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Die Stunde der Sommervögel

Die Stunde der Sommervögel

Am Samstag habe ich mehr durch Zufall erfahren, dass an diesem Wochenende schon wieder die Stunde der Gartenvögel ist. Diesmal dann also die Stunde der Sommervögel. Ich benenne das für mich immer mit Winter- und Sommervögel. Das passt für mich besser. Ich hatte es Samstagnachmittag gelesen und spontan versucht, die Vögel im Garten zu zählen. Leider waren da keine.

Die Taube auf dem Dach. Oder wie war das?

Zählen im Garten ist auch ein dehnbarer Begriff. Man zählt einfach alles, was man sieht. Aber selbst so wurden es nur zwei Rabenkrähen und eine Elster. Und Ringeltauben. Und Tauben überhaupt. Wenn ich für jede Taube einen Euro kriegen würde … Ach lassen wir das. Lieber die Taube auf jedem Dach, als den Spatz in der Hand. Nein, leider auch falsch. Aber Spatz ist das Stichwort.

Die Sperlinge legen zu

Der Gewinner der Zählung am Wochenende war dann wieder der Haussperling. Er hat 10% im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Und er hat sein bestes Ergebnis seit Beginn der Gartenzählungen erreicht. Auch der Feldsperling hat um 10% zugelegt. Das ist sehr erfreulich. Damit haben sich die Bestände erholt.

Auf die Gegenden, wo ich normalerweise zähle, trifft das leider nicht zu. In meiner Nachbarschaft in Bergkamen gibt es fast gar keine Haussperlinge mehr. Was einfach an der völligen Verödung der Gegend liegt. Und in Velbert-Langenberg kenne ich einen Schwarm, der am Samstag aber auch nur zu hören war. Ich habe dann nämlich die Zählung im Garten abgebrochen und bin spazieren gegangen. Und habe die Zählung auch nicht festgehalten. Ich habe eh nur einzelne Exemplare gesehen.

28 verschiedene Arten im Garten?

Es bleibt mir ein Rätsel, wie das bei anderen Leuten im Garten aussieht und in welcher Nachbarschaft sie wohnen. Die zählen in einer Stunde 28 verschiedene Arten und bezeichnen das als ganz ordentlich. Von so etwas kann man doch nur träumen!

Auf meinem Spaziergang habe ich dann noch sehr schöne Beobachtungen gemacht. Ich sah einen Mäusebussard, der eine Maus gefangen hatte. Und ich sah den männlichen Hausrotschwanz wieder! Wieder an der Stelle mit den Zaunpfählen und wieder ließ er mich nah heran. Diesmal musste er sich die Zaunpfähle aber teilen. Ich dachte mit seiner Partnerin. Da ich erst einen braunen Vogel sah. Aber es war ein Rotkehlchen. Auch ein Gewinner der Vogelzählung. Der Winter war gut für die Rotkehlchen.

Die Amsel hat dagegen durch den Usutu-Virus erheblich gelitten. Der Bestand ist deutlich zurückgegangen. Ich hoffe, das es in diesem Sommer nicht wieder so kommt. Vielleicht ist dann bis zur nächsten Stunde der Sommervögel der Bestand der Amsel dann erholt.

Während meines Spaziergangs fotografierte ich noch eine Neuentdeckung. Doch dazu gibt es in den nächsten Tagen noch einen Beitrag.

Die Amsel, bedroht durch den Usutu-Virus?

Die Amsel, bedroht durch den Usutu-Virus

Das Amsel-Männchen ist Schwarz und hat einen gelben Schnabel und einen gelben Augenring

Die Amsel war im letzten Jahr in weiten Teilen von Deutschland vom Usutu-Virus betroffen. Deshalb wurde auch die Stunde der Wintervögel mit Spannung erwartet. Hat der Usutu-Virus große Auswirkungen auf die Population der Amsel gehabt? Ist die Amsel bedroht durch den Usutu-Virus? Im Winter konnte man das noch nicht so richtig beurteilen. Jetzt im Frühling wird es vielleicht schon deutlicher.

Dezimiert und bedroht durch den Usutu-Virus?

Man kann immer noch jeden Tag eine Amsel im Garten sehen. Aber der Bestand der Amsel scheint doch etwas gesunken zu sein. Noch kann man nicht wie sonst immer, auf jedem Hausgiebel eine Amsel am Morgen und Abend singen hören. Es ist etwas leerer geworden auf den Dächern. Nur vereinzelt sind schon Hausgiebel besetzt.

Die Amsel ist einer unserer häufigsten und beliebtesten Vögel. Bis jetzt habe ich sie aber nur in verschiedenen Beiträgen erwähnt, ihr aber noch nie einen eigenen Beitrag gewidmet.

Auch wenn man die Amsel jeden Tag sieht, hat sie einen Beitrag verdient. Ist sie doch als farblich eher schlichter Vogel doch ziemlich auffällig. Auch durch ihren Gesang auf unseren Häusergiebeln. Das ist deshalb so auffällig, weil die Amsel früher ein Waldvogel war. Da musste man mit Gesang auffallen, um gesehen zu werden. Die Amsel ist wahrscheinlich der erste Kulturfolger unter den Vögel. In den Gärten, Parks und Städten ist es einfacher Nahrung zu finden und eben gesehen zu werden. Ein Vorteil für die Fortpflanzung.

Als Nahrung bevorzugt die Amsel Weichfutter. Jede Form von Beeren, Würmer und Raupen.

Der Bestand der Amsel ist gesunken. Ob die Amsel durch den Usutu-Virus bedroht ist, das werden wir in der Zukunft sehen. Anpassungsfähig  ist die Amsel, um auf das Virus zu reagieren.

 

Die Sichtungen vom Januar

Die Sichtungen vom Januar

Meine Nr. 1 im Jahr 2019 : Die Amsel

Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, über die Sichtungen zu berichten. Die Sichtungen vom Januar sind viel besser als die vom letzten Jahr. Über viele Sichtungen hatte ich schon zwischendurch berichtet. Auch weil schon die Stunde der Wintervögel war.

Mehr Wintergäste in den Gärten

Schon den ganzen Winter über gibt es mehr Wintergäste aus dem Norden zu sehen. Die Wacholderdrosseln, Bergfinken und Rotdrosseln. Das war im letzten Winter nicht so. Das sind wohl immer noch Auswirkungen des trockenen Jahres. Denn es gibt immer noch reichlich Beeren und Früchte an den Bäumen. Während die Sträucher und Bäume mit den Vogelbeeren am Ortsrand langsam abgeerntet sind, wandern die Vögel jetzt immer mehr in die Siedlungen. Um die Beeren dort zu fressen.

Immer noch reichlich Beeren

Letztes Wochenende fotografierte ich die Amseln im Feuerdorn und auch den Feuerdorn im Garten in Langenberg. Jetzt nach einer Woche ist der schon fast abgeerntet. Die Amseln und die Rotdrosseln bedienten sich die ganze Woche daran. Auch heute flogen sie den ganzen Tag fleissig in die Beeren.

23 Sichtungen

Deshalb kann man jetzt in den Gärten auch tolle Beobachtungen machen. Die Wintergäste bescherten mir einen guten Start in das Beobachtungsjahr. Im letzten Jahr waren sie erst zum Ende des Jahres zu sehen. Insgesamt habe ich bis jetzt 23 Vogelarten gesichtet. Die erste Sichtung des Jahres war die Amsel. Wie es mit dem Bestand aussieht werden wir dann im Frühling sehen. Jetzt macht es den Eindruck, als würde man wieder mehr Amseln sehen.

Die Sichtungen vom Januar

Auf die Amsel folgten die üblichen Verdächtigen, die Kohl- und Blaumeise. Die Ringeltaube, die Rabenkrähe und die Elster. Alles unsere häufigsten Vögel. Erst am letzten Wochenende kamen ein paar Highlights dazu. Mein erster Kernbeißer war die Nr. 21 und die weibliche Mönchsgrasmücke die Nr. 22 . Diese Sichtung werde ich wohl auch bei Ornitho melden. Damit erfasst werden kann, ob die Mönchsgrasmücke nun auch häufiger im Winter bei uns bleibt.

Die letzte Sichtung war gestern ein Grünspecht. Scheu wie immer, hat er sich gut in den Zweigen versteckt. Ich hätte ihn eh nicht fotografieren können, hatte ich doch den Akku der Kamera zu Hause vergessen! Einige Sichtungen lassen sich leider nie festhalten. Und ich und der Grünspecht, das bleibt eh eine unendliche Geschichte. Wo fast immer der Grünspecht gewinnt.

Singvögel aus dem Norden

Singvögel aus dem hohen Norden

Leider oft in den Zweigen, die Wacholderdrossel

Heute habe ich bei ähnlich schönem Wetter im Garten und in der Nachbarschaft fotografiert. Auch heute waren viele Vögel sehr aktiv. Es waren auch einige Singvögel unterwegs, die nur als Wintergäste bei uns sind. Solche Singvögel aus dem Norden sind besonders die Rotdrosseln und die Wacholderdrosseln.

Die Gäste aus dem Norden

Ich sah eine einzelne Rotdrossel und eine Gruppe von sieben Wacholderdrosseln. Die Rotdrossel war zunächst noch mit den Wacholderdrosseln unterwegs, später war sie nicht mehr zu sehen. Die Wacholderdrosseln rückten später immer weiter in die Gärten vor und versuchten sich an den Vogelbeeren der Nachbarschaft zu bedienen.

Das gefiel den anwesenden Amseln gar nicht. Denn die hatten die Vogelbeeren schon für sich in Beschlag genommen. Die Wacholderdrossel wurden von den Amseln immer wieder angeflogen und verscheucht.

Eine Mönchsgrasmücke im Januar

Ein weiterer Singvogel war für mich erst gar nicht zu erkennen. Ich habe ihn einfach nur fotografiert, weil ich einfach erst einmal alles fotografiere, was ich sichte. Erst am Bildschirm konnte ich dann sehen, was ich da fotografiert hatte. Ich war sehr überrascht! Es war eine weibliche Mönchsgrasmücke! Und das im Januar. Ob diese Mönchsgrasmücke auch einer der Singvögel aus dem Norden ist, darüber kann man nur spekulieren. Einige unserer Singvögel fliegen mittlerweile nicht mehr in den Süden.

Eislaufen im Vogelbad

Die typischen Vögel an meiner Futterstation waren natürlich auch wieder da. Das Rotkehlchen und die Grünfinken. Viele Meisen. Einen ganz besonderen Auftritt hatten aber die Heckenbraunellen. Die am kalten Morgen die Eisfläche des Vogelbades testeten und das erste Mal an die Futterstation gingen! Das hatte ich vorher noch nicht gesehen! Sonst nahmen die Heckenbraunellen immer nur das Futter vom Boden.

Grau in Grau

Grau in Grau

Selbst das Rotkehlchen kann dem grauen Wetter keine Farbe geben

Das ist mein 200. Beitrag und für so ein Jubiläum wünscht man sich wohl einen schönen und besonderen Beitrag. Und kein Grau in Grau. Leider ist es in NRW schon seit zwei Wochen eher trübe und regnerisch. Und besonders an den letzten Wochenenden war es immer ein Grau in Grau und es hat fast durchgehend geregnet.

Graues Regenwetter

Viel Wetteränderung scheint auch in den nächsten Tagen nicht in Sicht zu sein. Deshalb versuche ich trotzdem die Zeit am Wochenende zu nutzen und doch etwas zu fotografieren. Auch wenn die Fotos nur Grau in Grau oder auch einmal Schwarz-Weiß aussehen. Und das nicht einmal gewollt. Schwarzweiß-Fotos können ja doch künstlerisch sehr schön aussehen.

Den Finkenschwarm nicht erwischt

Und so versuche ich aus der Situation und meinem Beitrag noch das beste zu machen. Eigentlich kann ich am Wochenende auch trotz des schlechten Wetters ein interessantes Phänomen beobachten. Immer noch sehe ich immer wieder die großen Schwärme der Finken. Die ich aber leider immer nur auf der Flucht sehe. In den Bäumen und Büschen sind sie oft gut getarnt. Nur die Buch- und Bergfinken sieht man manchmal in kleineren Gruppen. Die Bergfinken sind also immer noch in der Nähe. Sie bilden vielleicht den größten Teil des Schwarms. Zusammen mit den Buchfinken und Erlenzeisigen. Die dieses Jahr auch zahlreich als Wintergäste in Deutschland sein sollen.

Einige Gimpel scheinen sich der Gruppe angeschlossen zu haben. Während ich die Grünfinken bis jetzt immer allein sah. Aber auch sie sind gerne in Finkenschwärmen unterwegs.

Ungewolltes Schwarzweiß-Foto

Dagegen gibt es auch typische Einzelgänger, wie das Rotkehlchen oder die Heckenbraunelle. Heute sah ich ein junges Amsel-Männchen, das sich sehr entspannt auf einen Ast gesetzt hatte. Der Nieselregen hat es vielleicht etwas an der Stelle festgehalten. Man sieht schön die kleinen Wassertropfen auf dem Gefieder. Ein Foto, das schön das Wetter und die Stimmung im Moment zeigt.

Die Fehler bei unserer Wahrnehmung

Die Fehler bei unserer Wahrnehmung

Leider kein Fehler bei unserer Wahrnehmung. Der Kiebitz wird immer seltener

Wir werden in den letzten Jahren oft mit gefühlten Wahrnehmungen konfrontiert. Man kann sagen, alles wird immer schlimmer. Die Umweltzerstörung, die Kriminalität, die Armut, die Krankheiten, der Verkehr und das Verhalten der Menschen. Und schnell entwickelt man Theorien, warum das so ist. Die Fehler bei unserer Wahrnehmung entstehen häufig durch persönliche Erlebnisse, die Region in der man lebt und falsche Informationen bzw. die falsche Aufnahme von Informationen.

Falsche Informationen

Eine Arbeitskollegin kam am Montag etwas aufgelöst zu mir und erzählte mir, sie hätte im Radio bei den Lokalnachrichten gehört, bei der Stunde der Wintervögel wurde nicht eine Amsel gesichtet. Diese Information ist einfach falsch. Vielleicht hat sie das einfach falsch verstanden, vielleicht bezog sich das nur auf eine Region. Vielleicht auf Dortmund.

Hilfe bei Fehlern in unserer Wahrnehmung

Was bei einem Fehler bei unserer Wahrnehmung hilft, sind immer Zahlen und Statistiken. Nach der vorläufigen Auswertung der Stunde der Wintervögel gab es bei der Amsel große Verluste. Wahrscheinlich durch das erstmals in ganz Deutschland auftretende Usutu-Virus und die Trockenheit. Die Amsel ist aber immer noch einer der häufigsten Vögel in Deutschland und unseren Gärten.

Die Trockenheit schandet nicht immer

Nicht jeder Vogel hat auch unter der Trockenheit von 2018 gelitten. Der Haussperling ist wieder der häufigste Vogel bei der Stunde der Wintervögel und hat sogar etwas zugelegt. Auch können die Vögel im Moment von der Trockenheit des Jahres profitieren. Es gab einen Rekord bei den Früchten an den Bäumen. Und so gibt es jetzt immer noch reichlich Vogelbeeren an den Bäumen und Sträuchern. Normalerweise wären die jetzt schon von den Vögeln abgeerntet.

Die Trockenheit des letzten Jahres hat auch dazu geführt, das sich viel mehr Menschen mit der Natur, dem Umweltschutz und dem Klimawandel beschäftigen. Die extreme Trockenheit und Hitze hat einige aufgerüttelt. Die Folgen waren halt einfach nicht zu übersehen.

Ein Rekordjahr für die Störche

Trotzdem war das nicht überall so und nicht für alle Tiere so dramatisch. Die Störche in NRW und Hessen haben ein Rekordjahr hingelegt. Es gab so viel Nachwuchs wie lange nicht mehr. Dafür gab es im Nordosten von Deutschland sehr große Verluste. So das der Storch in Deutschland immer noch als gefährdet angesehen werden muss.

Die Fehler bei unserer Wahrnehmung

Die Störche in NRW hatten so viel Nachwuchs wie lange nicht mehr

Die Fehler bei unserer Wahrnehmung

Er macht sich wieder bereit

Für mich, der sich in einem Hochgefühl bewegt, was die Sichtungen und das Fotografieren betrifft, ist es wichtig nicht die falsche Wahrnehmung zu behalten. 2017 habe ich für mich 24 neue Vögel gesichtet und 2018 sogar 30. Da ich lange Zeit keine Tiere beobachtet habe und mich jetzt nur noch in Schutzgebieten bewege, ist das manchmal wie auf einem Silbertablett. Die Tiere bündeln sich halt dort.

Eine gute Hilfe und Übersicht bei der Gefährdung einzelner Arten ist der neue Bildband von Peter Berthold.  Unsere einzigartige Vogelwelt – Die Vielfalt der Arten und warum sie in Gefahr ist. Ein sehr lehrreiches Buch.

Leider passen die Wahrnehmung und die Zahlen manchmal zusammen. Das Rebhuhn und der Kiebitz waren früher viel häufiger. Überhaupt sind die Tiere unserer Felder besonders bedroht. Die Zahl unserer Gartenvögel ist nach den Ergebnissen der Stunde der Wintervögel stabil.

Die Stunde der Wintervögel

Die Stunde der Wintervögel

Nicht nur ich wurde naß, auch die Vögel

Ich habe heute Nachmittag schon gezählt und damit schon bei der Stunde der Wintervögel mitgemacht. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen. Heißt es so schön. Und morgen wird das Wetter vermutlich erst noch schlechter sein als heute. Ich muss zugeben, ich habe innerlich geflucht bei dem leichten Dauerregen und Nieselregen hier im niederbergischen Land.

Dauerregen in Velbert-Langenberg

Ich bin dieses Wochenende wieder in Velbert-Langenberg und konnte so nicht einfach meine Futterstation beobachten oder auf der Terrasse im trockenen stehen. Okay ich bin ja auch selbst Schuld. Ich hätte es mir auch einfach machen können. Ich hätte einfach eine Stunde aus dem Fenster gucken können und vielleicht einen Vogel notieren. Denn mehr wäre da nicht gewesen. Ich bin dann halt ein paar Meter zum Ortsrand gegangen und habe mich und meine Kamera etwas einnieseln lassen.

Schuld sind immer die Anderen

Und den Schuldigen dann beim Nabu und beim Wetter gesucht. Denn was soll eine Zählung denn in dieser grauen Suppe und bei dem Regen bringen? Was mussten die denn die Zählung auch auf dieses Wochenende legen?

Erst brachte das auch gar nichts. Nur die üblichen Verdächtigen. 10 Ringeltauben in einem Baum. Nicht schlecht für die Liste. Zwei Spatzen und eine Amsel wieder in den Vogelbeeren. Die Wassertropfen an den Vogelbeeren lassen das Foto auch ziemlich gut wirken. Es hatte etwas von schwierigen Umständen und Abenteuer im Dauerregen.

Gemischte Finken-Schwärme

Und dann kamen kurz hintereinander zwei Vogeltrupps. Erst ein gemischter Trupp Kohl- und Blaumeisen und dann ein größerer Trupp mit Finken. Ein ziemlich gemischter Haufen. Buchfinken, Bergfinken, ein Gimpel und später auf den Fotos sah ich noch zwei Erlenzeisige. Ich sah auch, das es einige Bergfinken waren. Mindestens Sechs. Es waren vermutlich noch viel mehr. Denn ich sah nacheinander immer wieder Gruppen aus den umliegenden Bäumen wegfliegen und dann sogar etwas entfernt einen großen Schwarm von vielleicht 50 Vögeln.

Das lässt mich dann an so einer Zählung zweifeln. Vielleicht kann man eine Tendenz feststellen. Aber es waren auf jeden Fall viel mehr Vögel in der Gegend, als ich gemeldet habe. Aber für ein Abenteuer im Regen war es nach der Stunde der Wintervögel für heute auch genug.

Die Singvögel am Berg

Die Singvögel am Berg

Ich mag das farbige Gefieder des Bergfinks

Da habe ich in den Kommentaren beim letzten Beitrag voreilig festgestellt, das ich für dieses Jahr wohl keine weiteren neuen Vögel mehr sehen werde. Und dann habe ich heute noch eine absolute Premiere erlebt. Mein erster Bergfink! Und dann auch noch gleich richtig schön erwischt. Meine Sichtung Nr. 111 für dieses Jahr.

Die Singvögel als Wintergäste

Das passt doch jetzt richtig gut zum Abschluß des Jahres. Eine Schnappszahl, ein Bergfink am Hordtberg in Langenberg. Aber ich bin jetzt vorsichtig. Vielleicht kommt ja noch etwas bis zum Ende des Jahres. Vielleicht war ich doch einfach zu pessimistisch? Wer weiß welche Singvögel aus dem Norden ich noch sehe. Die Singvögel am Berg waren heute sehr zahlreich. Zwei große Schwärme waren zu sehen. Ein Schwarm Bergfinken und vielleicht noch ein Schwarm mit Distelfinken.

Ein weiterer neuer Singvogel am Berg war heute meine erste Goldammer in Langenberg. Im Flachland habe ich sie dieses Jahr fast bei jedem Ausflug gesehen. In Langenberg bisher noch nie.

Große Schwärme mit Singvögeln

Neben den großen Schwärmen waren heute auch noch kleinere Gruppen der Buchfinken, Meisen und Gimpel zu sehen. Die Gimpel bedienten sich an den Samen der Birken.

Die Singvögel am Berg mussten am späten Nachmittag dann die ersten Störungen durch Feuerwerkskörper hinnehmen. Manche Jugendliche fangen halt direkt nach dem Kauf mit der Knallerei an. Da kann man nur hoffen, das ihnen schnell das Geld ausgeht und die Vögel nicht die nächsten Tage permanent gestört werden. Die Gimpel ließen sich durch die Knallerei nicht weiter stören. Die Gimpel machen aber auch keinen besonders sensiblen Eindruck. Andere Singvögel am Berg sind bestimmt empfindlicher.

Die Singvögel am Berg finden weiterhin noch genug Nahrung. Es gibt noch Bäume mit sehr vielen Vogelbeeren. An denen sich besonders die Amseln gerne bedienen.

Draussen vom Walde komm’ ich her

Draussen vom Walde komm' ich her

Draußen vom Walde komm’ ich her und hab’ es eilig und zwar sehr!

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich kleine  Vöglein sitzen:

Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit grossen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:

„Knecht Ruprecht“, rief es, “alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an!

Und zwar jetzt schon alle vier Kerzen!

Ich wünsche Euch einen schönen 4. Advent und

Frohe Weihnachten!

Die Nahrung der Vögel

Blaumeisen

Ein Amsel-Männchen in den Vogelbeeren

Wer ein Vogelhaus oder eine Futterstation im Garten hat, kann sehr gut beobachten welche Nahrung die verschiedenen Vögel bevorzugen. Die Kohl- und Blaumeisen stehen total auf Erdnüsse. Die Nüsse locken auch viele der größeren Vögel an. Wie die Elstern, Eichelhäher oder die Buntspechte. Die Finken fressen am liebsten die Sonnenblumenkerne. Und die Vögel, die Weichfutter bevorzugen, fressen am liebsten die Haferflocken. Das sind an der Futterstation besonders die Rotkehlchen, die Amseln und die Heckenbraunellen. Die Haferflocken werden von den Meisen immer auf den Boden geworfen, damit sie an die Erdnüsse herankommen. Dort werden sie dann von den Amseln und den Rotkehlchen gefressen.

Die Vögel die gerne Weichfutter fressen, haben in der Natur auch die Beeren und andere Früchte als Nahrung. Im Herbst gibt es reichlich Beeren auf den Sträuchern und Bäumen. Das sind besonders die sogenannten Vogelbeeren, die Beeren der Eberesche. Da meine Kenntnisse über Pflanzen immer noch sehr gering sind, kann ich die verschiedenen Arten nicht näher benennen oder auseinander halten. Ich kann sie nur als Vogelbeeren bezeichnen.

Wilde Vogelbeeren

In Langenberg gibt es nicht nur in den Gärten die Vogelbeeren, es gibt auch noch ursprüngliche Hecken mit Brombeersträuchern an den Wiesen und Wegen. In diesen Hecken gibt es einige Ebereschen die im Moment noch Beeren tragen. Und einen Apfelbaum, der noch kleine Äpfel trägt. Diese Bäume ziehen viele Vögel an. Besonders große Gruppen von Kohl- und Blaumeisen. Wenn es Beeren gibt, schlagen sie gerne zu. Aber auch die Trupps von den kleinen Schwanzmeisen zieht man häufig.

Auch Gruppen von Amseln fressen sich gerne in den Vogelbeeren satt. Die Vögel zieht es in die Beeren!

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