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Die Zeit der Eisvögel

Die Zeit der Eisvögel

Die Zeit der Eisvögel: Ab Ende August ist der Eisvogel wieder an der Kiebitzwiese zu sehen

Ab Ende August beginnt die Zeit der Eisvögel. Dann kann man sie wieder häufiger beobachten. Die Brutzeit und die Aufzucht der Jungvögel ist dann vorbei. Die flüggen Jungvögel müssen dann auch ihre Eltern verlassen und sich ihr eigenes Revier suchen.

Ende August kann man dann auch die Eisvögel an der Kiebitzwiese häufig beobachten. Besonders ein männlicher Eisvogel zeigt sich dann immer wieder auf den verschiedenen Ansitzästen am Wasser. Ich vermute, das es jedes Jahr der gleiche ist. Denn es wiederholt sich so jedes Jahr. Seit Oktober 2017 könnte ich ihn dort immer wieder beobachten.

In diesem Jahr haben einige Beobachter schon viele Eisvögel gesehen. Es könnte sein, das es dieses Jahr viele Jungvögel gibt und es für die Eisvögel ein erfolgreiches Jahr war. Bei der Reviersuche kann es dann schon in manchen Gebieten eng werden. So dass sich ein Jungvogel auch an einen Gartenteich verirren kann. Revier ist Revier, man nimmt halt, was man einfach kriegen kann. Gerade wenn man unerfahren ist.

Nach 11 Tagen in Freiheit

Nach 11 Tagen in Freiheit

Nach 11 Tagen in Freiheit: Brutus wurde im Käfig gefangen

Nach 11 Tagen in Freiheit im Innenhof wurde der Kanarienvogel am Freitag gefangen und eine Arbeitskollegin hat den Vogel im Käfig mitgenommen. Ihre kleine Tochter hat sich schon sehr auf den Kanarienvogel gefreut.

Nach 11 Tagen in Freiheit: Ein Konflikt entsteht

Soweit ist das der Ausgang der Geschichte von unserem gefiederten Gast im Innenhof auf der Arbeit. Und es ist eigentlich ein guter Ausgang. Diesen Ausgang und diesen Beitrag hätte es aber schon früher geben können. Eigentlich hätte der Beitrag am Mittwoch schon fertig sein können. Nach 9 Tagen wurde der Vogel im Käfig gefangen. Doch dann entwickelte sich ein Politikum um den kleinen gelben Vogel.

Da es schon irgendwie typisch für unsere Gemeinschaften und die Politik ist, möchte ich die Situation doch kurz beschreiben. Meine Arbeitskollegin hatte sich schon früh bereit erklärt den Kanarienvogel mit nach Hause zu nehmen. Ein Besitzer konnte nicht gefunden werden und im Tierheim wäre es für ihn bestimmt auch nicht schön gewesen. Und in Freiheit zu überleben, ist für einen kleinen Kanarienvogel eigentlich auch keine gute Option. Eigentlich. Denn da kann man doch sehr gut unterschiedlicher Meinung sein, oder?

Verschiedene Meinungen erschweren eine Lösung

Ich bin in dem Fall nicht der Meinung, aber zu jedem Problem gibt es ja immer wieder unterschiedliche Meinungen. Und dann gibt es immer wieder ein hin und her, ohne das man zu einer Lösung kommt oder alle zufrieden sind. Das erschwert die Politik und unser Zusammenleben oft. So auch bei dem kleinen Kanarienvogel.

Der Kanarienvogel wurde schon Mittwochmorgen im Käfig gefangen. Und meine Arbeitskollegin wollte ihn dann mitnehmen. Sie hatte schon ein Foto gemacht und es ihrer Tochter mitgeteilt. Hätte ich das gewusst, hätte ich darauf gedrängt den Vogel schnell mitzunehmen. Denn die Kleine hat sich schon sehr auf den Vogel gefreut und ein kleines Kind zu enttäuschen, ist mindestens genauso schlimm, wie einem kleinen Vogel die Freiheit zu nehmen.

Der Kanarienvogel hat sich sehr aufgeregt, als er gefangen wurde. Das hat ihn wütend gemacht. Und das hat die Fraktion der Arbeitskollegen auf den Plan gerufen, die ihn lieber in Freiheit gesehen haben. “Der arme Vogel!” War da die Meinung. Und Mittags hat sich dann diese Fraktion darauf geeinigt, die Käfigtür zu öffnen. Nach ein paar Minuten hat dann der Vogel den Käfig wieder verlassen. Er war wieder frei! Und die Fronten endgültig verhärtet. Der Kollege, der den Vogel gefangen hat, war am meisten beleidigt.

Hektik nach einer kalten Nacht

“Es ist ja noch warm.” “Wir haben ihn einmal gefangen, wir fangen ihn auch ein zweites Mal!” Waren einige Sätze, die man dann hören konnte. Am Freitagmorgen gab es dann große  Aufregung bei der besorgten Fraktion. Denn das Thermometer hat am Morgen nur 6 Grad angezeigt! Jetzt musste schnell gehandelt werden. Und der Vogel konnte auch schnell gefangen werden. Der Rest der Geschichte ist bekannt.

Falsch verstandene Tierliebe?

Der Kanarienvogel war dann auch sofort ganz ruhig im Käfig und wirkte sehr zufrieden. Vielleicht war es ihm dann doch schon zu kalt geworden. Die eine Hälfte der Arbeitskollegen beruhigte das nicht wirklich. Das zeigt das große Problem mit Tieren in Gefangenschaft. Der Kanarienvogel ist an Menschen gewöhnt. Auf Dauer kann er bei uns in Freiheit nicht überleben. Und dann auch noch ohne die Gesellschaft anderer Kanarienvögel. Es gibt immer wieder Gefangenschaftsflüchtlinge und einige Arten überleben auch erfolgreich in unserer Natur. Aber sie gehören nicht hierher und das führt zu Problemen in unserer Natur und mit einheimischen Arten. Arten in die Freiheit zu entlassen ist deshalb gar keine gute Idee. Besonders aus Pelztierfarmen wurden immer wieder Tiere freigelassen. Nerze, Waschbären und Nutria sind nur einige Beispiele.

Ich bin auch kein Freund von eingesperrten Tieren. Aber für Haustiere ist die Nähe zum Menschen einfach besser. Auch wenn mir der Kanarienvogel auch sehr leid tat, ist es für ihn doch das Beste. Und ein kleines Mädchen wird damit auch noch glücklich gemacht!

Ein aussergewöhnlicher Gast

Ein aussergewöhnlicher Gast

Ein aussergewöhnlicher Gast: Ein gelber Kanarienvogel lebt seit Montag im Innenhof

Seit Montag haben wir auf der Arbeit einen aussergewöhnlichen Gast im Innenhof. Ein gelber Kanarienvogel hat sich dort eingenistet. Er ist nicht scheu, hat aber trotzdem noch eine Fluchtdistanz. Vermutlich ist er irgendwo entflogen. Hat aber nicht vor, seine Freiheit wieder aufzugeben. Deshalb ist es auch noch keinem gelungen, den Vogel einzufangen. Er lässt einen bis auf einen halben Meter heran, geht aber nicht auf die Hand. Dann flüchtet er immer. Auch Versuche ihn mit Hilfe von Laborkitteln oder Decken einzufangen sind gescheitert.

Ein schlauer Kanarienvogel

Schlau genug scheint er zu sein, um da draußen in der Freiheit zu überleben. Zumindest für den Moment. Die größte Sorge der Kollegen ist die Kälte und der kommende Winter. Natürlich eine berechtigte Sorge. Oft wird das bei wärmeliebenden Vögel aus dem Süden aber auch falsch eingeschätzt. Selbst Bienenfresser und Papageienarten haben kein Problem mit etwas Kälte. Halsbandsittiche leben mittlerweile zahlreich das ganze Jahr in Deutschland. Das Problem ist bei exotischen Vögeln eher die fehlende Nahrung in der kalten Jahreszeit.

Aber wenn man den kleinen Kanarienvogel so sieht, wünscht man ihm schon ein warmes Plätzchen. Die zweite große Sorge ist, dass er mit seiner auffälligen Farbe zu einer leichten Beute wird. Dabei haben die Kollegen die Elstern und Rabenkrähen im Blick, die sie als fiese Vogeljäger sehen. Klar, die Rabenvögel plündern Vogelnester und fressen Jungvögel aus den Nestern anderer Vögel. Aber einen beweglichen, gesunden Vogel werden sie nicht kriegen. Dafür ist der Kanarienvogel auch zu schlau. Für einen Sperber oder einen anderen Greifvogel wäre er dagegen eine gute Beute. Der Innenhof ist groß genug und bietet Platz für einen erfolgreichen Angriff.

Alles für den kleinen, aussergewöhnlichen Gast

Andererseits bietet der Innenhof Schutz vor Katzen und Wind und ist deshalb gut gewählt. Auch die Nähe zum Menschen passt natürlich für den Kanarienvogel. Die Rabenkrähen und Elstern werden von den Kollegen schon seit Monaten mit Walnüssen gefüttert und für den Kanarienvogel wurde mittlerweile ein kleiner Vogel-Freizeitpark aufgebaut. Von einem Pappkartonhaus bis zu einer Wohnhöhle die man an einen Baum hängen kann. Futter und Wasser natürlich inklusive. Dabei nimmt der Vogel Wasser gerne an, sucht sich sein Futter aber sonst meistens selbst im Gras und auf den Steinen.

Er kommt selbst klar und nimmt auch die diversen von Menschen gebauten Behausungen nicht an. Er scheint seine Freiheit zu genießen und sonnt sich gerne. Zu den Gegenständen, die man ihm anbietet ist mittlerweile auch noch ein alter Vogelkäfig hinzugekommen.

Wer ist schlauer, Mensch oder Vogel?

Denn schließlich braucht er ja Schutz und muss immer noch gefangen werden. Schlau wie man als Mensch ist, hat man ihn auf den Rasen an die Lieblingsstelle des Vogels gestellt. Der bewegte sich zuerst immer in einem Radius von einem halben Meter um den Käfig herum. Denn er ist schlauer! Ich habe das gleich gesagt, dass er zu schlau ist, um in den Käfig zu gehen. Wer von uns würde denn schon freiwillig in einen Käfig gehen? Und vielleicht kennt er auch gar keinen Käfig, weil er aus einer Voliere abgehauen ist.

Da habe ich mich aber etwas getäuscht, denn die Kollegen nutzen auch Futter im Käfig, um den Vogel hinein zu locken. Heute Morgen saß er dann das erste Mal im Käfig und hat das Futter gefressen. Danach hat er aber den Käfig wieder verlassen und nicht mehr betreten.

Ich stelle mir jetzt die Frage, kann ich einen Kanarienvogel für meine Bird-Challenge zählen? Bei der Stunde der Sommer- und Wintervögel, der Zählung der Vögel in Gärten und Parks werden jedes Mal diverse exotische Arten mitgezählt. Da ist wirklich alles dabei. Dass ich mir immer denke, ist das Spaß oder sind da draußen wirklich so viele exotische Arten unterwegs und überleben die auch noch? Ich selbst habe vor Jahren einen Papagei-ähnlichen Vogel gesichtet, aber sonst begegnen mir keine exotischen Vögel.

Der Vogel braucht einen Namen!

Die Zukunft des Kanarienvogels bleibt spannend. Die nächsten Tage werden nochmal sehr warm, der Sommer kommt zurück. Aber danach? Wird er nochmal in den Käfig gehen? Finden wir vielleicht sogar noch seinen Besitzer?

Während die Arbeitskolleginnen immer sehr besorgt sind, sind die männlichen Kollegen mehr neugierig und pragmatisch. Der Vogelkäfig wurde schnell bei Ebay gekauft und einen Namen muss der Vogel natürlich auch noch haben! Er heißt jetzt Brutus. Weil er sieht doch auch total aus wie ein Brutus! Da gibt es dann auch keine Diskussion mehr darüber.

Jetzt muss Brutus das Wochenende alleine überstehen. Ich denke, er schafft das locker. Vielleicht fehlt ihm etwas die Gesellschaft und diese ständig nervenden Zweibeiner. Das könnte etwas langweilig werden. Ich bin gespannt ob er Montag noch da ist und werde darüber berichten.

Nationalpark Bayerischer Wald

Nationalpark Bayerischer Wald

Nationalpark Bayerischer Wald: Die Schilder scheinen zum Jubiläum erneuert worden zu sein.

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist der erste Nationalpark in Deutschland. Er wurde 1970 mit einer Fläche von 13.229 Hektar eröffnet und feiert dieses Jahr 50jähriges Bestehen. Vorher gab es erheblichen Widerstand gegen den Nationalpark. Der Park wurde von Staatsminister Hans Eisenmann eröffnet. Ihm zu Ehren gibt es am Informationszentrum Lusen in Neuschönau das Hans-Eisenmann-Haus. In diesem Haus gibt es zahlreiche Informationen über den Nationalpark. In der Nähe des Hans-Eisenmann-Hauses liegt ein Baumwipfelpfad und ein Stein- und Pflanzenfreigelände. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erstreckt sich das große Tierfreigelände auf über 200 Hektar. Dort kann man viele Tiere in großen Gehegen sichten, die es auch im Nationalpark gibt oder die früher im Bayerischen Wald gelebt haben. Man kann diese Tiere im Freigelände sichten. Viele Tiere bekommt man allerdings gar nicht zu sehen, denn die Gehege sind wirklich groß und die Tiere sehr scheu. Aber dazu später noch mehr.

Tierfreigehege an den Nationalparkzentren

Ein weiteres Tierfreigelände gibt es am Informationszentrum Falkenstein in Ludwigsthal. Dort befindet sich das Informationshaus, das „Haus zur Wildnis“ nicht am Parkplatz und Eingang, sondern man erreicht das Haus erst nach dem man zum Ende des Freigeländes gelaufen ist. Aber keine Angst, das Tierfreigelände am Falkenstein ist nicht so groß, wie das in Neuschönau. Auf 68 Hektar kann man dort nur vier Tierarten beobachten. Luchs, Wolf, Auerochse und Wildpferde sind dort zu sehen. Wir konnten nur die Auerochsen sehen, die anderen Tierarten waren nicht zu sehen. Einen Luchs haben wir leider um ein paar Minuten verpasst. Dieser kam sogar bis zur Aussichtsplattform, holte sich dort einen Hasen. Eine Frau konnte den Luchs dann sogar mit dem Handy fotografieren. Was sehr deutlich wird, gerade Luchse sind sehr heimliche Tiere und Meister der Tarnung. Ihre Gehege sind deutlich kleiner als die der Wölfe trotzdem ist es nicht möglich einen der Luchse zu entdecken.

Erweiterungen des Nationalpark

1997 wurde der Nationalpark Bayerischer Wald auf eine Größe von 24.250 Hektar erweitert. Das Erweiterungsgebiet liegt rund um den Falkenstein. Zusammen mit dem Sumava Nationalpark auf tschechischer Seite bildet er das größte Waldschutzgebiet in Mitteleuropas und das größte zusammenhängende Waldgebiet. Am 07. Oktober 2020, am 50. Jahrestag der Eröffnung, soll der Nationalpark nochmal um 600 Hektar erweitert werden.

Das Tierfreigelände in Ludwigsthal wurde erst 2005 eröffnet und dort ist es wesentlich einfacher einen Luchs zu sichten. Wenn man am Nachmittag zum Gehege kommt, wenn die Besucher schon weniger werden, hat man eigentlich ganz gute Chancen einen der Luchse zu sichten.

Wenig Chancen hatten wir bei den Wölfen in Ludwigsthal. Das Gehege ist toll, eine lange, schöne Holzbrücke führt hindurch. Leider ist das Gehege auch riesig. Mit das Größte in beiden Freigeländen. Man bekommt einen guten Eindruck, wie es wäre, wenn man versuchen würde einen Wolf in einem Waldstück zu sichten. Man würde es vermutlich nicht schaffen oder müsste viel Geduld mitbringen. 2017 gelang es sogar fünf Wölfen aus dem Gehege zu entkommen. Zwei von ihnen wurden bis heute nicht gefunden. Der Aussichtsturm am Wolfsgehege war leider wegen Corona gesperrt. Von dort hätte man bestimmt einen guten Überblick gehabt.

Das Haus der Wildnis kann man in einer halben Stunde gut erreichen, selbst wenn man einen Zwischenstopp bei den Luchsen macht.

Das Tierfreigelände in Neuschönau zu erkunden dauert wesentlich länger. Der Rundweg ist knapp 7,5 km lang. Mit der Räubertochter haben wir es an zwei Tagen nicht geschafft, alle Gehege zu sehen. Einige sind auch zu eng und dürfen wegen dem Coronavirus 2020 nicht betreten werden.

Die Tiere im Nationalpark

Folgende Tierarten sind dort zu sehen: Bär, Biber, Wolf, Luchs, Rothirsch, Elch, Wildschwein, Wildkatze, Wisent, Fischotter, Uhu, Waldkauz, Waldohreule, Habichtskauz, Rauhfußkauz, Schwarzmilan, Wespenbussard, Schwarzstorch, Auerhuhn und Kolkrabe.

Bären und Wisente gibt es im Nationalpark nicht mehr. Elche gibt es auf tschechischer Seite am Stausee Lipno sie wandern manchmal in den Nationalpark. Wenn man durch den Nationalpark fährt, fühlt man sich häufig von der Landschaft an Schweden oder Kanada erinnert. Ein Elch würde dort gut hineinpassen.

Wölfe im Nationalpark

2016 hat sich ein Wolfspaar angesiedelt das auch schon Nachwuchs hatte. Der Luchs wurde durch Auswilderungen wieder angesiedelt. In Bayern und Tschechien wurden Tiere ausgesetzt und die Population stieg zunächst stark an. Geschätzt gab es zwischen 75 und 100 Tiere. Zwischen 1995 und 2008 ging die Anzahl aber wieder stark zurück. Vor allem auch durch illegale Abschüsse auf beiden Seiten der Grenze. Ein völlig unsinniges und unverständliches Verhalten.

Die Tiere sind wirklich schwer zu sichten. Niemand wird einfach so im Wald einem Luchs oder einem Wolf begegnen. Selbst nach Wochen hätte man wenig Chancen. Selbst Biologen und Naturschützer müssen die Tiere besendern und Fotofallen aufstellen um überhaupt Sichtungen und Bewegungen der Tiere einzufangen. Wölfe legen große Entfernungen zurück und auch die Luchse haben einen Bewegungsradius auf beiden Seiten der Grenze.

Raubtiere müssen zugelassen werden!

Sie sind auch keine Gefahr für den Wildbestand oder den Menschen. Eher im Gegenteil, der Rothirsch- und Wildschweinbestand ist viel zu hoch und muss durch Abschüsse reguliert werden. Weil es eben zu wenig natürliche Feinde gibt. Die Rothirsche müssen im Winter sogar in Gatter eingesperrt werden, damit sie nicht zu viele Schäden an Bäumen anrichten. Ohne Raubtiere ist ein natürliches Gleichgewicht nicht möglich! Man kann nur hoffen, dass das eingesehen wird.

Außerdem gibt es im Nationalpark Bayerischer Wald Wildkatzen, Biber und Fischotter. An Vogelarten besonders die Eulen. Uhu, Habichtskauz, Rauhfußkauz, Sperlingskauz und Waldohreule. Aber auch Auerhuhn, Haselhuhn, Schwarzstorch und Wespenbussard.

Einige der Arten möchte ich hier zeigen. Ich habe sie im Tierfreigelände fotografiert. Alle Tiere wurden in den Gehegen fotografiert. An diesem Beitrag habe ich jetzt sehr lange gearbeitet. Der Urlaub im Bayerischen Wald ist schon fast wieder zwei Monate vorbei. Aber dieser Beitrag ist mir auch sehr wichtig, zusammen mit meinem allgemeinen Beitrag : Der Nationalpark über Schutzgebiete.

Erhöhter Besucherandrang wegen dem Coronavirus

Als wir im Nationalpark Bayerischer Wald waren, ist zwar schon von einem erhöhten Besucherandrang wegen dem Coronavirus berichtet worden, selbst erlebt haben wir das aber damals gar nicht. Das Wetter war auch noch nicht so sommerlich und in Bayern waren noch keine Sommerferien. Vor drei Wochen war es aber dann sogar so, das der Parkplatz am Nationalparkzentrum Lusen gesperrt werden musste, weil er besetzt war und auch keine Besserung in Sicht war.

Ein gesteigertes Interesse an der Natur ist zwar sehr positiv, so aber im Endeffekt nicht sehr hilfreich. Wenn dieses Interesse daraus resultiert, das man einem Virus ausweicht und seine normalen Reiseziele nicht besuchen kann und deshalb die einheimische Natur überrennt. Da kann man dann doch nur hoffen, das bald alles wieder normal ist. Denn gerade scheue und seltene Tiere werden mit Besuchermassen gar nicht klar kommen.

Neue Sichtungen im August

Neue Sichtungen im August

Neue Sichtungen im August : Die ersten Zugvögel, hier ein Braunkehlchen

Um wieder in den Monatsrhythmus mit den Sichtungsbeiträgen zu kommen, gibt es neue Sichtungen im August diesmal wieder pünktlich zum Ende des Monats. In den letzten Tagen ist deutlich mehr los in der Vogelwelt. Wenn auch lange nicht so viel wie letztes Jahr im August. Es gibt deutlich weniger Hausrotschwänze zu sehen, wobei sie immer noch die häufigsten Vögel auf meiner Runde sind.

In den letzten Tagen waren aber schon die ersten Zugvögel am Hordtberg zu sehen. Auf den Zaunpfählen konnte ich zweimal Braunkehlchen sichten und am Samstag einen Steinschmätzer. Da ich einen Steinschmätzer schon auf dem Vogelzug im Frühling sah, hat der schon die Nr. 46. Das Braunkehlchen als neue Sichtung ist die Nr. 77.

Der Zwergtaucher von der Kiebitzwiese ist die Nr. 74 und die Lachmöwe die Nr. 75. Der junge Kuckuck darf natürlich auch nicht fehlen, er ist meine Nr. 76 für dieses Jahr.

Den Abschluss für diesen Moment macht einer unser kleinsten Vögel als Nr. 78, das Sommergoldhähnchen. Auch wenn es immer ziemlich schlecht gelaunt aussieht, ist dieser kleine Angry bird doch immer wieder ein Highlight. So klein und immer so schnell und flink zwischen den Zweigen und Blättern unterwegs, das man froh ist wenn man ein Foto gemacht hat.

Insgesamt eine sehr schöne Mischung, wie ich finde!

 

Die Jungvögel von der Kiebitzwiese

Jungvögel von der Kiebitzwiese

Der diesjährige Kuckuck hat erfolgreich eine Raupe gefangen

Am Samstag bei meinem Besuch an der Kiebitzwiese sind mir die Jungvögel aufgefallen. Einige Jungvögel von der Kiebitzwiese sind etwas spät dran. Die Altvögel haben sich schon auf den Weg in den Süden gemacht. Einige Jungvögel sind noch alleine zurückgeblieben.

Die jungen Störche sind schon weg

Aber der Reihe nach, denn bei den Störchen fliegen zuerst die Jungvögel los. Beide Jungvögel von der Kiebitzwiese haben sich schon auf den Weg nach Afrika gemacht. Die beiden Altvögel standen zusammen im Nest und schienen nochmal in Ruhe Abschied zu nehmen von der Brutsaison. Sie tanken im Moment noch die Energiereserven auf und suchen Nahrung auf der Kiebitzwiese und im angrenzenden Wasserwerk.

Der erste einsame Jungvogel den ich sichtete war ein Neuntöter-Weibchen. Warum manche Vögel noch länger bleiben ist schwer zu sagen. Jeder Vogel ist halt anders. Da gibt es unterschiedliche Charaktere. Sie wird den Weg in den Süden dann halt später finden. Zwischendurch hat sie auf jeden Fall immer wieder erfolgreich Insekten gefangen.

Von Anfang an ohne eigene Eltern

Ebenfalls erfolgreich bei der Jagd war ein anderer Jungvogel, der sowieso von Anfang an ziemlich gut alleine klar kommen muss. Zumindest ohne seine leiblichen Eltern. Denn seine Mutter legt ein Ei in fremde Nester. Da ist doch wohl schon klar von wem ich rede? Für mich war es auf jeden Fall ein Highlight des Jahres, ich konnte einen jungen Kuckuck beobachten und fotografieren!

Zuerst habe ich den diesjährigen Kuckuck gar nicht erkannt und auf die Entfernung vermutet, das es ein Star ist. Der Jungvogel ist auch noch deutlich anders gefärbt als seine Eltern. Sehr dunkelbraun, fast schwarz gebändert.

Erst beim näher kommen erkannte ich den seltenen Vogel, der aus einem anderen Nest geschlüpft ist und so ohne Hilfe der eigenen Eltern den Weg ins Leben finden muss. Aus welchem Nest er wohl geschlüpft ist? Waren seine Eltern vielleicht Teich- oder Sumpfrohrsänger? Er hat sich auf jeden Fall prächtig entwickelt!

Später konnte ich den jungen Kuckuck noch aus nächster Nähe und bei der Jagd beobachten. Vermutlich werde ich einem Kuckuck nicht mehr oft so nahe sein!

Jungvögel sind schwer zu erkennen

Bei Jungvögeln muss man häufig mehrmals hinsehen, um sie eindeutig zu bestimmen. So auch bei den jungen Zwergtauchern, die ich auf der Ruhr fotografierte. Da auch diese beiden alleine nach Fischen tauchten, hatte ich auch keinen Vergleich zu einem Altvogel. Aber für junge Haubentaucher scheinen sie mir doch etwas klein zu sein. Wenigstens können sie noch in Ruhe wachsen, auf den Weg in den Süden müssen sie sich nicht machen.

Neue Sichtungen im Juli

Neue Sichtungen im Juli

Neue Sichtungen im Juli: Unsere größte Drossel, die Misteldrossel. Meine Nr. 72 für dieses Jahr

Neue Sichtungen werden für mich im Moment immer schwieriger. Es ist sehr heiß und die Vögel befinden sich zum Teil seit Juli noch in der Mauser. Deshalb bedeutet neue Sichtungen im Juli auch eigentlich den Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte August. Der Zeitraum ist da bei mir im Moment etwas flexibel.

Bei Exkursionen sehe ich im Moment nicht viele Vögel. Dabei hat der Vogelzug schon begonnen und die ersten Vögel verlassen Deutschland und die ersten Zugvögel aus Nord- und Osteuropa erreichen uns schon. So werden schon die ersten Braunkehlchen und Steinschmätzer gesichtet.

Ich hatte leider nicht das Glück und bin froh, wenn ich überhaupt etwas sichte. Immerhin konnte ich mit dem Bluthänfling ( Nr. 70 ), dem Baumpieper ( Nr. 71 ) , der Misteldrossel ( Nr. 72 ) und dem Grauschnäpper weitere vier Arten für dieses Jahr sichten. Damit habe ich jetzt 73 Arten in diesem Jahr gesichtet.

Besonders mit der Bestimmung der Misteldrossel tue ich mich immer schwer. Man kann sie halt leicht mit der Singdrossel verwechseln. Beim Baumpieper und dem Grauschnäpper reicht meist ein prüfender Blick auf die Fotos.

Die Bienenfresser sind ausgeflogen

Die Bienenfresser sind ausgeflogen

Die Bienenfresser sind ausgeflogen, sie haben die Sandgrube verlassen

Heute war ich noch einmal am Brachter Wald und es scheint, die Bienenfresser sind ausgeflogen! Es waren keine Bienenfresser mehr in den Sandgruben zu sehen. Die Jungvögel haben damit in der letzten Woche die Bruthöhlen verlassen. Nach dem Verlassen der Bruthöhlen verlässt die Gruppe aus Erwachsenen und Jungvögeln den Brutbereich und die Sandgrube oft sehr schnell und geht in der Umgebung auf Nahrungssuche.

Leider die Jungvögel verpasst

Es waren keine Bienenfresser mehr im Umkreis der Sandgruben zu sehen. Leider konnte ich dieses Jahr nicht beobachten wie viele Jungvögel es waren und wie groß die Gruppe ist. Ich besuchte noch das Naturschutzgebiet Elmpter Schwalmbruch um dort vielleicht die Bienenfresser zu sichten. Aber auch dort waren sie nicht zu sehen. Die Gruppe kann jetzt überall in der Umgebung auftauchen.

Der Elmpter Schwalmbruch bietet sich zur Nahrungssuche an, es ist ein sumpfiges Gebiet mit Wasserflächen mit vielen Insekten und Libellen. Auch früher sind die Bienenfresser dort schon gesichtet worden.

Umherziehende Bienenfresser im ganzen Land

Umherziehende Bienenfresser können mittlerweile im ganzen Land gesichtet werden. So tauchen in meiner alten Heimat Westfalen im Kreis Soest und Hamm in den letzten Tagen immer wieder Bienenfresser zur Nahrungssuche an der Lippe auf. Im Naturschutzgebiet Oberwerrieser Mersch in Hamm und an der Disselmersch im Kreis Soest wurden sie gesichtet. Dort in der Nähe wurden schon im Juli erste Bienenfresser gesehen.

Mit einer Brutkolonie muss das nicht unbedingt zu tun haben, da die Bienenfresser oft umherziehen. Aber vielleicht bietet sich eine Steilwand an der Lippe doch einmal für einen Brutversuch an. Zu hoffen wäre es! Auf die neuesten Bestandszahlen der Bienenfresser bin ich auf jeden Fall gespannt. Vielleicht sind sie dieses Jahr weiter angestiegen.

Bescheidene Lage in Nordrhein-Westfalen

Die Lage der Bienenfresser in Nordrhein-Westfalen bleibt wohl weiter eher bescheiden. Am ehemaligen Brutplatz in der Sandgrube am Naturschutzzentrum Bruchhausen in Erkrath sind auch dieses Jahr keine Bienenfresser aufgetaucht. Ich hoffe das bald mehr Bienenfresser nach NRW kommen.

Die Saison der Bienenfresser am Brachter Wald ist wohl beendet. Eine besondere Saison. Bei meinen letzten Besuchen war es deutlich ruhiger am Brachter Wald als in den letzten Jahren. Vielleicht auch eine Folge vom Coronavirus? Dann hatten die Bienenfresser vielleicht eine ruhige Brutsaison.

Direkt auf den Weg in den Süden werden sich die Bienenfresser noch nicht machen. Sie werden sich als Gruppe noch genug Reserven für den anstrengenden Flug in die Winterquartiere anfressen. Dabei kann es auch vorkommen, das sie sich mit weiteren Bienenfressern zu Gruppen sammeln. Die Reise in die Winterquartiere in Afrika starten sie dann Ende August/Anfang September.

Ich hoffe das sie nächstes Jahr wieder zum Brachter Wald zurückkommen. Bis dahin ist eine lange Wartezeit angesagt.

Besuch bei den Bienenfressern

Besuch bei den Bienenfressern

Besuch bei den Bienenfressern : Am Morgen war es noch sehr bedeckt und auch die Bienenfresser zeigten sich nicht sehr aktiv

Ein Besuch bei den Bienenfressern am Brachter Wald war schon längst überfällig. War ich doch das letzte Mal Anfang Juni vor Ort. Eigentlich ist es für mich völlig ungewöhnlich zwei Monate nicht meine Lieblingsvögel zu besuchen. Aber schließlich war ich zwischendurch auch zwei Wochen im Urlaub.

Während den zwei Wochen im Urlaub habe ich häufiger gehört, dass das Wetter in NRW nicht so gut war. Zu kühl und zu feucht für den Juli. Keine so guten Bedingungen für die Bienenfresser in NRW. Als ich gestern morgen unterwegs war, war das Wetter auch noch sehr bedeckt.

Sind die Bienenfresser schon verschwunden?

Von den 35 Grad vom Vortag noch keine Spur. Auch von den Bienenfressern fehlte zunächst jede Spur. Hatten sie das Gebiet schon vorzeitig verlassen? Am 9. Juni bekam ich noch eine Mitteilung, das sogar eine Gruppe von sechs Bienenfressern am Brachter Wald gesichtet wurde.

Gestern Morgen war nicht einer zu sehen. Die Schwalben flogen und jagten Insekten. Aber die Bienenfresser waren ausgeflogen, vielleicht suchten sie schon in der Umgebung nach Nahrung.

Interessante Beobachtungen

Aber dann sah ich in der hinteren Sandgrube das Bienenfresser-Paar über der Grube fliegen. Dabei konnte ich aus der Entfernung interessante Beobachtungen machen. Erstmal zeigten die Bienenfresser, das sie exzellente Flieger sind. Fast mühelos segelten sie auf einer Stelle im Wind über der Grube. Immer wieder konnte ich danach dieses Verhalten beobachten. Die Bienenfresser flogen kurz über der Sandgrube um dann eine Stelle in einer niedrigen Steilwand anzufliegen. Um dann gleich wieder in die Luft zu starten. Diese Steilwand liegt an einer Stelle, an der sich die Bienenfresser schon Anfang Juni gerne aufhielten.

Die niedrige Steilwand ist typisch für die Bienenfresser. Dort legen sie gerne Brutröhren an. Sie bevorzugen solche Steilwände von 1 bis 3 Meter Höhe. Aus einer anderen Perspektive waren auch Löcher und Grabungsstellen zu erkennen. Ich habe die Steilwand auch fotografiert, aber nur für meine eigene Dokumentation. Aus Schutz für die Bienenfresser werde ich dieses Foto hier nicht zeigen.

Die Jungvögel noch nicht ausgeflogen?

Das Verhalten der Bienenfresser war interessant, aber schwer zu deuten. Da sich ihre Bewegungen auch sonst in Grenzen hielten, vermute ich das die Jungvögel die Bruthöhlen noch nicht verlassen haben. Gegen 11:30 Uhr kamen zwei Naturschützer vorbei, die die Sandgrube den Rest des Tages beobachtet haben.

Im Laufe des Vormittags konnte ich drei Bienenfresser im Flug beobachten und vier Vögel in einem ihrer Lieblingsbäume am Haupteingang zum Depot. Dort machte ich auch das einzige brauchbare Foto von meinem Lieblingsvogel.

In der Luft waren die Bienenfresser danach immer nur kurz zu sehen. Auch in der vorderen Sandgrube schienen noch Jungvögel versorgt zu werden. Immer wieder waren Flugaktivitäten der Altvögel an einem unbearbeiteten Sandhügel in der Grube zu sehen. In der Sandgrube waren erhebliche Erdbewegungen gemacht worden, aber dieser Sandhügel wurde vom Betreiber stehen gelassen. Das ist wirklich vorbildliche Zusammenarbeit mit dem Naturschutz!

Zwei getrennte Brutplätze?

Welchen Punkt die Altvögel dort anflogen, konnte ich nicht genau erkennen. Letztes Jahr am 4. August waren die Jungvögel schon ausgeflogen.

Deshalb könnte es jetzt auch noch sein, das die Jungvögel noch in den Bruthöhlen versorgt werden. Fotos gibt es diesmal von dem Bienenfresser nur eines, aber ich konnte andere Vögel und Insekten beobachten. Ein durchaus schönes Bluthänfling Männchen und einen Baumpieper. An einem Flieder gab es viele Zitronenfalter zu sehen und auf dem Sandweg eine blauflügelige Ödlandschrecke.

Sollte jemand in den nächsten Tagen einen Besuch bei den Bienenfressern machen, würde ich mich über eine Rückmeldung sehr freuen. Hier als Kommentar, über das Kontaktformular oder per Email. Vielleicht beobachtet jemand die ganze Gruppe mit den ausgeflogenen Jungvögeln.

Jetzt ist auch mein E-Book über den Bienenfresser bei allen bekannten Anbietern für 4,99 Euro erhältlich :

 

 

 

Tiere auf dem Bauernhof

Tiere auf dem Bauernhof

Tiere auf dem Bauernhof : Hofhund Bastl mit seinem Lieblingsspielzeug, den Tannenzapfen

Tiere auf dem Bauernhof, ihr ahnt es bestimmt schon, heißt bei mir eher Vögel auf dem Bauernhof! Auf einem Bauernhof kann man einige Vögel finden. Hühner naturich und von den wilden Arten die, die an Häusern brüten. Auf einem Bauernhof kann man noch die Lebensgemeinschaft zwischen Mensch und Tier von früher beobachten. Bei zwei Vogelarten erkennt man dann auch sofort woher sie ihren Namen haben. Bei den Hausrotschwänzen und Haussperlingen. Diese beiden Arten fliegen in einem offenen Kuhstall jede Sekunde ein und aus. Es herrscht reger Flugverkehr.

An jeder Scheune kann man Hausrotschwänze beobachten. Ein Paar und oft dann auch schon den ersten Nachwuchs des Jahres. Vermutlich brüten sie auch an jeder Scheune. Im Innenhof des Bauernhofs konnte ich ein Nest mit drei jungen Hausrotschwäne unter einem Überdach finden. Das Nest war in einer Ecke direkt unter dem Dach auf einem Holzbalken. Ein typischer Platz für ein Hausrotschwanznest. Als Nischen- und Höhlenbrüter sind die Häuser der Menschen für sie optimale Lebensräume. Um den Bauernhof finden sie noch genug Insekten, sie bedienen sich aber auch schon einmal am Futter der Hühner. Auch die Haussperlinge bedienen sich gerne an dem Futter.

In den Scheunen und Ställen sind auch Mehl- und Rauchschwalben unterwegs, von denen ich aber leider keine Nester finden konnte. Ich hatte aber auch gar nicht gezielt danach gesucht. Denn stundenlang die Ställe zu durchsuchen, fand ich nicht so angebracht.

Um den Bauernhof herum gibt es noch weitere Feld- und Wiesenvögel zu sehen. Die noch von den zum Teil recht bunten Blumenwiesen profitieren. Oft sind diese Wiesen auch schon an die Bedürfnisse der Viehhaltung angepasst und werden auch häufig gemäht. Ich konnte dort Feldsperlinge, Bachstelzen und Distelfinken sichten. In einer Blumenwiese sind mittlerweile recht wenig Disteln zu finden. Die bevorzugte Nahrung und Namensgeber für den bunten Distelfinken ist wegen der Stacheln keine gute Nahrungspflanze für das Vieh.

Und ungenutzte Brachflächen mit Disteln gibt es in der intensiven Landwirtschaft selten. Um die Insekten und damit die Artenvielfalt zu retten, wären solche Flächen dringend notwendig. Experten sagen sogar, 30% der Landwirtschaftsflächen müssen zu Brachland werden. In meiner Kindheit gab es solche Brachflächen und auch Blühstreifen an Feldern noch reichlich. Die Wiesen rund um den Bauernhof sehen auch gut aus. Sie ziehen auch viele Insekten und Schmetterlinge an. Wenn man genauer hinsieht fehlen aber auch viele bekannte Arten.

Das kann aber auch an der Höhenlage liegen. Getreideanbau oder Anbau anderer Feldfrüchte wird in dieser Höhe gar nicht betrieben. Die Landwirte im Bayerischen Wald sind eher Holzbauern die ein Stück Wald besitzen und die Bäume verarbeiten. So gab es auf dem Bauernhof auch eine eigene Sägerei. Gerne setzten sich die Hausrotschwänze und Haussperlinge auf die frisch gesägten Bretter.

Typische Bewohner unserer Gärten und Parks waren auf dem Bauernhof nicht zu sehen. Die Meisen hielten sich eher am Waldrand auf und Tauben waren gar nicht zu sehen.

Rund um einen ökologischen Bauernhof ohne Einsatz von Pestiziden ist die Welt noch etwas besser als sie sonst ist. Das vermute ich jetzt einfach einmal. Denn mir gelang bei Dunkelheit eine Beobachtung, die ich zuletzt als Kind gemacht hatte. Es waren dort Glühwürmchen zu sehen! Eine der schönsten Sachen, die es in der Natur gibt.

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