Die Stunde der Sommervögel

Die Stunde der Sommervögel

Am Samstag habe ich mehr durch Zufall erfahren, dass an diesem Wochenende schon wieder die Stunde der Gartenvögel ist. Diesmal dann also die Stunde der Sommervögel. Ich benenne das für mich immer mit Winter- und Sommervögel. Das passt für mich besser. Ich hatte es Samstagnachmittag gelesen und spontan versucht, die Vögel im Garten zu zählen. Leider waren da keine.

Die Taube auf dem Dach. Oder wie war das?

Zählen im Garten ist auch ein dehnbarer Begriff. Man zählt einfach alles, was man sieht. Aber selbst so wurden es nur zwei Rabenkrähen und eine Elster. Und Ringeltauben. Und Tauben überhaupt. Wenn ich für jede Taube einen Euro kriegen würde … Ach lassen wir das. Lieber die Taube auf jedem Dach, als den Spatz in der Hand. Nein, leider auch falsch. Aber Spatz ist das Stichwort.

Die Sperlinge legen zu

Der Gewinner der Zählung am Wochenende war dann wieder der Haussperling. Er hat 10% im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Und er hat sein bestes Ergebnis seit Beginn der Gartenzählungen erreicht. Auch der Feldsperling hat um 10% zugelegt. Das ist sehr erfreulich. Damit haben sich die Bestände erholt.

Auf die Gegenden, wo ich normalerweise zähle, trifft das leider nicht zu. In meiner Nachbarschaft in Bergkamen gibt es fast gar keine Haussperlinge mehr. Was einfach an der völligen Verödung der Gegend liegt. Und in Velbert-Langenberg kenne ich einen Schwarm, der am Samstag aber auch nur zu hören war. Ich habe dann nämlich die Zählung im Garten abgebrochen und bin spazieren gegangen. Und habe die Zählung auch nicht festgehalten. Ich habe eh nur einzelne Exemplare gesehen.

28 verschiedene Arten im Garten?

Es bleibt mir ein Rätsel, wie das bei anderen Leuten im Garten aussieht und in welcher Nachbarschaft sie wohnen. Die zählen in einer Stunde 28 verschiedene Arten und bezeichnen das als ganz ordentlich. Von so etwas kann man doch nur träumen!

Auf meinem Spaziergang habe ich dann noch sehr schöne Beobachtungen gemacht. Ich sah einen Mäusebussard, der eine Maus gefangen hatte. Und ich sah den männlichen Hausrotschwanz wieder! Wieder an der Stelle mit den Zaunpfählen und wieder ließ er mich nah heran. Diesmal musste er sich die Zaunpfähle aber teilen. Ich dachte mit seiner Partnerin. Da ich erst einen braunen Vogel sah. Aber es war ein Rotkehlchen. Auch ein Gewinner der Vogelzählung. Der Winter war gut für die Rotkehlchen.

Die Amsel hat dagegen durch den Usutu-Virus erheblich gelitten. Der Bestand ist deutlich zurückgegangen. Ich hoffe, das es in diesem Sommer nicht wieder so kommt. Vielleicht ist dann bis zur nächsten Stunde der Sommervögel der Bestand der Amsel dann erholt.

Während meines Spaziergangs fotografierte ich noch eine Neuentdeckung. Doch dazu gibt es in den nächsten Tagen noch einen Beitrag.

3 Kommentare

  1. Wie schön! Der Buchfink sieht richtig keck aus.
    Mir scheint, dass es dieses Jahr viele Amseln gibt. Sie geben eindeutig den Ton an bei den morgendlichen Vogelkonzerten. Danach kommen die ausdauernden Mönchsgrasmücken, die auch überall heraustönen.

    Ja, das Blütenherz rechts unten ist mir aufgefallen. Es passt doch gut zum verliebten Amselmann! 🙂

    ..grüßt Syntaxia

    • Bei dir im Süden war es wohl mit dem Usutu-Virus nicht so schlimm wie im Norden. Sehr erfreulich das es bei dir noch so viele Amseln gibt. Bei uns im Westen sind sie auch jeden Morgen und Abend noch die dominanten Sänger. Aber man merkt doch, das es leider weniger Amseln gibt.
      Das Blütenherz paßt ganz hervorragend zum Amselmännchen und ins Motiv.

      Leider weiß ich nicht so genau, wie sich eine Mönchsgrasmücke anhört. Gesehen habe ich einige.

  2. Die Mönchsgrasmücke erkennst du am kehligen Klang, der etwas an Gemecker erinnert. Eine ausdauernde Litanei sozusagen.
    Einen guten Eindruck bekommst du hier:
    http://www.vogelstimmen-wehr.de/vogel09a.htm
    Allerdings haben Mönchsgrasmücken offensichtlich dialektale Varianten, wie ich einmal las. Ich habe selbst die Mönchsgrasmücke aus Lüneburg kaum mit der hier in Verbindung gebracht.

    …grüßt Syntaxia

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