Schlagwort: Naturfotografie

Die Flußregenpfeifer

Die Flußregenpfeifer sind niedliche, kleine Vögel. Sogar ihre Balz ist niedlich. Die Männchen rennen sozusagen um die Wette hinter und nebeneinander her. Was sehr amüsant aussieht. Was man von diesen kleinen Kerlchen allerdings nicht erwartet, ist das was darauf folgt und was ich auf den folgenden Fotos festgehalten habe. Einem der Männchen wurde es wohl etwas langweilig und er ging zum Angriff über. Was folgte war ein ziemlich brutaler Kampf. Er stürzte sich auf den Konkurrenten und riss ihm fast ein paar Federn aus!

 

Das Weibchen scheint die ganze Zeit unbewegt und wenig interessiert. Mittlerweile scheint sie sich aber mit dem Sieger zu paaren.

Die Stadt der Störche

In Münster gibt es neben den fünf Paaren in den Rieselfeldern noch sehr viel mehr Störche. Die meisten anderen Störche brüten und leben im Allwetterzoo. Insgesamt gab es in Münster letztes Jahr 45 Horstpaare. Und alleine im Allwetterzoo flogen 63 Jungstörche aus. Die Situation im Allwetterzoo kenne ich nicht persönlich, da ich sehr selten einmal einen Zoo besuche. Da Störche aber gerne Kolonien bilden, wird die Population im Allwetterzoo immer größer. Man kennt das von den Storchendörfern, in denen auf jedem Haus ein Storchennest ist.

Münster liegt damit was die Anzahl der Störche betrifft, auf Platz 2 in NRW. Hinter dem Kreis Minden-Lübbecke, dieser Kreis ist praktisch das Stammgebiet der Störche in NRW. Früher gab es in NRW fast nur noch dort Störche. In Petershagen-Windheim gibt es das Westfälische Storchenmuseum, das auch von der Rettung der letzten Brutplätze der Störche berichtet.

Mittlerweile hat sich der Bestand der Störche deutlich erhöht und Münster ist sozusagen zur Stadt der Störche in NRW geworden. In den Rieselfeldern sind vier Horste schon fest besetzt und das fünfte Paar versucht auf einer Nistplattform zu brüten. Ich weiß allerdings nicht, ob brüten schon der richtige Ausdruck ist. Sie wollen es vielleicht dort versuchen. Es gibt noch kein Nest dort, nur eine Lage Reisig. Auf den Fotos kann man das besser erkennen.

 

Letztes Jahr saß auch ein Storch immer wieder auf dieser Plattform. Geklappt hat es damals natürlich nicht. Sie müssten versuchen ein Nest zu bauen.

Die anderen Storchenpaare haben richtige Nester, aber auch das ist keine Garantie für einen Bruterfolg.

 

Weißstörche am Tibaum

Das Weißstorch-Paar vom NSG Tibaum hat vor ein paar Wochen auch wieder sein Nest auf dem Storchenmast bezogen. Letztes Jahr haben sie drei Jungvögel großgezogen. Das Naturschutzgebiet liegt ganz im Westen der Stadt Hamm, an der Grenze zum Kreis Unna. Da aber noch bis zu fünf Weißstörche an der Lippe unterwegs sind, besteht vielleicht auch für die anderen Nisthilfen der Biologischen Station in Bergkamen-Heil noch Hoffnung auf Storchenpaare.

Wegen der Nähe zum Gersteinkraftwerk führen die Stromleitungen direkt in der Nähe vom Nest vorbei. Den beiden Störchen macht das wohl nichts aus, sie sind wohl schon erfahren damit. Ein anderer Storch ist an den Stromleitungen schon verendet.

 

Frohe Ostern – Happy Easter

Oster-Impressionen  –  Easter Gallery

Frohe Ostern – Happy Easter!

Immer wieder spannend

Bevor es über Ostern zu den nächsten Exkursionen geht, hier noch ein paar Fotos von meinem letzten Ausflug in die Rieselfelder. Dort gibt es immer so viel zu sehen, das es einfach nicht alles in einem Beitrag gezeigt werden kann.

Tja, was soll ich sagen. Und manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht bzw. vor lauter Zweigen. Ich habe ja in meinem Beitrag Zugvogelstau gefragt, ob das auf dem Foto eine Bekassine oder Zwergschnepfe ist. Auf dem Foto, war das auch wirklich nicht so eindeutig. Aber ich habe noch ein zweites Foto, auf dem man das eigentlich viel besser sehen kann!

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Zwergschnepfe, da erkennt man den kurzen Schnabel

Es ist halt immer wieder spannend, wenn man nach dem Ausflug die Fotos zu Hause am Bildschirm ansieht und man ist immer wieder überrascht, was man auf den Fotos noch so entdeckt. Was man auf die Entfernung einfach nicht gesehen hat.

Bei dem Foto vom Zwergtaucher war ich dagegen ganz nah dran, die Zweige leider auch wieder.

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Zwergtaucher

Vogelbeobachtungen Update

Alleine ein Besuch in den Rieselfelder lässt die Anzahl der neuen Sichtungen jedes Mal in die Höhe schnellen. Und die Zahlen der Zugvögel sind im Moment noch sehr hoch. Die einen ziehen von hier aus nach Osteuropa und Sibirien. Und unsere heimischen Brutvögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück.

Von den heimischen Vögeln kamen beim letzten Besuch das Schwarzkehlchen, die Bachstelze, der Zwergtaucher, die Löffelente, die Spießente, die Brandgans, der Austernfischer, der Fasan, die Silbermöwe und die Zwergschnepfe dazu.

Als Durchzieher konnte ich den Goldregenpfeifer fotografieren, den ich letzte Woche schon hier gezeigt habe.

Die beiden letzten neuen Namen auf meiner Jahresliste konnte ich am Montag auf der Kiebitzwiese beobachten. Den kleinen Alpenstrandläufer und den Schwarzmilan. Die beiden Schwarzmilane sind vielleicht sogar ein Paar.

Das macht dann als neuen Zwischenstand bei mir : 68 !

Was für mich zu diesem Zeitpunkt des Jahres viel ist. Wer hat schon mehr Vögel auf seiner Liste?

 

 

Weitere Vögel an der Kiebitzwiese :

 

 

Farbenfroher Frühlingsanfang

Der Frühlingsanfang hatte wirklich alles zu bieten. Eine frostige Nacht. Ein Morgen Grau in Grau mit Schnee. Im Verlauf des Tages wurde es aber besser. Die Sonne kam heraus, die Temperaturen stiegen und der Schnee schmolz schon wieder weg. Und der Himmel war sogar Blau mit ein paar Schäfchenwolken.

Am späten Nachmittag in unserem Garten, waren in der Abendsonne auch noch ein paar farbenfrohe Singvögel zu sehen. Das richtige an einem eher unterkühlten Frühlingsanfang und eine gute Einstimmung auf den Frühling.

 

Als weitere Frühlingsboten noch zwei Enten im Prachtkleid. Immer sehr farbig, die Erpel.

 

 

Die Störche vom Heidekrug

Das Storchenpaar vom Restaurant Heidekrug in den Rieselfeldern hat auch wieder sein Nest bezogen. Ich gehe davon aus, das es wieder das gleiche Paar ist. Da sie leider nicht beringt sind, kann man das nur schätzen. Aber das Weibchen hat für mich einen auffällig dicken Schnabel. Man kann das anhand der Fotos von diesem und letztem Jahr sehen. Letztes Jahr hatten die beiden drei Jungvögel durchgebracht. Hoffen wir, das es dieses Jahr ähnlich viele werden.

Im Moment bei diesem stürmischen Ostwind hatten die beiden etwas Probleme mit der Balance bei der Paarung.

Auch alle anderen Storchennester in den Rieselfeldern sind mit mindestens einem Storch besetzt. Ob sich dort auch schon Paare gefunden haben, konnte noch nicht festgestellt werden.

 

Zugvogelstau

Durch den stürmischen und eisigen Ostwind kam es am Wochenende zu einem Zugvogelstau von großem Ausmaß. Besonders große Schwärme von Wacholder-, Rot- und Singdrossel konnten nicht weiterfliegen und suchten stattdessen Deckung vor der schneidenden Kälte. Aber auch die Kiebitze und Goldregenpfeifer waren davon betroffen. Vor allem im geschützteren Ruhrtal hielten sie sich auf. Und suchten Deckung hinter Hecken und sogar in Gärten. Was für Kiebitze sehr untypisches Verhalten ist. Ich wollte mir in den Rieselfelder auch ein Bild von den Verhältnissen machen. Ich habe mich dick eingepackt mit mehreren Lagen Kleidung, unter anderem zwei Jacken und zwei Paar Socken. Doch als ich aus dem Auto stieg blies der Ostwind sehr stark und ununterbrochen. Es war wirklich kaum zum Aushalten. Im Laufe des Vormittags ließ der Wind dann etwas nach und es wurde etwas wärmer. Die Temperaturen stiegen von -2 auf 1 Grad.

Gelohnt hat sich der Ausflug trotzdem und mein Durchhaltevermögen wurde belohnt, ich konnte einige interessante Beobachtungen machen. Der Vogel des Tages war eindeutig die Wacholderdrossel. Auch viele Singdrosseln und Kiebitze konnte man sehen. Die Kiebitze standen zum Teil sogar in der Nähe der Strasse. Auf einer Wiese in den Rieselfeldern konnte ich einige Goldregenpfeifer sehen. Meine ersten Goldregenpfeifer überhaupt! Und dann sah ich noch eine Bekassine oder Zwergschnepfe. Das konnte ich leider anhand des Fotos noch nicht eindeutig bestimmen. Kann mir da vielleicht jemand helfen?

Die auffällige Elster

In meiner Kindheit war die Elster mein Lieblingsvogel. Man konnte sie überall sehen und ihr „Gesang“ und ihr Flug sind unverwechselbar. Sie hat diesen wackelnden Gang, den viele Rabenvögel haben und oft hüpft sie auch um sich fortzubewegen. Und ihr Ruf als diebische Elster, die gerne glänzende Dinge klaut, ist für ein Kind faszinierend. Mittlerweile weiß ich, dass auch Krähen und Raben Dinge klauen und sammeln. Das gehört wohl zum Sozialverhalten dieser intelligenten Vögel. Diese Dinge können auch als Geschenke dienen.

Die Rabenvögel haben ein sehr komplexes Sozialverhalten und benötigen dafür eine hohe Intelligenz. Sie sind oft in Schwärmen unterwegs, aber während der Paarungs- und Brutzeit auch nur als Paar. Es gibt bei ihnen auch unterschiedliches Ansehen in der Gruppe. Wer mehr Freunde hat, hat einen höheren Stellenwert in der Gruppe. Das erfordert komplexes Verhalten und Denken untereinander.

Ich habe hier schon häufiger über die Rabenvögel auf dem Universitätsgelände in Dortmund berichtet. Ich konnte beobachten, dass die Elstern und Krähen ihre gefällten Versammlungsbäume sehr vermissen. Sie sammeln sich noch oft auf dem Gebäude, das neben den ehemaligen Standorten der Bäume liegt.

Die Elster

Über den ganzen Winter konnte ich eine besonders auffällige Elster beobachten. Sie ist relativ groß und wenig scheu. Man erkennt sie nach einiger Zeit an ihrem Verhalten und an einem weißen Fleck zwischen dem Rücken und dem Schwanzansatz. Man sieht sie oft zwischen den geparkten Autos laufen. Manchmal sitzt sie auch auf einem Außenspiegel. Überhaupt balanciert sie gerne und läuft auf Geländern. Sie ist gerne in der Nähe von Gebäuden und ich habe sogar ein paar Mal beobachtet, wie sie Jalousien anfliegt. Vielleicht glänzen diese, vielleicht hat die Elster auch einfach nur zwischen den Lamellen etwas gesehen.

Ich habe diese Elster sehr oft gesehen, konnte sie aber nur sehr selten fotografieren. Bis sie mich gestern wieder besucht hat.