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Die Sichtungen vom Juni

Die Sichtungen vom Juni

Ein Neuntöter auf dem Stacheldrahtzaun vom Hammer Wasserwerk

Die Sichtungen vom Juni waren für mich richtig gut. Viele davon habe ich hier schon in den letzten Beiträgen gezeigt. Waren doch mit dem Neuntöter und dem Bienenfresser zwei meiner Favoriten dabei. Der Bienenfresser ist die Nr. 77 des Jahres und ich sah die Bienenfresser zusammen mit den Uferschwalben in der Sandgrube am Brachter Wald. Die Uferschwalbe ist die Nr. 76.

Die Sichtungen weiterer Jungvögel vom Juni

Den Neuntöter die Nr. 78, habe ich schon mit den anderen Neuzugängen im Beitrag von der Kiebitzwiese gezeigt. Die Dorngrasmücke, den Haubentaucher und den Sumpfrohrsänger. Und den einsamen Schnee-/Kanadagans-Hybrid. Bei der Durchsicht der Fotos der Haubentaucher fiel mir irgendwann auf, das es sogar drei Jungvögel sind. Auf einem Foto ist ein weiterer kleiner Kopf mit Schnabel zu erkennen. Die drei Jungvögel sollen mittlerweile auch schon ziemlich groß sein. Vielleicht werde ich sie bald wieder fotografieren.

Unsere größte Drossel

Die Nr. 84 und der bis jetzt letzte Neuzugang ist die Misteldrossel. Unsere größte, heimische Drossel. Die ich höchst wahrscheinlich schon früher im Jahr gesehen habe, aber nicht eindeutig identifizieren konnte. Man kann sie schnell einmal mit einer SIngdrossel verwechseln. Diesmal war es dann ziemlcih eindeutig. Auf die Entfernung sah der Vogel auf dem Zaunpfahl mindestens so groß aus wie ein Eichelhäher. Im Sucher konnte ich dann erkennen, das es bei der Größe nur eine Misteldrosssel sein konnte.

Viele Distelfalter, wenige andere Arten

Außerdem waren im Juni besonders viele Distelfalter zu sehen, die wohl aus dem Süden zu uns gekommen sind. Zum Teil aus dem Mittelmeerraum oder sogar aus Saudi Arabien. Man erkennt diese Exemplare an den abgenutzten Flügeln. Sonst waren aber erschreckend wenige andere Schmetterlingsarten zu sehen. Die Sichtungen vom Juni waren da eher sehr schlecht.

Der Rotmilan – (Milvus Milvus)

Der Rotmilan - (Milvus Milvus)

Als exzellenten Flieger sieht man den Rotmilan fast nur in der Luft

Der Rotmilan – (Milvus Milvus) gehört zu den besten Fliegern unter den Greifvögel. Er bevorzugt offenes Gelände, das von kleineren Waldstücken und Gehölzen unterbrochen ist. Er ist hauptsächlich in Landschaften zu Hause, die von der Landwirtschaft geprägt wurden. Als herausragender Segler kann er dort die Aufwinde über den Feldern und Wiesenflächen nutzen und dort nach Beute suchen. Auch Hügellandschaften mit Tälern und Mittelgebirge sind seine Lebensräume. So ist er besonders häufig in der Eifel, wo die offenen Flächen der Hochebenen ideal für ihn sind.

Der Rotmilan – (Milvus Milvus) verwandt mit dem Schwarzmilan

In der Eifel kann man ihn auch in der Nähe der Talsperren beobachten. Und er kommt auch am Steinhuder Meer und auf Rügen vor. Er ist aber nicht so sehr an das Wasser gebunden, wie sein Verwandter der Schwarzmilan (Milvus Migrans). Ein weiterer Unterschied zum Schwarzmilan ist, das der Rotmilan – (Milvus Milvus) viel mehr selbst Beute jagt und nicht so viel Aas frißt.

Dabei ist sein Nahrungsspektrum sehr groß. Er frißt so wohl kleine Nagetiere, Insekten, Vögel, Fische und Reptilien.

In Deutschland verbreitet

Das Hauptvorkommen des Rotmilans in Europa ist in Deutschland. Es gibt zwischen 10.000 und 13.000 Brutpaare in Deutschland. Der Rotmilan ist etwas größer als der Mäusebussard und der Schwarzmilan.

Wie ich hier schon häufiger berichtet habe, ist auch der Haarstrang und die Soester Börde mit ihren landwirtschaftlichen Flächen ein idealer Lebensraum für ihn. Er kommt aber auch in der Hügellandschaft rund um Velbert-Langenberg vor. So konnte ich einen Rotmilan so wohl über dem Hordtberg als auch im Tal beobachten. Dabei flog der Rotmilan sogar dicht über die Häuser am Deilbach. Was ich von einem Rotmilan nie erwartet hätte.

Das tat er solange, bis ihn zwei Rabenkrähen entdeckten und ihn hassten. Sie jagten den Rotmilan so lange, bis er aus dem Tal weit nach oben geflogen war. Die Rabenkrähen können nicht nur zur Beute des Rotmilans werden, sie sind bei Aas auch seine Nahrungskonkurrenten. Und die Rabenkrähen sind um Langenberg sehr verbreitet.

Bedroht durch Windräder

Eine Gefahr für den Rotmilan sind auch die Windräder. Man sieht ihn oft in der Nähe der Windräder. Da diese in seiner bevorzugten Landschaft, auf offenen Flächen und Ebenen stehen. Und rund um die Windräder sind offene Wiesenflächen und Felder, auf denen der Rotmilan Nahrung suchen kann.

Deshalb wird jetzt darüber nachgedacht, Windräder nicht mehr an Orten zu bauen, wo sich die Greifvögel aufhalten. Und den Boden rund um die Windräder mit Kies und Steinen auszulegen, damit dort gar keine Beutetiere mehr leben können.

Das Rotkehlchen – Erithacus rubecula

Das Rotkehlchen

Manche Rotkehlchen posieren geradezu für den Fotografen

Das Rotkehlchen ( Erithacus rubecula ) gehört zu unseren beliebtesten einheimischen Vögeln. Es ist wirklich so, fast jeder kennt und liebt es. Es ist auch einfach sehr gut zu erkennen. Die leuchtend rote Brust und Kehle sieht man sofort und der Name ist einfach passend und eindeutig. Bei vielen anderen Vögeln stellt sich dagegen oft die Frage, woher der Name eigentlich kommt.

Es hat Charakter

Oft sind populäre Dinge sehr einfach und kompatibel zu vielen Menschen. Aber das Rotkehlchen hat durchaus Charakter. Es gibt sehr schüchterne Rotkehlchen, wie das Rotkehlchen in meinem Garten. Wahrscheinlich sind sie aber auch nur vorsichtig. Sie gehen fast nie an die Futterstation, wenn andere Vögel in der Nähe sind. Überhaupt nehmen sie lieber das Futter von der Erde. Da können sie sich auch besser anschleichen.

Sehr Kamera-freundliche Singvögel

Es gibt aber auch Rotkehlchen, die sind überhaupt nicht schüchtern. Sie scheinen einen fast zu verfolgen und zu posieren. Sie sitzen oft nur ein paar Meter vor einem. Nach dem Motto, ich setze mich jetzt hier hin, bis der Fotograf mich fotografiert hat. Es muss auch gar nicht unbedingt so sein, das diese Rotkehlchen die Menschen mehr gewöhnt sind. Solche Rotkehlchen trifft man auch im Wald. Und ihre Fluchtdistanz haben sie auch noch behalten.

Seit etwa einem Monat sehe ich regelmäßig so ein Rotkehlchen in einem lichten Waldstück. Immer in der Nähe des Weges. Es kommt wirklich sehr dicht heran und bleibt auch ruhig sitzen. Ein sehr dankbares Motiv für einen Fotografen. Aber bestimmt auch eine Attraktion für jeden Waldspaziergänger.

Ein weiteres Merkmal der Rotkehlchen ist, das man sie fast immer nur alleine sieht. Während Meisen und Finken oft in Gruppen unterwegs sind, sieht man die Rotkehlchen sogar nur ganz selten als Paar.

Das Rotkehlchen in unserem Garten scheint sogar einen festen Tagesablauf zu haben. Ab 17:30 Uhr ist es in der Nähe der Futterstation, um danach beim Nachbarn im Garten zu singen. Das geht wirklich die ganze Woche so.

Was frisst das Rotkehlchen?

An der Futterstation bevorzugt es Weichfutter. Es nimmt nur geschälte Sonnenblumenkerne, Haferflocken und Beeren. Sonst frisst es bodenlebende Insekten und ihre Larven, Würmer, Spinnen, Beeren und Früchte.

Die Rückkehr in die Rieselfelder

Die Rückkehr in die Rieselfelder

Suchbild mit Steinkauz. Wenn man genau hinsieht, kann man ihn aber erkennen

Die Rückkehr in die Rieselfelder

Die Tarnung im Holzstapel ist aber auch sehr gut. Gerne würde ich den kleinen Steinkauz aus der Nähe sehen

Vor zwei Wochen war ich wieder einmal in den Rieselfeldern von Münster. Es war die Rückkehr in die Rieselfelder nach über 6 Monaten. Das letzte Mal war ich im September in den Rieselfeldern gewesen.

Es wird wieder gebrütet

Oft habe ich dann auf der Fahrt schon eine große Vorfreude in mir. Doch die Freude wurde erstmal getrübt. Es war sehr diesig, fast schon Hochnebel. Auch als ich ankam. Dann war erstmal alles wie immer. Ein Storch saß auf dem Nest auf dem Restaurant Heidekrug und brütete. Die Dohlen waren da, die Feldsperlinge und die Kanadagans brütet wieder auf der kleinen Insel im Teich. Die Bläßhühner brüten nebenan im Schilf.  Siehe auch : ==> Neues vom Teich

Bei meinem Rundgang sah ich einige Graugänse in den Wiesen. Aber mir vielen auch viele Unterschiede zu den anderen Jahren auf. Der Wasserstand war sehr hoch in den Teichen. Das hat Uferbereiche überflutet. Dadurch wurde schon Vegetation vernichtet und zusätzlich wurde noch an den Wegen radikaler Baumschnitt betrieben. Vielleicht eine Folge der Winterstürme. Ein Rückschnitt an bestimmten Bäumen, wie z. B. an den Kopfweiden, das muss natürlich sein. Und jeder kennt das auch aus seinem Garten, die Bäume und Sträucher müssen beschnitten werden.

Mich stört das trotzdem immer gewaltig, wenn auf einmal gar keine Vegetation mehr da ist. Auch die Ansitzpunkte für die Vögel gehen dann verloren. Und man sieht überall diesen Kahlschlag. In vielen Naturschutzgebieten, in Wäldern und an den Autobahnen. Dann stelle ich mir Fragen. Ob das alles so richtig ist und das so sein muss.

Andererseits heißt es ja, eine offene Landschaft bringt mehr Artenvielfalt. Und ich vertraue dann darauf, das Biologen und Naturschützer wissen, was sie tun.

Mein erster Steinkauz

Auf einem Holzstapel von gefällten Bäume konnte ich dann auch eine neue Entdeckung machen. Meinen ersten Steinkauz! Leider sehr weit entfernt. Aber wann kommt man einem Steinkauz auch schon einmal so richtig nahe?

Kolbenenten, die Rückkehr in die Rieselfelder

Ansonsten gab es fast jede Entenart zu sehen. Meine geliebten Kolbenenten sind wieder da! Auch für sie war es also wieder die Rückkehr in die Rieselfelder. Leider waren sie auch zu weit entfernt zum Fotografieren. Außerdem gab es noch Reiher-, Schnatter-, Krick-, Löffel- und Tafelenten zu sehen.

Meine Sichtungen haben sich an diesem Tag ziemlich erhöht. Die Rieselfelder von Münster sind halt immer eine Reise wert.

Die Sichtungen vom März

Die Sichtungen vom März

Vogel Nr. 32, die Dohle

Der März war bei mir sehr stressig und arbeitsreich. Die Sichtungen vom März sind auch deshalb sehr überschaubar. Ich hatte nur zwei neue Sichtungen im März. Die Dohle und den Jagdfasan. Und das praktisch auch nur nebenbei. Bei den Ausflügen waren sonst immer nur die üblichen Vögel zu sehen.

Die Dohle und der Jagdfasan sind die Nr. 32 und 33 für dieses Jahr. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass sich die Sichtungen bis heute fast verdoppelt haben. Da ich jetzt ein paar Mal in die Naturschutzgebiete fahren konnte. Im Schreiben bin ich aber noch nicht wieder richtig drin. Trotz der vielen neuen Sichtungen, fällt es mir schwer wieder rein zu kommen. Und ich bin deshalb auch mit diesem Beitrag so weit im Rückstand.

Ich bin noch etwas raus aus dem Bloggen und auch was das Lesen anderer Blogs und Beiträge betrifft. Als ob mein Gehirn noch eine kleine Auszeit von allem braucht. Dabei soll Lesen ja entspannen und man kann abschalten. Vielleicht klappt das über die Feiertage bei mir.

Von der Dohle habe ich ein paar Fotos gemacht. Den Jagdfasan konnte ich nicht fotografieren.

Zaunkönige – Unsere kleinen Singvögel

Zaunkönige - Unsere kleinen Singvögel

Neben seiner Größe erkennt man den Zaunkönig am aufrecht stehenden Schwanz

Die Zaunkönige sind unsere kleinen Singvögel. Zusammen mit dem Sommer- und Wintergoldhähnchen gehören sie zu unseren kleinsten Vögeln. Im Moment sind die kleinen Zaunkönige aber ganz groß. Sie sind nämlich ganz große Sänger und es ist gerade Balzzeit. Da muss man schon laut sein, wenn man als Männchen seine Partnerin finden und beeindrucken will.

Versteckt im Unterholz unterwegs

Überall sieht man jetzt sich jagende Zaunkönige und singende Männchen, die ihr Revier markieren. Die kleinen Zaunkönige leben am liebsten im Wald. Und dort besonders im Unterholz. Im Gebüsch oder in Holzstapeln sieht man sie häufig. Sie bevorzugen auch die Nähe von Wasser. Sie mögen lichte Plätze und sind aber auch in Gärten und Parks zu sehen. Und sind durchaus auch Kulturfolger. Sie bauen ihre Nester auch an Gebäuden.

Zaunkönige – Die kleinen Singvögel

Der Zaunkönig ist nur etwa 9,5 cm groß und wiegt nur ein paar Gramm. Aber sein Gesang ist sehr laut und schmetternd. Man vermutet einen viel größeren Vogel dahinter.

Die Fabel vom Zaunkönig

Ich habe schon oft hier über komische Namen von Tieren und Vögeln geschrieben. Einige tragen ihren Namen zu recht und man sieht sofort woher der Name kommt. Der Zaunkönig wurde früher Schneekönig oder Winterkönig genannt. Weil der Zaunkönig auch im Winter singt. Von diesem Namen kommt auch der Spruch, “Sich freuen wie ein Schneekönig.”. Der Name Zaunkönig geht auf eine alte Fabel zurück. Es sollte der Vogel zum König gewählt werden, der am höchsten fliegen kann. Das war der Adler, aber der kleine Zaunkönig versteckte sich auf dem Rücken des Adlers und flog von dort noch ein Stück höher und rief : “Der König bin ich!”

Zaunkönige – Unsere kleinen Singvögel. Ein passender Name. Auch der kleinste kann der König sein. Und wenn er nur der König des Zauns oder vom Gebüsch ist. Und wenn er dann noch ein großer Sänger ist, dann wird bestimmt jeder sagen, er trägt seinen Namen zu recht!

Die Amsel, bedroht durch den Usutu-Virus?

Die Amsel, bedroht durch den Usutu-Virus

Das Amsel-Männchen ist Schwarz und hat einen gelben Schnabel und einen gelben Augenring

Die Amsel war im letzten Jahr in weiten Teilen von Deutschland vom Usutu-Virus betroffen. Deshalb wurde auch die Stunde der Wintervögel mit Spannung erwartet. Hat der Usutu-Virus große Auswirkungen auf die Population der Amsel gehabt? Ist die Amsel bedroht durch den Usutu-Virus? Im Winter konnte man das noch nicht so richtig beurteilen. Jetzt im Frühling wird es vielleicht schon deutlicher.

Dezimiert und bedroht durch den Usutu-Virus?

Man kann immer noch jeden Tag eine Amsel im Garten sehen. Aber der Bestand der Amsel scheint doch etwas gesunken zu sein. Noch kann man nicht wie sonst immer, auf jedem Hausgiebel eine Amsel am Morgen und Abend singen hören. Es ist etwas leerer geworden auf den Dächern. Nur vereinzelt sind schon Hausgiebel besetzt.

Die Amsel ist einer unserer häufigsten und beliebtesten Vögel. Bis jetzt habe ich sie aber nur in verschiedenen Beiträgen erwähnt, ihr aber noch nie einen eigenen Beitrag gewidmet.

Auch wenn man die Amsel jeden Tag sieht, hat sie einen Beitrag verdient. Ist sie doch als farblich eher schlichter Vogel doch ziemlich auffällig. Auch durch ihren Gesang auf unseren Häusergiebeln. Das ist deshalb so auffällig, weil die Amsel früher ein Waldvogel war. Da musste man mit Gesang auffallen, um gesehen zu werden. Die Amsel ist wahrscheinlich der erste Kulturfolger unter den Vögel. In den Gärten, Parks und Städten ist es einfacher Nahrung zu finden und eben gesehen zu werden. Ein Vorteil für die Fortpflanzung.

Als Nahrung bevorzugt die Amsel Weichfutter. Jede Form von Beeren, Würmer und Raupen.

Der Bestand der Amsel ist gesunken. Ob die Amsel durch den Usutu-Virus bedroht ist, das werden wir in der Zukunft sehen. Anpassungsfähig  ist die Amsel, um auf das Virus zu reagieren.

 

Die Meisen und die Weidenkätzchen

Die Meisen und die Weidenkätzchen

Ob sich die Blaumeise für etwas in dem Weidenkätzchen interessiert, ist schwer zu sagen

Vor knapp zwei Wochen habe ich gesehen, dass eine Blaumeise auf die Pollen der Weidenkätzchen steht. Seit dem letzten Wochenende kann ich sagen, die Meisen und die Weidenkätzchen, da gibt es eine Verbindung. Ob die Meisen nun auf die Pollen stehen oder die Weidenkätzchen, das konnte ich noch nicht genau beobachten.

Die Weidenkätzchen als Kindheitserinnerung

Als Kinder haben wir die Weidenkätzchen geliebt. Sie waren so flauschig und sahen anders aus als alles andere in der Natur. Und es gab sie nur im Frühling. Nach dem Winter, wenn es die ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne gab, konnten wir mit dem Fahrrad oder zu Fuß losziehen. Wir wussten wo es die Weidenkätzchen gab. Und haben diese Stellen immer aufgesucht. Die Weidenkätzchen waren einfach zu faszinierend für uns.

Vielleicht liebe ich den Frühling auch deshalb so sehr, weil ich diese Erinnerungen daran habe. Die Frühlingssonne und die erwachende Natur. Alles wird wieder Grün und fängt an zu blühen. Das sind sehr einprägsame Erinnerungen.
Die Meisen scheinen die Weidenkätzchen als Nahrungsquelle zu sehen. Das habe ich vorher noch nie beobachtet.

Eine Kohlmeise hat sogar ein Weidenkätzchen abgerissen. Ob die Meisen das Weidenkätzchen fressen oder etwas im Innern ist nicht zu erkennen. Oder vielleicht sind es auch wirklich die Pollen, für die sich die Meisen interessieren. Was auf den Fotos auch nicht zu erkennen ist, wie stürmisch es an dem Nachmittag schon war. Auf den Fotos sieht es noch sehr ruhig aus. Fotos sind halt immer nur Momentaufnahmen.

 

Meine Ziele für 2019

Meine Ziele für 2019

Ein gutes Foto vom Grünspecht, mein Ziel für 2019

Ich setze mir ja immer Ziele für das Jahr. Und jetzt ist es schon März, aber trotzdem gibt es meine Ziele für 2019 wieder. Letztes Jahr nannte ich sie meine Big Five. Eine Top 5 für ein Jahr ist eigentlich immer ganz gut. Wir kennen das aber alle mit den Zielen und Vorsätzen für ein Jahr, meistens klappt das nicht immer so und meistens kommt es anders als man denkt. So war es auch 2018 bei mir. Manche Ziele erreichte ich durch Zufall. Die Sichtung des Uhus war reiner Zufall. Während die Sichtung der Bienenfresser eine geplante Aktion war. Ich wußte, wo sie sich aufhalten könnten und hatte das Glück, das sie aus Afrika dorthin zurückkehrten.

Aber auch bei geplanten Aktionen gibt es immer wieder Rückschläge und Änderungen. Die Idee mit dem Naturschutzzentrum in Erkrath hatte sich damals zerschlagen, weil dorthin nur ein Paar der Bienenfresser zurückgekehrt war.

Mehr Informationen über den Bienenfresser

Der Bienenfresser steht auch dieses Jahr wieder ganz oben auf meiner Liste. Ich hoffe sie kehren zahlreich aus Afrika nach NRW zurück und werde sie suchen. Eigentlich ist der Bienenfresser ein sehr populärer Vogel. Er ist der farbenfrohste und schillerndste Vogel den wir in Deutschland haben. Eigentlich ein Exot für Europa, steht er auch wie kein anderer Vogel für den Klimawandel und den Anstieg der Temperaturen. Unter Fotografen, Naturliebhabern und Ornithologen ist er natürlich sehr beliebt. Während der Normalbürger eher erstaunt ist und wenig über diesen Vogel weiß. Allein die Reaktionen auf seinen Namen sind oft erstaunen und Bestürzung. „Wie heißt der? Bienenfresser? Und der frißt dann alle Bienen auf?“ Tut er natürlich nicht. Aber mehr über diesen Vogel zu lernen und mehr Informationen und Fotos von dem Bienenfresser weiterzugeben, ist mein Ziel für 2019.

Ein richtiger Exot – Der Halsbandsittich

Ein weiterer Exot steht auch wieder auf meiner Liste. Der Halsbandsittich. Das Ziel ihn am Rhein zu suchen, konnte ich letztes Jahr gar nicht in Angriff nehmen. Aber jetzt ist ein Paar der Halsbandsittiche im Winter in Münster aufgetaucht. Vielleicht brüten sie sogar dort. Sie halten sich im Moment immer noch im Schloßgarten auf. Deshalb nehme ich den Halsbandsittich auch dieses Jahr wieder in die Liste auf.

Und dieses Jahr möchte ich versuchen, ein Blaukehlchen zu sichten. Der beste Ort dafür sind wahrscheinlich die Rieselfelder in Münster. Ich werde die Meldungen beobachten und es dann versuchen. Letztes Jahr hatte ich dort kein Glück.

Ansonsten sind meine Ziele für 2019 eher bescheidener geworden. Das hat einfach die Erfahrung gezeigt. Die Natur ist selten berechenbar. Deshalb will ich dieses Jahr endlich einmal meine beiden „Problemvögel“ aus der Nähe fotografieren. Den Grünspecht und den Eichelhäher. Ihr kennt das ja schon, es ist meine unendliche Geschichte! Und das Foto vom Grünspecht zeigt auch gut, wo meine Probleme liegen. Ich kriege einfach kein gutes Foto vom Grünspecht. Ich höre ihn auch immer wieder “Gackern” im Moment. Aber sehen und ihm nahe kommen, das klappt so gar nicht. Aber vielleicht klappt es noch 2019.

Die Sichtungen vom Februar

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Die Nr. 32, das Wintergoldhähnchen

Da der Monat auch schon wieder vorbei ist, ist nun wieder Zeit für die Sichtungen vom Februar. Der kürzeste Monat des Jahres bringt meist weniger Sichtungen, da man die häufigsten Vögel schon im Januar sieht.

Die Sichtungen vom Februar : Der Stieglitz

Die letzte Sichtung im Januar war der Grünspecht. Aber zu dem gibt es in den nächsten Tagen noch mehr. Die Nr. 24 im Februar war dann der Stieglitz. Über den ich hier schon berichtet habe. Ein weiterer Fink, die im Januar sehr häufig waren, sich jetzt aber irgendwie zurückgezogen haben. Im Moment sieht man am häufigsten die Meisen und Rotkehlchen.

Auch über die Nr. 25, den Kleiber, habe ich hier schon geschrieben. Die Nr. 26 war der Höckerschwan und die Nr. 27 die ersten Kraniche, die aus dem Winterquartier in die Heimat zurück flogen.

Ein schwieriger Fall

Die Nr. 28 war dann ein schwieriger Fall. Ich denke es war ein Waldbaumläufer, der von seinem Verwandten dem Gartenbaumläufer einfach kaum zu unterscheiden ist.

Von den Nr. 29 und 30 habe ich keine Fotos. Das waren die Schwanzmeise und der Zaunkönig. Es kommt oft vor, das man von einigen Sichtungen erstmal keine Fotos hat. Aber wenn man Glück hat, kommen in den nächsten Monaten dann noch die passenden Fotos zu den Sichtungen.

Von der Rotdrossel, der Nr. 17 aus dem Januar konnte ich ja auch erst am letzten Montag einige gute Fotos machen.

Die Nr. 31 war dann ein schillernder Rückkehrer aus dem Süden. Der Star! Ihm werden im März dann hoffentlich weitere Rückkehrer aus den Winterquartieren folgen.

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