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Hausrotschwanz – Abschied von einem Sommervogel

Hausrotschwanz

Männlicher, adulter Hausrotschwanz in der Abendsonne

Vor 10 Tagen habe ich mich gewundert, das noch Hausrotschwänze in Langenberg waren. Mittlerweile ist der Abschied vom Hausrotschwanz für dieses Jahr gekommen. Sie waren die dominanten und häufigsten Vögel in Langenberg in diesem Sommer. Die zahlreichen Hausrotschwänze haben zu Schwierigkeiten bei der Bestimmung geführt. Aber es waren erfreuliche Bilder.

Die Kennzeichen vom Hausrotschwanz

Ein Hausrotschwanz ist ganz leicht an seinem orange-roten Schwanz zu erkennen. Auch die Altvögel sind leicht zu unterscheiden. Während die Männchen dunkelgrau bis schwarz gefärbt sind und weiße Flügelspiegel haben, sind die Weibchen einfarbig graubraun gefärbt. Alle Jungvögel die geboren werden, sind so gefärbt wie die Weibchen. Nur die Unterseite ist bei Jungvögeln scheckiger und gewölkter. Sie wirken rundlicher und die Federn sehen mehr wie Daunen aus.

Verzögerte Gefiederreifung

Nach der Jugendmauser, bei der nur ein Teil des Gefieders gewechselt wird, sehen die weiblichen Jungvögel aus wie die erwachsenen Weibchen. Auch der Großteil der männlichen Jungvögel im ersten Lebensjahr sieht noch so aus. Denn der Hausrotschwanz hat eine verzögerte Gefiederreifung. Eine weitere Besonderheit beim Hausrotschwanz ist, das nicht alle Männchen diese verzögerte Gefiederreifung mitmachen und das sogenannte Hemmungskleid zeigen. Etwa 15% der jungen Männchen zeigt das Fortschrittskleid und sie sehen schon fast so aus wie mehrjährige Männchen. Ihnen fehlen nur die weißen Flügelspiegel und die schwarzen Flügelfedern.

Diese unterschiedlichen Gefieder- und Mauserphasen führen dazu, das man viele Hausrotschwänze sehen kann, die sehr unterschiedlich aussehen :

Der Hausrotschwanz ist als Zugvogel etwa von März bis Oktober in Deutschland. Er wird bis zu 15 cm groß und ist damit etwas kleiner als ein Spatz. Seine Nahrung sind Insekten und Spinnen, die spätestens ab Oktober in Mitteleuropa nicht mehr vorhanden sind. Viele der zahlreichen Hausrotschwänze in Langenberg haben schon Mitte August das Gebiet verlassen. Nur eine Familie mit den beiden Altvögeln und wohl einigen Jungvögeln war Ende August noch rund um den Bauernhof zu beobachten. Diese Familie konnte den ganzen Sommer dort beobachtet werden. Sie waren auch noch gegen Ende September dort.

Nest und Brutzeit

Als Nischenbrüter baut der Hausrotschwanz im Hochgebirge sein Nest gerne in Felsspalten. Er ist sehr unempfindlich was die Wahl des Ortes betrifft. Die Nähe zu Menschen oder Tieren und großer Lärm stört ihn gar nicht. Er scheint aber überdachte Orte zu bevorzugen und baut sein Nest gerne in Ställe oder Scheunen. Das Weibchen baut das Nest ohne das Männchen. Das Nest ist für einen kleinen Vögel ziemlich groß. Der Unterbau ist oft etwas chaotisch und aus lockerem Material, häufig aus Stroh. Darauf wird das eigentliche Nest aus festerem Material gebaut. Die Nestmulde ist rund und ziemlich tief. Und hebt sich deutlich vom Unterbau ab. Das Nest wird beim Bau an den Platz angepasst. So etwa an die Breite eines Deckenbalken in einer Scheune. Auf dem Foto kann man ein Nest in einem offenen Stall auf einer Weide sehen :

Nest vom Hausrotschwanz

Das Nest ist in einer Nische auf einem Balken gebaut worden

Die Brutzeit ist von April bis Juli. Das Weibchen legt 5 bis 6 Eier. Gebrütet wird 13 Tage. Die Jungvögel schlüpfen in kurzen Abständen und sind etwa 15 Tage im Nest. Pro Jahr gibt es meistens 2 Bruten. Drei Bruten pro Jahr sind selten.

Lebensweise und Verhalten

Der Hausrotschwanz geht eine enge Verbindung mit der Landwirtschaft und dem Menschen ein. Als früherer Bewohner des Hochgebirges und der Felsen- und Schotterregion in den Bergen, fühlt er sich auch in Industriegebieten sehr wohl. In den Ställen und auf den Weiden kommt ihm die Nähe der Nutz- und Weidetiere wie z. B. den Kühen zu Gute. Die Kühe locken Insekten an, die dann seine Beute werden. Der Hausrotschwanz fliegt immer wieder von einem Zaunpfahl in die Wiese, um die Insekten zu fangen. Er ist ein Wartenjäger und fängt die Insekten selten im Flug. Hat er eine Beute gefangen, kehrt er zum Zaunpfahl zurück und schlägt die Insekten so lange gegen den Zaunpfahl bis die Tiere tot sind und harte Körperteile abgefallen sind.

In Langenberg waren die Kühe noch bis Ende September auf der Weide. Was dem Hausrotschwanz geholfen hat. Vielleicht hatte das Hausrotschwanz-Paar auch nochmal späten Nachwuchs und blieb deshalb noch etwas länger vor Ort. Der Nachwuchs bei den Hausrotschwänzen scheint dieses Jahr sehr zahlreich gewesen zu sein. Der Landwirt hat im Winter eine neue Scheune gebaut. Vielleicht haben die Hausrotschwänze davon profitiert.

Wenig sozial

Die Hausrotschwänze sind keine sehr sozialen Vögel. Gejagt wird immer einzeln. Auch dabei kommen ihnen die Zaunpfähle entgegen. Der Abstand zwischen zwei Zaunpfählen wird immer eingehalten. Diese Distanz wird selten unterschritten. Kleine Gruppen oder Verbände sieht man fast nie, sie können nur während dem Zug vorkommen.

Die Kühe haben die Weide nun verlassen und so hieß es für mich Abschied vom Hausrotschwanz für dieses Jahr. Die anderen heimischen Zugvögel wie die Dorngrasmücke oder der Grauschnäpper hatten auch schon im August die Reise in den Süden angetreten. Der Hausrotschwanz bleibt als Kurzstreckenzieher am längsten in Deutschland und Mitteleuropa. Er überwintert im Mittelmeerraum.

Jetzt sind nur noch die bekannten Jahresvögel wie die Meisen, Buchfinken und das Rotkehlchen zu sehen. Einige Zugvögel aus Nord- und Osteuropa werden noch durch Deutschland ziehen. Von dort sind auch noch viele Rauchschwalben, Buchfinken, Steinschmätzer und ein paar späte Braunkehlchen unterwegs.

Bestand :

In Deutschland gab es zwischen 2005 und 2009 etwa 800.000 bis 1.100.000 Brutpaare. Der Bestand ist recht stabil trotz des Insektensterbens. Und 2019 war wohl ein gutes Jahr für den Hausrotschwanz.

Die Sichtungen vom September

Die Sichtungen vom September

Die Sichtungen vom September, das Teichhuhn hat noch spätem Nachwuchs

Die Sichtungen vom September waren etwas anders als erwartet. Vor dem Urlaub in Zeeland hatte ich gedacht, das ich bestimmt neue Limikolen und Möwen sichten werde. Es war dann nur eine neue Limikole, der kleine Steinwälzer. Über den Steinwälzer (Arenaria interpres) habe ich hier schon berichtet. Er ist meine Nr. 94 für dieses Jahr. Eine neue Möwenart für dieses Jahr konnte ich in Zeeland gar nicht sichten.

Die weiteren Vogelarten, die ich in Zeeland beobachtet habe, waren typische Arten für ganz Mitteleuropa. Die mir zu Hause aber immer Probleme bereiten. Ich sehe sie häufig immer erst sehr spät im Jahr.

So zum Beispiel das Teichhuhn meine Nr. 93 für dieses Jahr. Während sein Verwandter, das Bläßhuhn überall ziemlich häufig ist, sieht man Teichhühner sehr selten. In Westkapelle war es auch nur eine Teichhuhn-Familie, die auf 50 Bläßhühner kam. So ähnlich ist auch das Verhältnis der beiden Arten in Nordrhein-Westfalen.

Das ich den Eisvogel immer erst so spät im Jahr sehe, habe ich auch schon in meinem letzten Beitrag erklärt. Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist die Nr. 95 für dieses Jahr.

Die Nr. 96 geht an die hübsche Gebirgsstelze. Die in Nordrhein-Westfalen auch nur an bestimmten Orten gesichtet werden kann. Deshalb bin ich mit den Sichtungen vom September ganz zufrieden.

 

Die Limikolen an der Kiebitzwiese

Die Limikolen an der Kiebitzwiese

Ein Bruchwasserläufer im Schlamm

Die Limikolen an der Kiebitzwiese sind die, die man häufig im Binnenland und an Gewässern sieht. Ich tue mich immer noch schwer mit dem Begriff Limikolen. Ich habe halt noch in meiner Jugend gelernt, dass man sie Watvögel nennt. Wörtlich übersetzt heißt Limikole Sumpfbewohner. Was nicht wirklich auf alle zutrifft. Sie alle suchen aber ihre Nahrung im Flachwasser und im Schlamm.

Der stark bedrohte Kiebitz

Deshalb haben die meisten auch ihre langen Schnäbel und Beine. Für mich bleiben sie immer die Watvögel, aber ich möchte mich an den neuen Begriff gewöhnen. Von den Limikolen an der Kiebitzwiese ist natürlich zuerst der Namensgeber Kiebitz zu nennen. Er ist auch gleich der Vertreter, der mit Sumpf am wenigsten zu tun hat. Er ist ein typischer Wiesen- und Feldbewohner. Und damit einer der Vögel, die am meisten unter der intensiven Landwirtschaft leiden. Er hat mit dramatischen Verlusten zu kämpfen und wird wohl Aussterben, wenn die Entwicklung so weiter geht. Das muss man so hart und klar sagen. Denn selbst auf der Kiebitzwiese und den angrenzenden Feldern sieht man ihn nur noch selten. Es gab dieses Jahr aber Nachwuchs an der Kiebitzwiese. Ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Die weiteren Limikolen an der Kiebitzwiese sind die Flußregenpfeiffer und die Flußuferläufer. In der Zugzeit sieht man auch häufiger mal Bruchwasserläufer und Grünschenkel an der Kiebitzwiese. Auch einzelne Alpenstrandläufer wurden schon gesichtet.

Limikolen in Zeeland

In den nächsten zwei Wochen werden mir vielleicht auch noch ein paar andere Vertreter der Limikolen begegnen. Denn seit Montag bin ich mit der wunderbaren Hamsterradrebellin und der kleinen Räubertochter im Familienurlaub in den Niederlanden. Wir sind in Zeeland und da sollten doch zur Zeit ein paar andere Watvögel unterwegs sein, als die Limikolen an der Kiebitzwiese.

Die Sichtungen vom August

Die Sichtungen vom August

Ich vermute, das es ein weiblicher Mittelspecht ist

Da ich gerade das Thema Spechte hatte, passen die Sichtungen vom August auch ganz gut dazu. Wenn in der Umgebung viel Wald ist, trifft man zwangsläufig auf Spechte. Im August sah ich an einem Obstbaum einen Specht, der etwas anders aussah.

Da ich ihn leider nur von hinten fotografiert habe und danach nur noch einmal den unteren Teil erwischt habe, ist die Bestimmung nicht ganz so leicht. Aber da an der roten Kappe die schwarze Abgrenzung fehlt und es am Bauchgefieder feine Striche gibt, vermute ich es ist ein weiblicher Mittelspecht. Mein erster Mittelspecht überhaupt. Deshalb hoffe ich auch, das die Bestimmung richtig ist.

Der Mittelspecht ist die Nr. 91 für dieses Jahr. Die Nr. 90 ist der Gartenrotschwanz, den ich in den letzten Beiträgen schon gezeigt habe. Ich hatte gehofft, den Gartenrotschwanz nochmal zwischen den ganzen Hausrotschwänzen zu sehen, es waren aber keine mehr dabei.

Die Nr. 92 war dann mein erstes Braunkehlchen für dieses Jahr. Ich sah zwei Stück vor einer Woche. Ich vermute, das es die ersten Zugvögel auf der Durchreise waren. Denn ich habe vorher noch nie ein Braunkehlchen in Langenberg gesehen. Und sie sind jetzt auch nicht mehr vor Ort.

Und ich hoffe dieses Jahr noch die 100 Vogelarten zu erreichen. Wenn jetzt die Zugvögel kommen, gibt es noch gute Chancen auf weitere Sichtungen. Die Sichtungen vom August geben noch Hoffnung für weitere Neulinge in diesem Jahr.

 

Der Wink mit dem Zaunpfahl

Der Wink mit dem Zaunpfahl

Das Rotkehlchen im Wald der Zaunpfähle

Wenn man durch die Natur geht, kommen einem viele Gedanken. Man denkt oft über die Menschen und die Umwelt nach. Viele Gedanken bleiben nicht hängen. Später sucht man dann oft die Worte für einen Beitrag und dann kommt er manchmal, der Wink mit dem Zaunpfahl.

Der erste Wink mit dem Zaunpfahl

Jeder kennt diesen Spruch, das war der Wink mit dem Zaunpfahl. Oder man sagt oft : „Du brauchst mal wieder einen Wink mit dem Zaunpfahl!“ Jemand versteht oder erkennt etwas nicht. Als Naturfotograf kriegt man diesen Wink sogar direkt vom Zaunpfahl! Das Erste was man beim Fotografieren in unserer Agrarlandschaft lernt ist, achte auf die Zäune und die Zaunpfähle! Und in meinem letzten Beitrag war das Wort Zaunpfähle ziemlich häufig.

Die Hausrotschwänze bevölkern im Moment jeden Zaunpfahl und die Umgebung des Bauernhofs am Hordtberg. Es wimmelt dort nur so, vielleicht haben die Hausrotschwänze sogar zweimal Nachwuchs bekommen. Das sehr unterschiedliche Aussehen der Vögel läßt das fast vermuten. Für den Fotografen ist das natürlich toll und wie das Paradies. Und wenn man dann auch noch ein Vielknipser ist wie ich, dann gibt es kein Halten mehr.

Der Leser muss mitgenommen werden

Ich würde da am liebsten jeden Tag hoch gehen und sämtliche Speicherkarten vollknipsen. Hinterher habe ich dann aber das Problem, wie soll ich jetzt darüber schreiben? Der Leser ist nicht dabei und erlebt die Action nicht. Stattdessen bekommt er wieder nur einen Beitrag über Hausrotschwänze auf Zaunpfählen. Aber man will ja darüber berichten. Und dann kommt wieder der Wink mit dem Zaunpfahl.

Ein guter Sitzplatz

Es ist halt so, die Vögel benutzen dauernd die Zaunpfähle. Aber warum ist das so? Und wie wäre es ohne die von uns Menschen gemachten Zaunpfähle? Erstmal ist es einfach ein ganz guter Sitzplatz. Eine kleine runde oder rechteckige Fläche. Und es ist ein guter Ansitz für die Jagd. Die Zäune begrenzen oft eine Wiese oder Weide. Die Singvögel fliegen von dort in die Wiese und fangen Insekten und ein Turmfalke schafft es sogar, von einem Zaunpfahl eine Maus in der Wiese zu fangen.

Und wenn man dann erfolgreich gejagt hat, kann man den Zaunpfahl auch dafür benutzen, die Beute zu töten und zu fressen. Die Insektenfresser schlagen die Beute auf den Zaunpfahl, um sie zu töten und um Stachel, Giftdrüsen und andere harte Teile zu entfernen. Und ein Greifvogel kann seine Beute auf dem Zaunpfahl rupfen und in Ruhe fressen.

Wie ein Baum oder Ast

Für die Singvögel scheint es auch kein Nachteil zu sein, dass man auf den freistehenden Zaunpfählen für Greifvögel wie den Sperber oder den Habicht gut sichtbar ist. Da ziemlich viele Zaunpfähle noch aus Holz sind, fühlt es sich natürlich an und ist wie ein kleiner Baum oder ein Ast. Wahrscheinlich wäre sonst neben einer Wiese kein so guter Sitzplatz. Ob für die Vögel Zäune jetzt besser sind und einen  Fortschritt in ihrem Verhalten gebracht haben, darüber läßt sich streiten. Vermutlich zerstört der Mensch viel mehr mit dem was er auf den eingezäunten Flächen tut, als das es für die Natur einen Nutzen bringt. Und immerhin stoppt so ein Zaun auch Menschen, die meinen sie müssten wirklich in jeden Bereich gehen und ihrer Freizeit nachgehen.

Man könnte auch denken, die Zäune nützen nur den Kulturfolgern. Aber ziemlich viele Vogelarten sitzen auf den Zäunen. In der folgenden Galerie habe ich einige Beispiele herausgesucht.

Können Vögel gähnen?

Können Vögel gähnen?

Der Schwarzmilan am Ruhrufer gähnt

Ich wusste nicht, dass Vögel gähnen können. Erst als ich das Foto von dem Schwarzmilan sah, habe ich mich gefragt, können Vögel gähnen? Sie können es und für mich sieht das auf dem Foto auch so aus, als würde der Schwarzmilan gähnen und nicht schreien.  Vielleicht war ich ihm als Fotograf zu langweilig?

Können Vögel gähnen? Das Internet weiß mehr

Ich habe dann Informationen über das Gähnen bei Vögeln im Internet gesucht. Dabei fand ich unter anderem das Wellensittiche sich gegenseitig mit dem Gähnen anstecken können. Und jetzt stelle ich mir die amüsante Frage, wie ein Gähnen wohl bei  Störchen oder Pelikanen aussieht.

Ein alter Bekannter

Der Schwarzmilan ist ein alter Bekannter. Ich kenne ihn schon vom letzten Jahr. Er saß diesmal ein Stück weiter flussabwärts an der Ruhr. Ein paar Meter entfernt vom eigentlichen Ansitzbaum der Schwarzmilane. Wahrscheinlich ist es auch ihr Schlafbaum. Denn besonders häufig sieht man sie dort in den Abendstunden. Es war auch schon kurz vor 20 Uhr, also passte das Gähnen zur Tageszeit.

Er war ein dankbares Fotomotiv. Denn er sonnte sich, ordnete seine Federn und blickte gelassen über die Ruhr. Wenn man dann so viele Fotos schießt, sind beim Durchsehen oft Überraschungen dabei. Aber ein gähnender Vogel war bis jetzt nie dabei.

Der Schwarzmilan ist einer der Altvögel und gehört zum Jungvogel, denn ich vor kurzem fotografiert habe. Am Nachmittag hatte ich die beiden Altvögel zusammen mit dem Jungvogel noch im Flug gesehen. Sie schraubten sich in der Thermik immer weiter nach oben und verschwanden dann in Richtung Süden. Die Altvögel fliegen noch oft mit dem Jungvogel zusammen, als würden sie ihm noch Unterricht geben.

Andere Vögel meiden den Schwarzmilan nicht

Nachdem der Schwarzmilan sich gesonnt hatte, flog er doch weiter zum Ansitzbaum. Um seinen Stammplatz einzunehmen. Etwas später tauchten drei Graureiher auf, die wohl auch auf dem Baum schlafen wollten. Aber nur einer ließ sich auf dem Baum nieder. Andere Vögel haben selten Angst vor dem Schwarzmilan. Ich sah schon eine Taube, die sich direkt neben einen Schwarzmilan setzte. Sie sind auch einfach nicht die Beute des Schwarzmilans und wissen das wahrscheinlich auch. Als Aasfresser fängt er selten selbst Tiere und dann erst recht keine Vögel. Er versucht sogar eher anderen Greifvögel ihre Beute abzujagen.

So sassen der Graureiher und der Schwarzmilan zusammen auf dem Baum. Ob sie auch dort geschlafen haben, weiß ich nicht. Ich musste dann auch nach Hause.

 

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