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Die Bilder des Jahres 2018

Die Bilder des Jahres 2018

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Nachdem ich in den letzten Beiträgen immer noch etwas schreiben musste, kommen jetzt einfach nur noch die Bilder des Jahres 2018.

Die, die es zum Teil auch in meinen ersten Kalender zu sehen gibt :

Die Stunde der Wintervögel

Die Stunde der Wintervögel

Nicht nur ich wurde naß, auch die Vögel

Ich habe heute Nachmittag schon gezählt und damit schon bei der Stunde der Wintervögel mitgemacht. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen. Heißt es so schön. Und morgen wird das Wetter vermutlich erst noch schlechter sein als heute. Ich muss zugeben, ich habe innerlich geflucht bei dem leichten Dauerregen und Nieselregen hier im niederbergischen Land.

Dauerregen in Velbert-Langenberg

Ich bin dieses Wochenende wieder in Velbert-Langenberg und konnte so nicht einfach meine Futterstation beobachten oder auf der Terrasse im trockenen stehen. Okay ich bin ja auch selbst Schuld. Ich hätte es mir auch einfach machen können. Ich hätte einfach eine Stunde aus dem Fenster gucken können und vielleicht einen Vogel notieren. Denn mehr wäre da nicht gewesen. Ich bin dann halt ein paar Meter zum Ortsrand gegangen und habe mich und meine Kamera etwas einnieseln lassen.

Schuld sind immer die Anderen

Und den Schuldigen dann beim Nabu und beim Wetter gesucht. Denn was soll eine Zählung denn in dieser grauen Suppe und bei dem Regen bringen? Was mussten die denn die Zählung auch auf dieses Wochenende legen?

Erst brachte das auch gar nichts. Nur die üblichen Verdächtigen. 10 Ringeltauben in einem Baum. Nicht schlecht für die Liste. Zwei Spatzen und eine Amsel wieder in den Vogelbeeren. Die Wassertropfen an den Vogelbeeren lassen das Foto auch ziemlich gut wirken. Es hatte etwas von schwierigen Umständen und Abenteuer im Dauerregen.

Gemischte Finken-Schwärme

Und dann kamen kurz hintereinander zwei Vogeltrupps. Erst ein gemischter Trupp Kohl- und Blaumeisen und dann ein größerer Trupp mit Finken. Ein ziemlich gemischter Haufen. Buchfinken, Bergfinken, ein Gimpel und später auf den Fotos sah ich noch zwei Erlenzeisige. Ich sah auch, das es einige Bergfinken waren. Mindestens Sechs. Es waren vermutlich noch viel mehr. Denn ich sah nacheinander immer wieder Gruppen aus den umliegenden Bäumen wegfliegen und dann sogar etwas entfernt einen großen Schwarm von vielleicht 50 Vögeln.

Das lässt mich dann an so einer Zählung zweifeln. Vielleicht kann man eine Tendenz feststellen. Aber es waren auf jeden Fall viel mehr Vögel in der Gegend, als ich gemeldet habe. Aber für ein Abenteuer im Regen war es nach der Stunde der Wintervögel für heute auch genug.

Eine weitere Futterstelle

Eine Futterstelle

Haferflocken, Rosinen. Eine Futtermischung an der neuen Futterstelle

Ich habe es schon ein paar Mal erwähnt, das ich im Garten noch eine weitere Futterstelle habe. Besonders für die großen Vögel, die nicht an die Futterstation gehen können. Bei den großen Vögeln führt das immer zu lustigen Szenen, wenn sie versuchen an das Futter zu kommen. Ein Buntspecht hat sich einmal unten an die Futterstation gehängt und mit einer Art Situp die Körner unten aus der Futterstation gepickt. Und eine Amsel saß einmal minutenlang unterhalb der Futterstation und hat überlegt, wie man denn als größerer Vogel da bloß an das Futter kommen kann. Da konnte man sehen, wie es im Gehirn gearbeitet hat.

Eine Futterstelle für größere Vögel

Eine weitere Futterstelle war also einfach notwendig, da auch kleinere Singvögel gerne vom Boden essen. Deshalb habe ich irgendwann das Futter auf einen Stein ausgeschüttet. So liegt es trocken auf und ist gut erreichbar. Wenn ich Haferflocken ausgelegt habe, war das Futter immer sehr schnell weg. Bis ich bemerkt habe, das eine Ringeltaube alles auffrißt. Die ist wie ein Staubsauger und läßt nicht einen Krümel übrig. Das war für die Ringeltaube eher Fastfood und für mich schneller Verbrauch vom Futter.

Und Ringeltauben sind auch nicht so spannend. Also habe ich dann Erdnüsse auf den Stein gelegt. Die Erdnüsse locken viele Vögel an. An den Erdnüssen bedient sich jetzt immer eine Elster. Andere größere Vögel wie der Buntspecht und der Eichelhäher haben sich noch nicht sehen lassen.

Unterschiedlicher Besuch

Generell ist es immer schwer zu sagen, wie die Futterstelle angenommen wird. Es gibt Tage, da ist die Futterstation belagert und innerhalb von ein paar Stunden leer. Und manchmal dauert es Tage. Die Meisen kommen jeden Tag, auch das Rotkehlchen ist jeden Tag da. Aber es frißt nicht viel. Die Grünfinken kommen seltener und die Buchfinken auch nur zwischendurch einmal. Man sieht sie zwar in den Bäumen, aber sie gehen nicht an die Futterstation.

Und das obwohl es kälter geworden ist. Für morgen ist für NRW Schnee angekündigt. Aber es gibt auch noch reichlich Vogelbeeren in der Nachbarschaft. Die Vögel haben noch andere Nahrung.

Die Grünen an der Futterstation

Der Grünfink

Ein Grünfink-Weibchen an der Futterstation

Wahrscheinlich habt ihr das schon mitgekriegt, mit manchen Vögeln stehe ich auf Kriegsfuß! Sie sind einfach sehr scheu und vorsichtig. Dazu gehören besonders der Grünspecht, der Eichelhäher und der Grünfink. Ich mag sie wirklich sehr, aber sie sind extrem vorsichtig. Fast schon schreckhaft.

Am Samstag flog der Grünspecht plötzlich durch eine Häuserlücke in einem Bogen auf das Hausdach des Nachbarn. Eine gute Position für ein Foto, aber dem Grünspecht war das viel zu offen und nach einer Sekunde flog er auf den Rasen des Nachbarn. Okay, noch besser. Dachte ich. Eine natürliche Umgebung. Durch den Zaun fotografieren, aber das geht.  Natürlich nicht mit dem Grünspecht! Der war noch im Alarm-Modus und fand das am Gartenzaun viel zu gefährlich und trat die Flucht an.

Der Grünfink

Ähnlich geht es mir immer mit den Grünfinken. Die sind natürlich viel häufiger im Garten und der Umgebung zu sehen, als der Grünspecht. Und so konnte ich sie dort auch schon fotografieren. In Bäumen oder Sträuchern sind sie auch durchaus gelassen. Aber sobald sie sich der Futterstation nähern, sind sie in Alarmbereitschaft.

Ich bewege mich mittlerweile wirklich fast gar nicht mehr. Aber die kleinste Bewegung reicht und sie sind weg. Auch wenn man noch 15 Meter weg ist. Die Buchfinken und Erlenzeisige sind da ganz anders. Selbst das schüchterne Rotkehlchen hält mal still.

Am Samstag konnte ich dann aber doch das erste Mal einen Grünfink an der Futterstation fotografieren. Ich hatte den kurzen Augenblick genutzt, bevor er wieder weg war. Ein paar weitere Fotos konnte ich noch von ihnen im Pflaumenbaum machen.

Ein leeres Vogelbad

Eine weitere Premiere war, das ich den ersten Vogel am Vogelbad fotografieren konnte. Die Blaumeise war dort zum Trinken. Ich habe wirklich noch keinen Vogel im Bad gesehen. Sie nutzen es einfach nicht und fliegen auch kaum mal in die Nähe.

Aber es gelangen mir wirklich viele schöne Fotos, an diesem schönen Tag. Und auch viele Beobachtungen konnte ich machen, bevor am Abend dann der Regen kam.

Die Nahrung der Vögel

Blaumeisen

Ein Amsel-Männchen in den Vogelbeeren

Wer ein Vogelhaus oder eine Futterstation im Garten hat, kann sehr gut beobachten welche Nahrung die verschiedenen Vögel bevorzugen. Die Kohl- und Blaumeisen stehen total auf Erdnüsse. Die Nüsse locken auch viele der größeren Vögel an. Wie die Elstern, Eichelhäher oder die Buntspechte. Die Finken fressen am liebsten die Sonnenblumenkerne. Und die Vögel, die Weichfutter bevorzugen, fressen am liebsten die Haferflocken. Das sind an der Futterstation besonders die Rotkehlchen, die Amseln und die Heckenbraunellen. Die Haferflocken werden von den Meisen immer auf den Boden geworfen, damit sie an die Erdnüsse herankommen. Dort werden sie dann von den Amseln und den Rotkehlchen gefressen.

Die Vögel die gerne Weichfutter fressen, haben in der Natur auch die Beeren und andere Früchte als Nahrung. Im Herbst gibt es reichlich Beeren auf den Sträuchern und Bäumen. Das sind besonders die sogenannten Vogelbeeren, die Beeren der Eberesche. Da meine Kenntnisse über Pflanzen immer noch sehr gering sind, kann ich die verschiedenen Arten nicht näher benennen oder auseinander halten. Ich kann sie nur als Vogelbeeren bezeichnen.

Wilde Vogelbeeren

In Langenberg gibt es nicht nur in den Gärten die Vogelbeeren, es gibt auch noch ursprüngliche Hecken mit Brombeersträuchern an den Wiesen und Wegen. In diesen Hecken gibt es einige Ebereschen die im Moment noch Beeren tragen. Und einen Apfelbaum, der noch kleine Äpfel trägt. Diese Bäume ziehen viele Vögel an. Besonders große Gruppen von Kohl- und Blaumeisen. Wenn es Beeren gibt, schlagen sie gerne zu. Aber auch die Trupps von den kleinen Schwanzmeisen zieht man häufig.

Auch Gruppen von Amseln fressen sich gerne in den Vogelbeeren satt. Die Vögel zieht es in die Beeren!

Herbstfarben

Herbstfarben

Wegen der Trockenheit haben bereits viele Bäume im Sommer einige Blätter abgeworfen. Und obwohl das passiert ist, kann man beobachten, das viele Bäume jetzt noch ihre Blätter haben. Und das Mitte November! Der Pflaumenbaum, an dem meine Futterstation hängt, war letztes Jahr schon Anfang Oktober fast kahl. Dafür kann man jetzt noch länger die schönen Herbstfarben der Blätter genießen.

Vielleicht liegt das daran, das es noch so warm ist oder das es noch keine starken Herbststürme gab. Mit Pflanzen kenne ich mich leider gar nicht aus. Aber in der Natur ist dieses Jahr eh alles anders! Es gab auch eine Rekord-Weinernte. So viel wie seit 1999 nicht mehr. Und auch die Qualität ist durch die hohen Temperaturen so herausragend, das man schon jetzt von einem Spitzenjahrgang 2018 sprechen kann.

Die Farbe der Blätter an den Bäumen hat auch ihren Höhepunkt erreicht. Die Herbstfarben leuchten, in strahlendem Gelb oder knalligem Rot.

 

Highlights aus dem Garten

Die Zeit für die Fütterung der Vögel geht langsam zu Ende. Im Moment habe ich die Futterstation noch mit Erdnüssen gefüllt. Doch da gehen nur noch sehr selten Vögel dran. Sie suchen sich ihre Nahrung schon woanders. Also so langsam Zeit zurückzublicken und nochmal ein paar Highlights der letzten Wochen zu zeigen :

 

Aber auch die Finken sind immer wieder schön anzusehen, sie gehören auch zu den buntesten Vögeln im Garten :

 

 

Vermutlich waren die Erlenzeisige nur Zugvögel auf der Durchreise. Irgendwann waren sie leider einfach verschwunden. Die Vögel mögen auch sehr unterschiedliches Futter. Amseln und Rotkehlchen bevorzugen Weichfutter und die Meisen werden von den Erdnüssen magisch angezogen. Sie werfen die Körner sogar einfach aus der Futterstation, um an die Erdnüsse zu kommen. Unten auf dem Rasen wird das Futter dann aber gerne von den Rotkehlchen, Heckenbraunellen und den Tauben genommen.

Die Meisen bearbeiten dann die Erdnüsse im Baum weiter.

 

 

 

 

 

Vogelparade im Garten

Der Montag war wirklich ein ganz besonderer Tag. Vielleicht erstmal der letzte Frühlingstag in nächster Zeit. Und der Tag, an dem wirklich fast alle Vögel im Garten und an der Futterstation zu sehen waren, die dort im Moment vorkommen. Neben den Grünfinken und der ersten Singdrossel fallen im Moment am meisten die Erlenzeisige auf. Sie sind die letzten Vögel, die die Futterstation entdeckt haben und sie haben diese im Moment sehr häufig besetzt. Sie sitzen minutenlang an der Station. Was früher nur die Grünfinken gemacht haben. Wie gestern schon erwähnt, vertreiben die Grünfinken die Zeisige sofort. Das konnte ich bis jetzt aber immer nur beobachten. Aber jetzt ein paar Fotos von allen Vögeln, die im Moment bei uns im Garten zu sehen sind. Genau das Richtige an einem so trüben Regentag.

Türchen Nr. 18

TürNr18    Tierische Kumpel

Es gibt immer wieder Vögel die sich zusammenfinden und das nicht nur mit den eigenen Artgenossen. Gerade Wasservögel sind immer wieder in großen Gruppen oder Schwärmen unterwegs und das auch gemeinsam mit anderen Wasservögeln. Vögel die nicht ihr Leben auf dem Wasser verbringen tun sich da wohl etwas schwerer. Bei den  offenen Wasserflächen ist das bilden von Schwärmen eine bessere Überlebensstrategie. An der Futterstation kann ich beobachten, das die Blau- und Kohlmeisen gerne auch gemeinsam unterwegs sind. Andere Vogelarten aber lieber Einzelgänger sind.

Auf dem nächsten Foto sind ein Zilpzalp und eine Blaumeise zusammen. Mit den Hagebutten ist es einfach eine sehr schöne Farbkombination auf diesem Foto. Der Zilpzalp hat sich seinen Namen praktisch selbst gegeben. Er singt ihn einfach ständig. Wie ich finde, einfach eine etwas ungewohnte tierische Freundschaft.

zilpzalp

Die Futterstation

Anfang Oktober habe ich schon eine Futterstation für die Vögel im Garten aufgehangen. Eine sehr saubere und praktische Lösung für die Vogelfütterung. Das Rohr und die Auffangwanne haben Löcher im Boden, damit das Regenwasser ablaufen kann. Damit das Futter nicht im Wasser liegt und fault.

Die Fütterung habe ich schon so früh begonnen, weil man immer mehr alarmierende Zahlen zu unseren Sing- und Gartenvögel hört. Seit den 80er Jahren sind die Insekten um 80% zurückgegangen. Unsere Monokultur in der Landwirtschaft und in unseren Gärten hat damit zu tun. Auch mein Garten war bis auf ein paar Amseln in den letzten Jahren eher vogelfrei. Das hat sich sehr verändert, seitdem ich die Futterstation aufgehängt habe. Die Blau- und Kohlmeisen kommen den ganzen Tag über zur Station. Besonders wild sind alle Vögel auf die Erdnüsse.

Auch ein Rotkehlchen kommt immer wieder zur Station. Gestern Morgen war das erste Mal überhaupt ein Buntspecht in meinem Garten und hat sich direkt an dem Kirschbaum zu schaffen gemacht. Er hat ein paar ordentliche Stücke aus dem Stamm gehämmert. Und heute Morgen war der Eichelhäher das erste Mal da. Die Eichelhäher sind in den letzten Wochen besonders aktiv, um ihre Vorräte für den Winter zu verstecken. Leider konnte ich noch keinen Eichelhäher so richtig gut mit meiner Kamera ablichten. Ich hoffe der Eichelhäher kommt nochmal in den Garten. Er wollte wohl an die Futterstation, aber die Erdnüsse sind schon von den Meisen verbraucht worden.

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