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Die Stunde der Wintervögel

Die Stunde der Wintervögel

Nicht nur ich wurde naß, auch die Vögel

Ich habe heute Nachmittag schon gezählt und damit schon bei der Stunde der Wintervögel mitgemacht. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen. Heißt es so schön. Und morgen wird das Wetter vermutlich erst noch schlechter sein als heute. Ich muss zugeben, ich habe innerlich geflucht bei dem leichten Dauerregen und Nieselregen hier im niederbergischen Land.

Dauerregen in Velbert-Langenberg

Ich bin dieses Wochenende wieder in Velbert-Langenberg und konnte so nicht einfach meine Futterstation beobachten oder auf der Terrasse im trockenen stehen. Okay ich bin ja auch selbst Schuld. Ich hätte es mir auch einfach machen können. Ich hätte einfach eine Stunde aus dem Fenster gucken können und vielleicht einen Vogel notieren. Denn mehr wäre da nicht gewesen. Ich bin dann halt ein paar Meter zum Ortsrand gegangen und habe mich und meine Kamera etwas einnieseln lassen.

Schuld sind immer die Anderen

Und den Schuldigen dann beim Nabu und beim Wetter gesucht. Denn was soll eine Zählung denn in dieser grauen Suppe und bei dem Regen bringen? Was mussten die denn die Zählung auch auf dieses Wochenende legen?

Erst brachte das auch gar nichts. Nur die üblichen Verdächtigen. 10 Ringeltauben in einem Baum. Nicht schlecht für die Liste. Zwei Spatzen und eine Amsel wieder in den Vogelbeeren. Die Wassertropfen an den Vogelbeeren lassen das Foto auch ziemlich gut wirken. Es hatte etwas von schwierigen Umständen und Abenteuer im Dauerregen.

Gemischte Finken-Schwärme

Und dann kamen kurz hintereinander zwei Vogeltrupps. Erst ein gemischter Trupp Kohl- und Blaumeisen und dann ein größerer Trupp mit Finken. Ein ziemlich gemischter Haufen. Buchfinken, Bergfinken, ein Gimpel und später auf den Fotos sah ich noch zwei Erlenzeisige. Ich sah auch, das es einige Bergfinken waren. Mindestens Sechs. Es waren vermutlich noch viel mehr. Denn ich sah nacheinander immer wieder Gruppen aus den umliegenden Bäumen wegfliegen und dann sogar etwas entfernt einen großen Schwarm von vielleicht 50 Vögeln.

Das lässt mich dann an so einer Zählung zweifeln. Vielleicht kann man eine Tendenz feststellen. Aber es waren auf jeden Fall viel mehr Vögel in der Gegend, als ich gemeldet habe. Aber für ein Abenteuer im Regen war es nach der Stunde der Wintervögel für heute auch genug.

Die Singvögel am Berg

Die Singvögel am Berg

Ich mag das farbige Gefieder des Bergfinks

Da habe ich in den Kommentaren beim letzten Beitrag voreilig festgestellt, das ich für dieses Jahr wohl keine weiteren neuen Vögel mehr sehen werde. Und dann habe ich heute noch eine absolute Premiere erlebt. Mein erster Bergfink! Und dann auch noch gleich richtig schön erwischt. Meine Sichtung Nr. 111 für dieses Jahr.

Die Singvögel als Wintergäste

Das passt doch jetzt richtig gut zum Abschluß des Jahres. Eine Schnappszahl, ein Bergfink am Hordtberg in Langenberg. Aber ich bin jetzt vorsichtig. Vielleicht kommt ja noch etwas bis zum Ende des Jahres. Vielleicht war ich doch einfach zu pessimistisch? Wer weiß welche Singvögel aus dem Norden ich noch sehe. Die Singvögel am Berg waren heute sehr zahlreich. Zwei große Schwärme waren zu sehen. Ein Schwarm Bergfinken und vielleicht noch ein Schwarm mit Distelfinken.

Ein weiterer neuer Singvogel am Berg war heute meine erste Goldammer in Langenberg. Im Flachland habe ich sie dieses Jahr fast bei jedem Ausflug gesehen. In Langenberg bisher noch nie.

Große Schwärme mit Singvögeln

Neben den großen Schwärmen waren heute auch noch kleinere Gruppen der Buchfinken, Meisen und Gimpel zu sehen. Die Gimpel bedienten sich an den Samen der Birken.

Die Singvögel am Berg mussten am späten Nachmittag dann die ersten Störungen durch Feuerwerkskörper hinnehmen. Manche Jugendliche fangen halt direkt nach dem Kauf mit der Knallerei an. Da kann man nur hoffen, das ihnen schnell das Geld ausgeht und die Vögel nicht die nächsten Tage permanent gestört werden. Die Gimpel ließen sich durch die Knallerei nicht weiter stören. Die Gimpel machen aber auch keinen besonders sensiblen Eindruck. Andere Singvögel am Berg sind bestimmt empfindlicher.

Die Singvögel am Berg finden weiterhin noch genug Nahrung. Es gibt noch Bäume mit sehr vielen Vogelbeeren. An denen sich besonders die Amseln gerne bedienen.

Der Buntspecht – Eine lange Jagd

Der Buntspecht

Ein männlicher Buntspecht. An einem abgestorbenem Baum in einem Garten. Das Ende einer Jagd

Der Buntspecht ist der häufigste Specht in Deutschland. Ein bekannter Vogel, da er auch in die Gärten und Parks kommt und auch an Futterstationen immer wieder zu Besuch ist. Auch an meiner Futterstation war er schon. Und auch sonst sehe ich gerade im Winter viele Buntspechte. Durch die kahlen Bäume ist seine Deckung einfach nicht mehr so gut.

Der Buntspecht ist oft zu hören

Oft hört man sie auch einfach nur. Manchmal ihre Stimme und oft auch das Trommeln und hämmern an den Bäumen. In den letzten Wochen habe ich den Buntspecht häufiger gesehen. Von meinem Garten aus in Nachbars Garten. Und auch in Langenberg. Oft aber eben aus größerer Entfernung. Denn auch wenn die Spechte in die Gärten kommen und durchaus auch als Kulturfolger gesehen werden können, sie sind doch manchmal sehr scheu und halten ihre Fluchtdistanz ein.

Und so ist der Buntspecht einer der Vögel, mit denen ich Probleme habe. Ich bin schon lange auf der Jagd nach guten Fotos vom Buntspecht. Irgendwie haben ich ja mit allen Spechten so meine Probleme.

Mein Glück in Langenberg

Heute hatte ich aber in Langenberg endlich Glück! Ein Buntspecht, den ich schon häufiger gesehen habe, war plötzlich in meiner Nähe an einer Birke! Ich hatte ihn wohl schon vorher gehört, konnte ihn aber nicht orten. Ob es immer der gleiche Buntspecht der letzten Wochen war? Ich denke nicht. Es gibt wohl einige Buntspechte in Langenberg.

Gutes Beispiel für eine Motivjagd

Aber anhand dieses Buntspechts kann ich einmal zeigen, wie mühselig und langwierig es manchmal ist, bis man endlich ein gutes Foto hat. Das Foto oben zeigt das Ende der Jagd nach dem besten Motiv am heutigen Tag. Ich habe den Buntspecht in einem Garten in Langenberg auf einem abgestorbenem Baum fotografiert. Dorthin habe ich ihn verfolgt, nachdem er vorher auf einer Birke saß. Doch das war nur das Ende. In den vergangenen Wochen habe ich ihn aus großer Entfernung fotografiert.

Anhand der Fotogalerie möchte ich das einmal zeigen. Manchmal ist das wirklich fast ein Suchbild, aber ich versuche immer jede Bewegung genau zu beobachten.

 

Die Nahrung der Vögel

Blaumeisen

Ein Amsel-Männchen in den Vogelbeeren

Wer ein Vogelhaus oder eine Futterstation im Garten hat, kann sehr gut beobachten welche Nahrung die verschiedenen Vögel bevorzugen. Die Kohl- und Blaumeisen stehen total auf Erdnüsse. Die Nüsse locken auch viele der größeren Vögel an. Wie die Elstern, Eichelhäher oder die Buntspechte. Die Finken fressen am liebsten die Sonnenblumenkerne. Und die Vögel, die Weichfutter bevorzugen, fressen am liebsten die Haferflocken. Das sind an der Futterstation besonders die Rotkehlchen, die Amseln und die Heckenbraunellen. Die Haferflocken werden von den Meisen immer auf den Boden geworfen, damit sie an die Erdnüsse herankommen. Dort werden sie dann von den Amseln und den Rotkehlchen gefressen.

Die Vögel die gerne Weichfutter fressen, haben in der Natur auch die Beeren und andere Früchte als Nahrung. Im Herbst gibt es reichlich Beeren auf den Sträuchern und Bäumen. Das sind besonders die sogenannten Vogelbeeren, die Beeren der Eberesche. Da meine Kenntnisse über Pflanzen immer noch sehr gering sind, kann ich die verschiedenen Arten nicht näher benennen oder auseinander halten. Ich kann sie nur als Vogelbeeren bezeichnen.

Wilde Vogelbeeren

In Langenberg gibt es nicht nur in den Gärten die Vogelbeeren, es gibt auch noch ursprüngliche Hecken mit Brombeersträuchern an den Wiesen und Wegen. In diesen Hecken gibt es einige Ebereschen die im Moment noch Beeren tragen. Und einen Apfelbaum, der noch kleine Äpfel trägt. Diese Bäume ziehen viele Vögel an. Besonders große Gruppen von Kohl- und Blaumeisen. Wenn es Beeren gibt, schlagen sie gerne zu. Aber auch die Trupps von den kleinen Schwanzmeisen zieht man häufig.

Auch Gruppen von Amseln fressen sich gerne in den Vogelbeeren satt. Die Vögel zieht es in die Beeren!

Die schlauen Vögel des Glücks

Am Wochenende war bestes Flugwetter. Die Luft war klar und kalt. Keine Wolke am Himmel. Und die Kraniche haben das Wetter genutzt. In den letzten zwei Wochen sind bestimmt schon an die 10.000 Kraniche über NRW in den Süden gezogen. Die Vögel des Glücks waren bei sehr unterschiedlichem Wetter unterwegs. Oft ist die Kälte ein Auslöser für den Start. Und auch der Instinkt der Kraniche hilft ihnen bestimmt, den für sie besten Zeitpunkt zu finden.

Die Kraniche die am Wochenende geflogen sind, kann man vielleicht als Nachzügler bezeichnen, aber sie waren sehr schlaue Vögel. Denn auch der Wind wehte aus der richtigen Richtung und trieb sie mit Rückenwind in Richtung Südwesten und damit können auf den Weg nach Frankreich und Spanien die Kräfte gespart werden.

Sie haben den genau richtigen Zeitpunkt gewählt!

In meiner zweiten Heimat, in Velbert-Langenberg konnte ich die Vögel des Glücks am Wochenende wieder gut beobachten. Sie sind direkt über den Berg gezogen und am Samstag praktisch über meinen Kopf geflogen und das in perfekter V-Formation.

Am Sonntag konnte ich an einem sehr großen Trupp das Gegenteil beobachten. Die Flugformation war völlig aufgelöst und es wurde im Schwarm weiter geflogen. Was man selten sieht. Die Formation wird sonst nur aufgelöst, um an einer Stelle an Höhe zu gewinnen oder sich neu zu formieren.

Kraniche

Aber auch für Flugzeuge war perfektes Flugwetter

Herbstimpressionen

Der Herbst kann sehr gegensätzlich sein. Farbenfroh mit den bunten Blättern der Laubbäume und den verschiedenen Farben der Kürbisse. Aber auch trüb, nebelig und stürmisch. Der Herbst ist die Zeit des Nebels und der Winde, die die Blätter von den Bäumen wehen. Und dann auch die Zeit der Zugvögel. Sie merken das es Zeit wird in den Süden zu fliegen. Während andere Tiere ihre Vorräte für den Winter suchen.

In den letzten Tagen sieht man immer wieder viele Kraniche am Himmel. Am Wochenende hat es einen Temperatursturz gegeben. Aber viele Kraniche sind bereits vorher los geflogen. Aber auch andere typische Zugvögel kann man jetzt in der Region entdecken. Die Wacholderdrosseln und auch die ersten Gänse sind da.

Das Fotografieren ist für mich jetzt schon deutlich schwieriger geworden. Da ich oft am späten Nachmittag und am Abend fotografiere, fehlt mir jetzt nach der Zeitumstellung schon das Licht. Für mich wird es jetzt zu früh dunkel. Der Herbst ist eine Herausforderung für mich!

 

Kraniche über Langenberg

Am Karnevalsdienstag bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel waren auch die ersten Kraniche über Langenberg zu sehen. Die Frühlingsboten kommen also so langsam zurück aus ihren Winterquartieren. Die Vögel sollen ja ein gutes Gespür dafür haben, wann sie ihren Rückflug beginnen können. Ein Blick auf die Wettervorhersage für die nächsten 14 Tage zeigt aber für NRW eher arktische Temperaturen auch am Tag. Der Winter bleibt uns wohl leider noch erhalten.

Über dem Sender haben die Kraniche dann ihre Flugformation verloren und sind dann wie in einem großen Schwarm im Kreis geflogen. Dieses Phänomen habe ich schon häufiger beobachtet. Es soll aber wohl nicht so sein, das die Vögel durch etwas gestört werden und ihre Formation verlieren. Also waren es wohl auch nicht die Wellen des Senders, die sie gestört haben. Sie haben ihre Formation nach ein paar Minuten wiedergefunden und sind weiter in Richtung Nordwesten geflogen. In die Richtung der Heimat- und Brutgebiete.

Als ich diesmal noch weiter den Berg hinauf gewandert bin, konnte ich auch einen Turmfalken in seinem Revier und bei der Jagd beobachten. Der männliche Turmfalke war auch erfolgreich und hat eine Maus gefangen, die er dann auf einem Stromleitungsmast gefressen hat.

Auch die Meisen und Buchfinken waren in den Hecken wieder sehr aktiv.

 

Langenberg

Nachdem ich von  Lebenskunst motivierende Tipps bekommen habe, habe ich am Sonntag eine Wanderung in Langenberg im Rheinland gemacht. Der Ort Langenberg ist ein Ortsteil der Stadt Velbert und ist bekannt für zwei Rundfunk-Sendemasten. Einigen ist dieser Sender vielleicht als der Mittelwellensender Langenberg bekannt. Langenberg liegt südlich von Essen und grenzt an den Baldeneysee und die Elfringhauser Schweiz. Die Gegend ist sehr hügelig und es gibt auch einige Bachtäler. Auf meinem Weg in Richtung Sender konnte ich sogar zwei Vogelarten fotografieren, die ich bis jetzt noch nie fotografiert habe. Einen Gimpel und einen Kleiber. Leider habe ich beide nicht sehr gut getroffen, aber ich kenne jetzt zumindest das Revier des Kleibers. In der Strauch- und Heckenlandschaft war es nicht so leicht ihn zu fotografieren.

Aber auch sonst war die Vogelwelt ziemlich in Bewegung. Ich konnte Kohl- und Blaumeisen, Buchfinken, Amseln und ein Rotkehlchen fotografieren. Und um den Sendemast kreisten die Mäusebussarde.

Da es am Morgen noch ganz leicht geschneit hatte, haben sich die Vögel auf den schattigen Zaunpfählen noch kalte Füße abgeholt.

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