MonatDezember 2018

Eine Geschichte, die weiter erzählt werden muss

Elstern

Die auffällige Elster kommt immer noch regelmäßig zu Besuch

Vom Anfang des Jahres bis zum Frühling habe ich immer wieder von einer auffälligen Elster berichtet.  ==> Die auffällige Elster

Die immer wieder zu Besuch vorbeikam und auch sonst eine sehr neugierige Art hatte. Die sich auf dem Universitätsgelände in Dortmund an die Menschen gewöhnt hatte und auch eine besondere Vorliebe für Autos entwickelt hat. Oft sah man sie auch mit einem Partner oder Partnerin zusammen. Und es wurde auch von den Elstern immer wieder ein Nest besucht. ==> Überall Frühling und Nestbau

Damit hatte ich damals meine Berichte beendet. Aber die Geschichte muss noch weiter erzählt werden! Denn es gab später im Jahr noch mehr zu beobachten. Die beiden Elstern waren später nicht mehr alleine unterwegs. Sie hatten erfolgreich gebrütet und waren später mit bis zu vier Jungvögeln zu sehen! Vielleicht werden jetzt manche denken, nicht noch mehr Elstern! Aber erfolgreiche Bruten und Nachwuchs finde ich immer erfreulich!

Die Elstern halten zusammen

Die vier Jungvögel waren dabei deutlich unterschiedlich. Einige waren deutlich größer als andere. Eines war vielleicht einfach nur der schwächste Jungvogel oder gar ein Nachzügler. Dieser Jungvogel war später noch bis in den Herbst jeden Tag mit meiner auffälligen Elster zu sehen. Da war wohl eine sehr enge Verbindung. Vielleicht einfach das Nesthäkchen oder Mutter und Tochter. Die Rabenvögel haben sehr enge soziale Verbindungen und ein sehr komplexes Sozialleben in der Gruppe und im Schwarm.

Alle vier Jungvögeln waren aber sehr frech und respektlos gegenüber den Eltern. Sobald einer der Altvögel im Rasen etwas fressbares gefunden hatte, stürzten sich die Jungvögel förmlich auf ihn. Auch untereinander gab es immer wieder Streitigkeiten. Da wurden die Geschwister häufiger mal geärgert.

Aber es war immer sehr interessant das zu beobachten. Und eine schöne Geschichte, wie ich finde.

Ich wünsche euch allen einen schönen 2. Advent! 

 

Das Steinhuder Meer

Das Steinhuder Meer

Direkt gegenüber vom Steg des Ostufers liegt die Insel Wilhelmstein

Das Steinhuder Meer ist der größte See Niedersachsens und ein Hauptziel für Touristen. Besonders beliebt ist es, den See mit dem Fahrrad an einem Tag zu umrunden. Dabei wird meistens nicht viel links und rechts geschaut, was dort so zu sehen ist. Die Natur wird meist nur flüchtig wahrgenommen und als ganzes gesehen. Als Landschaft eben. Auf die Tierwelt wird eher weniger geachtet.

Großartige Tierwelt

Dabei ist die Tierwelt am Steinhuder Meer ziemlich großartig. Es gibt dort Seeadler, Fischadler und Kraniche. Und man versucht die fast ausgestorbene Moorente wieder anzusiedeln. Das herausragende Naturschutzgebiet am Steinhuder Meer sind die Meerbruchswiesen im Osten des Sees. Die Radfahrer sind für Naturbeobachter und Fotografen ziemlich störend. Ist man doch einer der wenigen, der zu Fuß unterwegs ist. Da die Radfahrer aber schnell weiter wollen, lassen sie die Meerbruchswiesen meist links liegen und fahren weiter. Und im Naturschutzgebiet hat man mehr Ruhe. Dort gibt es drei Beobachtungshütten und am Steg direkt am Ostufer des Steinhuder Meeres einen kleinen Beobachtungsturm.

Dem Beobachtungsturm gegenüber liegt die Insel Wilhelmstein. Mit der Festung Wilhelmstein. Die Größe der Wasserfläche und die Ruhe in dem kleinen Beobachtungsturm ist beeindruckend. Auch wenn es nicht immer so ruhig bleibt, wenn eine größere Besuchergruppe kommt.

Seeadler bei der Jagd

Mit etwas Glück kann man vom Turm auch einen See- oder Fischadler bei der Jagd beobachten. Beide Arten brüten auch in den Meerbruchswiesen. Bei den Seeadlern ist die Brut allerdings nicht jedes Jahr erfolgreich. Der Horstbaum ist in einem Jahr auch schon einmal zusammen gebrochen.

Das Steinhuder Meer war in diesem Jahr auch sehr von der Trockenheit betroffen. Die Boote sind zum Teil auf Grund gelaufen und konnten nicht mehr fahren. Der See ist im Durchschnitt nur 1,35 m tief.

Steckbrief :

Status : Die Meerbruchswiesen sind ein international bedeutendes Vogelschutzgebiet, der Rest des Sees ist aber sehr Touristisch.

Beste Jahreszeit : Es gibt Wintergäste, aber im Winter ist das Gebiet eher weniger interessant

Anzahl der Arten : 29 Vogelarten, 2 Säugetiere, mit Glück kann man auch Fische sehen

Highlights : Seeadler, Fischadler, Kraniche, Moorenten, Blaukehlchen, Flussseeschwalben

Besondere Merkmale : Die Horste der Adler

Die Grünen an der Futterstation

Der Grünfink

Ein Grünfink-Weibchen an der Futterstation

Wahrscheinlich habt ihr das schon mitgekriegt, mit manchen Vögeln stehe ich auf Kriegsfuß! Sie sind einfach sehr scheu und vorsichtig. Dazu gehören besonders der Grünspecht, der Eichelhäher und der Grünfink. Ich mag sie wirklich sehr, aber sie sind extrem vorsichtig. Fast schon schreckhaft.

Am Samstag flog der Grünspecht plötzlich durch eine Häuserlücke in einem Bogen auf das Hausdach des Nachbarn. Eine gute Position für ein Foto, aber dem Grünspecht war das viel zu offen und nach einer Sekunde flog er auf den Rasen des Nachbarn. Okay, noch besser. Dachte ich. Eine natürliche Umgebung. Durch den Zaun fotografieren, aber das geht.  Natürlich nicht mit dem Grünspecht! Der war noch im Alarm-Modus und fand das am Gartenzaun viel zu gefährlich und trat die Flucht an.

Der Grünfink

Ähnlich geht es mir immer mit den Grünfinken. Die sind natürlich viel häufiger im Garten und der Umgebung zu sehen, als der Grünspecht. Und so konnte ich sie dort auch schon fotografieren. In Bäumen oder Sträuchern sind sie auch durchaus gelassen. Aber sobald sie sich der Futterstation nähern, sind sie in Alarmbereitschaft.

Ich bewege mich mittlerweile wirklich fast gar nicht mehr. Aber die kleinste Bewegung reicht und sie sind weg. Auch wenn man noch 15 Meter weg ist. Die Buchfinken und Erlenzeisige sind da ganz anders. Selbst das schüchterne Rotkehlchen hält mal still.

Am Samstag konnte ich dann aber doch das erste Mal einen Grünfink an der Futterstation fotografieren. Ich hatte den kurzen Augenblick genutzt, bevor er wieder weg war. Ein paar weitere Fotos konnte ich noch von ihnen im Pflaumenbaum machen.

Ein leeres Vogelbad

Eine weitere Premiere war, das ich den ersten Vogel am Vogelbad fotografieren konnte. Die Blaumeise war dort zum Trinken. Ich habe wirklich noch keinen Vogel im Bad gesehen. Sie nutzen es einfach nicht und fliegen auch kaum mal in die Nähe.

Aber es gelangen mir wirklich viele schöne Fotos, an diesem schönen Tag. Und auch viele Beobachtungen konnte ich machen, bevor am Abend dann der Regen kam.

Dann hast du Weihnachten verpennt!

Dann hast du Weihnachten verpennt

Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Advent und eine schöne Adventszeit!

Dazu gibt es noch einen Klassiker der Weltliteratur, die ganz große Lyrik :

Advent, Advent ein Lichtlein brennt.

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier.

Und wenn die fünfte Kerze brennt, dann hast du Weihnachten verpennt!

Dann hast du Weihnachten verpennt

Und immer dran denken, mit einem Augenzwinkern und etwas Humor geht vieles leichter!

Die Rieselfelder von Münster

Die Rieselfelder von Münster

Blick vom Aussichtsturm auf den großen Teich

In den Rieselfeldern kann man über das Jahr 200 verschiedene Vogelarten beobachten. Besonders beliebt sind die Rieselfelder von Münster auch bei Zugvögeln und Vögeln die sonst am Meer zu Hause sind.

Revier vor der Haustür

Jeder Naturfotograf und Naturfreund hat sein Revier. Meistens ist es direkt vor der Haustür. Wie man so schön sagt. Wenn man einen Garten hat, ist das sogar tatsächlich so. Schon dort kann man sehr viele Beobachtungen und gute Fotos machen. Ein Vogelhaus oder eine Futterstation hilft dabei, die Vögel anzulocken.

Beobachtungen in der Stadt

Viele haben dann auch in der Nachbarschaft oder der näheren Umgebung noch ein gutes Revier. Gerade wenn man schon etwas ländlicher oder in einer kleineren Stadt wohnt. Man hat vielleicht Felder in der Nähe oder einen Wald. Auch in einer Großstadt kann man gute Reviere um die Ecke finden. Ein Park oder ein Friedhof sind gute Orte, um Tiere zu beobachten und zu fotografieren. Diese Orte haben sogar einen großen Vorteil, die Tiere sind dort an Menschen gewöhnt und lassen sich leichter fotografieren.

Natürlich sind solche Reviere nur für Tiere gut, die auch Kulturfolger sind. Und nicht an bestimmte Lebensräume gebunden sind. Wenn man seltene Tiere beobachten will und die Natur so richtig erleben möchte, ist es besser Naturschutzgebiete zu besuchen. Die Schutzgebiete bieten schon ein ganz anderes Naturerlebnis. Man hat das Gefühl in der Natur zu sein und das die Natur dort anders ist.

Tipps für gute Gebiete

Man kann dort vielleicht mehr Tiere beobachten. Doch wo sind die besten Gebiete? Wo kann ich besonders viele Tiere sehen und auch seltene. Diese Fragen stellt man sich oft. Die Ortskenntnis und Erfahrung in seinem Revier hilft einem sehr weiter. Aber meistens kann man dort keine seltenen Tiere sehen. Dazu muss man auch einmal andere Gebiete besuchen.

Da ich auch ein Sammler und Statistikfan bin, habe ich ermittelt, in welchen Gebieten ich wie viele Tiere gesehen habe.  Da sind die Rieselfelder von Münster als Europareservat ein herausragendes Gebiet. Sie gehören zu den Gebieten, die an erster Stelle zu nennen sind. Mit Gebieten wie der Nord- und Ostseeküste, der Müritz, dem Steinhuder Meer usw. . Ein überregional bedeutendes Gebiet.

Die Rieselfelder von Münster

So möchte ich später noch weitere Gebiete vorstellen, hier aber erstmal ein Steckbrief zu den Rieselfeldern :

Status : Europareservat, überregional bedeutend

Beste Jahreszeit : Durch die Zugvögel und Wintergäste das ganze Jahr geeignet

Anzahl der Arten : 84 Vogel-Arten, 4 Säugetiere, 1 Reptilien. Die vielen Wasserflächen und Schilfbestände sind für Säugetiere nicht besonders geeignet

Highlights : Bartmeisen, Blaukehlchen, Austernfischer, Kolbenente, Streifengans, Löffler, Weißstörche und Storchennester.

Auch die Masse an Vögeln und Beobachtungen sind beeindruckend

Weitere Merkmale : Viele Beobachtungshütten und ein Aussichtsturm

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