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Die Zeichen des Frühlings

Die Zeichen des Frühlings

Diese Blaumeise mag wohl die Pollen

Die Zeichen des Frühlings werden immer deutlicher, auch wenn wir in dieser Woche eher stürmisches Herbstwetter haben. So langsam werden immer mehr Blüten in den Beeten und an den Bäumen sichtbar. Auch die ersten Weidenkätzchen sind schon da.

Es kehren immer mehr Zugvögel zurück und auch die Kranichzüge sind immer noch zu sehen. Am Wochenende konnte ich in Langenberg den bisher größten Kranichzug fotografieren. Was von der Größe und auch der Fluggeschwindigkeit ziemlich schwierig war. Die Kranichzüge waren am Wochenende sehr schnell unterwegs. Vielleicht hatten sie Rückenwind.

Die Vögel des Glücks zu sehen ist immer wieder faszinierend. Und es macht einen glücklich, sie haben ihren Namen völlig zu recht bekommen!

Einige Blaumeisen konnte ich beobachten, wie sie Bruthöhlen und Nistkästen inspizierten. Bald wird wohl bei einigen schon die Brutzeit beginnen.

Und auch ein Eichhörnchen konnte ich wieder sehen. Es war aber wieder zu schnell für mich und wollte nicht an einer Stelle sitzen. Die Eichhörnchen werden viel aktiver, auch ein Zeichen des Frühlings für mich.

Die Buntspechte

Die Buntspechte

Das Buntspecht-Männchen hat den Ast ziemlich bearbeitet

Die Buntspechte sind unsere häufigsten Spechte in Deutschland und auch häufig an unseren Vogelhäusern und unseren Futterstationen zu sehen. An meiner Futterstation im Garten war der Buntspecht erst einmal. Sie ist für seine Größe einfach ungeeignet.

Die Buntspechte bei der Fütterung

Mit einer Größe von bis zu 24 cm sind für die Buntspechte eher Vogelhäuser und Futterstationen aus Metallkäfigen geeignet. Meinen Garten besuchen sie deshalb nur sehr selten. Wenn die Fütterung für die Buntspechte passt, kommen sie aber sogar auf den Balkon. Sie sind durchaus Kulturfolger und oft in Gärten und Parks und in der Nähe von Gebäuden zu sehen.

Eine Vorliebe für Styropor

In den letzten Jahren hat der Buntspecht eine Vorliebe für die Styropor-Dämmung von Gebäuden entwickelt. Diese Dämmung die vor einigen Jahren aufkam, um Energie zu sparen und die Wärmedämmung besonders von älteren Gebäuden zu verbessern, zieht den Buntspecht magisch an. In die Dämmung ein Loch zu zimmern, ist für ihn ein Kinderspiel.

An einem Standort des Forschungsinstitutes, für das ich arbeite, ist vor einigen Jahren so eine Dämmung angebracht worden. Im letzten halben Jahr hat der Buntspecht dort unzählige Löcher in die Dämmung gemacht. Immer schön im Abstand von einem halben Meter. Und wohl immer mit dem gleichen Ergebnis. Er stößt irgendwann auf die Fassade aus Stein. Was ihn dann irgendwann dazu gebracht hat, das nächste Loch im Abstand von zwei Metern zum letzten Versuch zu machen. Um vielleicht einmal ein anderes Ergebnis zu haben.

In Langenberg habe ich ja schon die eine oder andere Jagd auf Fotos vom Buntspecht hinter mir. ==> Der Buntspecht – Eine lange Jagd

Eine Liebesgeschichte?

An diesem Wochenende waren die Buntspechte die ganze Zeit unterwegs. Es waren auch Männchen und Weibchen zu sehen. Und am Sonntag war dann auch zu sehen, das sich dort wohl ein Pärchen gefunden hatte. Überhaupt ist bei vielen Vögeln jetzt die Paarungszeit schon voll im Gang. Überall sah man am Samstag sich jagende Vögel. Besonders auch bei den Meisen und Buchfinken.

Die Buntspechte kennzeichnen durch das „Trommeln“ auf die Baumstämme ihr Revier. Das hört man sonst sehr oft. Es war aber in Langenberg gar nicht zu hören. Vielleicht sind die Reviere schon besetzt und auch die Paare haben sich gefunden. Am Samstag war immer nur das Hämmern vom Herrn Buntspecht zu hören. Der den einen oder anderen Ast bearbeitet hat, um nach Nahrung zu suchen.

Die Vögel sind sehr Revier- und Standorttreu. Das man eine Vogelart so gezielt und das ganze Wochenende über beobachten kann, das kommt trotzdem selten vor. Das war ein schönes Erlebnis!

Die Kraniche fliegen zurück!

Die Kraniche fliegen zurück!

Die Kraniche im perfektem V vor dem Mond

Am 13.02.2018 konnte ich im letzten Jahr sagen, die Kraniche fliegen zurück! Ich sah damals die ersten Kraniche aus ihrem Winterquartier in Richtung Nordost zurückfliegen. Ich stand auf dem Hordtberg in Velbert-Langenberg. Siehe : ==> Kraniche über Langenberg

Am 13.02.2019 stand ich zu Hause auf meiner Terrasse in Bergkamen. Ich hatte gerade die Futterstation aufgefüllt und hörte eine Kohlmeise. Und die Rufe von Kranichen! Wie so oft sieht man dann erst einmal nichts. Es dämmerte auch schon und meistens sind die Kraniche auch noch weit weg. Aber dann sah ich den Zug von etwa 100 Kranichen. In einer kleinen V-Formation und dafür ziemlich langgezogen.

Die Kraniche fliegen zurück! Die Ereignisse wiederholen sich also bei den Vögeln und vor allem auch beim Vogelzug! Was mich sehr freut, da ich immer wieder versuche die Vergleiche zum letzten Jahr zu ziehen. Und die Vögel des Glücks zu sehen, ist immer ein tolles Erlebnis.

Da der Mond im Moment schon am frühen Nachmittag am Himmel steht, gelangen mir tolle Aufnahmen von den Kranichen vor dem Mond. Mir half dabei, dass dieser Kranichzug fast genau in Richtung Osten flog. Und so auch genau in gerader Linie vor dem Mond flog.

Später machte ich dann auch noch Fotos vom ersten Abendrot des Jahres. Der Vorfrühling kündigt sich an!

Der Stieglitz

Der Stieglitz

Er gehört zu unseren buntesten Vögeln, der Stieglitz oder Distelfink

Der Stieglitz oder Distelfink fehlte mir noch in diesem Jahr von den Finken. Die Finken sind im Moment sehr auffällig, da sie gemeinsam auf Nahrungssuche gehen. Und so konnte ich einige Stieglitze in der großen Birke am Kindergarten fotografieren. Die sonst von den Gimpeln besucht wurde. Die aber noch nicht alle Samen abgeerntet haben.

Der Stieglitz erntet Birkensamen

Wenn man unter der Birke steht, denkt man plötzlich, es schneit. Denn etwas rieselt auf einen herunter. Das sind aber die Samen der Birken, die im schnellen Treiben der Stieglitze wohl oft herunterfallen. Was dann der Birke auch hilft, wenn die Samen so verbreitet werden. Und die Samen sind sehr klein, die Stieglitze müssen wohl sehr viele davon fressen.

Vogelarten mit zwei Namen

Der Stieglitz und der Gimpel haben nicht nur die Vorliebe für Samen gemeinsam, auch das es zwei Namen für sie gibt. Die auch beide durchaus noch im Gebrauch sind. Ich habe als Kind schon immer Distelfink statt Stieglitz gesagt. Der Name Stieglitz wirkt für mich etwas schwierig. Beim Gimpel war es immer genau anders herum. Ich habe als Kind den Namen Dompfaff gelernt und behalten. Und erst jetzt habe ich mich umgewöhnt und sage Gimpel.

Temperaturanstieg

Gestern Nachmittag kam plötzlich die Sonne raus und die Temperaturen stiegen in der Sonne schnell auf 7 Grad an. Das war schon ein großer Kontrast zum Morgen, wo es noch sehr lange geschneit hat. In der Sonne schmolz dann der Schnee auch direkt wieder weg. Für das Fotografieren war das Wetter besser und so konnte ich die Stieglitze wunderbar vor dem blauen Himmel fotografieren.

Damit ist der Stieglitz meine Nr. 24 für dieses Jahr und ich werde in den nächsten Wochen wohl noch viel Spaß mit den Schwärmen der Finken haben. Zu Hause im Kreis Unna gibt es einen Bergfinken-Schwarm mit 1000 Exemplaren! So groß sind die Schwärme hier in Velbert-Langenberg nicht. Vielleicht maximal 50 bis 100 Vögel.

Der Kernbeißer

Der Kernbeißer

Endlich mein erster Kernbeißer!

Der Kernbeißer hat mich schon als Kind fasziniert. Ein bulliger Singvogel, ein Fink mit riesigem Schnabel. Dazu mit einem schönen, bunten Gefieder. Und dann noch dieser Name! Ich hatte ihn als Kind schon immer in den Bäumen gesucht. Doch erst heute, habe ich endlich meinen ersten Kernbeißer gesehen! Dazu musste ich erst 43 Jahre alt werden.

Der Zufall half mir

Ich freue mich riesig darüber! Der Kernbeißer war für mich schon etwas ungreifbar geworden. Man kann nach Vögeln die am Wasser leben einfacher suchen. Aber wie will man nach einem Vogel suchen, der praktisch überall leben kann? Zum Glück kam mir heute der Zufall zur Hilfe.

Der Kernbeißer, der König der Finken

Der Kernbeißer ist sozusagen der König der Finken. Die anderen Finken wirken gegen ihn winzig und ihre Schnäbel klein.

Überhaupt ist es im Moment die Zeit der Finken. Selten sah ich so viele wie im Moment. Auch heute waren viele Arten unterwegs. Ich sah einen Grünfink, die Bergfinken aus der Ferne und ein Gimpel-Pärchen.

Die Buchfink-Weibchen

Und besonders zahlreich wieder die Buchfinken. Einige Männchen und vor allem wieder die Buchfink-Weibchen. Die regelrecht vor mir posierten. Und sich auch gar nicht aus der Ruhe bringen ließen. Überhaupt waren alle Vögel sehr aktiv. Und die Menschen ebenfalls. Das schöne Wetter lockte sie zahlreich ins Grüne. Aber selbst davon ließen sich die Vögel nicht stören.

Für sie war es nach den vergangenen Wochen schon etwas wie Frühling. Zumindest in der Sonne. Mir war auch überhaupt nicht kalt. Obwohl das eigentlich gar nicht sein konnte. So sah man doch in den schattigen Bergwinkeln noch den Rauhreif und gegen Abend zeigte das Thermometer schon -3 Grad. Aber unsere Sonne ist schon sehr stark. Und brachte mir schöne Fotos vor blauem Himmel.

Der Buntspecht – Eine lange Jagd

Der Buntspecht

Ein männlicher Buntspecht. An einem abgestorbenem Baum in einem Garten. Das Ende einer Jagd

Der Buntspecht ist der häufigste Specht in Deutschland. Ein bekannter Vogel, da er auch in die Gärten und Parks kommt und auch an Futterstationen immer wieder zu Besuch ist. Auch an meiner Futterstation war er schon. Und auch sonst sehe ich gerade im Winter viele Buntspechte. Durch die kahlen Bäume ist seine Deckung einfach nicht mehr so gut.

Der Buntspecht ist oft zu hören

Oft hört man sie auch einfach nur. Manchmal ihre Stimme und oft auch das Trommeln und hämmern an den Bäumen. In den letzten Wochen habe ich den Buntspecht häufiger gesehen. Von meinem Garten aus in Nachbars Garten. Und auch in Langenberg. Oft aber eben aus größerer Entfernung. Denn auch wenn die Spechte in die Gärten kommen und durchaus auch als Kulturfolger gesehen werden können, sie sind doch manchmal sehr scheu und halten ihre Fluchtdistanz ein.

Und so ist der Buntspecht einer der Vögel, mit denen ich Probleme habe. Ich bin schon lange auf der Jagd nach guten Fotos vom Buntspecht. Irgendwie haben ich ja mit allen Spechten so meine Probleme.

Mein Glück in Langenberg

Heute hatte ich aber in Langenberg endlich Glück! Ein Buntspecht, den ich schon häufiger gesehen habe, war plötzlich in meiner Nähe an einer Birke! Ich hatte ihn wohl schon vorher gehört, konnte ihn aber nicht orten. Ob es immer der gleiche Buntspecht der letzten Wochen war? Ich denke nicht. Es gibt wohl einige Buntspechte in Langenberg.

Gutes Beispiel für eine Motivjagd

Aber anhand dieses Buntspechts kann ich einmal zeigen, wie mühselig und langwierig es manchmal ist, bis man endlich ein gutes Foto hat. Das Foto oben zeigt das Ende der Jagd nach dem besten Motiv am heutigen Tag. Ich habe den Buntspecht in einem Garten in Langenberg auf einem abgestorbenem Baum fotografiert. Dorthin habe ich ihn verfolgt, nachdem er vorher auf einer Birke saß. Doch das war nur das Ende. In den vergangenen Wochen habe ich ihn aus großer Entfernung fotografiert.

Anhand der Fotogalerie möchte ich das einmal zeigen. Manchmal ist das wirklich fast ein Suchbild, aber ich versuche immer jede Bewegung genau zu beobachten.

 

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