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Vögel am Baumstamm, die neuen Sichtungen

Vögel am Baumstamm

Vögel am Baumstamm – Bei den richtigen Lichtverhältnissen, enstehen “Silhouettenvögel” wie bei einem Scherenschnitt

Diese Woche hatte ich neue Sichtungen, besonders einige Vögel am Baumstamm. Es gab einige sonnige Abschnitte und so zeigten sich im Wald deutlich mehr Vögel. Besonders einige typische Waldvögel, die ihren Lebensraum am Baumstamm haben.

Geschickte Vögel am Baumstamm

Drei Vögel, die sich unheimlich geschickt und schnell am Baumstamm bewegen. Ein Waldbaumläufer, meine Nr. 28 für dieses Jahr. Er kann sich unheimlich schnell den Baum hinauf und hinunter bewegen. Mit seinem gebogenem Schnabel holt er Insekten aus der Baumrinde und aus Spalten im Baum. Der Waldbaumläufer ist leicht mit seinem Verwandten, dem Gartenbaumläufer zu verwechseln. Wegen der langen Hinterkralle tippe ich darauf, das ich einen Waldbaumläufer fotografiert habe.

Silhouettenvögel wie im Scherenschnitt

Bei den richtigen Lichtverhältnissen kann man tolle Silhouetten von den Vögeln am Baumstamm fotografieren. Ein weiterer Vogel, der sich markant und geschickt am Baumstamm bewegt, ist der Kleiber. Meine Nr. 29 in diesem Jahr. Der Kleiber bewegt sich sogar kopfüber den Baumstamm hinunter. Auch horizontal am Baumstamm zu stehen, ist kein Problem für ihn.

Ein exzellenter Kletterer am Baumstamm ist auch der Buntspecht. Die Nr. 30 für dieses Jahr. Die Buntspechte waren schon am Trommeln, um auf sich aufmerksam zu machen. Zwei Buntspechte versuchten so, miteinander zu kommunizieren. Vielleicht ein Männchen und ein Weibchen. Ein Weibchen konnte ich fotografieren.

Ein weiterer Begleiter im Wald ist jetzt wieder das Rotkehlchen geworden. Es hat sein Revier am Waldweg wieder eingenommen und zeigt sich immer wieder rechts und links des Weges. Noch nicht ganz so neugierig wie sonst, aber immer noch sehr entspannt.

 

Naturfotografie und Blog

Naturfotografie Blog

Naturfotografie  Blog : Beliebte Motive sind die schillernden Libellen

Die Naturfotografie und der Blog sind für mich eine perfekte Kombination. Die Natur und jede Begegnung mit Tieren liefert immer wieder Geschichten. Die man perfekt mit Fotos kombinieren kann. Oft ist es aber auch ganz einfach, denn Bilder sagen mehr als tausend Worte. Ein sehr wahrer Spruch, denn viele Fotos können einfach für sich stehen.

Naturfotografie und Blog : Landschaftsfotos

Gerade bei Landschaftsfotos und deren Stimmungen braucht es keine Worte. Diese Momente sind für die Seele, in denen der Betrachter und der Fotograf sogar ein paar Minuten innehalten und die Momente genießen.

Naturfotografie Blog

Herbstwald an den Hängen des Rurtals in der Eifel

Naturfotografie Blog

Rursee mit Dunst in der Eifel

Naturfotografie Blog

Das Motiv läuft dem Fotografen ja nicht weg. Während die Tierfotografie zwar auch Ruhe und Geduld erfordert, aber für das perfekte Foto ist oft auch viel Adrenalin, Action und Bewegung erforderlich. Oft geht es nur um eine Sekunde oder Bruchteile davon und dann ist der perfekte Moment und die Begegnung schon wieder vorbei.

Schnelle Reaktion bei Tieren

Gerade überraschende Begegnungen sind für mich oft noch schwierig. Man kommt um eine Kurve und plötzlich steht dort ein junger Fuchs auf dem Weg. Was für Mensch und Tier dann gleichermaßen überraschend ist. Schließlich war für beide der Blickwinkel eingeschränkt. Man sieht sich sogar noch an und dann tritt das Tier die Flucht in das nächste Gebüsch an. Und kommt dann auch nicht wieder. In solchen Momenten gelingt mir fast nie ein Foto. Diese Geschichten kann man nur erzählen.

Fotogalerien ohne viele Worte

Nicht jeder Mensch schreibt gerne. Und die Naturfotografie erfordert viel Arbeit und Zeit. Man muss viel lernen und Erfahrungen sammeln über Kameras, Tiere, Naturschutzgebiete und die besten Plätze zum Fotografieren. Auch die Fotobearbeitung und Auswahl der Fotos erfordert viel Zeit. Aber auch für reine Fotografen ist ein Blog sehr gut geeignet. Man stellt einfach Fotogalerien zusammen, ohne viele Worte zu schreiben. Schließlich hat man manchmal auch einfach nichts zu sagen. Und mittlerweile zählt schon ein Beitrag bei Instagram mit zwei Sätzen als Blog. Unsere Welt ist schnell geworden.

Die meisten Dinge, die für die Naturfotografie und den Blog wichtig sind, fallen mir leicht und liegen mir. Die Informationssuche, Beobachtungen und die Geduld und Ausdauer. Aber ich bin noch kein Fotograf. Mit der Technik der Naturfotografie von früher würde ich wohl untergehen. Zum Glück gibt es die digitale Fotografie und immer wieder bessere Technik.

Abenteuer Naturfotografie

Ein sehr gutes Buch zum Thema Naturfotografie ist Abenteuer Naturfotografie von den Naturfotografen und Bloggern Markus Botzek und Frank Brehe. Einige von Euch kennen Frank Brehe bestimmt schon von der WordPress Community und dem WordPress Reader.

Frank Brehe Naturfoto Blog

Botzek Naturfoto

Sie geben Tipps zu den besten Fotoregionen und Naturschutzgebieten in Deutschland. Sowie zur Bildkomposition, Bildaufteilung, Perspektiven und Licht :

Die Vogelzählung im Winter

Vogelzählung im Winter

Vogelzählung im Winter : Ein Gimpel Weibchen im Garten ist schon eher selten

Die Vogelzählung im Winter ist an diesem Wochenende. Es ist natürlich die Stunde der Wintervögel gemeint. Ich mag diesen Begriff wirklich. Da hat sich der NABU wirklich Gedanken gemacht und einen schönen Slogan für diese Vogelzählung gefunden. Und es ist wirklich eine gute Aktion, eine Stunde lang die Vögel im Garten oder einem Park zu zählen.

Zählen, was noch da ist

Es hilft auch wirklich weiter, um eine Statistik zu erstellen und Entwicklungen im Bestand zu erkennen. Ich habe eigentlich schon geahnt was kommen würde und schon in den letzten Tagen überlegt, wo ich denn zählen soll. Und da hatte ich irgendwann den Begriff Vogelzählung im Kopf. Von der Volkszählung wahrscheinlich, die ich noch von der Weihnachtsgeschichte im Kopf hatte. Bei einer Volkszählung kann man sich sicher sein, das auch was gezählt werden kann. Das Volk wird noch da sein.

Große Freiheit der Vögel

Bei den Vögeln ist das leider nicht so. Die Vögel genießen durch das Fliegen eine große Freiheit und sie können sich überall aufhalten. Sie können die Nahrung überall finden und ihr hinterher reisen. In den letzten Wochen hat sich schon gezeigt, das sie meistens nicht mehr da sind. Das hat sich auch bei meiner Zählung bestätigt.

Und die Beobachtungen der letzten Wochen haben sich auch bisher bei dem Zwischenergebnis der Stunde der Wintervögel bestätigt. Es gibt deutlich weniger Buch- und Grünfinken. Das fehlen der Buchfinken in den letzten Wochen war schon auffällig. Es sind wohl weniger Finken aus dem Norden und Osten zu uns gekommen. Dafür gibt es mehr Eichelhäher aus diesen Regionen bei uns. Was auch in den letzten Wochen sehr auffällig war. Bei einem Spaziergang konnte man oft mehrere Eichelhäher sichten.

Besonders auffällig hier in der Gegend ist das fehlen der Haussperlinge und Amseln. Was hier gegen den Trend ist. Denn der Haussperling ist die klare Nummer 1 der Zählung. Den Grund für das Fehlen der Spatzen kann ich nicht erkennen.

Bei meiner Zählung konnte ich nur sehr wenige Vögel sichten. 5 Ringeltauben, 1 Rabenkrähe, 1 Blaumeise, 1 Gimpel Weibchen, ein Buchfink Männchen und ein Weibchen. Was bei den Kleinvögeln ein normales Ergebnis der letzten Wochen zeigte, sonst gibt es aber deutlich mehr Rabenvögel. So ein Ergebnis ist frustrierend, nach den Beobachtungen der letzten Wochen ist es aber leider normal.

 

In meinem Revier

In meinem Revier

Der Mäusebussard hat sein Revier auf dem Hügel

Manchmal habe ich, wenn ich wieder in der Natur unterwegs bin, das Lied von Marius Müller-Westernhagen im Kopf: “Ich bin wieder hier, in meinem Revier!” Wobei ich die Überschrift auf zwei Arten meine. Es ist nicht nur mein Revier, sondern auch das Revier von Tieren. Ich habe auch gerne die Vorstellung, das ich viele Tiere immer wieder sehe. Was sich natürlich nicht beweisen läßt, aber viele Tiere haben halt auch feste Reviere die sie nicht verlassen. Auch wenn sie wie die Vögel sehr frei sind und überall hinfliegen können.

In meinem Revier, da darf es auch Nachbarn geben

Aber einige Tiere lassen sich sehr gut wiedererkennen. Das beste Beispiel ist der weiße Mäusebussard, den ich hier schon ein paar Mal gezeigt habe. Ich sehe ihn fast bei jedem Spaziergang, weil er eben auch so auffällig ist und seinem Revier und seinem Tal so treu ist.

Auch gestern sah ich ihn wieder. Später flog er zu einem Feld und suchte dort nach Nahrung. Aber er ist nicht der einzige Greifvogel den man immer wieder im Tal und auf den Hügeln sieht. Auch andere Mäusebussarde sind häufiger zu sehen. Ein durchschnittliches Revier eines Mäusebussard-Paares ist ca. 1,3 qkm groß. Das wird auch von ihnen verteidigt, die Jagdreviere von Mäusebussarden können sich aber auch überschneiden. In abwechslungsreicher, gegliederter Landschaft leben deutlich mehr Paare auf 100 Quadratkilometern. Einer von den Mäusebussarden sieht wohl auch einen Garten als sein Revier.

Ein neues Turmfalken-Weibchen

Seltener sieht man die Turmfalken. Bei meinen letzten Spaziergängen sah ich mal wieder ein Turmfalken-Weibchen, das mich eine Zeit lang auf meinem Weg begleitet hat. Manche Vögel sind wirklich weniger scheu und lassen sich gut fotografieren.

Auch die Rotkehlchen gehören oft dazu. So sah ich ein Rotkehlchen auf dem Zaunpfahl am Waldrand, das sich diesen als Revier ausgesucht hat.

Die Sichtungen vom Dezember

Die Sichtungen vom Dezember

Das Wintergoldhähnchen sieht immer etwas schmollend aus

Die Sichtungen vom Dezember sind ziemlich übersichtlich, es gab nämlich keine neuen Sichtungen von mir! Damit bleibt es für dieses Jahr bei 101 Sichtungen, das sind zehn Sichtungen weniger als letztes Jahr. Was aber sehr gut ist, denn 2018 war ein herausragendes Jahr. Dieses Jahr war eher schwierig. Das Klima und der Schwund bei einzelnen Arten macht Beobachtungen deutlich schwieriger und läßt für die nächsten Jahre nichts Gutes erahnen. Aber vielleicht wird 2020 ja auch ein gutes Jahr.

In den letzten Tagen war die Beobachtung von einer Gruppe Schwanzmeisen mit einem einzelnen Wintergoldhähnchen interessant. Diese Gruppe war am Waldrand unterwegs und suchte dort die Stechpalmen nach Beeren ab.

Diese Gruppen von Vögel die im Winter umherstreifen und Nahrung suchen sind immer sehr interessant zu beobachten. Besonders Finken und Meisen bilden gerne diese Gruppen. Die auch aus mehreren Arten bestehen können.

Die Sichtungen vom November

Die Sichtungen vom November

Wegen der langen Hinterkralle müsste das ein Gartenbaumläufer sein

Auch spät im Jahr kann man noch ein paar neue Sichtungen machen, um dann die 100 zu erreichen! Dabei rechnet man oft mit Zugvögeln. Die Sichtungen vom November waren aber einheimische Standvögel. Die man eigentlich das ganze Jahr über sehen kann, aber manchmal dauert es eben länger.

Vor dem letzten Monat des Jahres bin ich jetzt bei 101 Vogelarten angekommen. Im November kamen noch der Gartenbaumläufer (Nr. 99), der Sperber (Nr. 100) und die Sumpfmeise (Nr. 101)  dazu.

Die Sichtungen vom November waren schwierig

Die Sichtungen vom November haben auch so einige Bestimmungsprobleme gemacht. Bei der Sumpfmeise kommt direkt die Frage auf,  ist das jetzt eine Sumpfmeise oder doch eine Weidenmeise? Die beiden Arten sehen fast gleich aus. In den meisten Fällen hat man dann eh die Vermutung, dass es sich um eine Sumpfmeise handelt. Deshalb bleibe ich jetzt dabei. Eine genaue Bestimmung ist anhand des Fotos eh nicht möglich.

Beim Sperber im Flug ist immer die Frage, ob es nicht ein Habicht ist. Bei Größe wurde ich aber sagen, es ist ein Sperber-Weibchen.

Und der Gartenbaumläufer hat eine lange Hinterkralle, was ihn vom Waldbaumläufer unterscheidet.

Ein weiteres Kranich-Update

Am 30. November setzte über den Mittag nochmal ein starker Kranichzug ein. Etwa 2.500 Kraniche flogen in Richtung Südwesten. Die Nachzügler wurden wohl durch die Kaltfront aus dem Norden zum Aufbruch verleitet. Irgendwann ist halt auch der schönste Aufenthalt in Deutschland vorbei, wenn es zu kalt wird. Das gilt aber weiterhin nicht für den einzelnen Kranich an der Kiebitzwiese. Er bleibt immer noch dort! Ein paar Tage lang war er nicht zu sehen, aber jetzt ist er wieder jeden Tag dort.

Ich rechne jetzt eigentlich auch nicht mehr damit, dass er noch in den Süden fliegt. Er ist fit, aber hat wohl einfach keine Lust darauf. Am Wochenende konnten einige einzelne Kraniche gesichtet werden, die dem Zug hinterher flogen und sichtlich Schwierigkeiten hatten. Trotz ihrer Probleme versuchten sie der Masse zu folgen. Diese Einstellung scheint der Kranich an der Kiebitzwiese für dieses Jahr abgelegt zu haben.

Ein Winterspaziergang

Ein Winterspaziergang

Ein Winterspaziergang – Der Raureif war auch am Nachmittag noch auf den Wiesen

Am 1. Dezember kamen ein paar Ereignisse zusammen. Es war nicht nur der 1. Advent sondern auch der meteorologische Winteranfang. Und die Temperaturen waren auch so, dass man sagen konnte, ich habe einen Winterspaziergang gemacht. Wenn es Nachts Frost gibt und am Tag auch noch Raureif auf den Wiesen ist, dann ist bei uns in NRW schon Winter. Denn Schnee ist selbst in den Hügeln des Niederbergischen Land selten geworden.

Es ist ruhiger geworden in der Landschaft

Im Garten ist es in den letzten Tagen sehr ruhig geworden. Die meisten Vogelbeeren wurden von den Vögeln schon gefressen. Ein Winterspaziergang kann ziemlich eintönig sein. Doch die bekannten Nahrungsquellen aus dem letzten Winter locken auch dieses Jahr die Vögel an. So bieten die Birkensamen wieder Nahrung für die Gimpel. Sie zeigten sich als Erste bei meinem Spaziergang. Es zeigten sich dann fast alle unserer häufigsten Wintervögel. Die Amseln, die Blau- und Kohlmeisen, der Buchfink, die Rabenkrähen und die Rotkehlchen.

Auch die Buntspechte ließen sich kurz beobachten. Ein Männchen und ein Weibchen waren am gleichen Baumstamm zu sehen. Besonders auffällig war ein weißer Mäusebussard in den kahlen und braunen Ästen. Und sogar ein Eichelhäher zeigte sich kurz auf der Wiese. So wünscht man sich seinen Spaziergang! Die vielen verschiedenen Vogelarten haben meinen Spaziergang deutlich verlängert.

Der Kahlschlag an der Hecke

Gerade die Wiese schien noch Nahrung zu bieten, suchten doch auch die Amseln und ein Rotkehlchen immer wieder zwischen dem Gras nach Fressbarem. Die Rotkehlchen waren an diesem Tag besonders auffällig. Auf einem etwa 300 Meter langem Abschnitt entlang einer Hecke konnte ich gleich drei Rotkehlchen beobachten. Die Rotkehlchen schienen sich an den Kahlschlag der Hecke gewöhnt zu haben. Ich und die meisten anderen Vogelarten scheinen noch nicht so weit zu sein. Im Herbst hatte man die Hecke radikal sowohl in der Höhe als auch in der Breite beschnitten. Auch um Platz für Bauarbeiten am Feldweg zu schaffen.

Von der Gartenarbeit weiß ich natürlich, das Hecken und Büsche beschnitten werden müssen. In der Natur sind solche Kahlschläge immer wenig erfreulich. Die Hecke wird sich erholen und die Rotkehlchen stört es nicht weiter. Sie mögen Sitzwarten und Zaunpfähle und nutzen deshalb gerne die abgeschnittenen Äste. Wie man an meinem Foto von Sonntagabend schon sehen konnte, waren die Rotkehlchen wegen der Kälte schon voll aufgeplustert.

Andere Bewohner der Hecke, wie die Meisen und die Heckenbraunellen scheinen den Kahlschlag weniger zu mögen und sind an andere Orte ausgewichen.

Die Stockenten Männchen im Schlichtkleid

Stockenten Männchen im Schlichtkleid

Die Stockenten Männchen im Schlichtkleid

Die Mauser bei den Vögeln ist wirklich nochmal ein sehr komplexes Thema. Schlichtkleid, Übergangsgefieder, Prachtkleid und die Jungvögel. Kein Wunder eigentlich, das nur wenige Bücher über Vögel darauf eingehen. Die Stockenten Männchen im Schlichtkleid sind auch nochmal ein besonderes Thema. Als Anna vom Blog Eulenschwinge bei meinem letzten Beitrag in den Kommentaren das Thema ansprach, war selbst mir nicht klar, das ich es selbst schon gesehen habe. Das die Stockenten während der Mauser der Männchen fast gleich aussehen. Und das ich das sogar fotografiert habe.

Die Stockenten Männchen verlieren ihren grünen Kopf

Ich musste das erst googeln, denn ich konnte mich nur an Stockenten Männchen mit grünem Kopf erinnern. Während der Mauser im Juli und August verlieren die Erpel ihr Prachtkleid und haben keinen grünen Kopf mehr. Das ist wirklich nur ein kleines Zeitfenster. In diesem Jahr habe ich die Stockenten das letzte Mal im September gesehen und die Männchen waren schon wieder im Prachtkleid.

Ob die Männchen während der Mauser den Weibchen vom Gefieder her noch ähnlicher werden, kann man auf meinen Fotos leider nicht feststellen. Sie sind noch gut zu unterscheiden. Während das Männchen die Gefiederfarbe wechselt, ist beim Weibchen während der Mauser keine Veränderung zu erkennen.

Meine Fotos entstanden im Zeitraum August/September. Vielleicht sind sich die Geschlechter im Juli noch ähnlicher. Ende September waren einige Erpel schon wieder im Prachtkleid, andere hatten noch Übergangsgefieder. Ich werde das im nächsten Jahr genauer beobachten und versuchen bessere Fotos zu machen. Das Thema interessiert mich jetzt.

Später am Tag, Siesta bei den Vögeln

Das die Enten auf den Fotos meistens schlafen und Siesta machen, liegt an einer Schwäche von mir. Ich bin kein Frühaufsteher und oft erst später am Tag unterwegs. Da ruhen sich viele Vögel schon wieder aus.

Das Buchfink Weibchen

Buchfink Weibchen

Das schlichte, hellbraune Buchfink Weibchen

Das Buchfink Weibchen ist ein gutes Beispiel für ein Problem, das viele Laien beim Bestimmen von Vogelarten haben. Beim Buchfink sehen die Geschlechter verschieden aus. Während das Buchfink Männchen eine leuchtend rote Brust und einen hellblauen Hinterkopf hat, ist das Weibchen eher schlicht hellbraun gefärbt. Die verschiedene Gefiederfärbung bei den Geschlechtern und bei Jungvögeln kann bei weniger häufigen Vogelarten auch für viele Experten zum Problem werden.

Ein unbekannter Vogel im Garten, das Buchfink Weibchen?

Oft höre ich von Bekannten den Satz, „Da war ein hellbrauner Vogel auf der Wiese im Garten.“ . Diese Beschreibung ist natürlich sehr allgemein. Aber in einem Garten schränkt das die Kandidaten schon etwas ein. Es könnte eine Heckenbraunelle gewesen sein, bei der beide Geschlechter gleich aussehen. Oder ein Spatz, bei dem gerade das Weibchen schlicht hellbraun ist. Aber einen Spatz kennen die meisten Leute. Wahrscheinlich war es eben ein Buchfink Weibchen. Als unser häufigster Brutvogel ist der Buchfink weit verbreitet. Und wenn man Buchfink sagt, meint man immer das bunte Männchen.

Bunte Vögel

Es fällt leichter, sich bunte Vögel zu merken und sie zu erkennen. Die besten Beispiele sind zwei unserer häufigsten Vögel, die Kohl- und die Blaumeise. Da hat jeder sofort ein eindeutiges Bild vor Augen. Da gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während man beim Buchfink das schlichte Weibchen einfach kaum kennt.

Der Buchfink ist bei den einheimischen Vögeln aber auch eine Besonderheit. Selten sind die Unterschiede bei den Geschlechtern so groß. Ein anderes Beispiel dafür ist die Stockente. Bei der der Erpel auch sehr farbenprächtig ist, während das Weibchen braun gefärbt ist. Auch bei allen anderen Enten gibt es die auffällig gefärbten Männchen und die meist einfarbigen Weibchen.

Wenn dann noch die Jungvögel dazu kommen, die wieder ganz anders gefärbt sind, wird die Bestimmung für jeden schwierig. Selbst als geübter Beobachter, Naturfotograf oder Ornithologe sieht man immer wieder Vögel, die man nicht eindeutig bestimmen kann.

Wenn dann noch Raritäten dazu kommen, die als Zugvögel unterwegs sind oder sich gar völlig verflogen haben, kann man nur noch in Bestimmungsbüchern oder im Internet nachsehen. Die Vögel machen es uns mit ihrem Aussehen nicht leicht. Die Säugetiere sind selbst als Jungtiere leicht zu erkennen.

Deshalb werde ich in diesem Beitrag einige Vögel, die jeder bei einem Spaziergang sehen kann, als Männchen und Weibchen nebeneinander zeigen :

Die Vogelarten im Garten

Vogelarten im Garten

Der Garten gehört zum Revier der Elster

Die Vogelarten im Garten zeigen uns ab dem Herbst, das es in der Natur doch oft auch sich wiederholende Abläufe gibt. Den Wechsel der Jahreszeiten und die Zugvögel die Deutschland verlassen oder zu uns kommen. Und wir treffen oft alte Bekannte an der Futterstation und am Vogelhaus wieder.

Die Vogelarten im Garten kehren zurück

Einige Vogelarten im Garten wie die Meisen und Amseln sind so häufig, das ein unterscheiden oder erkennen von einzelnen Vögeln kaum möglich ist. Bei Vögeln die einzeln oder als Paar zu sehen sind, ist das aber ganz gut möglich. So gibt es im Winter ein sehr schüchternes Rotkehlchen, das immer wieder zur Futterstation kommt und brav jedem anderen Vogel Platz macht. Ein besonderer Charakterzug, wo doch Rotkehlchen sonst auch sehr neugierig und wenig scheu sind.

Ein bekanntes Pärchen

An diesem Wochenende hat sich gezeigt, das jetzt wieder viele Vogelarten im Garten zu sehen sind, die sich den Rest des Jahres dort nicht so zeigen. So war heute das Dompfaff Pärchen im Garten zu sehen. Das sich zuletzt im Frühling dort gezeigt hat, im Langenberger Garten.

Die Vögel folgen den Futterquellen in die Siedlungen. Das Elstern-Paar hat dagegen in der Siedlung sein Revier und ist das ganze Jahr in der Nachbarschaft zu sehen. Auch wenn die Vögel alle Freiheiten haben, um sich zu bewegen, so sind sie doch häufig ihrem Revier und einer Gegend treu.

Sie folgen der Nahrung

Die Vogelbeeren-Sträucher im Garten bieten im Moment noch Nahrung und ziehen die Amseln und Ringeltauben an. Die haben aber schon viele Beeren gefressen. Die Vogelbeeren ziehen später im Winter vielleicht auch wieder die Gäste aus dem Norden an. Letztes Jahr zeigten sich einige Wacholder- und Rotdrossel im Garten, die als Zugvögel aus dem Norden zu uns kommen.

Unsere ausgeräumte Landschaft und die kalte Jahreszeit bringen die Vögel dazu, die Nahrung überall zu suchen und nicht wählerisch zu sein. So hat sich die Elster am Samstag in der Tanne eine tote Biene geschnappt. Die schon den Kältetod gestorben ist.

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