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Die Singvögel am Berg

Die Singvögel am Berg

Ich mag das farbige Gefieder des Bergfinks

Da habe ich in den Kommentaren beim letzten Beitrag voreilig festgestellt, das ich für dieses Jahr wohl keine weiteren neuen Vögel mehr sehen werde. Und dann habe ich heute noch eine absolute Premiere erlebt. Mein erster Bergfink! Und dann auch noch gleich richtig schön erwischt. Meine Sichtung Nr. 111 für dieses Jahr.

Die Singvögel als Wintergäste

Das passt doch jetzt richtig gut zum Abschluß des Jahres. Eine Schnappszahl, ein Bergfink am Hordtberg in Langenberg. Aber ich bin jetzt vorsichtig. Vielleicht kommt ja noch etwas bis zum Ende des Jahres. Vielleicht war ich doch einfach zu pessimistisch? Wer weiß welche Singvögel aus dem Norden ich noch sehe. Die Singvögel am Berg waren heute sehr zahlreich. Zwei große Schwärme waren zu sehen. Ein Schwarm Bergfinken und vielleicht noch ein Schwarm mit Distelfinken.

Ein weiterer neuer Singvogel am Berg war heute meine erste Goldammer in Langenberg. Im Flachland habe ich sie dieses Jahr fast bei jedem Ausflug gesehen. In Langenberg bisher noch nie.

Große Schwärme mit Singvögeln

Neben den großen Schwärmen waren heute auch noch kleinere Gruppen der Buchfinken, Meisen und Gimpel zu sehen. Die Gimpel bedienten sich an den Samen der Birken.

Die Singvögel am Berg mussten am späten Nachmittag dann die ersten Störungen durch Feuerwerkskörper hinnehmen. Manche Jugendliche fangen halt direkt nach dem Kauf mit der Knallerei an. Da kann man nur hoffen, das ihnen schnell das Geld ausgeht und die Vögel nicht die nächsten Tage permanent gestört werden. Die Gimpel ließen sich durch die Knallerei nicht weiter stören. Die Gimpel machen aber auch keinen besonders sensiblen Eindruck. Andere Singvögel am Berg sind bestimmt empfindlicher.

Die Singvögel am Berg finden weiterhin noch genug Nahrung. Es gibt noch Bäume mit sehr vielen Vogelbeeren. An denen sich besonders die Amseln gerne bedienen.

Das Buchfinken-Weibchen

Das Buchfinken-Weibchen

Bei den Vögeln sind die Rollen der Geschlechter oft etwas anders verteilt. Bei den Greifvögeln sind die Weibchen oft größer und schwerer als die Männchen. Und bei den Vögeln sind nicht die Weibchen das schöne Geschlecht sondern die Männchen. Die Männchen sind bunt und schön anzusehen. Sie müssen auffallen und den Weibchen gefallen. Auch bei den Buchfinken und anderen Finken ist das so. Ähnlich auffällig ist es bei den Enten.

Die häufigsten Vögel in Deutschland

Das Buchfinken-Weibchen ist überwiegend schlicht beige und hellbraun. Während das Männchen eine leuchtend rote Brust hat. Die Buchfinken gehören im Moment zu den häufigsten Motiven. Neben der Blaumeise. Die schon fast die Speicherkarte alleine füllt. Überhaupt ist der Buchfink der häufigste Brutvogel in Deutschland. Fallen die Buchfinken-Männchen sofort auf, ist es doch ein Buchfinken-Weibchen, die im Moment meine Aufmerksamkeit sucht. Weil sie immer schon da ist, wenn ich in Langenberg den Hordtberg hoch gehe. Dabei ist es nicht so, das sie zu meiner Begrüßung da ist, ich werde eher argwöhnisch beäugt.

Sie ist immer wieder an der gleichen Stelle zu sehen. Einem Ebereschen-Gebüsch mit einigen Vogelbeeren. Mittlerweile haben ich erkannt, das sie einen seitlich etwas überstehenden Unterschnabel hat. Es sieht zumindest manchmal so aus.

Außerdem sind mir große, blaue Beeren auf den Fotos aufgefallen. Da ich wenig Ahnung von Pflanzen und Früchten habe, kann mir vielleicht jemand sagen, was das für Früchte sind? Man sieht sie auf dem letzten Foto.

Das Steinhuder Meer

Das Steinhuder Meer

Direkt gegenüber vom Steg des Ostufers liegt die Insel Wilhelmstein

Das Steinhuder Meer ist der größte See Niedersachsens und ein Hauptziel für Touristen. Besonders beliebt ist es, den See mit dem Fahrrad an einem Tag zu umrunden. Dabei wird meistens nicht viel links und rechts geschaut, was dort so zu sehen ist. Die Natur wird meist nur flüchtig wahrgenommen und als ganzes gesehen. Als Landschaft eben. Auf die Tierwelt wird eher weniger geachtet.

Großartige Tierwelt

Dabei ist die Tierwelt am Steinhuder Meer ziemlich großartig. Es gibt dort Seeadler, Fischadler und Kraniche. Und man versucht die fast ausgestorbene Moorente wieder anzusiedeln. Das herausragende Naturschutzgebiet am Steinhuder Meer sind die Meerbruchswiesen im Osten des Sees. Die Radfahrer sind für Naturbeobachter und Fotografen ziemlich störend. Ist man doch einer der wenigen, der zu Fuß unterwegs ist. Da die Radfahrer aber schnell weiter wollen, lassen sie die Meerbruchswiesen meist links liegen und fahren weiter. Und im Naturschutzgebiet hat man mehr Ruhe. Dort gibt es drei Beobachtungshütten und am Steg direkt am Ostufer des Steinhuder Meeres einen kleinen Beobachtungsturm.

Dem Beobachtungsturm gegenüber liegt die Insel Wilhelmstein. Mit der Festung Wilhelmstein. Die Größe der Wasserfläche und die Ruhe in dem kleinen Beobachtungsturm ist beeindruckend. Auch wenn es nicht immer so ruhig bleibt, wenn eine größere Besuchergruppe kommt.

Seeadler bei der Jagd

Mit etwas Glück kann man vom Turm auch einen See- oder Fischadler bei der Jagd beobachten. Beide Arten brüten auch in den Meerbruchswiesen. Bei den Seeadlern ist die Brut allerdings nicht jedes Jahr erfolgreich. Der Horstbaum ist in einem Jahr auch schon einmal zusammen gebrochen.

Das Steinhuder Meer war in diesem Jahr auch sehr von der Trockenheit betroffen. Die Boote sind zum Teil auf Grund gelaufen und konnten nicht mehr fahren. Der See ist im Durchschnitt nur 1,35 m tief.

Steckbrief :

Status : Die Meerbruchswiesen sind ein international bedeutendes Vogelschutzgebiet, der Rest des Sees ist aber sehr Touristisch.

Beste Jahreszeit : Es gibt Wintergäste, aber im Winter ist das Gebiet eher weniger interessant

Anzahl der Arten : 29 Vogelarten, 2 Säugetiere, mit Glück kann man auch Fische sehen

Highlights : Seeadler, Fischadler, Kraniche, Moorenten, Blaukehlchen, Flussseeschwalben

Besondere Merkmale : Die Horste der Adler

Die Grünen an der Futterstation

Der Grünfink

Ein Grünfink-Weibchen an der Futterstation

Wahrscheinlich habt ihr das schon mitgekriegt, mit manchen Vögeln stehe ich auf Kriegsfuß! Sie sind einfach sehr scheu und vorsichtig. Dazu gehören besonders der Grünspecht, der Eichelhäher und der Grünfink. Ich mag sie wirklich sehr, aber sie sind extrem vorsichtig. Fast schon schreckhaft.

Am Samstag flog der Grünspecht plötzlich durch eine Häuserlücke in einem Bogen auf das Hausdach des Nachbarn. Eine gute Position für ein Foto, aber dem Grünspecht war das viel zu offen und nach einer Sekunde flog er auf den Rasen des Nachbarn. Okay, noch besser. Dachte ich. Eine natürliche Umgebung. Durch den Zaun fotografieren, aber das geht.  Natürlich nicht mit dem Grünspecht! Der war noch im Alarm-Modus und fand das am Gartenzaun viel zu gefährlich und trat die Flucht an.

Der Grünfink

Ähnlich geht es mir immer mit den Grünfinken. Die sind natürlich viel häufiger im Garten und der Umgebung zu sehen, als der Grünspecht. Und so konnte ich sie dort auch schon fotografieren. In Bäumen oder Sträuchern sind sie auch durchaus gelassen. Aber sobald sie sich der Futterstation nähern, sind sie in Alarmbereitschaft.

Ich bewege mich mittlerweile wirklich fast gar nicht mehr. Aber die kleinste Bewegung reicht und sie sind weg. Auch wenn man noch 15 Meter weg ist. Die Buchfinken und Erlenzeisige sind da ganz anders. Selbst das schüchterne Rotkehlchen hält mal still.

Am Samstag konnte ich dann aber doch das erste Mal einen Grünfink an der Futterstation fotografieren. Ich hatte den kurzen Augenblick genutzt, bevor er wieder weg war. Ein paar weitere Fotos konnte ich noch von ihnen im Pflaumenbaum machen.

Ein leeres Vogelbad

Eine weitere Premiere war, das ich den ersten Vogel am Vogelbad fotografieren konnte. Die Blaumeise war dort zum Trinken. Ich habe wirklich noch keinen Vogel im Bad gesehen. Sie nutzen es einfach nicht und fliegen auch kaum mal in die Nähe.

Aber es gelangen mir wirklich viele schöne Fotos, an diesem schönen Tag. Und auch viele Beobachtungen konnte ich machen, bevor am Abend dann der Regen kam.

Dann hast du Weihnachten verpennt!

Dann hast du Weihnachten verpennt

Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Advent und eine schöne Adventszeit!

Dazu gibt es noch einen Klassiker der Weltliteratur, die ganz große Lyrik :

Advent, Advent ein Lichtlein brennt.

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier.

Und wenn die fünfte Kerze brennt, dann hast du Weihnachten verpennt!

Dann hast du Weihnachten verpennt

Und immer dran denken, mit einem Augenzwinkern und etwas Humor geht vieles leichter!

Die Rieselfelder von Münster

Die Rieselfelder von Münster

Blick vom Aussichtsturm auf den großen Teich

In den Rieselfeldern kann man über das Jahr 200 verschiedene Vogelarten beobachten. Besonders beliebt sind die Rieselfelder von Münster auch bei Zugvögeln und Vögeln die sonst am Meer zu Hause sind.

Revier vor der Haustür

Jeder Naturfotograf und Naturfreund hat sein Revier. Meistens ist es direkt vor der Haustür. Wie man so schön sagt. Wenn man einen Garten hat, ist das sogar tatsächlich so. Schon dort kann man sehr viele Beobachtungen und gute Fotos machen. Ein Vogelhaus oder eine Futterstation hilft dabei, die Vögel anzulocken.

Beobachtungen in der Stadt

Viele haben dann auch in der Nachbarschaft oder der näheren Umgebung noch ein gutes Revier. Gerade wenn man schon etwas ländlicher oder in einer kleineren Stadt wohnt. Man hat vielleicht Felder in der Nähe oder einen Wald. Auch in einer Großstadt kann man gute Reviere um die Ecke finden. Ein Park oder ein Friedhof sind gute Orte, um Tiere zu beobachten und zu fotografieren. Diese Orte haben sogar einen großen Vorteil, die Tiere sind dort an Menschen gewöhnt und lassen sich leichter fotografieren.

Natürlich sind solche Reviere nur für Tiere gut, die auch Kulturfolger sind. Und nicht an bestimmte Lebensräume gebunden sind. Wenn man seltene Tiere beobachten will und die Natur so richtig erleben möchte, ist es besser Naturschutzgebiete zu besuchen. Die Schutzgebiete bieten schon ein ganz anderes Naturerlebnis. Man hat das Gefühl in der Natur zu sein und das die Natur dort anders ist.

Tipps für gute Gebiete

Man kann dort vielleicht mehr Tiere beobachten. Doch wo sind die besten Gebiete? Wo kann ich besonders viele Tiere sehen und auch seltene. Diese Fragen stellt man sich oft. Die Ortskenntnis und Erfahrung in seinem Revier hilft einem sehr weiter. Aber meistens kann man dort keine seltenen Tiere sehen. Dazu muss man auch einmal andere Gebiete besuchen.

Da ich auch ein Sammler und Statistikfan bin, habe ich ermittelt, in welchen Gebieten ich wie viele Tiere gesehen habe.  Da sind die Rieselfelder von Münster als Europareservat ein herausragendes Gebiet. Sie gehören zu den Gebieten, die an erster Stelle zu nennen sind. Mit Gebieten wie der Nord- und Ostseeküste, der Müritz, dem Steinhuder Meer usw. . Ein überregional bedeutendes Gebiet.

Die Rieselfelder von Münster

So möchte ich später noch weitere Gebiete vorstellen, hier aber erstmal ein Steckbrief zu den Rieselfeldern :

Status : Europareservat, überregional bedeutend

Beste Jahreszeit : Durch die Zugvögel und Wintergäste das ganze Jahr geeignet

Anzahl der Arten : 84 Vogel-Arten, 4 Säugetiere, 1 Reptilien. Die vielen Wasserflächen und Schilfbestände sind für Säugetiere nicht besonders geeignet

Highlights : Bartmeisen, Blaukehlchen, Austernfischer, Kolbenente, Streifengans, Löffler, Weißstörche und Storchennester.

Auch die Masse an Vögeln und Beobachtungen sind beeindruckend

Weitere Merkmale : Viele Beobachtungshütten und ein Aussichtsturm

Die schlauen Vögel des Glücks

Am Wochenende war bestes Flugwetter. Die Luft war klar und kalt. Keine Wolke am Himmel. Und die Kraniche haben das Wetter genutzt. In den letzten zwei Wochen sind bestimmt schon an die 10.000 Kraniche über NRW in den Süden gezogen. Die Vögel des Glücks waren bei sehr unterschiedlichem Wetter unterwegs. Oft ist die Kälte ein Auslöser für den Start. Und auch der Instinkt der Kraniche hilft ihnen bestimmt, den für sie besten Zeitpunkt zu finden.

Die Kraniche die am Wochenende geflogen sind, kann man vielleicht als Nachzügler bezeichnen, aber sie waren sehr schlaue Vögel. Denn auch der Wind wehte aus der richtigen Richtung und trieb sie mit Rückenwind in Richtung Südwesten und damit können auf den Weg nach Frankreich und Spanien die Kräfte gespart werden.

Sie haben den genau richtigen Zeitpunkt gewählt!

In meiner zweiten Heimat, in Velbert-Langenberg konnte ich die Vögel des Glücks am Wochenende wieder gut beobachten. Sie sind direkt über den Berg gezogen und am Samstag praktisch über meinen Kopf geflogen und das in perfekter V-Formation.

Am Sonntag konnte ich an einem sehr großen Trupp das Gegenteil beobachten. Die Flugformation war völlig aufgelöst und es wurde im Schwarm weiter geflogen. Was man selten sieht. Die Formation wird sonst nur aufgelöst, um an einer Stelle an Höhe zu gewinnen oder sich neu zu formieren.

Kraniche

Aber auch für Flugzeuge war perfektes Flugwetter

Was tun, wenn ein Vogel vor das Fenster geflogen ist

Leider fliegen immer wieder Vögel gegen Fenster. Gestern ist ein Sommergoldhähnchen vor das Fenster vom Büro geflogen. Es gab einen ziemlich lauten Knall. Das hat mich sehr überrascht bei einem so kleinen Vogel. Ich habe es bisher nur erlebt, das Tauben vor Fenster fliegen.

Bei so einem Knall sieht man natürlich sofort nach, was passiert ist. Und ist erstmal geschockt, das es ein Vogel war. Der dann auch noch auf dem Rücken lag und heftig zappelte. Und dann rasen die Gedanken auch schon im Kopf, was kann ich tun? Ich wußte es nicht. Das kleine Goldhähnchen hat sich dann von selbst hinsetzen können. Und ich hatte so etwas Zeit gewonnen, bei Google zu suchen.

Und schreibe jetzt, was man tun kann, wenn ein Vogel vor das Fenster geflogen ist.

Häufig sind sie sofort tot

Wenn ein Vogel vor das Fenster geflogen ist, ist er leider meistens sofort tot. Und wird dann von Katzen oder anderen Vögeln geholt. Meistens sieht man später nichts mehr von diesem Unfall. Auch haben viele Vögel innere oder äußere Verletzungen durch den Aufprall. Wenn man erkennen kann, das ein Flügel verletzt ist, dann gibt es wahrscheinlich auch innere Verletzungen. Dann sollte man den Vogel vorsichtig in einen Karton mit Luftlöchern packen und zum nächsten Tierarzt oder einer Auffangstation fahren. Dort kann dann entschieden werden, ob bei den Verletzungen weitere Maßnahmen noch helfen können.

Bei inneren Verletzungen wird es schwierig. Oft ist der Vogel dann sehr bald tot.

Nur bei Problemen anfassen

Das Sommergoldhähnchen saß da und hatte sehr schwere Atmung. Das kann man gut erkennen. Oft haben Vögel dabei auch den Schnabel geöffnet. Das deutet auf einen Schock und eine Gehirnerschütterung hin. Davon können sich Vögel sehr viel schneller erholen als wir Menschen. Dann sollte man darauf achten, das der Vogel an einem sicheren Ort ist und sich in Ruhe erholen kann. Sitzt er auf einem Balkon, dann kann man ihn ganz in Ruhe lassen. Bei der Arbeit saß das Sommergoldhähnchen auf einer Terrasse im Innenhof. Katzen kommen dort nicht hin. Auch dort war es also sicher. Wenn der Vogel auf einem Weg oder der Straße sitzt, sollte man ihn sofort in die Hand nehmen und in ein Dickicht setzen, wo es sich in Ruhe erholen kann. Auch sollte man darauf achten, das der Vogel nicht beim Losfliegen direkt wieder vor das Fenster fliegt. Man kann den Vogel ruhig anfassen, wenn es nötig ist. Sollte es aber wegen dem Schock und starken Bewegungen eher vermeiden. Denn die könnten z. B. das Genick belasten. Am sichersten ist, ein Blatt Papier zu benutzen und den Vogel vorsichtig darauf zu schieben.

Die Erholung kann schnell gehen

Das Sommergoldhähnchen saß nicht in Richtung der Fensterscheibe. Und musste sich nur ein bißchen erholen. Alle Arbeitskollegen waren sehr mitfühlend und gerade die Arbeitskolleginnen mussten gebremst werden, nichts zu tun. Wenn der Vogel äußerlich gut aussieht, ist Aufregung für den Vogel einfach zu vermeiden.

Nach einer halben Stunde wurde das Sommergoldhähnchen munterer und begann den Kopf zu drehen. Man sah förmlich wie wieder Bewegung in den kleinen Körper kam. Und als ich dann kurz weg war, war es auch schon weg geflogen. Was mich und alle auf der Arbeit sehr gefreut hat. Es kann aber auch 1 bis 2 Stunden dauern, bis sich ein Vogel erholt hat.

Es war das erste Sommergoldhähnchen, was ich bis jetzt gesehen habe. Keine gute erste Begegnung. Ich hoffe, ich kann nochmal eines beobachten. Auch ein Foto habe ich nicht gemacht, das erschien mir sehr unangebracht. Es hatte einen Unfall und war verletzt. Das sollte man respektieren. Ich finde es auch total daneben, wenn man sich als Gaffer betätigt und Unfälle und Opfer betrachtet oder gar fotografiert und filmt. Das ist einfach asozial! Und sollte viel härter bestraft werden!

Deshalb gibt es zu diesem Beitrag kein Foto. Aber dieses Goldhähnchen werde ich bestimmt nie vergessen, dieser Moment bleibt in meinem Kopf.

Noch mehr vom Grugapark

Vor ein paar Wochen habe ich schon einmal über den Grugapark berichtet. Hier : Der Grugapark

Da es in der Freiflughalle für Vögel und in den Käfigen aber noch mehr Vögel gibt, möchte ich heute noch einige davon zeigen.

In der Freiflughalle gibt viele Ibisse. Neben den anderen Arten, die ich schon gezeigt habe.  Oft werden sie auch als Sichler bezeichnet. Vermutlich wegen dem großen, sichlerförmigen Schnabel. Neben dem Schneesichler, den ich schon gezeigt habe, gibt es noch die Scharlachsichler. Die auch rote Ibisse genannt werden und die heiligen Ibisse. Der Vogel wurde im alten Ägypten als heilig verehrt. Kommt dort aber heute gar nicht mehr vor, nur noch südlich der Sahara. Die vierte Art ist der Stachelibis, der in Australien vorkommt. Seinen Namen hat er von den gelben Federn am Hals des Männchens. Diese sehen wie Stacheln aus.

Außerdem gibt es noch Kronenkraniche in der Freiflughalle. Diese besonders auffälligen Vögel haben eine gelbe Federkrone am Kopf. Diese abstehenden Federn lassen sie auch wie Punker aussehen.

Und etwas, was man hier sehr selten sieht, gibt es bei den Fotos. Mich bei der Arbeit!

In der Nähe der Freiflughalle gibt es auch noch einige Käfige mit Papageien und Eulen.

Natur heißt Veränderung

Da ich gerade mein erstes Beobachtungsjahr abgeschlossen habe, vergleiche ich die Jahre und Jahreszeiten. Vögel haben feste Reviere, feste Ansitzpunkte und wiederholen ihr Verhalten. Sie fliegen jedes Jahr in den Süden und kehren im nächsten Jahr dann hoffentlich auch zurück. Und so wiederholt sich vieles. Viele Vögel habe ich ab einem bestimmten Zeitraum wieder in den Gebieten gesehen. Bei den Silberreihern ist es mittlerweile jedes Jahr wieder der Fall. Die Kolbenenten, die Löffler, die Streifengänse und der Eisvogel waren wieder da. Die Störche sammeln sich wieder zu Gruppen.

Aber Natur heißt auch immer Veränderung. Vor allem auch durch das Wetter. Die lange Trockenheit in diesem Jahr. Stürme und starke Niederschläge. Alles hat Auswirkungen. Die Weinlese ist so früh wie wohl noch nie. Auch die Kürbisse sind früher reif. Die Apfelbäume sind prall gefüllt mit Äpfel. Andere Pflanzen haben unter der Trockenheit eher stark gelitten.

Die Gebiete verändern sich ständig. Fotos die man gemacht hat, sind ein Jahr später so gar nicht mehr möglich. Weil sich auch die Vegetation ständig ändert. Sehr gut sehen kann man das an meinen Fotos vom Eisvogel. Der Ansitzbaum und die Ansitzpunkte haben sich sehr verändert. Viele gibt es so nicht mehr. Vor einem Jahr machte ich meine besten Fotos vom Eisvogel. Daran kann ich die Veränderungen zeigen.

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