Die Limikolen an der Kiebitzwiese

Die Limikolen an der Kiebitzwiese

Ein Bruchwasserläufer im Schlamm

Die Limikolen an der Kiebitzwiese sind die, die man häufig im Binnenland und an Gewässern sieht. Ich tue mich immer noch schwer mit dem Begriff Limikolen. Ich habe halt noch in meiner Jugend gelernt, dass man sie Watvögel nennt. Wörtlich übersetzt heißt Limikole Sumpfbewohner. Was nicht wirklich auf alle zutrifft. Sie alle suchen aber ihre Nahrung im Flachwasser und im Schlamm.

Der stark bedrohte Kiebitz

Deshalb haben die meisten auch ihre langen Schnäbel und Beine. Für mich bleiben sie immer die Watvögel, aber ich möchte mich an den neuen Begriff gewöhnen. Von den Limikolen an der Kiebitzwiese ist natürlich zuerst der Namensgeber Kiebitz zu nennen. Er ist auch gleich der Vertreter, der mit Sumpf am wenigsten zu tun hat. Er ist ein typischer Wiesen- und Feldbewohner. Und damit einer der Vögel, die am meisten unter der intensiven Landwirtschaft leiden. Er hat mit dramatischen Verlusten zu kämpfen und wird wohl Aussterben, wenn die Entwicklung so weiter geht. Das muss man so hart und klar sagen. Denn selbst auf der Kiebitzwiese und den angrenzenden Feldern sieht man ihn nur noch selten. Es gab dieses Jahr aber Nachwuchs an der Kiebitzwiese. Ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Die weiteren Limikolen an der Kiebitzwiese sind die Flußregenpfeiffer und die Flußuferläufer. In der Zugzeit sieht man auch häufiger mal Bruchwasserläufer und Grünschenkel an der Kiebitzwiese. Auch einzelne Alpenstrandläufer wurden schon gesichtet.

Limikolen in Zeeland

In den nächsten zwei Wochen werden mir vielleicht auch noch ein paar andere Vertreter der Limikolen begegnen. Denn seit Montag bin ich mit der wunderbaren Hamsterradrebellin und der kleinen Räubertochter im Familienurlaub in den Niederlanden. Wir sind in Zeeland und da sollten doch zur Zeit ein paar andere Watvögel unterwegs sein, als die Limikolen an der Kiebitzwiese.

2 Kommentare

  1. Ich liebe Kiebitze. Erstaunlicherweise sehe ich sie eigentlich immer, wenn ich meine Familie in Rheinhessen besuchen, obwohl dort sehr intensiv Landwirtschaft getrieben wird. Aber es gibt einige natürliche Oasen, wo sie vielleicht doch etwas geschützt sind. Ich habe sie allerdings noch nie brüten gesehen, weiß also nicht, ob es Nachwuchs gibt.
    Danke für die tollen Bilder.
    Liebe Grüße,
    Tanja

    • Wegen der intensiven Landwirtschaft ist es auch sehr schwer für sie zu brüten. Am besten ist es, wenn der Landwirt mit einbezogen wird und die Gelege auf dem Feld gekennzeichnet werden. Die Kiebitze werden in einigen Landkreisen jedes Jahr gezählt und es werden leider immer weniger. Ich sehe sie auch noch jedes Jahr, auch auf ganz normalen Feldern. Aber die Zahlen sehen leider nicht gut aus. Vielleicht können die Bemühungen der Naturschützer noch etwas bewirken.

      Danke für deine Kommentare. Eindrücke auszutauschen finde ich immer wichtig! Liebe Grüße, Michael

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