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Die Vorboten

Vorboten

Vorboten des Frühlings: Biene an einem Krokus

Die Vorboten des Frühlings waren am Wochenende zu sehen. Das ist die einfachste Erklärung für meine Überschrift. Es gab aber noch mehr Vorboten, deshalb diese allgemeine Überschrift. Die Vorboten von Sturm Victoria waren am Sonntag zu spüren und weitere Zerstörungen in der Natur zu sehen. Die Vorboten von noch mehr Zerstörungen in der Natur und Umwelt?

Vorboten von weiteren Zerstörungen?

Ich weiß, das ist übertrieben, aber es nervt einfach nur noch. Ständig diese Baumaßnahmen und die Zerstörung von Natur. Und man kann nichts dagegen tun und es gibt auch keine Einsicht bei den Menschen. Ich kann jemandem nicht vorschreiben, was er auf seinem Grund und Boden zu tun und zu lassen hat. Es geht mal wieder um den Landwirt, der seit Monaten nun schon an diversen Gehölzen sägt. Ich habe schon ein paar Mal erwähnt, das er die ganze Hecke entlang des Weges radikal gestutzt hat. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, das daran noch ein Blatt wachsen wird. Wird es wahrscheinlich aber doch. Auch Rückschnitt muss sein und das Gerippe die Hecke steht halt noch. So weit so gut.

Kettensägen-Massaker

Von den Bäumen kann man das nicht behaupten, die stehen nicht mehr! Die hat er einfach gefällt! Und die waren wirklich noch ziemlich gesund! Der Grund für diese Arbeiten scheint wohl zu sein, das er eine Drainage verlegt. Es gab Arbeiten an einem kleinen Bach und an mehren Stellen ragen dicke Plastikschläuche aus dem Boden neben dem Weg. Diese Maßnahme kann ich sogar verstehen, da Wasser offen über sein Grundstück und seinen Garten läuft. Dieses Wasser soll wohl in den Bach geleitet werden. Was ich nicht verstehe ist, das er viel weiter oberhalb am Bach die Bäume gefällt hat!

Und das ganze auch noch wenig professionell. Alles wird einfach irgendwie mit der Kettensäge bearbeitet. Es sieht einfach fürchterlich aus und das kann eigentlich niemand wollen, da der asphaltierte Feldweg auch noch Teil des Neandertalsteigs ist.

Der Sturm bringt Mittelmeerluft

Aber genug aufgeregt. Sturmtief Victoria ist am Sonntag durchgezogen und hat für frühlingshafte 17 Grad gesorgt. Victoria blies erst kräftig aus dem Südwesten und hat so die warme Mittelmeerluft bis nach Nordrhein-Westfalen gebracht. Diese Temperatur versetzte die Meisen in ausgelassene Frühlingsstimmung und eine Biene zeigte sich an einem Krokus. Den ganzen Tag über jagte Victoria dunkle Wolken über den Himmel. Die Kaltfront mit starken Böen und Regen kam aber erst am späten Abend. Insgesamt war Victoria nicht so stark wie Sturmtief Sabine, da hatten wir wieder einmal Glück.

Vögel am Baumstamm, die neuen Sichtungen

Vögel am Baumstamm

Vögel am Baumstamm – Bei den richtigen Lichtverhältnissen, enstehen “Silhouettenvögel” wie bei einem Scherenschnitt

Diese Woche hatte ich neue Sichtungen, besonders einige Vögel am Baumstamm. Es gab einige sonnige Abschnitte und so zeigten sich im Wald deutlich mehr Vögel. Besonders einige typische Waldvögel, die ihren Lebensraum am Baumstamm haben.

Geschickte Vögel am Baumstamm

Drei Vögel, die sich unheimlich geschickt und schnell am Baumstamm bewegen. Ein Waldbaumläufer, meine Nr. 28 für dieses Jahr. Er kann sich unheimlich schnell den Baum hinauf und hinunter bewegen. Mit seinem gebogenem Schnabel holt er Insekten aus der Baumrinde und aus Spalten im Baum. Der Waldbaumläufer ist leicht mit seinem Verwandten, dem Gartenbaumläufer zu verwechseln. Wegen der langen Hinterkralle tippe ich darauf, das ich einen Waldbaumläufer fotografiert habe.

Silhouettenvögel wie im Scherenschnitt

Bei den richtigen Lichtverhältnissen kann man tolle Silhouetten von den Vögeln am Baumstamm fotografieren. Ein weiterer Vogel, der sich markant und geschickt am Baumstamm bewegt, ist der Kleiber. Meine Nr. 29 in diesem Jahr. Der Kleiber bewegt sich sogar kopfüber den Baumstamm hinunter. Auch horizontal am Baumstamm zu stehen, ist kein Problem für ihn.

Ein exzellenter Kletterer am Baumstamm ist auch der Buntspecht. Die Nr. 30 für dieses Jahr. Die Buntspechte waren schon am Trommeln, um auf sich aufmerksam zu machen. Zwei Buntspechte versuchten so, miteinander zu kommunizieren. Vielleicht ein Männchen und ein Weibchen. Ein Weibchen konnte ich fotografieren.

Ein weiterer Begleiter im Wald ist jetzt wieder das Rotkehlchen geworden. Es hat sein Revier am Waldweg wieder eingenommen und zeigt sich immer wieder rechts und links des Weges. Noch nicht ganz so neugierig wie sonst, aber immer noch sehr entspannt.

 

Die Bilder des Jahres 2019

Eisvogel

Die Bilder des Jahres 2019 sind immer eine beliebte Kategorie. Letztes Jahr hatte ich das erste Mal eine Zusammenfassung der schönsten Fotos gezeigt :

Die Bilder des Jahres 2018

Und auch dieses Jahr soll es nochmal einen Rückblick geben. Ohne weitere Worte, die Bilder des Jahres 2019 sollen einfach für sich selbst stehen :

Einen guten Rutsch ins neue Jahrzehnt!

Ich wünsche allen Lesern und Followern einen guten Rutsch ins neue Jahr! Vorher möchte ich noch kurz Danke sagen für das Lesen, Folgen und Kommentieren! Und für das Motivieren und Inspirieren. Denn gerade auch andere Blogs zu lesen und der Austausch mit anderen Bloggern ist für mich sehr lehrreich. Auch 2019 habe ich wieder so viele neue und interessante Dinge gelesen und gesehen.

Ich freue mich auf 2020, da ich 2019 immer als Übergangsjahr gesehen habe. Ich habe es nicht so mit ungeraden Zahlen! 🙂

Ich bin aber auch besorgt über viele Entwicklungen die ich in der Natur beobachte. Aber 2020 wird es hier auf jeden Fall weiter gehen. Auch wenn ich im Moment noch über neue Ideen und Pläne nachdenke, kann ich schon sagen das es hier Überraschungen geben wird.

2019 war mein zweites vollständiges Bloggerjahr und es war ziemlich viel Bewegung drin. Ich habe weniger Beiträge geschrieben, dafür sind sie sehr viel länger geworden. Eine Entwicklung gegen den Trend, wo doch niemand mehr viel liest.

Die Hamsterradrebellin  und ich werden das neue Jahr ohne Böller und Feuerwerk begrüßen. Der Feinstaub hat letztes Jahr innerhalb von Minuten alles vernebelt. Und ein Blick aus dem Fenster zeigt mir, das es die richtige Entscheidung war. Schon jetzt hängt der Nebel im Tal. Keine gute Wetterlage für Feuerwerk.

Kommt gut ins neue Jahr!

Guten Rutsch ins neue Jahrzehnt

In meinem Revier

In meinem Revier

Der Mäusebussard hat sein Revier auf dem Hügel

Manchmal habe ich, wenn ich wieder in der Natur unterwegs bin, das Lied von Marius Müller-Westernhagen im Kopf: “Ich bin wieder hier, in meinem Revier!” Wobei ich die Überschrift auf zwei Arten meine. Es ist nicht nur mein Revier, sondern auch das Revier von Tieren. Ich habe auch gerne die Vorstellung, das ich viele Tiere immer wieder sehe. Was sich natürlich nicht beweisen läßt, aber viele Tiere haben halt auch feste Reviere die sie nicht verlassen. Auch wenn sie wie die Vögel sehr frei sind und überall hinfliegen können.

In meinem Revier, da darf es auch Nachbarn geben

Aber einige Tiere lassen sich sehr gut wiedererkennen. Das beste Beispiel ist der weiße Mäusebussard, den ich hier schon ein paar Mal gezeigt habe. Ich sehe ihn fast bei jedem Spaziergang, weil er eben auch so auffällig ist und seinem Revier und seinem Tal so treu ist.

Auch gestern sah ich ihn wieder. Später flog er zu einem Feld und suchte dort nach Nahrung. Aber er ist nicht der einzige Greifvogel den man immer wieder im Tal und auf den Hügeln sieht. Auch andere Mäusebussarde sind häufiger zu sehen. Ein durchschnittliches Revier eines Mäusebussard-Paares ist ca. 1,3 qkm groß. Das wird auch von ihnen verteidigt, die Jagdreviere von Mäusebussarden können sich aber auch überschneiden. In abwechslungsreicher, gegliederter Landschaft leben deutlich mehr Paare auf 100 Quadratkilometern. Einer von den Mäusebussarden sieht wohl auch einen Garten als sein Revier.

Ein neues Turmfalken-Weibchen

Seltener sieht man die Turmfalken. Bei meinen letzten Spaziergängen sah ich mal wieder ein Turmfalken-Weibchen, das mich eine Zeit lang auf meinem Weg begleitet hat. Manche Vögel sind wirklich weniger scheu und lassen sich gut fotografieren.

Auch die Rotkehlchen gehören oft dazu. So sah ich ein Rotkehlchen auf dem Zaunpfahl am Waldrand, das sich diesen als Revier ausgesucht hat.

Meine Gedanken im Dezember

Meine Gedanken im Dezember

Die Rabenvögel wie Krähen und Elstern sind im Moment häufig zu sehen. Die Kleinvögel eher nicht

Im Dezember blickt man oft zurück auf das Jahr. Meine Gedanken im Dezember sind aber eher aktuell. Der Dezember ist ein besonderer Monat. Der Winter beginnt, es gibt den kürzesten Tag des Jahres. Es gibt die Vorweihnachtszeit, dann Weihnachten und wir bereiten uns auf ein neues Jahr vor.

Ich mag den Winter nicht. Die Dunkelheit ist für einen Fotografen nicht gut und unsere Zeitumstellung auf Winterzeit macht es auch nicht besser. Dazu ist es oft regnerisch. Kalt ist es im Dezember nicht mehr unbedingt, gestern hatten wir in NRW frühlingshafte 15 Grad.

Und obwohl der Tag gestern sehr schön war, war das Ergebnis wie in den letzten zwei Wochen. Es waren keine Kleinvögel zu sehen! Gerade auch so häufige Vögel wie Amseln, Buchfinken und Grünfinken sind nicht zu sehen. Ich habe das erst immer auf das Wetter geschoben und dass es einfach nur meine Beobachtung war.

Aber dann kamen auch bei den Kollegen vom OAG Kreis Unna tagelang keine Meldungen. Unterbrochen wurde das nur von einem Kommentar, dass so etwas in den letzten 18 Jahren nie vorgekommen war und die Seite einwandfrei funktioniert. Es wurde die lustige Vermutung geäußert, dass vielleicht der Genuß von zu viel Glühwein auf den Weihnachtsmärkten Schuld daran wäre. Ich mag keinen Glühwein und die Kollegen werden es sicher auch nicht übertrieben haben.

Und so wurde nach ein paar Tagen die Erkenntnis geteilt, dass es tatsächlich in der Landschaft im Moment weniger Kleinvögel zu sehen gibt. Nur Rabenvögel sind immer noch häufig zu sehen. Aber unsere Vögel müssen ja irgendwo sein. Die Landschaft ist schon ziemlich ausgeräumt. Ich hatte ja schon die Beobachtung gemacht, dass fast kaum noch Vogelbeeren zu finden sind. Also können sich unsere Vögel ihre Nahrung vermutlich am besten an den Futterplätzen in unseren Gärten holen.

Ich habe schon gehört, dass in einigen Gärten der Andrang ziemlich groß ist und man ständig Futter nachfüllen muss. Habt ihr in diesem Winter bis jetzt ähnliche Beobachtungen gemacht? Leider habe ich in Langenberg keine Fütterung, weil diese zu nah am Fenster wäre und das ist mir zu gefährlich für die Vögel. Das sind so meine Gedanken im Dezember.

Sieben Kontinente – Ein Planet

Vor zwei Wochen kam die erste Folge der BBC-Dokumentation Sieben Kontinente – Ein Planet im ZDF. Die Folge kam im Rahmen der bekannten Sendung Terra X um 19:30 Uhr. Die BBC ist bekannt für ihre herausragenden Tier- und Naturdokumentationen.

In der Dokumentation wird die Natur und das Tierleben auf den sieben Kontinenten gezeigt. Und man bekommt die unglaubliche Artenvielfalt auf den verschiedenen Kontinenten zu sehen.

Sieben Kontinente – Ein Planet : Antarktika

Die erste Folge handelte von der Antarktis. Auch diese Folge war wieder herausragend. Die Qualität der Bilder, aber auch die Szenen und Ereignisse die gezeigt wurden. Man hätte den kleinen, flauschigen Kaiserpinguinen und Albatrossen am liebsten geholfen. Selten hat man so einen Einblick in die Bindung von Eltern und Jungvögeln. Die bei beiden Arten nochmal speziell ist, da die Eltern nur einen Jungvogel zu versorgen haben.

Der Klimawandel ist zu schnell

Dramatisch sind auch dort die Veränderungen durch den Klimawandel. Die viel zu schnell sind, als dass sich die Natur anpassen könnte. Die Stürme werden stärker und häufiger und das Eis schmilzt schneller. Der Albatross ist vom Aussterben bedroht bei einer so geringen Geburtenrate. Die Verluste bei den Jungvögeln können nie ausgeglichen werden.

Mit Demut vor den Bildern

Ich habe die Sendung mit Demut verfolgt. Vor der Kraft der Natur, der Leistung der Tiere und der Arbeit der Kameraleute. So eine Qualität zu erreichen ist beeindruckend. Es gibt beeindruckende Luftbilder von Drohnen. Die Unterwasseraufnahmen, Zeitraffer- und Nahaufnahmen zeigen einem unglaubliche Einblicke und berührende Bilder. Aber auch der massive Einfluss des Menschen auf unsere Natur und unseren Planeten wird gezeigt. So wurden durch den Menschen in der Antarktis fast 1,5 Millionen Wale getötet.

Wer an den nächsten Adventabenden noch Zeit hat, sollte sich diese tolle Dokumentation ansehen. In der ZDF-Mediathek kann am auch die ersten Folgen noch ansehen :

Folge 1  :

Sieben Kontinente – Ein Planet Antartika

Folge 2 :

Sieben Kontinente – Ein Planet Asien

Vorab kann man auch schon die dritte Folge Südamerika sehen :

Sieben Kontinente – Ein Planet Südamerika

 

Ein Winterspaziergang

Ein Winterspaziergang

Ein Winterspaziergang – Der Raureif war auch am Nachmittag noch auf den Wiesen

Am 1. Dezember kamen ein paar Ereignisse zusammen. Es war nicht nur der 1. Advent sondern auch der meteorologische Winteranfang. Und die Temperaturen waren auch so, dass man sagen konnte, ich habe einen Winterspaziergang gemacht. Wenn es Nachts Frost gibt und am Tag auch noch Raureif auf den Wiesen ist, dann ist bei uns in NRW schon Winter. Denn Schnee ist selbst in den Hügeln des Niederbergischen Land selten geworden.

Es ist ruhiger geworden in der Landschaft

Im Garten ist es in den letzten Tagen sehr ruhig geworden. Die meisten Vogelbeeren wurden von den Vögeln schon gefressen. Ein Winterspaziergang kann ziemlich eintönig sein. Doch die bekannten Nahrungsquellen aus dem letzten Winter locken auch dieses Jahr die Vögel an. So bieten die Birkensamen wieder Nahrung für die Gimpel. Sie zeigten sich als Erste bei meinem Spaziergang. Es zeigten sich dann fast alle unserer häufigsten Wintervögel. Die Amseln, die Blau- und Kohlmeisen, der Buchfink, die Rabenkrähen und die Rotkehlchen.

Auch die Buntspechte ließen sich kurz beobachten. Ein Männchen und ein Weibchen waren am gleichen Baumstamm zu sehen. Besonders auffällig war ein weißer Mäusebussard in den kahlen und braunen Ästen. Und sogar ein Eichelhäher zeigte sich kurz auf der Wiese. So wünscht man sich seinen Spaziergang! Die vielen verschiedenen Vogelarten haben meinen Spaziergang deutlich verlängert.

Der Kahlschlag an der Hecke

Gerade die Wiese schien noch Nahrung zu bieten, suchten doch auch die Amseln und ein Rotkehlchen immer wieder zwischen dem Gras nach Fressbarem. Die Rotkehlchen waren an diesem Tag besonders auffällig. Auf einem etwa 300 Meter langem Abschnitt entlang einer Hecke konnte ich gleich drei Rotkehlchen beobachten. Die Rotkehlchen schienen sich an den Kahlschlag der Hecke gewöhnt zu haben. Ich und die meisten anderen Vogelarten scheinen noch nicht so weit zu sein. Im Herbst hatte man die Hecke radikal sowohl in der Höhe als auch in der Breite beschnitten. Auch um Platz für Bauarbeiten am Feldweg zu schaffen.

Von der Gartenarbeit weiß ich natürlich, das Hecken und Büsche beschnitten werden müssen. In der Natur sind solche Kahlschläge immer wenig erfreulich. Die Hecke wird sich erholen und die Rotkehlchen stört es nicht weiter. Sie mögen Sitzwarten und Zaunpfähle und nutzen deshalb gerne die abgeschnittenen Äste. Wie man an meinem Foto von Sonntagabend schon sehen konnte, waren die Rotkehlchen wegen der Kälte schon voll aufgeplustert.

Andere Bewohner der Hecke, wie die Meisen und die Heckenbraunellen scheinen den Kahlschlag weniger zu mögen und sind an andere Orte ausgewichen.

Der Eichelhäher (Garrulus Glandarius)

Der Eichelhäher

Der Eichelhäher (Garrulus Glandarius) ist im Herbst einer der auffälligen Vögel. Weil er seine Wintervorräte sammelt und dafür immer wieder hin- und her fliegt. Sie sammeln Nüsse und Eicheln und vergraben sie als Wintervorrat. Daher hat der Eichelhäher auch seinen Namen. Da er aber kein allzu gutes Gedächtnis hat, findet er die meisten Vorräte gar nicht wieder. Und trägt so zur Verbreitung und Aufforstung von neuen Laubbäumen bei. Er sorgt dafür, dass sich ein Wald ausdehnt. Der Eichelhäher wird bis zu 34 cm groß und wiegt etwa 170 Gramm.

Als Bewohner des Waldes hat der Eichelhäher auch noch seinen ausgeprägten Fluchtinstinkt behalten. Er versteckt sich gern und meistens hört man nur seinen krächzenden Warnruf. Er ruft laut kreischend “rräh rräh” “rätsch”. Das ist typisch für ihn und unverkennbar. Er kann aber auch meisterhaft andere Vogelstimmen nachmachen. Besonders häufig den Ruf des Mäusebussards.

Der Polizist des Waldes

Mit seinem Ruf warnt der Eichelhäher auch gleich alle anderen Tiere in der Nähe. Was ihm den Beinamen Polizist des Waldes eingebracht hat. Er ist für mich immer sehr schwierig zu erwischen. Auch wenn er mittlerweile unsere Parks, Friedhöfe und große Gärten bewohnt, bleibt er immer vorsichtig und gut versteckt. Ich habe hier schon häufiger über meine Schwierigkeiten mit dem Eichelhäher berichtet. Es sind schon die Unglücksvögel für mich!

Dabei gehört der bunte Rabenvogel zu meinen Lieblingsvögeln. Die Rabenvögel sind unglaublich faszinierend und intelligent. Dieses Jahr konnte ich ihn immerhin etwas näher und besser fotografieren als sonst. Er ist im Herbst so aktiv, das man ihn am Besten dabei fotografieren kann, wie er gerade seine gesammelten Vorräte in der Wiese vergräbt. Er kann bis zu 10 Eicheln in seinem Kehlsack verstauen. Das läßt manche Eichelhäher auch deutlich kräftiger aussehen als andere. In dieser Zeit fliegt der Eichelhäher auch einzeln stehende Eichen und Nussbäume an. Ein Verhalten, das er sonst im Jahr nicht zeigt. Während der Brutzeit sieht man ihn  so gut wie nie im offenen Feld.

Die Brutzeit

Die Brutzeit ist von April bis Juni. Das Weibchen legt 5 bis 6 Eier in ein gut verstecktes Baumnest. Die Brutzeit beträgt 16 bis 17 Tage. Die Nestzeit der Jungvögel ist etwa 18 bis 20 Tage. Es gibt nur eine Brut im Jahr. Während der Brutzeit verhält sich der Eichelhäher sehr unauffällig.

Was frisst der Eichelhäher?

Gerade wenn der Eichelhäher ein Nest mit Jungvögeln zu versorgen hat, bedient er sich auch schon einmal an anderen Vogelnestern. Wegen den Jungvögeln im Nest überwiegt vom Frühling bis Herbst die tierische Nahrung beim Eichelhäher. Denn diese werden fast ausschließlich damit gefüttert. Gerade in den letzten Tagen vor dem Ausfliegen werden die Jungvögel oft mit erbeuteten Nestlingen aus anderen Vogelnestern gefüttert. Der Anteil an Vogeleiern und Vögeln bei seiner Nahrung ist aber sehr gering.

Seine Nahrung ist sehr abwechslungsreich. Und richtet sich auch nach dem Angebot und der Jahreszeit. Ab dem Herbst ist es vorwiegend pflanzliche Nahrung wie eben die Eicheln, Haselnüsse, Bucheckern und auch Edelkastanien. Sind diese nicht ausreichend vorhanden, weicht der Eichelhäher auch auf Mais, Getreidesamen und Beeren aus.

Neben Vogeleiern und Vögeln frißt der Eichelhäher vor allem Raupen, Käfer und Engerlinge. Diese können bei einem Überangebot auch zur ausschließlichen Nahrung werden. Der Eichelhäher schöpft ein Angebot gerne aus. So nimmt er auch gerne Aas.

Der Eichelhäher besucht auch die Fütterung in Gärten. Dort nimmt er besonders gerne Haferflocken, Nüsse und Getreideabfälle.

Das Zugverhalten

In den letzten Wochen konnten auch häufiger kleinere Gruppen von Eichelhähern gesichtet werden. Die sogar eine Größe von bis zu 15 Exemplaren hatten. Da der Eichelhäher sonst eher ein Einzelgänger ist, könnte es sich um Zugvögel aus dem Norden oder Osten handelt. Dieses Phänomen gibt es nicht jedes Jahr. Im letzten Jahr sah man solche Gruppen nicht. Im Norden und Osten von Europa ist der Eichelhäher ein Teilzieher. In Mitteleuropa bleibt er dagegen das ganzes Jahres. Außerhalb der Brutzeit können auch die einheimischen Eichelhäher in kleinen Trupps unterwegs sein.  Dieses Verhalten ist mir bis jetzt aber noch nicht aufgefallen.

Bestand :

In Deutschland gibt es ungefähr 500.000 Brutpaare. Der Bestand ist stabil.

 

Die Sichtungen vom August

Die Sichtungen vom August

Ich vermute, das es ein weiblicher Mittelspecht ist

Da ich gerade das Thema Spechte hatte, passen die Sichtungen vom August auch ganz gut dazu. Wenn in der Umgebung viel Wald ist, trifft man zwangsläufig auf Spechte. Im August sah ich an einem Obstbaum einen Specht, der etwas anders aussah.

Da ich ihn leider nur von hinten fotografiert habe und danach nur noch einmal den unteren Teil erwischt habe, ist die Bestimmung nicht ganz so leicht. Aber da an der roten Kappe die schwarze Abgrenzung fehlt und es am Bauchgefieder feine Striche gibt, vermute ich es ist ein weiblicher Mittelspecht. Mein erster Mittelspecht überhaupt. Deshalb hoffe ich auch, das die Bestimmung richtig ist.

Der Mittelspecht ist die Nr. 91 für dieses Jahr. Die Nr. 90 ist der Gartenrotschwanz, den ich in den letzten Beiträgen schon gezeigt habe. Ich hatte gehofft, den Gartenrotschwanz nochmal zwischen den ganzen Hausrotschwänzen zu sehen, es waren aber keine mehr dabei.

Die Nr. 92 war dann mein erstes Braunkehlchen für dieses Jahr. Ich sah zwei Stück vor einer Woche. Ich vermute, das es die ersten Zugvögel auf der Durchreise waren. Denn ich habe vorher noch nie ein Braunkehlchen in Langenberg gesehen. Und sie sind jetzt auch nicht mehr vor Ort.

Und ich hoffe dieses Jahr noch die 100 Vogelarten zu erreichen. Wenn jetzt die Zugvögel kommen, gibt es noch gute Chancen auf weitere Sichtungen. Die Sichtungen vom August geben noch Hoffnung für weitere Neulinge in diesem Jahr.

 

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