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Die Sichtungen vom Juni

Die Sichtungen vom Juni

Ein Neuntöter auf dem Stacheldrahtzaun vom Hammer Wasserwerk

Die Sichtungen vom Juni waren für mich richtig gut. Viele davon habe ich hier schon in den letzten Beiträgen gezeigt. Waren doch mit dem Neuntöter und dem Bienenfresser zwei meiner Favoriten dabei. Der Bienenfresser ist die Nr. 77 des Jahres und ich sah die Bienenfresser zusammen mit den Uferschwalben in der Sandgrube am Brachter Wald. Die Uferschwalbe ist die Nr. 76.

Die Sichtungen weiterer Jungvögel vom Juni

Den Neuntöter die Nr. 78, habe ich schon mit den anderen Neuzugängen im Beitrag von der Kiebitzwiese gezeigt. Die Dorngrasmücke, den Haubentaucher und den Sumpfrohrsänger. Und den einsamen Schnee-/Kanadagans-Hybrid. Bei der Durchsicht der Fotos der Haubentaucher fiel mir irgendwann auf, das es sogar drei Jungvögel sind. Auf einem Foto ist ein weiterer kleiner Kopf mit Schnabel zu erkennen. Die drei Jungvögel sollen mittlerweile auch schon ziemlich groß sein. Vielleicht werde ich sie bald wieder fotografieren.

Unsere größte Drossel

Die Nr. 84 und der bis jetzt letzte Neuzugang ist die Misteldrossel. Unsere größte, heimische Drossel. Die ich höchst wahrscheinlich schon früher im Jahr gesehen habe, aber nicht eindeutig identifizieren konnte. Man kann sie schnell einmal mit einer SIngdrossel verwechseln. Diesmal war es dann ziemlcih eindeutig. Auf die Entfernung sah der Vogel auf dem Zaunpfahl mindestens so groß aus wie ein Eichelhäher. Im Sucher konnte ich dann erkennen, das es bei der Größe nur eine Misteldrosssel sein konnte.

Viele Distelfalter, wenige andere Arten

Außerdem waren im Juni besonders viele Distelfalter zu sehen, die wohl aus dem Süden zu uns gekommen sind. Zum Teil aus dem Mittelmeerraum oder sogar aus Saudi Arabien. Man erkennt diese Exemplare an den abgenutzten Flügeln. Sonst waren aber erschreckend wenige andere Schmetterlingsarten zu sehen. Die Sichtungen vom Juni waren da eher sehr schlecht.

Der Langenberger Garten

Der Langenberger Garten

Mein neuer Ausblick in Richtung Westen. Die Sonne geht jetzt hinter einem Berg unter.

Ich bin nun ganz nach Velbert-Langenberg umgezogen. In Zukunft wird der Langenberger Garten im Mittelpunkt der Fotos stehen. Die Fotos von der Futterstation wird es jetzt nicht mehr geben. Wenn ich nicht irgendwo einen Platz für eine Futterstation finde. Dieser Platz müsste aber auch vor den Katzen der Nachbarin sicher sein.

Ich bin jetzt Rheinländer

Mit dem Umzug bin ich auch von Westfalen ins Rheinland gewechselt. Wenn auch nur so eben über die Grenze drüber. Ich wohne jetzt mit meiner Hamsterradrebellin zusammen, die mir immer so bei der Technik von meinem Blog hilft. Jetzt gerade hat sie mir geraten, den Blog wieder umzuziehen. Auf ein neues Webhosting. Aber ich bin da mehr für das Motto, niemals ein funktionierendes System zu ändern.

Und es ist mir tausendmal lieber, über den Langenberger Garten zu schreiben, als über einen Umzug des Blogs nachzudenken. Und die Besucher des Langenberger Garten sind auch viel interessanter. Einen der Besucher kennt ihr schon von einem Beitrag, den Dompfaff (Pyrrhula Pyrrhula) .

Der Stieglitz oder Distelfink

Ein anderer Fink war in den letzten Tagen immer wieder zu Besuch, der Stieglitz (Carduelis  Carduelis) oder Distelfink. Der Stieglitz interessiert sich für die Samen in Tannenzapfen. Der Stieglitz ist ähnlich scharf auf Samen wie der Dompfaff. Es ist die Hauptnahrung dieser beiden Finkenvögel.

Der Stieglitz gehört zu unseren farbenfrohsten und schönsten Singvögeln. Wenn er sich nicht gerade für die Samen der Tannenzapfen interessiert hat, hat der Stieglitz auf den Tannenspitzen seinen Gesang erklingen lassen. Der Gesang ist sehr lebhaft zwitschernd. Sein Ruf ist klingelnd und ihm verdankt der Stieglitz seinem Namen. “Stig-litt” ruft er seinen Namen, aber eigentlich hört es sich eher nach “didlitt” an.

Andere häufige Besucher im Garten sind die Meisen, Amseln, Elstern und Buchfinken. Über ihnen sieht man oft die Tauben und die Mauersegler fliegen. Diese jagen sich den ganzen Tag zwischen den Häusern. Manchmal fliegen sie direkt auf die Fensterscheiben zu, um im letzten Moment noch abzudrehen.

Einmal war sogar ein Buntspecht zu Besuch. Es bleibt auf jeden Fall spannend im neuen Garten.

Der Rotmilan – Der König der Flieger ist bedroht

Der Rotmilan - Der König der Flieger ist bedroht

Auge in Auge mit dem Rotmilan, Spannweite 1,60 Meter

Gestern hat mich Herr Dr. René Sternke gebeten, seine Petition zu unterstützen. Der Rotmilan, der König der Flieger ist bedroht. Die Petition soll in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern eingebracht werden.

Der Rotmilan ist ein Greifvogel, etwas größer als ein Mäusebussard. Er ist hauptsächlich in Landschaften zu Hause, die von der Landwirtschaft geprägt wurden. Als herausragender Segler kann er dort die Aufwinde über den Feldern und Wiesenflächen nutzen. Als exzellenter Flieger verbringt er die meiste Zeit des Tages in der Luft und sucht die Gegend nach Beute ab. Nur sehr selten sieht man ihn irgendwo sitzen.

Bedroht durch Landwirtschaft und Windräder

Er ist durch die intensive Landwirtschaft und Windräder bedroht. Die Windräder sind für ihn als Flieger ein bewegliches Hindernis in der Luft. Viele Rotmilane werden zu Opfern der Rotorblätter. Da die Windräder sehr häufig an exponierten, offenen Orten mit guten Windverhältnissen stehen. Es muss in Zukunft berücksichtigt werden, das Windräder nicht an Orten gebaut werden, an denen viele Greifvögel fliegen. Und das Gelände unter den Windrädern muss so gestaltet werden, das sich dort keine Beutetiere aufhalten.

Das Hauptvorkommen des Rotmilans in Europa ist in Deutschland. Es gibt zwischen 10.000 und 13.000 Brutpaare in Deutschland. Damit ist der Schutz des Rotmilans von internationalem Interesse und eine nationale Aufgabe. Diese muss unterstützt und umgesetzt werden!

Ich folge hier dem Beispiel meines Kollegen Jürgen Thier von Linsenfutter https://linsenfutter.wordpress.com/ , der die Idee hatte, die Petition mit einem Beitrag zu verdeutlichen und zu unterstützen. Hier der Link zu seinem Beitrag : Der Rotmilan … in Gefahr

Hier geht es zur Petition :

Ich habe die Petition unterschrieben und hier nochmal die Bitte von Herrn Dr. René Sternke und der Link zur Petition :

Lieber Michael,
Ich bitte Dich, die Petition zur Rettung des Rotmilans zu unterschreiben und mir zu helfen, diese Petition zu verbreiten. Mehrere Fotografen haben mich bereits auf ihrer Homepage unterstützt (https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/06/19/starke-unterstutzer-fur-die-petition-zur-rettung-des-rotmilans/).
Hier ist der Link zur Petition “Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!”: http://chng.it/N9XMrks9
Der Begründung auf der Petitionsseite kannst Du entnehmen, warum ich diese Petition lanciert habe.
Herzliche Grüße
René

Unterschreibt die Petition damit der Rotmilan, der König der Flieger uns erhalten bleibt!

Neues von der Kiebitzwiese

Neues von der Kiebitzwiese

Mal eine neue Perspektive. Das Storchennest im Gegenlicht

Immer wieder gibt es von mir Neues von der Kiebitzwiese aus Fröndenberg an der Ruhr. Die Natur- und Tierwelt ist dort einfach sehr vielfältig. Es gibt den Bereich der Kiebitzwiese und dann die angrenzende Ruhr als ganz anderen Lebensraum. Als weitere Lebensräume schließen sich die angrenzenden Felder und das Hammer Wasserwerk an.

Große Vielfalt, da gibt es immer etwas Neues von der Kiebitzwiese

Die Vielfalt der Vögel ist sehr groß. Es gibt die Wasservögel, Singvögel und Greifvögel. Aber auch für die Limikolen bieten die Flachwasserzonen genug Nahrung.

Gefahr für die Jungstörche

In diesem Jahr brütet wieder einmal ein Storchenpaar auf dem Storchenmast mitten in der Kiebitzwiese. Diese Woche gab es etwas Aufregung um den Nachwuchs. Die beiden kleinen Storchenküken waren nach einem heftigen Dauerregen nicht mehr zu sehen. Am nächsten Tag gab es aber Entwarnung. Beide Jungstörche sind wohlauf. Sie sind noch nicht so weit wie die Jungstörche in anderen Regionen, da sie wohl deutlich später geschlüpft sind.

Drei Wochen zu spät zurück

Die Neuntöter sind auch wieder zurück an der Kiebitzwiese. Auch sie sind deutlich verspätet angekommen. Etwa drei Wochen später als sonst. Es gibt wieder mindestens zwei Paare. Wobei ich die beiden Weibchen noch nicht fotografieren konnte.

Nachwuchs bei den Haubentauchern

Sehr zahlreich in diesem Jahr sind die Sumpfrohrsänger. Auch die Dorngrasmücken sind häufig zu sehen. Während die Neuntöter jetzt erst mit der Brutzeit beschäftigt sind, müssen die Haubentaucher auf der Ruhr schon auf zwei Pullis aufpassen. Die beiden Küken werden von einem Altvogel noch auf dem Rücken über die Ruhr geschippert. Bald werden sie alleine auf der Ruhr schwimmen.

Während die Haubentaucher ihren Nachwuchs haben, was sehr erfreulich ist, wird der Schneegans-Kandagans-Hybrid dieses Jahr ohne Nachwuchs bleiben. Mir tut der Mischling etwas leid. Manchmal sieht man ihn mit den anderen Gänsen, oft ist er aber allein auf den Gewässern unterwegs.

Auch weiterhin werde ich immer wieder berichten, wenn es etwas Neues von der Kiebitzwiese gibt. Spätestens wenn die Neuntöter Nachwuchs haben oder die Jungstörche ausfliegen.

Der Dompfaff (Pyrrhula Pyrrhula) oder Gimpel

Der Dompfaff (Pyrrhula Pyrrhula) oder Gimpel

Die Dompfaff Männchen wirken plump und bullig

Der Dompfaff (Pyrrhula Pyrrhula) oder Gimpel ist ein Finkenvogel, der in Deutschland sehr unterschiedlich verbreitet ist. Während der Bestand des Dompfaffs im Norden sehr stabil ist und sogar leicht zu nimmt, ist der Bestand im Süden stark zurückgegangen. Wobei die Ursachen noch unklar sind.

Dompfaff (Pyrrhula Pyrrhula) als Zweitname

Der Dompfaff (Pyrrhula Pyrrhula) oder Gimpel verdankt seinen zweiten Namen der leuchtend roten Färbung des Männchens, die an die roten Talare der Domprälaten erinnert. Und Pfaff ist wohl als Vergleich seiner rundlichen Gestalt mit der mancher geistlicher Herren zu sehen. Seine kräftige Statur hat ihm im Englischen den Namen Bullenfink eingebracht.

Die Weibchen sind weniger auffällig gefärbt. Sie sind an Brust und Bauch matt rötlich braun gefärbt. Beim fliegenden Dompfaff sticht der leuchtend weiße Bürzel ins Auge. Ein sehr gutes Erkennungsmerkmal. Sein Schnabel ist aber deutlich kleiner als bei anderen Finken. Mit dem kleinen und kurzen Schnabel kann der Dompfaff aber besonders gut die Samen von Bäumen absuchen.

Der Dompfaff ernährt sich hauptsächlich von den Samen von Bäumen und Kräutern. Von Knospen und Beeren. In der Brutzeit auch von Insekten.

Gesellige Finkenvögel

Der Dompfaff (Pyrrhula Pyrrhula) oder Gimpel ist oft als Paar zu sehen. Das Männchen läßt sein Weibchen nur sehr ungern alleine. Der Dompfaff ist wie viele Finken auch gesellig. Im Winter schließen sich oft mehrere Gimpel-Paare zu Trupps zusammen. Manchmal sind die Gimpel im Winter auch mit anderen Finken in größeren Gruppen unterwegs.

Der Dompfaff brütet gerne in den Nadel- und Mischwäldern. Aber auch in unseren Gärten und Parks ist er manchmal zu sehen. In Velbert-Langenberg kam das Dompfaff-Pärchen auf den Fotos in den Garten. In anderen Regionen sind sie fast gar nicht in den Gärten zu sehen.

Revierkämpfe bei den Rehen?

Revierkämpfe bei den Rehen?

Provoziert der jüngere Rehbock den Älteren?

Viele kennen wohl die Hirschbrunft. Weil sie auch laut und sehr beeindruckend ist. Aber gibt es auch etwas vergleichbares bei den Rehen? Oder die Revierkämpfe bei den Rehen? Und gehen die Rehböcke da auch aufeinander los, mit ihren kleinen Geweihen?

Revierkämpfe bei den Rehen auf der Kiebitzwiese?

Mitte Mai konnte ich auf der Kiebitzwiese etwas sehr interessantes beobachten. Wie zwei Rehböcke sich ausdauernd über die Kiebitzwiese gejagt haben. Ein wohl noch junger Rehbock mit noch kleinem Geweih, hat einen älteren Bock geärgert, herausgefordert oder provoziert. Wie auch immer. Der ältere Rehbock mit großem Geweih, hat den jungen Herausforderer dann über die Kiebitzwiese gejagt.

Beide waren nach und während der Jagd deutlich am Durchschnaufen oder wie man bei uns im Ruhrpott sagt, sie waren ganz schön fertig. Und brauchten eine Pause. Vielleicht kann man bei dem jüngeren Rehbock auch so etwas wie Demutsverhalten erkennen.

Die Brunftzeit

Die Brunft der Rehe ist in Mitteleuropa meistens von Anfang Juli bis Ende August. Nach milden Wintern kann die Brunft auch im Juni beginnen. Zu Kämpfen zwischen den Böcken kommt es nur, wenn die Böcke gleichstark sind. Es kann das ganze Jahr über Kämpfe geben, vor der Brunftzeit nimmt die Wahrscheinlichkeit natürlich sehr zu.

Drohen, Imponieren und Jagen

Außerhalb der Brunftzeit beschränken sich die Kämpfe auf Drohen, Imponieren und Verjagen. Besonders intensiv sind die Kämpfe dann im Mai. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich wirklich Imponierverhalten und Drohungen bei den beiden Rehböcken beobachten konnte. Vielleicht sind die beiden Rehböcke nicht annähernd gleichstark und die Kräfteverhältnisse klar geregelt. Minutenlanges Drohen war für mich nicht erkennbar.

Und plötzlich geht es los

Das Jagen beginnt oft total unvermittelt bei den Rivalen. Das ließ sich bei den beiden Rehböcken auch so beobachten. Ganz plötzlich jagten sie los und der Ältere jagte den Jungen vor sich her. Sie jagten sich sogar über größere Strecken über die Kiebitzwiese. Was für beide sehr anstrengend war und mit längeren Pausen quittiert wurde.

Nur der wohl jüngere Rehbock war sehr ausgelassen und hatte noch überschüssige Kraft. Außer dem Jagen, war aber kein weiteres Imponierverhalten oder gar richtige Kämpfe zu sehen.

Richtige Kämpfe bei den Rivalen

Richtige Kämpfe bei denen die gleich starken Rivalen aufeinander losgehen und sich mit ihren Geweihen attackieren gibt es bei den Rehen. Diese können sogar tödlich enden. Wenn das Geweih die Schädeldecke durchstößt. In der Regel gehen die meisten Kämpfe aber harmlos aus.

Vielleicht hat er den “Platzhirsch” auch nur geärgert. Im doppelten Sinne hat er das auch geschafft. Denn auch nach der anstrengenden Jagd, war er noch der fittere. Revierkämpfe bei den Rehen sind durchaus üblich. Bei den beiden sieht es aber nicht nach Kampf aus. Sie bleiben bei ihrem Kräftemessen.

 

Die Sichtungen vom Mai

Die Sichtungen vom Mai

Ein Wanderfalke im Flug, bei ganz schlechtem Wetter. Vielleicht war es ein Jungvogel.

Die Sichtungen vom Mai waren jetzt wieder weniger zahlreich. Im Mai war einfach weniger Zeit für Beobachtungen und Ausflüge. Es standen Geburtstage, Kommunion und Konfirmation auf dem Programm. Der Wonnemonat hat immer viele Feiern zu bieten.

Und irgendwann im Laufe des Jahres werden die neuen Sichtungen einfach auch weniger, weil man vieles halt schon einmal gesehen hat. Ein paar tolle Neuheiten waren doch dabei.

Die neuen Sichtungen vom Mai

So könnte ich das erste Mal überhaupt einen Wanderfalken sichten! Mir fiel sofort die Größe auf, aber erst beim Betrachten und bearbeiten am Bildschirm wurde es deutlich. Vermutlich handelt es sich um einen jungen Wanderfalken. Meine Nr. 71 für dieses Jahr.

Die Nr. 72 war dann ein Flussuferläufer. Der mit einem Flussregenpfeifer der Nr. 59 des Jahres, unterwegs war. Am gleichen Tag sah ich auch die Streifengans unter den Kanada- und Graugänsen auf der Kiebitzwiese. Meine  Nr. 70 .

Endlich einen Eichelhäher erwischt!

Außerdem gelangen mir endlich einmal halbwegs brauchbare Fotos vom Eichelhäher der Nr. 19 . Und von der Wacholderdrossel der Nr. 20 des Jahres.

Die Eichelhäher sehe ich dieses Jahr sehr häufig im Flug über der Autobahn. Dreimal sah ich schon wie Eichelhäher die Seiten über der Autobahn wechselten.

Die Sichtungen vom Mai waren nicht sehr zahlreich, aber sehr interessant! Ansonsten drängten sich im Mai die Säugetiere in den Vordergrund. Ich sah zwei Rehböcke, die eindeutiges Revierverhalten zeigten und sich auf die Brunft im Juli vorbereitet haben.

Aber dazu gibt es in den nächsten Tagen noch einen Beitrag.

Die Bienenfresser am Brachter Wald

Die Bienenfresser am Brachter Wald

Die Bienenfresser sind zurück

Am Sonntag bin ich Richtung niederländische Grenze gefahren, um die Bienenfresser am Brachter Wald zu suchen. Das Thermometer zeigte 32 Grad an, optimales Wetter für einen wärmeliebenden Vogel wie den Bienenfresser. Vom letzten Jahr war ich dieses Klima auch gewohnt. Es war immer so warm, wenn ich am Brachter Wald war.

Als ich an der Sandgrube am Haupteingang des ehemaligen Nato-Munitionsdepot ankam, sah ich sofort die Veränderungen. Man hatte den Abbau in der Sandgrube deutlich vergrößert und wird wohl große Blöcke Lehm abbauen. Das konnte für die Bienenfresser am Brachter Wald eigentlich nicht gut sein. Auch die Kolonie der Uferschwalben hatte den Standort gewechselt. Deutlich näher in Richtung Abbauzone. Die Uferschwalben scheinen weniger empfindlich und scheu zu sein, wie die Bienenfresser.

Der Betreiber achtet auf die Bienenfresser

Die Betreiber der Sandgrube sind aber sehr aufgeschlossen und hilfreich, was den Schutz der Bienenfresser betrifft. Ob auch die Uferschwalben davon profitieren, ist mir nicht bekannt. Als ich aber die Sandgrube sah, hatte ich wenig Hoffnung, dass die Bienenfresser dort sind. Nicht nur die Menschen hatten die Umgebung sehr verändert, auch die Natur selbst hatte nicht geruht. Die Bäume und Sträucher sind gewachsen. Die Sicht ist jetzt oft behindert. Ich suchte die Birken ab. Es war nichts zu sehen.

Doch dann sah ich in der hintersten Ecke der Sandgrube einen Vogel fliegen und in der Steilwand verschwinden. Das konnte nur ein Bienenfresser sein! Sie hatten sich also so weit wie möglich vom Betrieb der Sandgrube entfernt. Letztes Jahr wusste ich nicht, wo sich die Bruthöhlen befinden, aber jetzt war es eindeutig. Immer wieder flogen einzelne Vögel in die Steilwand neben dem Eingang zum Brachter Wald.

Sie sind zurück am Brachter Wald

Sie sind also wieder da! Es ist auf jeden Fall ein Paar, das ich immer wieder zusammen sah. Im Flug sah ich auch einmal drei Exemplare. Ich gehe erstmal von zwei Paaren aus. Das würde mit den Beobachtungen vom letzten Jahr übereinstimmen. Wo genau sich die Bruthöhlen befinden, war nicht zu sehen. Sie sind gut versteckt. Ob die Bienenfresser wieder so erfolgreich sein werden, wie letztes Jahr, wird sich zeigen.

Sie sind empfindlich bei Störungen

Alleine am Sonntag gab es zwei Störungen. Erst lief ein Fußgänger durch die Sandgrube und auch über die Steilwand und später kamen über der Steilwand drei Mountainbiker aus dem Unterholz. Keine Ahnung, warum man so etwas macht. Mit einem Mountainbike kann man sicher fast überall fahren, aber eine eingezaunte Sandgrube und überwuchertes Gelände ist wirklich kein Spaß und kein Gebiet, wo man sich aufhalten sollte. Und wirklich fahren konnten die Mountainbiker an der Stelle auch nicht mehr. Sie mussten schieben. Da kann man nur hoffen, dass so etwas ein Einzelfall ist.

Die Bienenfresser sind sehr empfindlich, was Störungen betrifft. Und als die Mountainbiker kamen, flog auch ein Pärchen direkt von den Bruthöhlen weg.

Ansonsten ist es einfach nur schön, das sie zurück sind. Das sie den langen Weg aus Afrika zurück geschafft haben und sich wieder für die Sandgrube am Brachter Wald entschieden haben. Sie werden wohl auch mit der Brut begonnen haben, denn sie waren nicht oft außerhalb der Bruthöhle zu sehen.

Am Rand des Verbreitungsgebietes sind einzelne Brutpaare durchaus üblich. Dann vergrößert sich aber alles schnell zu einer Kolonie oder die Ansiedlung verschwindet wieder. Der Bienenfresser ist wirklich nicht gerne allein.

Ich hoffe erstmal auf eine erfolgreiche Brut. Gebrütet wird etwa 20 bis 22 Tage. Und danach hoffe ich auf einen Fortbestand der Ansiedlung. Damit wir auch weiterhin Bienenfresser in NRW haben.

Informationen über die Bienenfresser

Sind die geselligen Bienenfresser schon nach NRW zurückgekehrt?

In diesem Jahr will ich wieder die Bienenfresser in NRW suchen und besuchen. Anfang der Woche habe ich neue Informationen über die Bienenfresser bekommen. Ich habe eine Email vom Naturschutzzentrum in Erkrath bekommen. Das Naturschutzzentrum ist im Besitz einer Sandgrube. Leider sind im diesen Jahr keine Bienenfresser in die Sandgrube zurückgekehrt.

Keine Bienenfresser mehr in Erkrath

Man geht auch davon aus, das auch keine Bienenfresser mehr verspätet ankommen. Weil die Bienenfresser Südwest-Deutschland schon vor vier Wochen erreicht haben. Das Ankunftsdatum stimmt auch mit der Ankunft der Bienenfresser im Südosten, in Ungarn und Österreich überein. Wie ich in dem Beitrag Bienenfresser  vom Neusiedler See von Cornelia vom naturblick.ch lesen konnte. Die Bienenfresser sind dort am 6. Mai eingetroffen.

Da aber auch andere Vogelarten verspätet sind, habe ich da eigentlich immer noch etwas Hoffnung. Bei Naturschutzzentrum Erkrath hat man das nicht. Es wäre der späteste Ankunftszeitpunkt. Letztes Jahr kam ein Bienenfresser-Paar am 26. Mai an. Es blieb auch bei diesem einen Paar. Da Bienenfresser sehr gesellige Vögel sind, ist es für ein Paar alleine wohl auch kein optimales Brutrevier. Vielleicht wird die Sandgrube in Erkrath auch deshalb nicht mehr angeflogen.

Kaum Informationen über die Bienenfresser

Die Informationen über Bienenfresser sind aber auch schwer zu bekommen. Beim Euro Bird Portal  sind die Bienenfresser eine der wenigen Arten, die nicht erfasst und gezeigt werden. Vielleicht ist die Forschung auch noch nicht so weit. Man versucht aber auch bei Informationen über die Bienenfresser sehr vorsichtig und sensibel zu sein. Da Bienenfresser auf sensiblen Gebieten wie Sandgruben brüten und ihre Bruthöhlen im Sand sehr empfindlich sind. Und Sandgruben sind oft in Privatbesitz und man versucht alles um Störungen in der Sandgrube und der Bienenfresser zu vermeiden.

Am Wochenende will ich mir selbst ein Bild machen und nach Brüggen an die niederländische Grenze fahren und nachsehen, ob dort Bienenfresser in die Sandgrube zurückgekehrt sind. Ich bin jetzt schon sehr aufgeregt. Es ist eine Landschaft, die ich fast nie sehe. Auch wenn diese Landschaft sehr vom Menschen geprägt ist. Und ich weiß nicht, was mich erwartet. Ich hoffe die Bienenfresser sind zurückgekehrt. Am Wochenende ist auf jeden Fall mit Temperaturen bis zu 32 Grad optimales Wetter für Bienenfresser.

Das Insektensterben und die Folgen

Das Insektensterben und die Folgen

Eine Rauchschwalbe kurz nach dem Start vom Ansitz

Das Insektensterben und die Folgen sind schon länger ein großes Thema. Auch im Zusammenhang mit anderen Themen wie dem Artensterben oder dem Glyphosat. Diese drei Themen sind sehr eng miteinander verbunden. Das Insektensterben wird durch die intensive Landwirtschaft, die Verödung der Landschaft und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ausgelöst. Oder von Unkrautvernichtern wie z. B. Glyphosat. Was wiederum zu einem Artensterben führt. Und das Insektensterben und die Folgen sind ein weltweites Problem. Eine Millionen Tier- und Pflanzenarten sind weltweit vom Aussterben bedroht.

Ein Umdenken muss stattfinden

Dieses Problem können Einzelne oder die Landwirte gar nicht mehr lösen. Selbst die Bepflanzung von Grünstreifen mit Wildblumen ist eigentlich nur eine gut gemeinte Geste. Es muss ein Umdenken auf der ganzen Welt stattfinden.

Die Insektenfresser als große Verlierer

Die Folgen dieses Insektensterbens sind schon länger sichtbar. Und auch gerade im Moment werden sie wieder sehr deutlich. Bei der Stunde der Gartenvögel waren die Insektenfresser unter den Vögeln die großen Verlierer. Besonders Rauch- und Mehlschwalben und Mauersegler sind davon betroffen. Der Bestand der Rauchschwalben hat sich in den letzten Jahren halbiert.

Verspätete Heimkehrer?

Die Schwalben müssten jetzt eigentlich aus dem Süden zurück sein. Sie sind es aber nicht. Zumindest viel zu wenig Schwalben. Bei einem anderen Vogel fällt es mir gerade persönlich auf. Die ersten Neuntöter sind jetzt gerade erst zurück. Zwei Wochen zu spät. Seit 11 Jahren waren sie nicht mehr so spät aus dem Süden zurück. Der Neuntöter ist auch ein sehr ausgeprägter Insektenfresser. Ihm ging es aber letztes Jahr ziemlich gut. Es gab an der Kiebitzwiese mindestens sieben Jungvögel. Es bleibt abzuwarten, wie viele zurückkehren und wann. Die Natur und die Pflanzen sind eigentlich viel weiter als im letzten Jahr. An Ostern, als es so warm war, waren viele Insekten unterwegs. Ich hatte zumindest das Gefühl. Das ökologische Gleichgewicht ist sehr sensibel. Warum die Neuntöter oder auch die Wespenbussarde so spät zurückkehren, ist schwer zu sagen.

Es wird auch langsam spannend bei den Bienenfresser. Werden sie pünktlich zurückkehren? Und wenn ja, wie viele von ihnen. Das der ganze Vogelzug verspätet ist, ist bis jetzt nicht bekannt. Im Moment hoffe ich erstmal, das bald viele Neuntöter wieder da sind.

Das Insektensterben und die Folgen

Der Mauersegler

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