immer unvergesslich wird mir die Begegnung mit dem Uhu bleiben. An einem der heißesten Tage überhaupt. Nie hätte ich gedacht ihm auf Augenhöhe und so nah zu begegnen.

Auch der Moment, wo ich das erste Mal einen Bienenfresser sah, wird für mich immer unvergesslich bleiben.

Hier folgen noch ein paar meiner Lieblingsfotos von diesem Jahr.

Ich hoffe nächstes Jahr geht alles gut weiter und danke Euch allen fürs Mitlesen und Folgen und Kommentieren.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Die Jagd an der Futterstation

Die Jagd an der Futterstation

Ein männlicher Sperber, mit wunderschönen Augen und orangener Sperberung war für die Jagd an der Futterstation verantwortlich.

Eigentlich hatte ich überlegt, diesen Beitrag die Weihnachtsvögel zu nennen. Aber dann gab es die Jagd an der Futterstation. Ein Sperber tauchte auf. Der lautlose und pfeilschnelle Jäger in unseren Gärten. Besonders im Winter folgt er den Kleinvögeln in unsere Gärten und jagt diese an unseren Futterstationen und Vogelhäusern.

Doch später mehr zu der Jagd an der Futterstation. Erst war eigentlich alles fast wie immer, einen Tag vor Weihnachten. Außer das wirklich viele Vögel im Garten unterwegs waren. Vielleicht hat das den Sperber angelockt.

Viele Trupps mit Singvögeln

Dabei ist mir aufgefallen, das die Singvögel oft in Trupps von mehreren Vögeln unterwegs sind. Die Meisen sowieso und auch die Finken. Die Kohl- und Blaumeisen sind oft zusammen unterwegs, aber auch die Buch- und Grünfinken sammeln sich und kommen dann gemeinsam zur Futterstation. So flogen dann einige Arten gemeinsam an der Futterstation ein.

Eine Kohlmeise und ein Grünfink waren gleichzeitig an der Futterstation. Die Buchfinken waren auch da. Ein Amselmännchen zeigte sich. Die Elster kam vorbei. Und dann das Rotkehlchen. Es saß eine Viertelstunde ganz ruhig und unbeweglich oben auf dem Lebensbaum. Ich konnte immer näher herangehen und stand schon auf dem Rasen. Die Meisen flogen schon über mich hinweg. Weil ich wohl in der Einflugschneise zur Futterstation stand.

Pfeilschnelle Jagd an der Futterstation

Es war viel los. Ich wechselte den Standort. Die Meisen waren an der Futterstation und das Rotkehlchen war hinten am Holzzaun. Das war gut für das Rotkehlchen, denn da war es in Sicherheit. Denn in diesem Moment schoß der Sperber lautlos um die Häuserecke und die Jagd an der Futterstation begann. Das ganze ging so schnell, das ich erst dachte, es wäre ein Eichelhäher. Der die anderen Vögel vertreiben wollte. Das war mein Gedanke. Erst beim zweiten Angriff auf die Futterstation erkannte ich den Sperber. Und ich sah das er erfolglos war. Die Meisen waren zu flink.

Der Sperber setzte sich dann kurz oben auf den Lebensbaum, wo vorher noch das Rotkehlchen gesessen hatte. Er blickte in Richtung der Futterstation und in meine Richtung. Dann war er auch schon so schnell wieder weg, wie er gekommen war.

Kindheitserinnerungen

Ein sehr aufregender Moment! Das letzte Mal hatte ich einen Sperber als Kind um die Häuserecken fliegen gesehen. Damals fing er eine Amsel. Die Meisen sind wohl zu flink gewesen. Bei einem Fink wäre es vielleicht einfacher für ihn gewesen. Erstaunlich für mich war, das er die selbe Lücke zwischen den Häusern wählte, wie der Sperber damals. Vielleicht eine gute Stelle.

Ich hatte sofort die Befürchtung, die Singvögel würden die Futterstation jetzt meiden für ein paar Tage. Aber ein paar Minuten später waren alle wieder da. Bis auf die ängstlichen Grünfinken.

Es dauerte nicht lange, dann kehrten die Singvögel zurück

Und auch die Elster tauchte wieder im Garten auf

Sehr unbeliebte Vögel

Wenn man manche Menschen fragen würde, welche Vögel sie nicht mögen, dann wären es vielleicht die Tauben. Oder wenn man Angler fragt, dann bestimmt der Kormoran. Wenn man unter den Vögeln eine Umfrage machen würde, wäre das Ergebnis schnell klar und eindeutig. Es sind mit Sicherheit die Greifvögel und Eulen.

Sie werden von anderen Vögeln gehasst

Jeder Natur- und Tierfotograf hat das schon einmal beobachtet, wie ein Greifvogel oder eine Eule von anderen Vögel gehasst wird. Oder wurde sogar erst dadurch auf den Sitzplatz der Vögel aufmerksam. Die Eulen werden meist von Klein- und Singvögeln gehasst. Weil sie tagsüber an einem Schlafplatz sitzen, werden sie dort von den Kleinvögeln aufgesucht und beschimpft.

Die Greifvögel werden meist von größeren Vögeln gehasst und sogar attackiert und gejagt. Besonders Rabenkrähen attackieren immer wieder Greifvögel in der Luft. Besonders natürlich die häufigen Mäusebussarde. Aber auch Habichte werden oft attackiert. Ich habe fotografiert, wie ein Turmfalke von drei Dohlen über viele hunderte Meter verfolgt wurde.

Die Vögel bleiben ruhig

An der Kiebitzwiese konnte ich beobachten und fotografieren, wie ein Turmfalke den Spieß umgedreht hat und selbst einen Mäsuebussard attackierte. So lange bis dieser entnervt ein Stück weiter flog. Das haben übrigens alle Greifvögel in dieser Situation gemeinsam. Sie bleiben eigentlich ziemlich ruhig dabei, wenn sie so gemobbt werden. Und fliegen meistens einfach weiter und fliehen irgendwann vor den Attacken. Der Turmfalke fühlte sich wohl von seinem Nachbarn, dem Mäusebussard gestört. Obwohl dieser nur auf dem Baum sah und ziemlich überrascht war, über diese Attacken.

Die Greifvögel müssen diese Unbeliebtheit wohl akzeptieren. Schließlich sind sie nur aus einem Grund so unbeliebt, sie könnten die anderen Vögel oder deren Nachwuchs fressen!

Der Baumfalke

Den Baumfalken habe ich ein paar Mal in den Beiträgen vom Haarstrang erwähnt, aber ich selbst hatte ihn vorher nie gesehen oder gar fotografiert. Nur andere Fotografen hatten mir Fotos gezeigt. Aber im September konnte ich auch meinen ersten Baumfalken sichten und fotografieren. Der Baumfalke ließ sich an mehreren Tagen hintereinander an der Kiebitzwiese beobachten.

Der Baumfalke ist ein sehr schneller Jäger und jagt seine Beute mit sehr hoher Geschwindigkeit in der Luft. Als sehr guter Flieger frißt er diese Beute auch sofort in der Luft. Seine Beute sind Vögel und Insekten. Um auf die hohe Geschwindigkeit zu kommen, ist er immer wieder in die Höhe über die Baumwipfel geflogen, um sich dann im Sturzflug auf die Ruhr hinab fallen zu lassen. Diese wellenförmigen Flugkurven konnte man immer wieder beobachten.

Der Baumfalke war auch ab und zu erfolgreich und hat auch einige Libellen dabei gefangen. Er ist etwas so groß wie ein Turmfalke. Von seinem Verhalten erinnert er etwas an einen kleinen Wanderfalken.