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Die Bilder des Jahres 2018

Die Bilder des Jahres 2018

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Nachdem ich in den letzten Beiträgen immer noch etwas schreiben musste, kommen jetzt einfach nur noch die Bilder des Jahres 2018.

Die, die es zum Teil auch in meinen ersten Kalender zu sehen gibt :

Die Bilder des Jahres

Bienenfresser

Die schlichter gefärbten Vögel sind die Jungtiere

Einen vor allem textlichen Rückblick auf das letzte Jahr habe ich ja hier schon gemacht. Jetzt soll es vor allem um die Bilder gehen. Die Bilder des Jahres. Einige habe ich schon bei meinem Jahresrückblick gezeigt.

Es gibt bestimmt noch einen weiteren Beitrag dazu, denn jetzt muss ich doch noch einmal ein bißchen schreiben. Denn nicht nur ich ziehe eine Bilanz des letzten Jahres, auch der WWF hat das getan. Und dabei den Bienenfresser als Gewinner des Jahres genannt. Leider hat der WWF auch den eher traurigen Grund dafür bestätigt. Der Bienenfresser profitiert von der Klimaerwärmung. Und das wiegt wohl beim Bienenfresser sogar die Nachteile auf, die er als reiner Insektenfresser durch den Rückgang der Insekten haben sollte.

Vom Aussterben bedroht

Die weiteren Vögel in meinem Beitrag haben es nicht so gut. Sie stehen in Deutschland kurz vor dem Aussterben. Die Knäkente, die Bekassine und der Große Brachvogel. Sie gehören zu den Vögeln die ich 2018 das erste Mal gesichtet habe. Weil sie selten sind. Aber mir war es nicht bewußt, das sie bei uns kurz vor dem Aussterben stehen. Schon deshalb sind sie die Bilder des Jahres. Vermutlich sind die Knäkenten und die Bekassinen bei uns nur Durchzügler gewesen. Das wird leider bald die einzige Möglichkeit sein, diese Vögel noch in Deutschland zu sehen.

 

Jahresrückblick 2018

Jahresrückblick 2018

Der Uhu. Ich habe gelernt das er tagsüber sehr schläfrig und träge ist

Ich bin durchaus ein Freund von Jahresrückblicken. Nochmal auf tolle Erinnerungen zurückblicken. Letztes Jahr habe ich hier keinen Jahresrückblick gemacht. Dabei war es ein tolles Jahr. Alles war neu für mich und ich hatte viele tolle Beobachtungen und viele neue Sichtungen. Vieles davon wird sich nie wiederholen lassen, weil die Natur ständig im Wandel ist.

Mein erstes komplettes Beobachtungsjahr

Aber es war kein vollständiges Jahr, nicht beim Fotografieren und auch nicht beim Blog. Ich hatte erst später im Jahr gestartet. Das Jahr 2018 ist mein erstes komplettes Jahr. Einige tolle Beobachtungen aus dem Jahr 2017 fehlen mir. Dafür habe ich fantastische neue Beobachtungen gemacht. Fast schon unvorstellbare Momente, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Ich hatte das ganze Jahr über schon Vergleiche zum letzten Jahr gemacht. Um festzustellen, ob es Abläufe in der Natur gibt, die sich wiederholen. Es gibt tatsächlich einige Dinge, die sich wiederholen. Das sind vor allem die Zugvögel. Vieles wiederholt sich aber auch nicht.

Mein erster Jahresrückblick

Das Jahr 2018 fing sehr feucht an. Viele Wiesen standen noch unter Wasser, weil der Dezember 2017 sehr regenreich war. Hätte man geahnt wie trocken das Jahr werden würde, man hätte sich sehr gefreut über das Wasser. Dann kam Sturm Friederike und die Russland-Kälte. Aber dann war es ab April eigentlich nur noch warm oder sehr heiß und trocken.

Davon profitiert ein Vogel, der zu meinem Favoriten aufgestiegen ist : Der Bienenfresser. Ihn werde ich auch 2019 wieder verfolgen. In der kurzen Zeit, in der er bei uns ist.

Weitere meiner neuen Lieblinge zu Beginn des Jahres wurden die Schellente und der Zwergtaucher. Einige Favoriten von 2017 konnte ich wiedersehen, so z. B. die Kolbenente. Eine Streifengans sah ich dieses Jahr leider nicht.

Als Mann hat man irgendwie immer eine Schwäche für Raubtiere und Greifvögel. Ab März drängten sich die Greifvögel immer mehr in den Vordergrund. Sie waren wirklich die Vögel, die das Jahr bestimmt haben. Ich bin ihnen oft sehr nah gekommen. Und das ohne, das ich sie gezielt gesucht hätte. Ihnen gehörte deshalb dieses Jahr.

Schwarzmilan, Baumfalke, Habicht und Uhu. Ich hatte sie nie vorher fotografiert. Für immer unvergesslich wird mir die Begegnung mit dem Uhu bleiben. An einem der heißesten Tage überhaupt. Nie hätte ich gedacht ihm auf Augenhöhe und so nah zu begegnen.

Auch der Moment, wo ich das erste Mal einen Bienenfresser sah, wird für mich immer unvergesslich bleiben.

Hier folgen noch ein paar meiner Lieblingsfotos von diesem Jahr.

Ich hoffe nächstes Jahr geht alles gut weiter und danke Euch allen fürs Mitlesen und Folgen und Kommentieren.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Das Buchfinken-Weibchen

Das Buchfinken-Weibchen

Bei den Vögeln sind die Rollen der Geschlechter oft etwas anders verteilt. Bei den Greifvögeln sind die Weibchen oft größer und schwerer als die Männchen. Und bei den Vögeln sind nicht die Weibchen das schöne Geschlecht sondern die Männchen. Die Männchen sind bunt und schön anzusehen. Sie müssen auffallen und den Weibchen gefallen. Auch bei den Buchfinken und anderen Finken ist das so. Ähnlich auffällig ist es bei den Enten.

Die häufigsten Vögel in Deutschland

Das Buchfinken-Weibchen ist überwiegend schlicht beige und hellbraun. Während das Männchen eine leuchtend rote Brust hat. Die Buchfinken gehören im Moment zu den häufigsten Motiven. Neben der Blaumeise. Die schon fast die Speicherkarte alleine füllt. Überhaupt ist der Buchfink der häufigste Brutvogel in Deutschland. Fallen die Buchfinken-Männchen sofort auf, ist es doch ein Buchfinken-Weibchen, die im Moment meine Aufmerksamkeit sucht. Weil sie immer schon da ist, wenn ich in Langenberg den Hordtberg hoch gehe. Dabei ist es nicht so, das sie zu meiner Begrüßung da ist, ich werde eher argwöhnisch beäugt.

Sie ist immer wieder an der gleichen Stelle zu sehen. Einem Ebereschen-Gebüsch mit einigen Vogelbeeren. Mittlerweile haben ich erkannt, das sie einen seitlich etwas überstehenden Unterschnabel hat. Es sieht zumindest manchmal so aus.

Außerdem sind mir große, blaue Beeren auf den Fotos aufgefallen. Da ich wenig Ahnung von Pflanzen und Früchten habe, kann mir vielleicht jemand sagen, was das für Früchte sind? Man sieht sie auf dem letzten Foto.

Ein strahlender Herbsttag

Strahlender Herbsttag

Der Samstag war ein wunderschöner, strahlender Herbsttag. Nach einer frostigen Nacht musste ich das erste Mal die Scheiben am Auto etwas freikratzen. Aber an der Kiebitzwiese konnte man dann mit den steigenden Temperaturen  die klare Luft mit einem tollen Licht genießen. Es war fast windstill und so spiegelte sich der hellblaue Himmel in den Wasserflächen. Endlich gab es auch wieder genügend Wasser in der Kiebitzwiese und so hatten sich auch endlich die Grau- und Kanadagänse und die Stockenten an der Kiebitzwiese eingefunden. Alle schienen nach der langen Trockenheit das Wasser und diesen strahlenden Herbsttag zu genießen!

Und so bildeten zuerst die Stockenten eine Parade und schwammen von der linken Seite auf die große Wasserfläche. Das wollten die Graugänse wohl nicht lange mit ansehen und schwammen von der rechten Seite auf die Wasserfläche. So viele Wasservögel hat man dort lange nicht gesehen!

 

Der Selbachpark

Der Park

Der Selbachpark liegt im Südwesten der Stadt Hamm und wirkt irgendwie immer etwas wie am falschen Ort. Um ihn herum gibt es Landwirtschaftsflächen und auch Natur. Einen Park an diese Stelle zu setzen, ergibt eigentlich keinen Sinn. Wenn man den Park aber als Ergänzung zu den umliegenden Freizeitstätten sieht, kann man vielleicht doch noch einen Sinn dafür finden. Es gibt dort ein Freibad, ein Hotel, einen Sportplatz und Tennisplätze. Der Park besteht hauptsächlich aus einem großen Teich. Dem man auch sofort ansieht, das er nur eine künstliche Wasserfläche ist.

Am einen Ende des Teiches steht das Hotel, was von kleinen Teichen umgeben ist, die mit dem typischen Waschbeton der 70er Jahre eingefasst sind. Trotzdem ziehen diese Teiche die typischen Teich- und Parkbewohner an. Graureiher, Enten, Bläß- und Teichhühner und Kanadagänse.

Ich habe den Park damals bei der Hitzeperiode besucht. Ich wollte die Kolbenente mit ihrem Nachwuchs fotografieren. Dem ersten Kolbenenten-Nachwuchs in Hamm. Darüber habe ich hier schon geschrieben : Weiterer Nachwuchs

Aber obwohl ich bei meinem Besuch wegen der Hitze nur kurz dort war, sind viele schöne Fotos entstanden.

Ein bedrohtes Paradies?

Heute kommt dann endlich der zweite Teil von meinem Besuch der Rieselfelder von Münster. Neben dem jungen Steinschmätzer konnte ich auch noch einen Rotschwanz fotografieren. Bei der Bestimmung wurde es dann aber wieder einmal schwierig. Bei uns im Kreis Unna ist der Hausrotschwanz und auch der Gartenrotschwanz schon sehr selten geworden. Auch Opfer des Insektensterbens. Wegen der hellen Unterseite würde ich bei diesem Rotschwanz auf einen weiblichen Gartenrotschwanz tippen.  Auch in den Rieselfeldern war es der erste Gartenrotschwanz den ich dieses Jahr gesehen habe. Selbst in so einem Paradies sind die Vögel bedroht.

Am großen Teich sah ich einige Pfeifenten. Die Männchen tragen im Moment noch ihr Schlichtkleid und sind so etwas schwerer zu erkennen. Man erkennt sie aber gut am hellgrauen Schnabel mit der schwarzen Spitze.

Neben der Storchengruppe auf der Wiese flogen am Nachmittag auch noch einige Störche in der Thermik vor einem strahlenden blauen Himmel.

Da machten die Rieselfelder einen wunderschönen Eindruck. Aber auch so ein Paradies ist gefährdet. Wenn die Straßen von Münster vom alltäglichen Straßenverkehr verstopft sind, nutzen viele Autofahrer die Straßen durch die Rieselfelder als Schleichwege. Und es wird nicht gerade langsam gefahren. Die Anwohner haben jetzt eine Bürgerinitiative gegründet. Durch den erhöhten Straßenverkehr werden immer wieder viele Vögel überfahren. Aber auch von Radfahrern, die angefahren wurden, habe ich schon gehört. Die Bürgerinitiative will jetzt gegen diesen erhöhten Verkehr in den Rieselfeldern etwas unternehmen. Früher waren die Rieselfelder auch schon einmal für Autos gesperrt.

Weiterer Nachwuchs

Nicht nur in den Rieselfeldern gibt es dieses Jahr Nachwuchs bei den Kolbenenten, auch im Selbachpark von Hamm. Das ist der erste Nachwuchs von Kolbenenten in Hamm! Die Küken werden nur von den Müttern versorgt. Die Erpel kümmern sich gar nicht um ihren Nachwuchs. Auch diese Kolbenente hat ein Küken. Scheint der Standard bei den Kolbenenten in der Umgebung zu sein.

Jenseits von Afrika…

…liegt Münster! Diese unerwartete Erkenntnis muss natürlich auch erklärt werden. Warum gerade eine westfälische Großstadt. Liegt doch so ziemlich ein Großteil der Welt jenseits von Afrika. In einem Dokumentarfilm werden die Rieselfelder von Münster als Savanne Westfalens bezeichnet. Die endlos wirkenden Schilfgürtel mit den flachen Wasserflächen und den tausenden von Vögeln lassen den Vergleich aufkommen. Er ist durchaus passend. Gerade im Moment. Wir haben seit Wochen Temperaturen über 30 Grad und dann gibt es auch noch für uns immer noch etwas “exotisch” wirkende Vögel in den Rieselfeldern. Die Löffler und die Silberreiher. Und dann wurde gestern Abend auch noch ein Purpurreiher dort gesichtet. Wenn jetzt auch noch die Flamingos aus dem Zwillbrocker Venn den Weg in die Rieselfelder finden würden, die Afrika-Kulisse wäre fast perfekt.

Durch die anhaltend warmen Temperaturen ist die Vegetation in den Rieselfeldern förmlich gewuchert! Wo man letztes Jahr noch problemlos Beobachtungen machen konnte, ist im Moment alles zugewachsen. Das Schilf unterstreicht die Kulisse noch. Am Nil, am Viktoria- oder Tanganjikasee könnte es genauso aussehen.

Hitzewelle

Das Wetter und Klima ist dieses Jahr schon einige Male Thema bei mir gewesen. Eiswind, Kälte und jetzt die Hitzewelle. Diese Themen sind natürlich eng mit der Natur verbunden. Sie beeinflussen die Natur und die Tiere. Das trockene und warme Wetter der letzten Monate hilft vielen Tieren. Für Wespen, Schmetterlinge und Insekten ist es ein gutes Jahr. Die Störche hatten ein gutes Jahr. Das Wetter schadet aber auch vielen Pflanzen. Und jetzt im Moment leiden auch viele Tiere.

Am Dienstag in den Rieselfeldern von Münster war es schon sehr heiß. Es war dort schon wärmer als im Rest von NRW. Die Luft flirrte und als ich nach ein paar Stunden wieder ins Auto stieg, zeigte das Thermometer im Auto 43 Grad an!

Und auch den Tieren konnte man die Hitze ansehen. Die Wasservögel wie die Taucher, Kormorane und Schwäne hatten es noch ganz gut. Sie konnten sich im Wasser abkühlen. Einige Reiher waren noch aktiv, andere schliefen. Ebenso viele Graugänse und Enten. Einige Vögel hechelten aber auch deutlich, wie man es auf meinen Fotos gut erkennen kann. Und die Säugetiere brauchen bei so einem Wetter Abkühlung und so konnte ich auch am Mittag einen Rehbock fotografieren, den es aus dem Wald in Richtung Wasser zog.

Ich habe das schon häufiger gesehen, das Rehe in der Mittagszeit durch das Wasser laufen. Wie letztes Jahr am Steinhuder Meer : https://wildemotive.wordpress.com/2017/08/12/tierisches-aquajogging/

 

 

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