Der Beversee

Es gibt Parks und Naturschutzgebiete in seiner Stadt, die man schon aus der Kindheit kennt. Mit denen man viele Erlebnisse verbindet. Das Naturschutzgebiet Beversee ist das herausragende Schutzgebiet in Bergkamen. Im Waldgebiet Großes Holz ist eine Bergsenkung entstanden, die dann vom Beverbach geflutet wurde.

Entstanden ist der 500 Meter lange Beversee. Ein Waldsee, der aber groß genug ist, um vielen Wasservögeln eine Heimat zu bieten. Schwäne, Bläßhühner, Haubentaucher, Stockenten, Reiherenten, Graugänse, Kormorane, Graureiher, Silberreiher und noch viele mehr. Meinen ersten Eisvogel habe ich dort gesehen. Nur im Flug und noch heute wiederholt mein Vater immer noch seinen Kommentar dazu, “Sieht aus wie ein Wellensittich!”

Und noch viele andere Vögel habe ich dort das erste Mal gesehen. Einen durchziehenden Fischadler konnte ich damals sogar fotografieren.

Die Plattform am Beversee  wird wohl nie fertig

Am Samstag war ich wieder einmal dort. Nicht um etwas Neues zu sehen. Eigentlich kann mich dort nichts mehr überraschen. Ich wollte nur nachsehen, ob die Aussichtsplattform endlich wieder aufgebaut wurde. Der Regionalverband Ruhrgebiet hatte eigentlich angekündigt, das als Projekt für 2017 auf der Liste zu haben und die Plattform im Juni oder Juli fertigzustellen. Natürlich ist noch nichts passiert! Von der Plattform kann man nur die alten Holzpfeiler ansehen und die neuesten Sturmschäden von Sturm Friederike im Wald.

Und die gefrorenen Pfützen, Bäche und den fast zugefrorenen Beversee. Nur noch am Nordufer war noch eine eisfreie Fläche. In der sich alle Bläßhühner, eine Schwanenfamilie und die Kormorane versammelt hatten. Auch ein paar Stockenten waren noch da. Der Großteil der Wasservögel hatte sich aber schon verabschiedet. Vielleicht zum nahe gelegenen Datteln-Hamm-Kanal oder zur Lippe.

Und trotzdem habe ich viele neue Erlebnisse gehabt. Ich verfolgte leider etwas erfolglos einige Buntspechte, deren hämmern man aber überall hören konnte. Ich konnte das erste Mal eine Wacholderdrossel fotografieren. Und ich sah einen großen Schwarm von Erlen- und Birkenzeisigen. Der leider sehr rastlos nach Erlensamen suchte. Aber was mir in Langenberg nur sehr schlecht gelang, klappte dann im heimischen Revier umso besser. Ein Gimpel und ein Kleiber flogen mir praktisch vor die Kamera.

Ich werde wohl in den nächsten Wochen noch häufiger wieder am Beversee sein. Die Buntspechte lassen mir keine Ruhe. Die möchte ich unbedingt einmal so richtig gut vor die Linse kriegen.

2 Kommentare

  1. Tipp für Buntspechte : Ist allerdings meine eigene Erfahrung, Buntspechte hämmern immer/meistens auf der Schattenseite eines Baumes. Du hörst den Specht ganz nah vor dir, schaust dir auch den entsprechenden Baum ganz genau an und siehst ihn einfach nicht, den Buntspecht. Denn wir schauen meistens auf die Sonnenseite eines Baumes drauf. Also bei mir ist das so, wenn ich im Wald unterwegs bin. So konnte ich das Vorgestern auf meiner großen Fototour auch wieder beobachten bei dem Buntspecht. LG Monika

    • Da hast du völlig recht, Monika! Das war auch mein Problem. Ich habe den Specht sogar gesehen, weil er an einem toten Baum hämmerte. Aber immer nur ein kleines Stück von ihm auf der Schattenseite. Und ich stand auf der Sonnenseite und habe gewartet, das er sich herum bewegt. Danke für den Tipp! LG Michael

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