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Kältewelle oder Ende des Winters?

Eigentlich kennt man das schon. Im Februar schneit es und es wird auch nochmal richtig kalt. Selbst wenn es vor Weihnachten nochmal 15 Grad warm war. Aber die ersten Störche sind schon zurückgekehrt. Wegen den milden Temperaturen vorher, haben sie ihren Rückflug schon sehr früh gestartet. Jetzt gibt es nochmal kalte Füße für die frühen Rückkehrer. Und auch die Futterstation könnte jetzt nochmal wirklich Sinn für die Singvögel machen. Aber heute war kein einziger Vogel an der Station. Es ist wohl noch nicht frostig genug.

Ich hatte auch schon gedacht, für den Grünspecht wird es bei gefrorenem Boden sehr schwierig nach Nahrung zu suchen. Und nur ein paar Stunden besuchte mich der Grünspecht mal wieder bei der Arbeit und bewies mir das Gegenteil. Der Boden war wohl noch nicht wirklich hartgefroren. Der Grünspecht bearbeitete den Rasen wie immer und ging sogar richtig tief auf “Tauchstation” im Rasen. Da flogen sogar ein paar Rasenstücke durch die Gegend und der Schnabel war so richtig tief im Boden. Bei dauerhaftem Frost in den nächsten Tagen wird er es aber deutlich schwerer haben. Bis Ende Februar könnte es wohl so kalt bleiben.

 

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Die Löffler

Hier noch ein paar Fotos von den Löfflern auf dem großen Teich der Rieselfelder in Münster. Auf den Fotos sind zwei der drei Löffler zu sehen, die in diesem Sommer für ein paar Wochen in den Rieselfeldern waren. Diese Löffler sind keine Familie, auch wenn ein Jungvogel dabei war. Die Löffler sind wohl auch unabhängig voneinander in die Rieselfelder gekommen. Während der eine Löffler meistens am Schlafen ist, widmet sich der Andere der Gefiederpflege mit dem großen Löffelschnabel.

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Türchen Nr. 20

TürNr20     Der Star

Nach dem die Streifengänse in den Rieselfeldern aufgetaucht sind, wurden sie praktisch zu Stars. Es hatte sich wohl schnell herumgesprochen, dass welche da sind. Auch ich habe damals schon darüber berichtet : Streifengans

An einem Samstagnachmittag in den Rieselfeldern begann eine richtige Suche nach der Streifengans. Es sprach sich schnell in einer Beobachtungshütte herum, dass man welche sehen konnte. Dort habe ich dann auch von einer Frau erfahren, dass die Streifengans die einzige Gans ist, die über den Himalaya fliegt.

Bei dem Durchsehen meiner Fotos vor ein paar Tagen, habe ich festgestellt, dass ich die Streifengänse ohne es zu wissen schon sehr früh mit den anderen Gänsen am großen Teich fotografiert hatte. Und erst danach habe ich mich bemüht sie zu finden.

Nicht nur bei den Vogelfreunden und den Besuchern der Rieselfelder war die Gans sehr beliebt, auch viele Leute mochten mein Foto. Die Streifengans macht halt auch optisch einen sehr schönen Eindruck. Und deshalb ist sie völlig zu Recht auf Platz 5 meiner Fotos des Jahres gelandet.

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Türchen Nr. 19

TürNr19   Ziemlich beste Freunde

Für mich das ungewöhnlichste Foto des Jahres. Der Graureiher saß unten auf dem abgestorbenen Baum und der Weißstorch war am Ufer des Teiches unterwegs. Und um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, flog er oben auf den Baum. Ich dachte für mich, das macht der Graureiher nicht mit. Aber der blieb ganz gelassen und teilte den Baum mit dem Weißstorch. Der seinen Platz nicht verließ und auffälliges und neugieriges Interesse an dem Verhalten des Graureihers zeigte. Es war fast so, als würden sie häufiger aufeinander treffen. Wie Nachbarn oder Freunde. Und als wäre der Flug des Weißstorches zum Baum ein Besuch des Graureihers gewesen. Und als würde sich der Weißstorch fragen, “Was treibt der Nachbar denn da unten?”

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Mehr Bilder gibt es im Beitrag Der Graureiher

Türchen Nr. 16

Tür16    Klein, aber wunderschön

Vom Braunkehlchen habe ich das erste Mal in meiner Jugend gehört. Das Braunkehlchen war Vogel des Jahres 1987. Dieser Titel wird immer dann verliehen, wenn es einer Vogelart nicht mehr ganz so gut geht und sich der Bestand verringert. Dieses Jahr ist es der Star. Im Vergleich zum Star, ist der Bestand des Braunkehlchen nie sehr groß gewesen. Hat sich aber im Vergleich zu den 90er Jahren nochmal halbiert. Die Monokultur unserer Landschaft und das daraus resultierende Insektensterben sind gar nicht gut für den Bestand des Braunkehlchen. Deshalb war ich sehr glücklich überhaupt eines fotografieren zu können. Vielleicht klappt es dann nächstes Jahr auch mit dem seltenen Blaukehlchen.

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Türchen Nr. 9

Tür9    Viel Verkehr auf der Startbahn

Viele Zugvögel haben Deutschland schon im Spätsommer und Herbst verlassen. Auch viele Durchzügler aus Nordeuropa sind weiter gezogen. Es gibt einige Wintergäste wie Gänse, Enten oder auch Gänsesäger. Aber der Winter ist eine sehr ruhige Jahreszeit für die Vögel. Selbst an der Futterstation im Garten ist es jetzt manchmal ziemlich ruhig.

Für die Vögel, die das ganze Jahr in Deutschland bleiben ist es jetzt schwierig. Besonders auch für Vögel die auf und vom Wasser leben. Wenn der Teich oder der Bach zufriert, ist es besonders für den Eisvogel sehr schwierig. Der Graureiher als sehr anpassungsfähiger Vogel hat es da vielleicht leichter. Als Kulturfolger kann er auch in Städten und auf Feldern nach Nahrung suchen. Ich habe den Graureiher in diesem Jahr auch als geselligen Vogel kennengelernt. Der auch mit anderen Reihern, Störchen und Gänsen zusammen ist. Das Foto entstand, als ein Graureiher auf einer Wiese mit Graugänsen zusammen war. Wegen seiner Größe wirkte es so, als wäre er der Wächter der Gruppe. Bis er sich zum Weiterflug entschloss und ich das Glück hatte, ihn gerade in dem Moment zu fotografieren.

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